Sony Inzone M9 im Test: 4K-Gaming-Monitor für PC und Playstation 5 - Teil 2
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Sony Inzone M9 im Test: 4K-Gaming-Monitor für PC und Playstation 5 - Teil 2

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Auf dieser Seite gehen wir unter anderem auf die HDR-Qualität oder den Input Lag ein. Wie gewohnt, schließen wir mit einem Fazit zum Sony Inzone M9 ab.

HDR-Qualität: 10 Bit, DisplayHDR 600 und FALD

Wow! Unsere HDR-Sichtproben jenseits aller Messungen können uns begeistern. HDR-Videos und -Spiele bieten hier einen deutlich sichtbaren Mehrwert und die Dimmzonen lassen in den Stichproben auch kaum Nachleuchten (Halo) an den Kanten feststellen. Oftmals wird die Dimming-Qualität auf die Anzahl der Zonen reduziert. Klar, mehr ist immer besser, aber selbst bei dreistelligen Dimmzonen von noch teureren LCDs - hier sind es "nur" 96 - sind leuchtende Kanten nie vollständig verschwunden. Es kommt eben auch darauf an, wie gut der Bildprozessor die Dimmzonen wechselt - und das scheint hier sichtlich gut zu funktionieren.
Sony INZONE M9 U27M90 (7) Quelle: PC Games Hardware Sony INZONE M9 U27M90 (7)
Zum Verständnis: Diese Dimmzonen reduzieren die Intensität der Hintergrundbeleuchtung in bestimmten Bereichen des Panels, was letztendlich das Kontrastverhältnis verbessert und zu helleren Lichtern und tieferen Schwarztönen führt. Mehr Zonen bedeuten in der Regel mehr Kontrolle über das auf dem Bildschirm angezeigte Bild. DisplayHDR 600 war bislang weniger gut, weil wenn überhaupt nur ein Dimming per LEDs an den Kanten zum Einsatz kam, welches in der Regel nur acht bis 16 Lichtzonen geboten hat.

Das Dimmen per FALD hat aber seine Grenzen, denn das Dimmen von Zonen kann auch zum sogenannten Halo-Effekt oder zum Verlust von Schattendetails, subtilen Lichtern oder sogar zu "Black Crush" führen, einem Begriff aus der Fotografie, der sich auf den Verlust der Wiedergabetreue in dunklen Bereichen eines Bildes bezieht. Abgesehen vom gut funktionierenden FALD messen wir auch eine hohe HDR-Spitzenhelligkeit von circa 790 cd/m², was die geforderten 600 der DisplayHDR-Spezifikation deutlich übertrumpft.

Bewegtbildqualität: IPS-typisch gut

In den Reaktionszeiten leistet sich das IPS-Panel erwartungsgemäß keine Fehler: Hier gibt es keine Schwankungen, wie etwa in VA-Panels und auch das absolute Niveau ist mit durchschnittlich vier Millisekunden ausreichend niedrig, um in Bewegungen kaum sichtbare Schlieren zu verursachen. Hier unterscheiden sich die verschiedenen IPS-Panels nicht und alle haben hier in etwa das gleiche Niveau, auch wenn LG nach wie vor die Mär der einen Millisekunde im Grauwechsel aufrechterhält. Sony INZONE M9 U27M90: Kurze Reaktionszeiten, kaum Schlieren - typisch für IPS Quelle: PC Games Hardware Sony INZONE M9 U27M90: Kurze Reaktionszeiten, kaum Schlieren - typisch für IPS

Input Lag: Kein E-Sport-Niveau, aber auch noch nicht spürbar

Wir messen an der oberen Kante am HDMI-Eingang 19,8 Millisekunden, was bestenfalls mittelmäßig ist gegenüber anderen Konkurrenten - auch Fernsehern - die hier gerne mal einstellig sind. Diesen Aufschlag von irgendetwas zwischen zehn bis zwanzig Millisekunden messen wir auch im praktischen Test, der aber den ganzen Rattenschwanz zwischen Mausklick und Bildreaktion beinhaltet. Die durchschnittlichen 32 Millisekunden entsprechen daher dem mittelmäßigen Input Lag der anderen Messmethode.

