Cooler Master GM34-CW im Test: Gelungene Monitor-Premiere

Cooler Master wagt den Sprung in den umkämpften Monitor-Markt. Dafür, dass dieser gelingt, soll mit dem CM34-CW ein 34 Zoll großer Gaming-Monitor mit VA-Panel, 21:9-Format und UWQHD-Auflösung sorgen. Das Panel des Gamers stammt von Samsung und ist mit der Quantum-Dot-Technologie des südkoreanischen Display-Experten ausgestattet. Eine Bildwiederholrate von 144 Hertz rundet das Gesamtpaket ab. Auf dem Papier macht der Monitor zweifellos eine gute Figur. Wie schlägt der Cooler Master im ausführlichen Test?

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Cooler Master GM34-CW im Test: Gelungene Monitor-Premiere
Quelle: PC Games Hardware

Es sind die vielen ersten Male des Lebens an die wir gerne zurückdenken. Das erste Mal einen PC zusammensetzen, ins offene Meer springen, den Partner küssen oder das erste Grillen nach einem langen und harten Winter, solche Premieren bereichern das Leben. Nicht zuletzt liegt es daran, dass sie mit mehr oder weniger großen Risiken verbunden sind. Ein Risiko geht auch Cooler Master mit dem ersten eigenen Monitor ein. Damit sich das Unternehmen gerne noch lange Zeit an diese Premiere erinnern kann, bringt der Monitor einige von Gamern geschätzte innere und äußere Werte mit. Das 34 Zoll große VA-Panel stammt von Samsung und setzt auf die Quantum-Dot-Technologie der Südkoreaner. Es löst mit 3.440 × 1.440 Bildpunkten auf und ist mit einem Radius von 1.500 mm gewölbt. Die maximale Bildwiederholrate des Displays entspricht mit 144 Hz dem aktuellen Sweetspot bei UWQHD-Monitoren.

Optisch weiß der Cooler Master GM34-CW zu gefallen. Sein Gehäuse ist mattschwarz und an seiner Vorderseite lenkt nichts von dem Spiel ab, das gerade über den Bildschirm läuft. Die abgerundete Rückseite zieren das Cooler-Master-Logo und LED-Leuchtelemente, die ausschließlich in der Marken-Farbe violett erleuchten. Der gebürstete Aluminium-Standfuß ist Titan-grau und hat die Form des Cooler-Master-Logos. Insgesamt wirkt der CM34-CW dezent genug, um auch in einer Office-Umgebung nicht aufzufallen. Cooler Master GM34-CW (8) Quelle: Cooler Master Cooler Master GM34-CW (8) Als Vergleichsmonitore bieten sich gleich mehrere Geräte an, die sich beispielsweise wie beim Iiyama G-Master GB3461WQSU-B1 oder dem LG Ultragear 34GN850 in Paneltyp und Rundung oder dem Asus ROG Swift PG35VQ in HDR-Ausstattung und einem extremen Preis unterscheiden. In unserem Test konzentrieren wir uns auf den LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C mit seinem VA-Panel, der dank seines Preises von aktuell rund 475 Euro die 34-Zoll-Preis/Leistungs-Krone trägt und den LG Ultragear 34GN850 samt seines schnellen Nano-IPS-Panels und einer Bildwiederholrate von 160 Hertz für rund 950 Euro.

Ausstattung: Vorbildliche Ergonomie und eingebaute Lautsprecher

In Sachen Ergonomie bringt der GM34-CW alles mit, was sich Nutzer von einem Ultra-Wide-Monitor wünschen können. Die Höhe des Bildschirms lässt sich bis zu 10 cm anpassen. Außerdem erlaubt der Standfuß eine horizontale Neigung des Displays von insgesamt 20 Grad und um 45 Grad schwenken, ohne dass der Standfuß dafür bewegt werden muss (Swivel-Funktion).

Rückseitig verfügt der 34-Zöller über zwei HDMI- (1.4 und 2.0) und zwei DisplayPort-1.4-Eingänge. Auf USB-Buchsen müssen Käufer zwar verzichten, erhalten jedoch neben einem Audio-Out-Anschluss auch eingebaute Lautsprecher.

