FAQ für PC-Netzteile: Darauf müssen Sie achten
Netzteile für den PC zu erklären, kann, muss aber nicht unbedingt kompliziert sein. Wir dröseln mit nützlichem Basiswissen für Sie auf, damit auch Sie Bescheid wissen!
In diesem Artikel
Netzteile einfach erklärt
Netzteile werden zunächst grundlegend nach Watt- und Effizienzklasse unterschieden. Die angegebenen Wattstufen (auch Nennleistung genannt) geben bis zum ATX-2er-Standard die maximal spezifizierte Leistung an. So wäre bei einem ATX 2.4 spezifizierten 550-Watt-Netzteil eine Dauerlast von bis zu 550 Watt garantiert, alles darüber könnte zwar ebenfalls noch getragen werden, jedoch ist das eben nicht garantiert (schnelles Eingreifen der Schutzschaltungen) und kann in Einzelfällen auch schädlich sein (bei längerer Dauerlast über der Nennleistung und unter den individuellen Schutzschaltgrenzen).
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Oftmals sind auch über die maximale Herstellerangabe kleine Puffer von 5 bis teils sogar 30-40 Prozent möglich, in denen die essenziellen Schutzschaltungen noch nicht zum Sicherheitsabschalten führen - garantiert sind solche "dauerhaften Mehrleistungen" jedoch keineswegs und eine attraktive Lösung, anstatt zur höheren Wattklasse zu greifen, ist dies ebenso wenig. Eine längere Überbeanspruchung der im Innern verbauten Topologien kann nicht nur zu einer lauteren Geräuschkulisse durch stärker laufende Lüfter wegen höherer Temperaturen, sondern auch zu einem gesteigerten Teileverschleiß des Netzteils als auch der angeschlossenen Hardware führen (durch teils stark nachlassende Spannungsregulation, zu hohe Restwelligkeit und weitere Punkte), sodass die Hardware je nach Qualitäts- und Fehlermerkmalen früher ersetzt werden muss.
Netzteil: Wie viel Watt braucht man?
Quelle: Amazon
In Fällen, in denen das qualitativ selbe (oder gar bessere) Netzteil weniger kostet, wie in diesem temporären Beispiel die 850-Watt-Variante im Vergleich zur 750-Watt-Version, können Sie ohne Bedenken direkt zum kräftigeren Netzteil greifen.
Zu den klassischen Stufen von Netzteilen gehören größtenteils 300 bis 400 Watt (Bürorechner, APU-Builds), 500 bis 650 Watt (durchschnittlicher Spiele-PC mit Budget- oder Mittelklassegrafikkarte), 750 bis 850 Watt (anspruchsvollere Gaming-Setups) und auch 1.000 Watt und darüber (High-End-Verbrauch). Wie viel Watt Sie maximal in Ihrem individuellen System benötigen, können Sie anhand der Herstellerangaben der einzelnen Komponenten errechnen. Pi mal Daumen können Sie dazu die TDP von Grafikkarte und Prozessor mit dem Faktor 1,5 verrechnen, um so auch angemessen Luft nach oben zu haben. Bei anspruchsvollerer Hardware empfiehlt sich eher ein Faktor um 1,25 herum, um nicht unnötig in viel zu hohe und dementsprechend teure Klassen abzurutschen. Sie können aber auch für eine ungefähre Einschätzung Online-Leistungsrechner nutzen, die viele Hersteller und Dritte anbieten (wie Be Quiet, Seasonic oder auch andere, teils mit einstellbarem, jährlichem Kostenrechner). Sollten Sie bereits jetzt schon mit dem späteren Aufrüsten von Hardware rechnen, sollten Sie auch einen entsprechenden Puffer einkalkulieren, um so durstiger Hardware beim Upgrade zuvorzukommen.
Vergleichen Sie vor dem Kauf bei begrenztem Budget in jedem Fall die Preise von niedrigeren und höheren Wattstufen. Durch zeitlich begrenzte Rabatte und/oder ein Missverhältnis von Angebot und Nachfrage können Modelle mit mehr Nennleistung der gleichen Bauserie (gekennzeichnet etwa durch den Namen) günstiger und demnach die attraktivere Wahl sein. Der effizienteste Wirkungsgrad liegt oft zwischen ca. 40 und 60 Prozent Last der maximalen Leistung des Netzteils und ist von den verbauten Topologien abhängig, wobei sich die praktischen Unterschiede der Stromkosten erst auf Dauer rauskristallisieren. Viel hilft viel, gilt nur bedingt: Absolut überdimensionierte Brummer können zwar spätere Upgrades erleichtern, allerdings verschiebt sich der Effizienzmittelpunkt. Insbesondere bei Bürorechnern lohnt sich daher eher die kleinere Wattklasse. Bei einfachen Spielerechnern empfehlen wir in der Regel zumindest 550 Watt als Startpunkt anzusetzen.