G-Sync und Freesync: Funktioniert - was nicht selbstverständlich ist

Wir testen stets, ob die dynamische Bildwiederholrate fehlerfrei funktioniert, was leider nicht immer selbstverständlich ist. Der Inzone M9 tut sein Bestes, um eine makellose Bildqualität zu gewährleisten, denn er unterstützt auch Nvidia G-Sync (das Panel ist als G-Sync-kompatibel angegeben). G-Sync aber nicht nativ, denn die dynamische Bildwiederholrate basiert auf dem VESA-Standard Adaptive Sync. Wie G-Sync passt VRR die Bildwiederholfrequenz des Bildschirms an die schwankenden Bildwiederholraten der Ausgabe des Spielgeräts an und beseitigt so stotternde Bildschirmrisse für ein flüssigeres Gameplay. Sony INZONE M9 U27M90: Mittelmäßige Signalverzögerung Nvidia LDAT) Quelle: PC Games Hardware Sony INZONE M9 U27M90: Mittelmäßige Signalverzögerung Nvidia LDAT)

Fazit: Guter Gaming-Monitor, doch als "PS5-Monitor" am Ziel vorbeigeschossen

Kurzum: Der Monitor ist ein nahezu perfektes Gaming-Display für den PC, was wir beim stolzen Preis von satten 1.100 Euro zum Marktstart aber auch erwarten. Die Harmonie mit der Playstation 5 mit Auto-HDR-Umschaltung oder selbst wechselnden Bildprofilen ist zwar ganz nett, aber nicht wirklich ein Killer-Feature, das dafür spricht. Das Problem ist der viel zu hohe Preis: Für circa 1.000 Euro bekommt man bereits größere und qualitativ mindestens gleichwertige Fernseher, etwa ein Samsung-QLED, LG-OLED oder eben die zahlreichen Monitore in TV-Größe, die es mittlerweile in 43 Zoll oder 48 Zoll gibt. Für alle Gamer, die nicht am Schreibtisch spielen, sind diese Displays einfach die bessere Wahl, die man zu einer PS5 kaufen kann. Allein schon deswegen, weil der Lautsprecher-Klang des Inzone M9 Monitor-typisch lausig ist.

Und wer dann doch am Schreibtisch spielen möchte - ja, sei es auch mit PC und PS5 am selben Monitor - bekommt in gleicher Größe schon deutlich günstigere Monitore. Allen voran mit den vielen 28-Zöllern, etwa einem Gigabyte M28U, der zwar kein HDR bietet, dafür aber einen praktischen KVM-Switch. Oder etwa dem LG Ultragear 27GN950-B, der ebenso 600er HDR bietet, wenn auch nicht mit FALD, aber das allein ist kein Preisunterschied von ca. 500 Euro wert.

