Die Redaktions-Kolumne KW18: Netzteil-Fachredakteur durch billiges Netzteil still gelegt
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben: In der KW18 berichtet Marco Albert über billige Netzteile und wie ein solches seine Mini-Musikanlage lahm gelegt hat.
In der KW18 berichtet Marco Albert über billige Netzteile und wie ein solches seine Mini-Musikanlage lahm gelegt hat:
"Im Jahr 2008 habe ich mir eine Philips Streamium WAC3500 gekauft, so eine Mini-Anlage mit Festplatte und Netzwerkfunktion. Anfang 2011 gibt das Teil nach und nach seinen Geist auf. Die Anlage will nach einem Stromausfall nicht mehr hochfahren. Eine kurze Recherche im Netz bringt hervor, dass in der Anlage PC-Technik und natürlich auch ein Netzteil stecken. Philips hat offenbar stark beim Netzteil gespart, denn die Probleme beim Hochfahren der Streamium liegen an einer nicht stabilen 12-Volt-Spannung. Die eingesetzten Kondensatoren sind zu schnell gealtert oder wenn man böses denkt, genau so langsam gealtert, dass sie erst nach Garantiezeit einen Defekt aufweisen. Jedenfalls sind die Elkos im Netzteil geplatzt, deutlich erkennbar an der Wölbung der Sollbruchstelle. Damit können die Kondensatoren keinen Strom zwischenspeichern und die 12-Volt-Spannung bleibt nicht stabil. Die Elektronik im Philips Streamium WAC3500 braucht aber diese stabile Spannung. Im Netz gibt es eine Anleitung, wie man die kaputten Elkos entfernt und neue beispielsweise von Conrad einsetzt. Das ist mir jetzt aber zu einfach. Als Fachredakteur für Netzteile werde ich ein PC-Netzteil so modifizieren, dass es in die Mini-Anlage passt - sozusagen ein Netzteil-Mod der außergewöhnlichen Art.
Die Moral von der Geschichte: Die Qualität eines Netzteils spielt nicht nur im PC-Bereich eine entscheidende Rolle für den reibungslosen Betrieb von Geräten. Aber ärgerlich ist wirklich, dass dieses Problem mit der Philips Streamium WAC3500 häufiger auftritt."
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben und zwar jeden Sonntag um 13:15 Uhr.


Ich dachte schon es läge an meiner 250er Platte die ich sofort nach dem Kauf gegen die originale 160er ausgetauscht habe. Um das geliebte Gerät nicht bei Ebay verschleudern zu müssen (Alternativen sind fast unerschwinglich), wurde es zerlegt. Um die Ursache systematisch zu ermitteln, habe ich verschieden Tests durchgeführt. Ergebnis: Es war das Netzteil, genauer gesagt ein paar Kondensatoren (glaube 5-6 Stück habe ich getauscht, vorsichtshalber).Da ich die passenden nicht zur Hand hatte, musste improvisiert werden. Siehe da, die Anlage spielt wieder. Falls jemand ähnliche Probleme haben sollte, kann er sich gern melden.
nennt man das