Netzteil: Wie wichtig ist Effizienz?
Quelle: PC Games Hardware
In unserem europäischen 230-Volt-Netz laufen Netzteile effizienter als auf dem amerikanischen Kontinent mit 115 Volt.
In allen elektronischen Geräten geht Energie in Form von Abwärme verloren, so auch beim Wandlungsprozess der 230-Volt-Wechselspannung aus der Steckdose in PC-taugliche 12-Volt-Gleichspannung. Je effizienter ein Netzteil arbeitet, desto weniger Verlustwärme entsteht und desto weniger muss schlussendlich auch gekühlt (leisere Geräuschkulisse) und bezahlt werden (Ersparnisse). Ein Indiz, um Informationen zum Wirkungsgrad eines Spannungswandlers zu bekommen, ist das US-amerikanische 80-Plus-Zertifikat, welches auf allen verifizierten ATX-Netzteilen abgedruckt wird. Die reale Effizienz kann je nach Modell trotz Siegel stark abweichen. So können etwa die Qualität und der Abnutzungsgrad der Kabel sowie Steckverbindungen einen Einfluss haben. Eingeschaltete LED-Elemente, die direkt vom Netzteil betrieben werden, benötigen ebenfalls Strom und können den Wirkungsgrad beeinflussen.
Quelle: PCGH
Zwischen ca. 40 und 75 Prozent sind die allermeisten Netzteile am sparsamsten. Moderne Netzteile halten ihre Effizienz auch bis in den 100-prozentigen Lastbereich stabil, auch wenn auch hier die Effizienz minimal sinkt.
Spannungswandler werden anhand ihrer Effizienzwerte in Bronze (wie 88 Prozent Wirkungsgrad bei halber Last im europäischen 230-Volt-Stromnetz), Silber (90 Prozent), Gold (92 Prozent), Platinum (94 Prozent) und Titanium (96 Prozent) eingeteilt - Netzteile mit dem unter Bronze angesiedelten Standard-80-Plus- sowie Silber-Label gelten als praktisch ausgestorben. In einem Titanium-Netzteil verpufft weitaus weniger Energie als in einem schlechter zertifizierten Netzteil. Deswegen kann im Dauerbetrieb durchaus Geld pro Jahr gespart werden. Netzteile, die ein schlechteres Zertifikat als Gold bekommen haben, sollten heutzutage allerdings nach Möglichkeit gemieden werden. Durch veraltete eingesetzte Topologien (innere Komponenten) und den relativ geringen Preisunterschied sind Gold-Netzteile als Mindestanforderung zu empfehlen. Je höher die Effizienzstufe des Siegels, umso eher werden auch hochwertigere Komponenten eingesetzt werden müssen - das 80-Plus-Siegel ist also ein grober Indikator, welche Qualität die gewählten Topologien aufweisen. Der Lüfter und sonstiges Beiwerk sind davon allerdings nicht betroffen! Das beste Preis-Leistungs-Angebot bekommen Sie im Gold-Segment des 80-Plus-Labels. Je nachdem, wie oft und intensiv Sie Ihren Rechner mit welcher Hardware betreiben, kann sich das Aufrüsten zur höheren Effizienzstufe entweder rentieren oder überflüssig sein.
Ob sich die effizientere Stufe in Ihrem Fall lohnt, können Sie entweder per Hand oder mit Online-Hilfen errechnen. Bedenken Sie, dass der Rechner im Alltag nur einen Bruchteil vom Spielebetrieb/Videoschnitt und Co. verbraucht. Eine grobe Messung an der Steckdose des Computers kann den täglichen Verbrauch leicht aufzeigen, sodass Sie eine Basis zum Berechnen hätten. Nach zwei bis drei Jahren sollte sich der Aufpreis bestenfalls bereits amortisiert haben - kurzum: Die Stromeinsparungen liegen nach einer gewissen Zeit auf dem Niveau des Preisunterschieds zwischen den infrage kommenden Netzteil-Modellen.