Auch der LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C lässt den Anschluss von bis zu vier Videoquellen zu und steht mit dem Cooler Master ergonomisch auf Augenhöhe. Während letzteres auch auf den Ultragear 34GN850 zutrifft, nimmt dieser mit zwei HDMI-Anschlüssen und einem DisplayPort-Steckplatz nur maximal drei Videosignale entgegen. Dafür punktet er mit einer USB-B- und vier USB-A-3.0-Buchsen, die den Anschluss von Headsets oder externem Speicher ermöglichen.

Bildergalerie

Bildqualität: Farbstarkes Panel mit gutem Bewegtbild

Mit einer Bildwiederholrate von 144 Hertz und der UWQHD-Auflösung bewegt sich Cooler Master mit seinem ersten Monitor genau im UWQHD-Sweetspot, der Gamern ein gutes Bewegtbild zu einem bezahlbaren Preis verspricht. Während sich die Wahl des VA-Panels mit Quantum-Dot-Technologie in einem ordentlichen Kontrastverhältnis und einer guten Farbstärke bezahlt macht, haben wir auch einen VA-typischen Ausreißer bei den Pixel-Reaktionszeiten von Schwarz zu Grau gemessen. Nichtsdestotrotz macht auch das Bewegtbild des Monitors einen guten Eindruck.

Standbildqualität: Farbstarkes wenn auch nicht farbtreues VA-Panel

Cooler Master sRGB Quelle: PC Games Hardware Cooler Master sRGB Das 8-Bit-Panel des GM34-CW verwöhnt Nutzer des Monitors mit Farbstarken Bildern. Es stellt nicht nur 95 Prozent des für Gamer relevanten sRGB-Farbraumes dar. Auch den deutlich größeren Adobe-RGB-Farbraum bildet der Cooler Master zu 87 Prozent ab. Vor unserer Kalibrierung war die Farbtreue des Monitors mit einer Delta-E-Abweichung von 4,5 nur mittelmäßig. Selbst mit Kalibrierung ließ sich die Abweichung nur auf 3,7 reduzieren. Das ist für Gaming selbst irrelevant, kann für professionelle oder Hobby-Grafiker jedoch ein Dorn im Auge sein. Weniger farbstark ist LC-M34-UWQHD-144-C von LC-Power wobei auch dieser 92 Prozent des sRGB-Farbraums abdeckt. Der LG steht dem Cooler Master in nichts nach. Mit Delta-E-Abweichungen von 2,4 und 2,9 nach Kalibrierung sind beide etwas farbtreuer als der GM34-CW.

Das Kontrastverhältnis von 2.272:1 sorgt für satte Farben. Erreicht werden diese durch die Kombination aus einer hohen Maximalhelligkeit von rund 407 cd/m² und einem niedrigen Schwarzwert von rund 0,18 cd/m². Erfreulich gering ist auch die maximale Helligkeitsabweichung zur Bildschirmmitte. Lichthöfe treten also nicht auf. Während der LC Power mit seinem Kontrastverhältnis sogar die Marke von 3.000:1 knackt und damit dem Cooler Master trotz geringerer Maximalhelligkeit deutlich übertrifft und Farben dadurch noch satter dargestellt werden, ist der LG mit seinem Nano-IPS-Panel sogar mit rund 900:1 weit im Hintertreffen.

Bewegbildqualität: VA-Schwächen wirksam bekämpft

Cooler Master GM34-CW Reaktionszeiten Diagramm Quelle: PC Games Hardware Cooler Master GM34-CW Reaktionszeiten Diagramm Einer von zwei Bausteinen für ein scharfes und schlierenfreies Bewegtbild ist die Bildwiederholrate. Sie gibt an wie viele Bilder in einer Sekunde auf dem Bildschirm dargestellt werden. Bei 144 Bildern pro Sekunde bleibt jedes Bild nur fast 6,9 Millisekunden stehen. Bei 34-Zöllern gehören native 144-Hertz-Panels zu den schnellsten. Es gibt jedoch auch Monitore, die mit leichter Übertaktung angeboten werden und auf diese Weise wie beim Ultragear 34GN850 160 Bilder in der Sekunde anzeigen, ohne dass Nutzern dadurch nennenswerte Nachteile entstehen.

