Gigabyte Aorus FO48U im Test: Gaming-Alternative zu OLED-TVs - Teil 2
Weiter geht es auf Seite zwei mit der Fortsetzung unseres Tests zum Aorus-FO48U-Gaming-Monitor von Gigabyte. Am Ende ziehen wir wie gewohnt ein Fazit mit Endnote.
In diesem Artikel
OLED-typische Bildqualität
Die selbstleuchtenden Pixel eines OLED-Panels haben mehrere Vorteile. Zum einen ist sattes Schwarz möglich, weil sie einfach ausgeschaltet werden können und im Gegensatz zu LCDs kein Hintergrundlicht brauchen. Entsprechend hoch fällt auch der Kontrast aus. Zum anderen kommt ein OLED in der HDR-Darstellung ohne Dimming-Zonen aus, weil eben jeder Pixel selbst seine Dimming-Zone ist. Aber wo viel Licht ist, ist auch Schatten, also in diesem Fall weniger Licht. Denn OLEDs haben keine besonders hohe Maximalhelligkeit. Gigabyte selbst gibt im Datenblatt hier nur 135 cd/m² an, die aber in unserer Messung deutlich übertrumpft werden. Wir messen in der Bildschirmmitte circa 376 cd/m² als Weißpunkt, was für einen OLED ungewöhnlich hell und für einen LCD typisch wäre.
Quelle: PC Games Hardware
Gigabyte Aorus FO48U: Farbtreue
Nun haben andere ausführliche Tests von Kollegen festgestellt, dass die Maximalhelligkeit je nach Fenstergröße stark variiert. Bei vollflächigem Weiß leuchtet das Panel laut Messung von Rtings nur 106 cd/m², während es bei einem nur zehn Prozent großem Fenster auf circa 350 cd/m² kommt. In der Regel gibt es nicht derartige Unterschiede, höchstens in der HDR-Darstellung, sodass wir selbst nur eine Messung der Maximalhelligkeit vornehmen. Das Beispiel hat uns aber gezeigt, dass wir zukünftig die Messungen um mehrere Fenstergrößen erweitern müssen. Die Ausleuchtung an sich ist ziemlich gleichmäßig, die größte Abweichung beläuft sich auf nur zehn Prozent in der oberen Bildmitte, was noch keine Lichthöhe erkennbar werden lässt.
Farbqualität, die sich sehen lassen kann
Die Farbtiefe von 10 Bit sorgt für absolut feine Verläufe ohne sichtbare Abstufungen in den Grau- und Farbkeilen. Der riesige Farbraum schluckt nicht nur den wichtigsten sRGB-Farbraum bei Weitem, sondern überschneidet auch den AdobeRGB-Farbraum zu 88 Prozent, den DCI-P3-Farbraum, der für Filme wichtig ist, sogar zu 94 Prozent. Schon unkalibriert hat das Panel ein richtig gutes Bild. Die Farbtemperatur ist ab Werk recht neutral, sodass die alternativen Farbprofile, die wie jeder Monitor auch beim FO48U vorhanden sind, eigentlich nicht gebraucht werden.
Nebenbei ist HDR einfach eine feine Sache bei OLED. Wir messen hier mit gleicher Fenstergröße nur eine gering höhere Maximalhelligkeit von 394 cd/m². Die Kollegen von Rtings haben bei noch kleineren Fenstern, also bei 10 oder 2 Prozent Weißfläche, Werte von 520 bzw. 611 cd/m² gemessen. Auch das HDR-Bild entspricht dem hohen Niveau von vergleichbaren OLED-Fernsehern.
Niedrige Reaktionszeiten und kaum Schlieren
Quelle: PC Games Hardware
Gigabyte Aorus FO48U: Wenig Schlieren
OLEDs haben fast immer kurze Reaktionszeiten um die 0,1 Millisekunden, so auch der Aorus FO48U. Mit seinen 120 Hz an Bildwiederholrate ist das Bewegtbild daher praktisch schlierenfrei, was das "Beweisfoto" des Testufos im Schlierentest deutlich zeigt.