Quelle: PCGH
Beispielrechnung (1 Jahr) mit einem Grundverbrauch von 400 Watt und 30 Cent pro kWh. Je höher der Verbrauch und die Stromkosten, umso eher rentiert sich auch ein effizienteres Netzteil. Bei verhältnismäßig seltener Nutzung ergibt Gold preislich oft mehr Sinn als Platinum beispielsweise. Die Effizienzstufen unter Gold sollten Sie aus mehreren Gründen weniger in Betracht ziehen. Titanium ist häufig deutlich teurer, sodass eine Anschaffung genauer abgewogen werden sollte.
Netzteil: Kühlung und Lautstärke
Durch die entstehende Last und Abwärme müssen Netzteile entweder aktiv (über einen dauerhaft laufenden Lüfter), semi-passiv (mit einem teils abschaltenden Rotor bei geringer Last) oder völlig passiv gekühlt werden. Jede Kühlvariante birgt Vor- und Nachteile.
- Ständig eingeschaltete Lüfter lassen die inneren Komponenten auch bei geringer Last kaum an Temperatur steigen, was bei aufgewärmten Gehäusen mit suboptimalem Aufbau (samt Hitzestau) eine Überhitzung mit folgendem Sicherheitsabschalten eher verhindert als die Alternativen. Bei äußerst leisen Lüftern bleiben auch permanent aktiv gekühlte Netzteile im Gehäuse allerdings ähnlich (un)hörbar in Idle-Umgebung. Marken wie Be Quiet setzen bisher ausschließlich auf eine aktive Kühlung.
- Semi-passive Netzteile lassen je nach Werkeinstellung und Modell den Lüfter bis zu einer Last von ca. 10 bis 50 Prozent deaktiviert, sodass bei üblichen Büroarbeiten und Medienkonsum der Schall des Luftzugs wegfällt. Problematisch können hier Netzteile mit stark schwankender Kurve sein, bei der der Lüfter ständig aufbraust und damit nerviger anzuhören ist, als würde er permanent anbleiben. In vielen Fällen ist diese Kühlungsart optional über einen hinteren Knopf alternativ zur ständig aktiven Variante auswählbar. Heutzutage setzen die meisten Netzteilhersteller wie Seasonic oder Corsair auf einen (teils optionalen) semi-passiven Modus. In seltenen Fällen lässt sich auch über eine interne USB-Verbindung die Lüfterkurve anpassen, samt anderen Optionen wie RGB und Umschalten zwischen Multi-/Single-Rail-Konzept.
- Völlig passiv gekühlte ATX-Netzteile sind seltener und teurer, da einerseits die Topologien hochwertig ausgewählt und die Wattleistungen temperaturbedingt bis zum ca. 700er-Bereich limitiert werden. Ohne aktive Elemente sind solche Netzteile gegenüber Überhitzungen eher anfällig, auch wenn in einer normalen Konfiguration mit durchschnittlichem Airflow kein Abschalten auftreten dürfte. Alle anderen Geräuschquellen wie Spulenfiepen sind zwar in jeder Kühlungsart je nach individuellem Einzelmuster weiterhin möglich, allerdings kann das innere Verkleben mancher Komponenten das Fiepen durch weniger Bewegungsfreiheit der Teile reduzieren. Passive Netzteile ergeben erst in äußerst leisen Setups einen praktischen Sinn - etwa mit einem hochwertigen modularen Wasserkreislauf, bei dem GPU und CPU unter Volllast ebenfalls kaum einen Mucks von sich geben.
Die Lautstärke eines Netzteils ist maßgeblich von der Last, Abwärme (resultierend aus der Effizienz) und der Größe des verwendeten Lüfters abhängig: Je kleiner der Rotor, umso lauter ist dieser auch unter Last. Setzen Sie in ruhigen Arbeitsbereichen auf Spannungswandler mit mindestens 120-mm-Lüftern. SFX-Netzteile (zwar auch nach ATX spezifiziert, aber deutlich schmalerer Formfaktor, beispielsweise für ITX-Gehäuse) sind aufgrund der engeren Bauweise und der kleineren Lüfter häufig den Kollegen mit ATX-Formfaktor in puncto Geräuschemission gravierend unterlegen. Je nach Qualität des Lüfters und der Lüfterkurve können sich auch ansonsten ebenbürtige Netzteile in der Praxis stark unterscheiden. Bedenken Sie auch die Position des Netzteils innerhalb des Gehäuses und Ihre Entfernung zum PC, da die Intensität des Schalls im Quadrat von der Quelle abnimmt.