Produktname Inzone M9 U27M90
Hersteller Sony
Diagonale 27 Zoll
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 1.100,-/ausreichend
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/2760169
Ausstattung (20 %) 2,10
Anschlüsse 2 × HDMI 2.1, 1 × DP 1.4, 1 × USB-C, 3 × USB-A 3.0, 1 × USB-B 3.0, 1 × USB-C 3.0 mit DP 1.4
Max. Auflösung/Pixeldichte 3.840 × 2.160/163,2 ppi
Panel-Typ/Diagonale IPS/68,6 cm
Netzteil/Vesa-Halterung Extern/100 x 100
Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) 6,8 kg/61,5 cm × 47,9 cm × 24,8 cm
Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. Nein/-0°, +20°/7
Garantie 3 Jahre
Zubehör HDMI-Kabel, Stromkabel, DP-Kabel
Eigenschaften (20 %) 2,00
Bildwiederholrate/VRR 1-144 Hz/Freesync (G-Sync Compatible)
Farbtiefe/Farben 10 Bit/1,07 Mrd. Farben
Kontrastverhältnis/Schwarzwert 942:1/0,4 cd/m²
Max. Leistungsaufnahme/Stand-by 73,7 Watt/0,4 Watt
Farbraumabdeckung 127 %/87 %
Besonderheiten Lautsprecher, Pixel-Overdrive, Software-OSD, Fadenkreuz, Hz-Einblendung, Schwarzaufhellung
Leistung (60 %) 1,50
Input Lag (Leo Bodnar/Nvidia LDAT) 19,8 ms/32,1 ms
Farbtreue (ø Delta E 2000) 2,7
ø Reaktionszeit (Min.-Max.) 4 ms (2,9 - 4,8 ms)
Min.-max. Helligkeit, Abweichungen 8,9 - 415,4 cd/m², Bis 9 %
VRR-Funktionalität voller Bereich
Schlieren-/Korona-Bildung Nicht sichtbar
Endnote 1,72
+ Gutes HDR600
+ Schlierenfrei
- Relativ teuer

Ja, der Sony Inzone M9 liefert eine Top-Qualität ab, die aber nicht unbedingt jeder Schreibtisch-Gamer braucht oder die es bei Fernsehern zum gleichen Preis auf größerer Bildfläche gibt. Wie finden Sie den Inzone M9 von Sony? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt.

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Merkor Komplett-PC-Käufer(in)
        Nun sind die ersten Nutzerberichte verfügbar. Das Ding zeigt auf hellen unifarbenen Hintergründen offenbar vertikale Linien, die den FALD-Zonen folgen. Dazu kommt ein Dirty Screen Effect. Damit ist das Gerät für Office und Bildbearbeitung raus.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Next! Mal abwarten, was der LG 32GQ950-B kann. Es ist offenbar unglaublich schwer, einen perfekten Monitor zu bauen.
      • Von Merkor Komplett-PC-Käufer(in)
        Nun sind die ersten Nutzerberichte verfügbar. Das Ding zeigt auf hellen unifarbenen Hintergründen offenbar vertikale Linien, die den FALD-Zonen folgen. Dazu kommt ein Dirty Screen Effect. Damit ist das Gerät für Office und Bildbearbeitung raus.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Next! Mal abwarten, was der LG 32GQ950-B kann. Es ist offenbar unglaublich schwer, einen perfekten Monitor zu bauen.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Die syncen genauso wie die Monitore mit Gsync Modul, nämlich mit framevervielfachung.
        Sie gehen also genauso bis 1Hz runter.
      • Von Merkor Komplett-PC-Käufer(in)
        Gute Info! Dazu kommt die Fußnote:

        Zitat

        G-SYNC Compatible monitors support variable refresh rate on GeForce 10 series and higher GPUs on Display Port and GeForce 30 series and higher GPUs on HDMI 2.1
        Aber es ist noch ein Treiber-Update von Nvidia zur Unterstützung erforderlich oder die Liste ist schon älter und wurde nicht aktualisiert.

        Und die lediglich „kompatiblen“ Monitore synchen unter 48 Hz nicht mehr.
      • Von Gelöschtes Mitglied 130761
        Zitat von Merkor
        Dann hoffe ich, dass diese Aussage eines Sony-Mitarbeiters ein Missverständnis ist. Aber der Monitor verfügt grundsätzlich leider nur über DP 1.4, so dass 144 Hz bei 4K nur mit Display Stream Compression möglich wären.
        Übrigens ist der Monitor nun auch offiziell bei Nvidia als G-SYNC Compatible eingetragen und dort steht auch deutlich Display Port:

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      • Von Cleriker999 Freizeitschrauber(in)
        Kein schlechter test, So ziemlich alle Punkte die auch von Hardware Unboxed erwähnt wurden (Gutes HDR) (Extrem schlechter standfuss mit gewackle ohne ende)
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