Mit dem sogenannten "Aim Stabilizer" schärft der Monitor zusätzlich das Bewegtbild, indem die Pixel synchron zur Bildwiederholrate flimmern. Hier funktioniert diese Technik noch nicht zusammen mit Freesync oder G-Sync, sondern nur bei statischen 120 Hz. Mehr zu dieser Technik gibt es auch hier.
Die schnelle Bildfrequenz, das schlierenfreie Bewegtbild und auch die Option mit dem "Aim Stabilizer" machen das TV-große OLED-Panel zum Shooter-tauglichen, vollwertigen Gaming-Monitor, sodass er einem "herkömmlichen" Gaming-Monitor in nichts nachsteht.
Input Lag: Niedrig genug
Gleiches gilt für den Input Lag. Unsere Messungen zeigen, dass der FO48U eine niedrige Signalverzögerung hat. Mit dem Leo-Bodnar-Tool messen wir 16,6 ms, was kein E-Sport-Oberklasse-Niveau ist, aber noch immer unspürbar gering. Auch die praxisnahe Messung des System-Lags mittels Nvidias LDAT ist mit 23,7 ms recht niedrig. Die schnellsten Esport-Modelle kommen hier auf bestenfalls 19 ms, das entspricht also einer Differenz von nur 4 ms.
Quelle: PC Games Hardware
Gigabyte Aorus FO48U: Input Lag (LDAT)
Freesync, G-Sync, Adaptive Sync
Der Monitor ist mit Freesync ausgestattet, was auch anstandslos funktioniert. G-Sync allerdings erst nach einem Firmware-Upgrade. Das ist aber dank der Windows-Software für Gigabyte Monitore namens "Sidekick" per USB schnell und einfach durchgeführt. Die variable Bildwiederholrate funktioniert mit der Firmware-Version F05 dann anstandslos sowohl per HDMI als auch per Displayport - und zwar auf der vollen Spanne von 1 bis 120 Hz. Ja, im Datenblatt sind auch hier noch willkürliche Grenzen zu lesen: Im Falle des FO48U etwa 40 bis 120 Hz. Aber immer, wenn die obere Sync-Grenze mindestens das Doppelte der oberen Grenze beträgt, funktioniert die Synchronisierung auch unter der angegebenen Grenze. Das ist bei jedem von uns getesteten Monitor der Fall gewesen, der mit "G-Sync Compatible" betrieben werden kann. Also bitte nicht davon verwirren lassen.
Fazit: Preiswertes und gelungenes Gesamtpaket einer TV-Alternative
Insgesamt sind wir überzeugt von der Leistung dieses Monitors - auch wenn er eher wie ein Fernseher als ein traditioneller Gaming-Monitor aussieht. Mit einer Größe von 48 Zoll bietet dieses Panel wirklich alles, was man fürs Gaming braucht. Er bietet sofort nach dem Auspacken eine hervorragende Farbqualität, Gigabyte-typisch eine Fülle von Ausstattungsmerkmalen, die eines Gaming-Monitors würdig sind. Darunter Hz-Einblendung, Fadenkreuz, ja sogar ein KVM-Switch ist dabei. All das haben die meisten OLED-TVs einfach nicht.