Quelle: PCGH
Zum Thema Sone/Dezibel: Die dB(A)-Angaben des Schalldruckpegels berücksichtigen nur die Empfindlichkeit unseres Gehörs in Abhängigkeit der Frequenz, nicht in Abhängigkeit der Schallintensität. Mit Sone existiert eine von Phon abgeleitete, lineare Einheit (2 Sone sind doppelt so laut wie 1 Sone), die das Frequenzspektrum genauer aufzeigt. Der Begriff Lautheit ist der Einheit Sone zugeordnet. In unseren Netzteil-Tests messen wir die verbauten Lüfter frontal zum Lüfter im 50-cm-Abstand. Im eigenen System wird das Netzteil im Gehäuse noch deutlich ruhiger sein. In den meisten Fällen verdecken CPU-/GPU-Kühlung den Netzteillüfter akustisch.
Netzteil: Single- oder Multi-Rail?
Vorsicht: Bei energiehungrigen Komponenten ist nicht nur die Gesamtleistung des Netzteils wichtig, sondern auch die Nominalleistung der einzelnen Schienen. Das bezieht sich besonders auf die 12-Volt-Schiene, mit der Sie in einem Rechner meist Grafikkarte, Prozessor und weitere Komponenten mit Energie versorgen. In einem Multi-Rail-Netzteil werden die einzelnen 12-V-Leiterbahnen durch den sogenannten Überstromschutz (OCP) separat voneinander überwacht. Sobald auf einer Rail/Leitung ein zu hoher Stromfluss registriert wird, schaltet sich das Netzteil aus Sicherheitsgründen ab - im Falle einer zu mächtigen GPU auch ohne Schäden (mögliche Ausnahme bei No-Name-PSUs). In einem Single-Rail-Gerät wird dagegen nicht jede Ader einzeln überwacht, sondern die stromspendende Leitung als Ganzes betrachtet. Kommt es nun zu einem Kurzschluss in einem Bauteil oder auf der Leiterplatte selbst, steigt der Strom auf der 12-Volt-Schiene des Single-Rail-Netzteils enorm an. Erst dann kann die OCP einspringen und die Hardware vor noch größerer Belastung schützen. Der Wert zum Auslösen der Schutzschaltung ist bei Single-Rail-Geräten aber durch den vergrößerten Ampere-Bereich auch deutlich höher angesetzt. Multi-Rail bietet durch die Aufteilung der Leiterbahnen und die separate Überwachung theoretisch mehr Sicherheit als ein Single-Rail-Design.
Quelle: PCGH
Moderne Multi-Rails nutzen eine einzelne +12-Volt-Spannungsquelle. Die Gesamtleistung wird über mehrere Sicherungen auf einzelne Stecker verteilt. Auf jeder der so gesicherten Leitungen wacht der Überstromschutz über die Belastbarkeit.
Quelle: PCGH
Bei Single-Rail-Netzteilen wird auf die getrennte Absicherung einzelner +12-Volt-Schienen verzichtet. Einige Hersteller verzichten zudem komplett oder nur auf der +12-Volt-Schiene auf die Integration des Überstromschutzes (meist bei fragwürdig billigen Netzteilen der Fall).
In unseren Messungen schalten allerdings viele der 12-V-Multi-Rails im niedrigen Betrieb nicht bei ihren angegebenen Werten ab, sondern deutlich später (Beispiel: 25 A pro Leitung als Angabe, Abschalten erst bei 50 A). Multi-Rail-Netzteile sind erst ab der Wattklasse von mehr als 850 bis 1.000 Watt mit mehreren Schienen bezüglich der Sicherheit im Vorteil. Dieser Sicherheitsvorteil schwindet allerdings deutlich, wenn ein Bauteil über zwei oder gar drei 12-Volt-Schienen versorgt wird. Eine Grafikkarte könnte etwa Spannung aus +12-V1, +12-V3 und +12-V4 erhalten. Sollte es dann auf der Karte zu einem Kurzschluss kommen, würde die gesamte Belastbarkeit aller drei Schienen zur Verfügung stehen - Multi-Rail-Vorteil dahin. In der Praxis macht sich der Unterschied zwischen Single- und Multi-Rail vor allem bei den Anschlüssen hinten am Netzteil und der Bequemlichkeit bemerkbar. Bei Multi-Rail-PSUs müssen Sie auf eine entsprechend ausreichende Aufteilung der Leitungen beim Prozessor und der Grafikkarte achten, sodass eine 12-Volt-Lane nicht überlastet wird und die anderen ungenutzt bleiben. Ansonsten stehen sich moderne Single- und Multi-Rail-Netzteile heutzutage ebenbürtig gegenüber.
