Gamescom 2010: Need for Speed Hot Pursuit im Hands-on-Test
Für Need for Speed: Hot Pursuit gilt: "Back to the roots", Heizen ohne Reue, Verfolgungsjagden mit der Polizei - all das, was die Serie in den 90-ern berühmt machte. PC Games Hardware legt Hand an und begutachtet auch die Technik.
"A Story? What do we need a story for?" entgegnete der präsentierende Criterion-Veteran auf die Frage, was im Karriere-Modus auf den Solo-Spieler wartet. Im folgenden Atemzug zählte er die Eckpfeiler des kommenden Need for Speed-Teils auf: teure Autos, bildhübsche Strecken, Verfolgungsjagden mit den Gesetzeshütern und vor allem Geschwindigkeitsrausch - the need for speed eben. PC Games Hardware hatte auf der Gamescom erstmals Gelegenheit, hinter dem Steuer einer Edelkarosse Platz zu nehmen.
Need for Speed Hot Pursuit: Hands-on-Test
NFS Hot Pursuit wird von den Criterion-Studios entwickelt, welche bereits die erfolgreiche Burnout-Serie erschufen. Diesen Einfluss merkt man bereits nach den ersten Spielsekunden: Das Geschwindigkeitsgefühl wirkt, das Fahrwerk ist "arcadig" und Kollisionen ziehen effektvolle Materialschäden nach sich. Fahren Sie zu schnell - also immer -, wird die Polizei auf Sie aufmerksam und nimmt die Verfolgung auf. Die Ordnungshüter lassen sich mit dosierten Ramm-Manövern von der Straße kegeln, überschlagen sich dabei mitunter, begleitet von ansehnlichem Funkenflug und umherfliegenden Blechteilen. Ihr eigenes Auto, normalerweise wunderschön spiegelglatt und sehr polygonschwanger, nimmt ebenfalls Schaden - bis hin zum Totalausfall. Das kann schnell passieren, wenn die Cops anfangen, Sie mit dem Helikopter zu jagen.
Need for Speed Hot Pursuit: Technik
Das Spiel wurde uns auf einer Playstation 3 vorgeführt, welche das Spiel in 1.280 x 720 Pixeln ("720p") ohne Kantenglättung darstellte; die Texturfilterung schätzen wir auf 4:1 AF. Die Bildrate der Konsolen-Ausgabe von NFS Hot Pursuit liegt bei relativ konstanten 30 Fps. Im Test zeigte sich ausgeprägtes Aliasing, insbesondere bei den Seitenstreifen und der Vegetation. Die PC-Version wird ohne diese Limitierungen auskommen, weshalb wir uns vorerst auf die guten Seiten der Optik konzentrieren. Die teuren Karossen der genannten 27 Hersteller (darunter Porsche und BMW) sind sehr detailliert, wie üblich auf Hochglanz poliert und werden zudem dynamisch vom Umgebungslicht akzentuiert. Auch die neuen Wettereffekte schlagen grafisch ein: Starten Sie ein Rennen bei romantisch-roter Abenddämmerung, kann es vorkommen, dass nach Minuten ein Gewitter aufzieht und Ihnen neben nächtlichem Dunkel auch gleißend helle Blitze sowie hübsche Reflexionen auf dem Asphalt beschert. Apropos Asphalt: Die Straßentextur ist nicht mehr so matschig wie in vielen Vorgängern, die uns gezeigte Version offenbarte bei niedriger Geschwindigkeit am Straßenrand jedoch so manche Gruseltextur. Das fällt jenseits von 200 Kilometern pro Stunde zwar nur wenig ins Gewicht, zerstört den von den Autos hervorrgerufenen Aha-Effekt jedoch. Motion-Blur (Bewegungsunschärfe) ist natürlich wieder an Bord, allerdings in geringeren Dosen als in vielen Vorgängern. Der Effekt wird durch den zuschaltbaren Nitro-Boost kurzzeitig verstärkt.
Die Audiokulisse von Need for Speed: Hot Pursuit beeindruckte während der Präsentation mit wohlig röhrenden Edel-Motoren und wuchtig scheppernden Kollisionen - Fans der feilgebotenen Dekadenzschleudern werden ihre Freude haben
Need for Speed Hot Pursuit: Fazit
Die Konsolen-Restriktionen ausgeblendet, kommt Mitte November vermutlich ein technisch wie spielerisch einwandfreies Rennspiel der alten Schule auf uns zu. Die technischen Mängel sehen wir am PC verschwinden und tippen daher auf ein Grafikniveau wie beim überzeugenden Need for Speed: Shift. Einzig Simulationsfans werden ob der vereinfachten Fahrphysik im Arcade-Stil die Nase rümpfen - doch die sprach The Need for Speed nie an.

Hoffen wir das sies auch gut umsetzen ohne übermäßigen Kopierschutz etc.
MfG,
Raff
Und meine Augen auch - und ich sehe den Unterschied zwischen 30 und 60 Fps sofort.
Okay, vielen Dank. Dann solltet ihr eure Kollegen von der PC Games mal etwas schulen, so das die so was auch sehen.
Und meine Augen auch - und ich sehe den Unterschied zwischen 30 und 60 Fps sofort.