Iphone-Hersteller Foxconn: Selbstmordserie geht weiter
Binnen kürzester Zeit hat sich erneut ein Mitarbeiter von Foxconn das Leben genommen. Der 19-jährige ist das zehnte Opfer einer Selbstmordserie im laufenden Jahr. Foxconn war bereits vergangenes Jahr wegen umstrittener Arbeitszustände in die Schlagzeilen geraten.
Update vom 27.5.2010: Erneuter Zwischenfall
Nachdem Firmenchef Terry Gou gestern einer Gruppe von Journalisten die Fabrik gezeigt hatte, kam es erneut zu einem tragischen Zwischenfall. Ein Foxconn-Mitarbeiter stürzte sich Berichten zufolge in den Tod. Wie bekannt wurde, haben sich zwei weitere Mitarbeiter bei Selbstmordversuchen schwer verletzt. Nun will auch Foxconn-Kunde Dell die Arbeitsbedingungen prüfen lassen.
Update vom 26.5.2010: Selbstmorde sollen per Unterlassungserklärung gestoppt werden
Berichten zufolge greift Foxconn zu ungewöhnlichen Maßnahmen, um der Selbstmordserie ein Ende zu setzen. Nachdem bereits Apple angekündigt hat, sich ebenfalls bei den Ermittlungen einzuschalten, will auch Foxconn aktiv werden. Laut einem Zeitungsbericht soll die Firmenleitung ihre Mitarbeiter dazu aufgefordert haben, eine schriftliche Unterlassungserklärung für einen Selbstmord zu unterzeichnen. Per Unterschrift sollen die Beschäftigen ihrem Unternehmen erlauben, sie notfalls in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen, wenn sie in einer "anormalen geistigen oder körperlichen Verfassung" sind, berichtet der Spiegel. Im Unternehmen sollen Netze angebracht worden sein, um Todesstürze zu verhindern.
Original-Artikel vom 25.5.2010: Selbstmordserie beim Iphone-Hersteller Foxconn
Foxconn steht erneut im Brennpunkt der Medien, weil sich ein 19-jähriger Mitarbeiter das Leben genommen hat. Binnen kürzester Zeit ist dies der zehnte Selbstmord beim chinesischen Anbieter für Elektronikgeräte und Zubehör. Foxconn fertigt unter anderem das Iphone für Apple, stellt Mainboards her und liefert elektronische Teile, die andere Hersteller auf ihren Produkten verwenden. Kunden sind neben Apple auch Dell, Hewlett Packard, Sony und Nokia. Die Hon-Hai-Gruppe, zu der auch Foxconn gehört, zählt zu den größten Lieferanten für Elektronik- und Computerbauteilen weltweit.
Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldet, dass sich der 19-jährige in Shenzen von einem Foxconn-Gebäude gestürzt hat. Damit ist es der zehnte Selbstmord bei Foxconn im laufenden Jahr. Bereits letztes Jahr waren die Arbeitsbedingungen bei Foxconn in die Schlagzeilen geraten, weil sich ein Mitarbeiter das Leben nahm; der letzte Selbstmord geschah erst vergangenen Freitag. Aufgrund der jüngsten Selbstmorde muss sich Foxconn erneut die Frage gefallen lassen, wie es um die Arbeitszustände in den Fabriken bestellt ist.
Terry Kuo, Vorsitzender der Hon-Hai-Gruppe, lässt wissen, dass Foxconn kein Ausbeuterbetrieb sei. Man sei bestrebt Selbstmorden zuvorzukommen und diese aktiv zu verhindern. Wie es zu den Selbstmorden kam, verriet Kuo nicht, aber er nimmt die Medien in die Verantwortung. Durch die breite Berichterstattung könnte es zu Trittbrettfahrern/Nachahmern kommen.
Während Foxconn die Arbeitsbedingungen für gut befindet, klagen viele Mitarbeiter über die Zustände. Schlechte Behandlung, hoher Druck, miserable Bezahlung und sehr lange Arbeitszeiten zeichnen Foxconn aus, so die Klagen. Viele der Mitarbeiter würden isoliert auf dem Gelände der Fabrik leben. In Shenzen beschäftigt Foxconn alleine 300.000 Mitarbeiter - weltweit sind es 800.000.

Fast die ganze PC Industrie (naja andere Zweige auch) lässt in China fertigen, es gibt genug Dokus die zeigen wie es da abgeht. Wenn man sieht wie die Leute am Fließband stundenlang hocken und z.B. ne Sekunde Zeit haben nen Klecks Wärmeleitpaste unter den NB Kühler zu machen. Ist schon fast Hohn wenn man sich dann aufregt dass die Wärmeleitpaste schlecht verteilt ist ...
Die Arbeitszeiten sind lang der Lohn gering und man wird sofort gefeuert wenn man Probleme macht.
Irgendjemand muss am Ende die Rechnung zahlen, wenn wir unsere billigen Boards, Grafikkarten usw. haben wollen.
Alle, die sich in belustigender Weise hier zu den Toten und deren angehöhrigen, sich über die Menschen die dort versuchen Ihr tägliches Brot zum Überleben zu verdienen äusserten, sind in keinster weise besser als diejenigen Sklavenhalter und Diktatoren welche 1933 Europa in den Krieg brachten.
Jeder der von euch ein I-Phone besitzt, oder andere Waren der genanten Hersteller, sollte sich im klaren darüber sein das an seinem Gerät Blut klebt.
Sarazin hatt schon Recht mit seinen Aüsserungen über das Ignorrante, Arrogante und missgebildete auftreten der Deutschen.
Euch möchte ich sehen wenn Ihr um eurer Überleben kämpfen müsstet, mit täglich nur ein paar Cent in der Tasche und nichts zu Essen. Ihr würdet genauso den Freitot wählen wie all die anderen.
Horror-Selbstmord-Serie in China
Selbstmordserie beim Hersteller des iPhone 4G
Vlt. kaufen sich die Ökos mal was anderes.