Netzteil: Fest verbaute oder modulare Kabel?
Netzteile mit fest verbauten Kabeln sind oft günstiger als die mittlerweile häufigeren modularen Alternativen. Ein aktuelles Beispiel wäre etwa Be Quiets Unterteilung zwischen dem Pure Power 12 und 12 M. Teils gibt es auch Modelle mit Teilmodularität, bei denen das ohnehin notwendige ATX-Mainboard-Kabel nicht zu lösen ist, dafür aber die Verbindungen der Peripherie. Ein modulares Netzteil bietet den Vorteil leichteren Kabelmanagements, bei dem beispielsweise die CPU-EPS-Stecker an der oberen linken Ecke des Mainboards bereits außerhalb des Gehäuses erst an der Platine und dann am Stromherz angebracht werden könnten. Übriggebliebene Kabel bei nicht modularen Netzteilen müssen häufig einfach hingenommen und in der Netzteilkammer, sofern im Gehäuse vorhanden, versteckt werden. Defekte Stränge würden sich bei modularem Aufbau ohne Probleme mit passenden Kabeln ersetzen lassen.
Quelle: PCGH
Bei einem vollmodularen Gerät (oben) kann man die Kabel beliebig anstecken. Ohne Management (unten) sind alle Kabel fest am Netzteil montiert und teilmodulare Netzteile (Mitte) haben meist ATX- und CPU-Stecker fest integriert.
Modulare Netzteile sind insgesamt deutlich beliebter, allerdings wird auch die Effizienz in geringem Maße durch mehr Zwischenmodule und folglich höheren Widerstand verringert (gleiches gilt im Grunde auch für Kabelerweiterungen). Die Spezifikationsgrenzen müssen jedoch in jedem Fall eingehalten werden, sodass dieser Aspekt nur in seltenen Fällen ein nennenswertes Gewicht in Ihrer Entscheidungsfindung erhalten sollte. In unseren Tests messen wir nicht direkt am Anschluss, wie für das 80-Plus-Zertifikat vorgeschrieben, sondern praxisorientierter mit den Kabeln als Zwischenelement.
Netzteil richtig anschließen: Darauf sollte man achten
Achtung: Verwenden Sie niemals native Kabel eines anderen Modells, ohne vorher die Kompatibilität sicher geprüft zu haben, auch wenn die Kabel zu passen scheinen - im schlimmsten Fall erleidet Ihre Hardware Schäden. Innerhalb des Anschlusses können andere Spannungen und Bahnen anliegen. Selbst Netzteile derselben Serie können je nach Revision von Änderungen betroffen sein. Überprüfen Sie daher die Kompatibilität der Kabel mit Ihrem Modell und fragen Sie im Zweifel beim Hersteller nach. Zu den wichtigsten Stromanschlüssen gehören das 24-polige Mainboard-ATX-Kabel (rechts, mittig der Platine), die 4-/8-poligen CPU-EPS-Stecker (oben links) sowie der entweder 6-/8-polige oder 12+4-Pin-Grafikkartenanschluss. Weitere Details zum Anschließen finden Sie im unteren Video illustrativ erklärt.
Reine Kabelstrangerweiterungen sind dagegen an sich kein Problem und können den Eindruck vom Rechner deutlich verändern oder zu knapp geratene Verbindungen doch noch ermöglichen. Ob es sich bei dem Netzteil-Kabelset um schlichte Erweiterungen oder ein vollständiges, natives Ersatz-Kit handelt, ist immer in der Produktbeschreibung angegeben oder anhand der Bilder erkennbar.
Auf der dritten Seite fassen wir die wichtigsten Punkte zum Netzteil-Kauf checklistenartig zusammen, gefolgt von einer technisch einfacheren Einordnung der bestimmenden Test-Variablen (Seite 3) und letztlich den eigentlichen Netzteil-Tests auf den restlichen Seiten, sortiert nach Wattklasse.

Eure Empfehlung, das Asrock SL ist ein wirklich hervorragendes Netzteil. Hab mir für mein mobiles Setup eins geholt und bin sehr zufrieden mit dem Gerät. Die 850W Variante hat dann auch 3x PCIEx-Stecker an Board und die weiße Variante hat durchweg weiße Kabel in hochwertiger Ummantelung.
