Sony Inzone M9 im Test: 4K-Gaming-Monitor für PC und Playstation 5
"Perfekt für die PS5"? Nein, es gibt bessere Bildschirme für die Playstation 5 zu kaufen als Sonys neuen Inzone M9. Bitte nicht falsch verstehen, der erste Sony-Monitor ist qualitativ rundum gelungen. Das Design ist ansprechend, passt zur PS5, aber nicht nur, und kann auch mit Messwerten in unserem Test überzeugen. Warum dieses Gesamtpaket eines Gaming-Monitors aber besser fürs Zocken am PC als an der PS5 geeignet ist, erklären wir in unserem ausführlichen Test.
In diesem Artikel
- Seite 1 Sony Inzone M9 im Test: 4K-Gaming-Monitor für PC und Playstation 5 - Teil 1
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Sony Inzone M9 im Test: 4K-Gaming-Monitor für PC und Playstation 5 - Teil 2
- 2.1 HDR-Qualität: 10 Bit, DisplayHDR 600 und FALD
- 2.2 Bewegtbildqualität: IPS-typisch gut
- 2.3 Input Lag: Kein E-Sport-Niveau, aber auch noch nicht spürbar
- 2.4 G-Sync und Freesync: Funktioniert - was nicht selbstverständlich ist
- 2.5 Fazit: Guter Gaming-Monitor, doch als "PS5-Monitor" am Ziel vorbeigeschossen
- Seite 3 Bildergalerie
Mit den Next-Gen-Konsolen Playstation 5 und der Xbox Series X können Konsolenspieler nun das erleben, was PC-Spieler schon seit vielen Jahren genießen: Spiele mit hohen Bildraten, also 120 Hz, bei gleichzeitig hoher Auflösung, also 4K/UHD. Die Monitorhersteller haben dabei auch an die Konsolenspieler gedacht, da nicht jeder am Fernseher zockt. Die meisten, aber nicht alle Monitore mit 4K und 120 Hz oder mehr haben mittlerweile HDMI 2.1, was notwendig ist, um 120 Hz mit der 4K/UHD-Auflösung zu betreiben. Sonys Inzone ist eine neue Marke, die sich auf Gaming-Peripherie konzentriert. Eines der ersten Inzone-Produkte, das in die Regale kommt, ist der sündhaft teure Sony Inzone M9, ein 27-Zoll-144Hz-Gaming-Monitor, der in der Oberklasse Fuß fassen will.
Im Wesentlichen beeindruckt er mit Full Array Local Dimming (FALD) für bessere Kontrastdarstellung, Highlights und tiefere Schwarztöne. Außerdem unterstützt er DisplayHDR 600 und alles, was die Playstation 5 hergibt. Also neben HDR-Darstellung auch Freesync. Dazu im Detail aber später mehr. Er soll sich wohl für alle eignen, die eine PS5 auf dem Schreibtisch zocken, mit dem gleichen Display, aber einen Gaming-PC betreiben wollen. Diesen Spagat schafft er aber nicht, wie eingangs schon angeteasert. Aber der Reihe nach.
Ausstattung und Design
Optisch zollt der Inzone M9 dem Design der Playstation 5 Tribut, einschließlich der weißen Rückwand mit schwarzen Akzenten. Das Panel sitzt auf einer verschiebbaren Schiene in der Mitte, auf der man es vertikal verstellen kann, um die Höhe zu verändern, während zwei kleinere Beine den Hauptständer stützen, ähnlich wie bei einem Dreibein-Stativ. Ein Gelenk in der Mitte des Monitors hält den Bildschirm und den Ständer verbunden.
Abgesehen von dem einzigartigen Standfuß verbirgt ein kleiner Einsatz die Lautsprecher des Monitors und verleiht dem Monitor einen Hauch einer RGB-Beleuchtung, nach der sich viele Gamer sehnen. Die Beleuchtung beschränkt sich auf die Rückseite des Monitors und ist dezent genug, um nicht zu stören.
Unten rechts befinden sich ein OSD-Steuerungsstick und die Einschalttaste. Versteckt im OSD befinden sich die üblichen Hilfsmittel zur Unterstützung von Spielen, darunter ein Bildfrequenzzähler und ein Fadenkreuz sowie ein FPS-Gaming-Bildmodus - dieser optimiert die Helligkeit und den Kontrast für Ego-Shooter. Man kann auf diese Optionen auch über die Inzone-App zugreifen, obwohl die App außer einer einfacheren OSD-Steuerung auf dem PC nichts zusätzlich bietet.
Quelle: PC Games Hardware
Sony INZONE M9 U27M90 (3)
In der Mitte der Rückseite des Monitors befinden sich die Anschlüsse, die einen Displayport-Anschluss, eine Kopfhörerbuchse, drei USB-A-Anschlüsse, einen USB-Typ-B-Upstream-Anschluss, zwei HDMI 2.1- und einen USB-Typ-C-Anschluss umfasst. Der HDMI 2.1-Anschluss ist unerlässlich, um höhere Bildfrequenzen über 60 Hz zu erzielen, wenn er an eine Playstation 5 angeschlossen ist.
