Neue Thermaltake-Netzteile nach ATX 3.0: 2x 16-Pin für 1.650-Watt-Modelle
Thermaltake hat, wie viele andere Anbieter auch, neue Netzteile nach ATX 3.0 vorgestellt. Die dicken Brummer mit 1.650 Watt bekommen sogar zwei der neuen 16-Pin-Anschlüsse, die je 600 Watt bereitstellen können. Das mag das extrem sein, aber Netzteile um 1.000 Watt werden wohl eher üblich.
Netzteile mit über 1.000 Watt Leistung hat man früher noch belächelt, scheinen nun aber an Relevanz auch für den durchschnittlichen Anwender zu gewinnen. Thermaltake hat jetzt seine nach ATX 3.0 spezifizierten Produkte angekündigt. Die sind mitunter auch explizit für die kommende Generation an Grafikkarten geeignet und im Falle des iRGB Plus mit 1.250 und 1.650 Watt erhältlich. Die hohe Leistung macht sich dann auch in den Anschlussmöglichkeiten bemerkbar: Statt nur einem der neuen 16-Pin-Stecker nach ATX 3.0 gibt es gleich zwei.
Ein 16-Pin-Stecker kann nach Spezifikation bis 600 Watt bereitstellen und man geht davon aus, dass durchaus bestimmte Grafikkarten von der Geforce RTX 4000 und der Radeon RX 7000 auf den Markt kommen, die zwei 16-Pin-Stecker haben werden. Die Geforce RTX 4090 sowie bestimme OC-Modelle der Ada/Lovelace-Generation sollen Kandidaten sein. Alternativ kann man sich mit zwei 16-Pin-Steckern auch eines der heute seltenen SLI- bzw. Crossfire-Gespanne befeuern.
Die Notwendigkeit für ein Netzteil mit fast 1.700 Watt mögen die Extreme sein; um 1.000 Watt haben aber durchaus Chancen auf Normalität. Dem Core i9-13900K wird eine PL4 von 420 Watt nachgesagt. AMD hatte schon in Aussicht gestellt, dass die Leistungsaufnahmen bei den Grafikkarten steigen und auch bei den CPUs geht es nicht ganz ohne - zumindest in Spitzenlastszenarien. Der Geforce RTX 3090 Kingpin legt EVGA bereits einen Adapter bei, der fünf 6+2-Stecker auf zwei 16-Pin-Stecker bündelt und das wäre noch nicht mal das Maximum. Ein 6+2-Stecker stellt nach Spezifikation 150 Watt bereit.
Thermaltake nennt für die beiden iRGB Plus eine Klassifizierung nach 80+-Titanium. Man verbaut einen 140 Millimeter großen Lüfter und laut eigenen Angaben nur Kondensatoren aus japanischer Fertigung. Man verspricht 16 ms Hold-up-Zeit und eine Ripple Noise von unter 30 mV sowie maximal zwei Prozent Spannungsschwankung. Viele Daten lassen sich bei den neuen Thermaltake-Netzteilen auch auslesen. Dazu wurde eine Echtzeitüberwachung integriert und eine Software entwickelt, die das ausliest und aufbereitet.
Neben den Premium-Modellen wurden auch die Toughpower GF3 vorgestellt, die zwischen 750 Watt und 1.650 Watt verfügbar sein werden. Da hat das Flaggschiff mit 1.650 Watt einen doppelten 16er-Stecker, der Rest ist mit einem Stecker zu ATX 3.0 kompatibel. Gekühlt wird hier mit einem 135er- bzw. 140er-Lüfter, je nach Leistungsstufe.

Mal im Ernst, ich hatte ja damals im Cosmos Gehäuse auch zwei Systeme. Eins ohne Power mit APU und eins mit Bumms. Nur das wechseln hat echt genervt.
Wir nähern uns immer mehr dem technisch machbaren und damit wird die Geschwindigkeit des Fortschritts immer langsamer. Die Letzte Verdoppelung pro Jahr gab es bei den Grakas im Jahr 2008, mit der GTX 280, es war das letzte mal, das man so einen Sprung gesehen hat. Bei den CPUs war das, dank dem Quadcore, mit dem Q6600 der Fall.
Auch schon vorher mußte man dem Fortschritt mit Energie auf die Sprünge helfen, die GeForce 6800 Ultra hat ihren Stromverbrauch gegenüber der FX 5950 Ultra etwas mehr als verdoppelt und auch den CPUs hat man öfter einen sanften Tritt verpasst, damit die Leistungsverdoppelung in einem Jahr noch erreicht werden konnte und oder die Konkurrenz geschlagen wurde.
Jetzt sind wir eben an einem Punkt angekommen, an dem es anders nicht mehr sonderlich weiter geht. Die RTX 2080Ti war ja nur 30% schneller, als die GTX 1080Ti und nimmt man die 350W von der RTX 3090, dann sieht es da ähnlich aus. 30% Mehr pro Generation öffnet die Geldbörsen der Kundschaft eben nicht sonderlich weit. Früher war ein PC nach 3 Jahren hoffnungslos veraltet, heute kann man auch mit 6 Jahre alten Karten (GTX 1080/70) noch sehr gut zocken. Also muß eben Gewalt her.1
Ich schätze irgendwann wird SLI/CF wieder kommen, hoffentlich haben sie dann das Split Frame Rendering im Griff. Schon irgendwie blöd: heute könnte man es gut gebrauchen und es ist fast ausgestorben. Auch die Multisockelsysteme werden wohl irgendwann an die Tür der Privatnutzer klopfen. Bis etwa 2000 waren sie ja auch für Normalos verfügbar. Dann geht es wohl richtig ab. Da könnte es zum Problem werden, dass der Schukostecker nur 10-12A Dauerlast aushält.
Ich freu mich schon drauf, auch wenn die Stromrechnung ordentlich nach oben gehen wird.
Aber wie oben gesagt: man kann mehrere Netzteile koppeln. Das 750W Netzteil versorgt dann die CPU und den Rest und ein 1500W Netzteil die Graka(s). Damit bist du für ein paar Jahre gerüstet.
Mit einer GTX 1060 hättest du bis heute gut zocken können und das wäre auch noch wohl 2 Jahre lang der Fall. Die Karte hätte weniger als die Hälfte verbraucht. Auch mit einer GTX 1070 hättest du immer noch 100W gespart und wärest richtig gut unterwegs gewesen.
Merke dir: du stehst nicht im, du bist der Stau.
ich gehöre (leider) zu denen, die Leistung nie genug bekommen können, bzw sie bei Bedarf jederzeit abrufen wollen.
Darum hatte ich Zeitlang meinen Rechner mit zwei Netzteilen betrieben gehabt.
1200 + 1600.
Viele Kerne, Overcklocking, und aufwendige externe Wasserkühlung verlangen es.
Es gibt kleine Adapter, die die NTs synchron starten lassen können.
Ein Netzteil war bei mir für die GPU zuständig, das andere für den Rest. Es hatte alles super gut geklappt gehabt.
Aber seit, ich die 3090 GPU eingebaut hatte, wurde die GPU manchmal beim Booten nicht erkannt.
Habe das dann mit dem zweiten NT aufgegeben und war runter auf 1600. Natürlich funktioniert auch alles so
Wäre es nicht eine interessante Lösung für diejenigen, die im PC mehr Power brauchen, einfach ein 2. Netzteil dazu zu stecken, statt ein großes zu holen? Vorausgesetzt, man hat im Gehäuse dafür Platz da.
Ich suche eine zuverlässige Lösung, um zwei Netzteile zusammen schalten zu können (!)