Für ein schlierenfreies Bild ist außerdem die Pixel-Reaktionszeit von entscheidender Bedeutung. Sie bezeichnet die Dauer, die ein Pixel benötigt, um seine Farbe zu verändern. Je schneller dies gelingt, desto geringer sind die Schlieren im Bewegtbild. Technisch sind VA-Panels hier im Nachteil. Gerade in dunklen Farbwechsel benötigen die Flüssigkristalle für die Neuausrichtung verglichen mit denen in TN- oder IPS-Pendants viel Zeit. Diesen Nachteil versucht Cooler Master beim GM34-CW mittels sogenannter Overdrive-Funktion auszugleichen. Hier wird eine Spannung an das Flüssigkristall-Panel angelegt, die die schnellere Neuausrichtung der Kristalle und damit kürzere Reaktionszeiten ermöglicht. Das Ergebnis sind weniger Schlieren. Auf der höchsten Stufe funktioniert dies beim Cooler Master am besten.

Bei unseren 20 Messungen kamen wir auf eine durchschnittliche Pixel-Reaktionszeit von ordentlichen 4,3 Millisekunden, die auch ambitionierten Gamern ein weitestgehend schlierenfreies Bild bescheren. Mit durchschnittlich 4,2 Millisekunden ist das Nano-IPS-Panel des LG unwesentlich schneller. Der günstigere LC-Power unterbietet beide Mitbewerber mit erstaunlich guten durchschnittlich 3,9 Millisekunden.

Dank Freesync und damit verbundener G-Sync-Kompatibilität dürfen sich Spieler zusätzlich über ein Bild ohne sichtbares Tearing freuen. Die Technik sorgt dafür, dass sich der Monitor der von der Grafikkarte übermittelten Bildrate anpasst. Dadurch werden Bildrisse verhindert. Die Funktion überprüften wir sowohl mithilfe von Nvidias Pendel-Demo als auch im Spiel Overwatch. Über den gesamten Framerate-Bereich bis 144 Hertz konnten wir keine Bildrisse feststellen.

Input Lag: E-Sport taugliche Verzögerung

Der Input-Lag beschreibt bei Monitoren die zeitliche Differenz zwischen der Video-Quelle bis zur Anzeige auf dem Display. Wir nutzen zwei verschiedene Tools, um den Input Lag zu ermitteln, da es hier unterschiedliche Herangehensweisen gibt. Das sogenannte Leo-Bodnar-Tool sendet über HDMI ein Bildsignal an den Monitor und erfasst dieses mit einem Sensor. Als Ergebnis weist das Gerät die Zeitdifferenz in Millisekunden aus. Unsere Messung erfolgt an drei Punkten des Bildschirms. Da sich die Action für gewöhnlich in der Bildschirmmitte abspielt, messen wir dem Wert der Bildschirmmitte die höchste Bedeutung zu.

Cooler Master GM34-CW LDAT Quelle: PC Games Hardware Cooler Master GM34-CW LDAT Die Differenz vom gesendeten Signal bis zur Anzeige beträgt beim Cooler Master nur kurze 11,4 Millisekunden. Mit 9,2 und 12,8 Millisekunden sind die Mitbewerber von LC-Power und LG nur wenig schneller beziehungsweise langsamer. Noch leichter lässt sich der Input Lag an der oberen Kante des Bildschirms, da hier die Geschwindigkeit des Bildaufbaus nicht ins Gewicht fällt. Hier erreicht der Cooler Master mit 1,7 Millisekunden sogar den besten Wert der drei Monitore (LG: 1,8, LC-Power: 5,1).