Wenn Ihr mal ein Negativbeispiel testen wollt, besorgt euch mal das Asus Prime 750W. Das Netzteil ist absoluter Kernschrott, sowas schlechtes hab ich lange nicht mehr in der Preisklasse erlebt.
Aber wenn du das glaubst, dann ist das schön für dich, solange dein Glaube an die Großzügigkeit der Unternehmen, dann Berge versetzt
Entweder hatte ich Glück, oder die sind immer so, keine Ahnung. Das Netzteil müsste in den nächsten 7 Jahren einen Defekt bekommen um es zu erfahren.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Die PLUS-Artikel dazu sind natürlich nach wie vor erhältlich und ganz unten auf Seite zwei (bei den weiterführenden Informationen) auch verlinkt. Siehe etwa hier zum MSI MPG A1000G PCIE5.
Ich hatte mir 2023 ein Seasonic Prime PX 1300 für meinen neuen PC gekauft.
Das war durch die Lüfterkurve so unerträglich laut, dass ich Seasonic angeschrieben habe (Zwei Wochen wiederrufsrecht lange vorbei).
Da wurde mir gesagt, dass die Lüfterkurve so gewollt ist, ich aber das Netzteil gerne gegen ein Prime TX 1000 oder 1600 Tauschen kann, ggf. gegen Aufpreis, da beide Netzteile teurer waren als das PX 1300.
Habe mich für das TX 1000 entschieden und auch bekommen. Ohne Aufpreis, oder sonstwas.
Eingeschickt, neues bekommen und fertig, ohne absolut kompliziertes Prozedere.
Wenn der Service ganz am Anfang schon so ist, denke ich, dass es nach ein paar Jahren nicht anders sein wird.
Vor allem war das in meinem Fall absolute Kulanz und ich habe dies niemals so erwartet.
Da bin ich gerne bereit >200€ für ein Netzteil zu Zahlen, anstelle von 130€, oder sonstwas, und mich bei Problemen z.B. mit dem NZXT Support zu herumzuärgern.
Du kannst es nicht rechtlich einfordern, dass nach 5 - 8 Jahren dir ein Hersteller dir ein neues und sogar besseres Netzteil zusendet. Du kannst natürlich hoffen und auf den lieben Gott vertrauen aber die Erfahrung zeigt die Widerspenstigkeit der Hersteller.
Du hast zu Beginn der Garantie gegen einen Aufpreis (wie hoch?) ein neues Netzteil bekommen. Das ist schön für dich aber nichts worauf sich jemand verlassen kann. Hier gibt es auch ganz andere Berichte im Forum. Hardwarefress87 hat selbst bei einem defekten Netzteil von mehreres hundert Euro in der Gewährleistungszeit (wohlgemerkt) noch keinen Cent gesehen. Und der NZXT Fall hier im Forum lief auch ganz wunderbar
Vor allem war das in meinem Fall absolute Kulanz und ich habe dies niemals so erwartet.
Aber wenn du das glaubst, dann ist das schön für dich, solange dein Glaube an die Großzügigkeit der Unternehmen, dann Berge versetzt
Ich hatte mir 2023 ein Seasonic Prime PX 1300 für meinen neuen PC gekauft.
Das war durch die Lüfterkurve so unerträglich laut, dass ich Seasonic angeschrieben habe (Zwei Wochen wiederrufsrecht lange vorbei).
Da wurde mir gesagt, dass die Lüfterkurve so gewollt ist, ich aber das Netzteil gerne gegen ein Prime TX 1000 oder 1600 Tauschen kann, ggf. gegen Aufpreis, da beide Netzteile teurer waren als das PX 1300.
Habe mich für das TX 1000 entschieden und auch bekommen. Ohne Aufpreis, oder sonstwas.
Eingeschickt, neues bekommen und fertig, ohne absolut kompliziertes Prozedere.
Wenn der Service ganz am Anfang schon so ist, denke ich, dass es nach ein paar Jahren nicht anders sein wird.
Vor allem war das in meinem Fall absolute Kulanz und ich habe dies niemals so erwartet.
Da bin ich gerne bereit >200€ für ein Netzteil zu Zahlen, anstelle von 130€, oder sonstwas, und mich bei Problemen z.B. mit dem NZXT Support zu herumzuärgern.