Der Monitor ist außerdem überraschend leicht und wiegt nur 7,7 kg mit Standfuß und 5,7 kg ohne. Er ist damit leichter als viele andere 27-Zoll-Monitore. Er misst circa 62 x 48 x 25 cm - mit dem Standfuß, der abgenommen werden kann, um den Monitor an eine VESA-Halterung zu montieren, falls gewünscht. An sich hat der Monitor einen kleinen Standfuß, dessen Ergonomie-Funktionen dem Design zum Opfer fielen. Er hat also keine Pivot-Funktion und in der Höhe ist er nur um ca. sieben Zentimeter verstellbar. Auch lässt er sich nicht um die eigene Achse drehen (Swivel-Funktion).
Playstation-exklusive Features des Inzone M9
Zusätzlich zu den Messungen mit einem PC haben wir den Inzone M9 auch an eine Playstation 5 angeschlossen, um die exklusiven PS5-Funktionen kennenzulernen. Dazu gehört Auto HDR Tone Mapping, das Ihre PS5 beim Start automatisch erkennt und die HDR-Einstellungen optimiert. Außerdem gibt es den "Auto Genre Picture Mode", der den Monitor automatisch in den Spiele-Modus schaltet, wenn Sie spielen (um die Eingabeverzögerung zu minimieren), oder in den Cinema-Modus, wenn Sie Filme über einen Streaming-Dienst oder von einer Blu-ray-Disc ansehen.
Wie auch erwartet, funktioniert das alles so, wie es auch soll. Das sind vielleicht nur Kleinigkeiten, aber ein Menü weniger, in dem man navigieren muss, ist immer eine willkommene Ergänzung. Die Power-Taste schaltet die Konsole sogar aus, wenn Sie den Monitor ausschalten. Trotzdem: ein Kaufargument für Konsolenspieler sind diese Gimmicks nicht unbedingt.
Lausiger Monitor-Sound
Enttäuscht waren wir allerdings von den integrierten Lautsprechern des Inzone M9. Der Sound ist zwar laut, klingt aber hohl, was wahrscheinlich zum Teil daran liegt, dass er aus der Rückseite des Monitors kommt, und zum Teil daran, dass integrierte Lautsprecher selten besser als mittelmäßig sind. Auch die Bässe waren quasi nicht hörbar. Sony hätte vielleicht besser daran getan, die Lautsprecher an einer günstigeren Position anzubringen. In gleicher Preisregion gibt es ja schon qualitativ gute und spieltaugliche Fernseher, die fast immer einen besseren Sound bieten als nahezu jeder Monitor. Gerade bei diesem stolzen Preis, der zum Marktstart noch vierstellig ist, hätten wir hier von Sony mehr erwartet.
Farbqualität: Satte 10 Bit mit hoher Farbraumabdeckung
Quelle: PC Games Hardware
Sony INZONE M9 U27M90: Hervorragende Farbtreue, mittelmäßiger Kontrast
Wer nach einem 4K/UHD-Monitor ab 144 Hz in dieser Größe sucht, findet ausschließlich IPS-Panels. Es gibt im Preisvergleich zwar bereits über 20 Monitormodelle mit diesen Eigenschaften, aber nur wenige unterschiedliche Panels. Den preislichen Einstieg machen mehrere 28-Zöller und kosten je nach Modell und Ausstattung circa 500 bis 600 Euro. Der wesentliche Unterschied zu fast doppelt so teuren Monitoren wie dem Inzone M9 ist die Farbtiefe von 8 Bit und das fehlende HDR (bzw. lediglich HDR 400, was aber kein HDR ist).
Kurzum: Wer hauptsächlich spielt und auch keine (HDR-)Ansprüche stellt, für den haben die 28er-Modelle ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer sich selbst als Farb-Sommelier sieht und höhere Ansprüche an den Monitor stellt, muss eben unverhältnismäßig tiefer in die Tasche greifen. Möchten Sie einen gut gemixten Whisky-Cola trinken oder gehen Sie lieber zur Whisky-Verkostung? Man versteht hoffentlich meinen Punkt.
Die 10 Bit an Farbtiefe des Sony-Monitors resultieren in einer entsprechend hohen Farbraumabdeckung, die auch professionelle Ansprüche bedient, die für die Video- oder Bildbearbeitung benötigt werden. Für den Gamer selbst sind diese guten Farbeigenschaften fast schon "zu viel des Guten", da der sRGB-Farbraum um ein Weites geschluckt wird. Von mehr hat er im SDR-Gaming auch nichts, ebenso wenig von der guten Farbtreue. In unseren Messungen erfüllt der Monitor alle IPS-Klischees - die positiven wie die negativen. Es ist blickwinkel- und farbstark, reaktionsschnell (dazu später mehr), hat aber auch nur einen mittelmäßigen (SDR-)Kontrast, der nur knapp an die 1.000:1 rankommt. Mit über 400 cd/m² ist er mehr als ausreichend hell und lässt sich auch für dunkle Räume gut herunter dimmen.
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Next! Mal abwarten, was der LG 32GQ950-B kann. Es ist offenbar unglaublich schwer, einen perfekten Monitor zu bauen.
Sie gehen also genauso bis 1Hz runter.
G-SYNC Compatible monitors support variable refresh rate on GeForce 10 series and higher GPUs on Display Port and GeForce 30 series and higher GPUs on HDMI 2.1
Und die lediglich „kompatiblen“ Monitore synchen unter 48 Hz nicht mehr.
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