| Produktname | FO48U |
|---|---|
| Diagonale | 48 Zoll |
| Hersteller | Gigabyte |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 1.120,-/gut |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2582605 |
| Ausstattung (20 %) | 2,18 |
| Anschlüsse | 2 × HDMI 2.1, 1 × DP 1.4, 1 × USB-C, 2 × USB-A 3.0, 1 × USB-B 3.0 |
| Max. Auflösung/Pixeldichte | 3.840 × 2.160/91,8 ppi |
| Panel-Typ/Diagonale | OLED/121,9 cm |
| Netzteil/Vesa-Halterung | Intern/300 x 300 |
| Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) | 15 kg/106,8 cm × 66,2 cm × 25,2 cm |
| Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. | Nein/-/- |
| Garantie | 3 Jahre |
| Zubehör | HDMI-Kabel, Stromkabel, DP-Kabel |
| Eigenschaften (20 %) | 1,85 |
| Bildwiederholrate/VRR | 1-120 Hz/Freesync (G-Sync Compatible) |
| Farbtiefe/Farben | 10 Bit/1,07 Mrd. Farben |
| Kontrastverhältnis/Schwarzwert | ∞/0,0 cd/m² |
| Max. Leistungsaufnahme/Stand-by | 117,4 Watt/0,1 Watt |
| Farbraumvolumen | 154%/106% |
| Besonderheiten | Lautsprecher, Fernbedienung, Software-OSD, Fadenkreuz, Hz-Einblendung, KVM, LMB-Technik, PiP, PbP |
| Leistung (60 %) | 1,39 |
| Input Lag (Leo Bodnar/Nvidia LDAT) | 16,6 ms/23,7 ms |
| Farbtreue (ø Delta E 2000) | 3,2 |
| ø Reaktionszeit (Min.-Max.) | 0,1 ms (0,1-0,1 ms) |
| Min.-max. Helligkeit, Abweichungen | 1,1-376 cd/m², Bis 10 % |
| VRR-Funktionalität | voller Bereich |
| Schlieren-/Korona-Bildung | Nicht sichtbar |
| Endnote | 1,64 |
| + | Gute Farbraumabdeckung |
| + | Keine Bewegungsschlieren |
| - | Relativ dunkel |
Mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz und HDMI 2.1-Unterstützung ist der Gigabyte Aorus FO48U auch ein gutes Beispiel für ein konsolenfreundliches Display und kann ebenso als TV-Ersatz herhalten. Gleichzeitig ist er auch nicht unbedingt teurer als ein vergleichbarer OLED-TV. Mit dieser Panel-Leistung und der Ausstattungs-Fülle ist er auch die bessere Wahl für ein TV-großes Display, auf dem hauptsächlich gezockt werden soll. Zumindest, wenn man auf den TV-Tuner verzichten kann.

Generell finde ich ihn genial, solang er auf den Schreibtisch passt und das tut er bei mir wie ausgemessen.
Zur Bildgröße muss ich sagen, dass MMOs, RPGs, Racing, usw. ein extremes Mittendrin Erlebnis hervorrufen mit 48Zoll bei 50-100cm Sitzabstand.
Und bei FPS stelle ich einfach auf WQHD und habe dann ein 32 Zoll großes Bild, ohne dass etwas verzerrt. Oder man stellt auf 21:9, 32:9 usw. Man ist quasi komplett frei, in was für einem Seitenverhältnis man zocken möchte und das ist schon sehr lecker.
Da fuhren die gleich mit 5 Kampagnen auf zur Meinungsbeeinflussung, bezahlt von Steuerzahler und somit auch von mir als Abschaffungsbeführworter!
Sie hatten aber Glück und die Angstmache hat wie immer funktioniert.
Wer auf die Masche der neutralen Berichterstattung und der Solidarität reinfällt, dem ist nicht mehr zu helfen.
Schon im Abstimmungsmaterial wird allgemein Stellung bezogen. Auch die Stellungsnahme des "Staates" wird immer erwähnt und die beide decken sich.
Gleichzeitig hat sich der Name des Eintreibers auf Serafe geändert.
Muss wohl der Plan B gewesen sein...
Ich kenne das Areal des Senders ziehmlich gut, arbeite nebenan und kann sogar deren Kantine benutzen. Ein morts komplex vom Steuerzahler bezahlt, samt Feuerwehr, Reisebüro und Minimarket, für mich und Leute die in der Modernen angekommen sind nicht von Nutzen, und das muss nicht sein.
Ganz klar, das bedeutet Krieg!
Von dem Unterstützungsentzug gehe ich zur Zerschlagung über. Mir kocht das Blut bei sowas.