Das Messgerät mit dem Namen LDAT (Latency Display Analyzer Tool) ermöglicht es uns außerdem, die Button-to-Pixel-Latenz zu messen. Wir ermitteln also die Zeit, die vom Tastendruck bis zur Bildschirmanzeige vergeht. Hierin enthalten ist zwar die Verzögerung des ganzen Systems, dafür ist der Wert aber praxisnäher ermittelt. Insgesamt messen wir die Zeitdifferenz von 100 abgegebenen Schüssen in Overwatch und deren Anzeige auf dem Bildschirm. Hier liegt der Durchschnitt des GM34-CW bei 23 ms und zählt damit auch bei dieser Messung zu den schnellen.

Fazit: Gelungene Monitor-Premiere

Beim ersten eigenen Gaming-Monitor macht Cooler Master vieles richtig und nichts falsch. Zum Preis von rund 550 Euro schnürt der Hersteller ein gelungenes Paket aus guter ergonomischer Ausstattung, farbstarkem Standbild und gutem Bewegtbild. VA erweist sich auch hier mit einem Kontrast-Verhältnis von rund 2.300:1 als Garant für satte Farben. Die Nachteile der Technik hält Cooler Master dank eines guten Overdrives unter Kontrolle, wodurch das Bewegtbild weitestgehend schlierenfrei bleibt. Ein niedriger Input Lag ist ein zusätzliches Argument für die Gaming-Tauglichkeit des Monitors. Seine mit einer Delta-E-Abweichung von 3,7 eher unterdurchschnittliche Farbtreue dürfte lediglich professionelle und Hobby-Grafiker abschrecken.

Der LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C bietet ein noch besseres Kontrastverhältnis und eine kürzere durchschnittliche Pixel-Reaktionszeit. Dafür kommt er bei Farbstärke, maximaler Helligkeit und Input Lag nicht an den Cooler Master heran. Der 950 Euro teure Luxus-IPS von LG punktet mit niedrigeren Reaktionszeiten, die ohne Ausreißer daherkommen, einer etwas höheren Bildwiederholrate, besserer Farbreue und zusätzlichen USB-Anschlüssen. Dafür ist der Kontrast mit rund 900:1 schwach und der Kaufpreis fast doppelt so hoch wie der des Cooler Master.

Diagonale 34 Zoll
Produktname GM34-CW
Hersteller Cooler Master
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 550,-/befriedigend
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/2335347
Ausstattung (20 %) 1,85
Anschlüsse 1× HDMI 2.0, 1× HDMI 1.4, 2× DisplayPort 1.4, 1× Line Out
Max. Auflösung/Pixeldichte 3.440 × 1.440/116,1 ppi
Panel-Typ/Diagonale VA/86,4 cm
Netzteil/Vesa-Halterung Intern/75×75 (belegt)
Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) 7,02 kg kg/80,9 cm × 52,1 cm × 26,4 cm
Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. Nein/-5°,15°/10 cm
Garantie 2 Jahre Jahre
Sonstiges/Zubehör Beleuchtung auf Rückseite (violett), eingebaute Lautsprecher
Eigenschaften (20 %) 2,01
Bildwiederholrate/VRR 48-144 Hz/Freesync (G-Sync Compatible)
Farbtiefe/Farben 8 Bit/16,7 Mio. Farben
Kontrastverhältnis/Schwarzwert 2272:1/0,2 cd/m²
Max. Leistungsaufnahme/Stand-by 55,2 Watt/0,1 Watt
Leistung (60 %) 1,47
Input Lag (Leo Bodnar Tool) 11,4 ms
Farbabweichungen (ø Delta E 2000) 3,7
ø Reaktionszeit (Min.-Max.) 4,3 ms (1,6-16,5 ms)
Max. Helligkeit, Abweichungen 406,7 cd/m², Bis 10 %
Schlieren-/Korona-Bildung  wenig/keine
Endnote 1,65
+ Farbstarkes Panel
+ Niedriger Input-Lag
- Farbtreue

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    • Kommentare (37)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ATIR290 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Brancomaniac
        Und wie sind so die ersten Eindrücke?
        Nun, recht passabel!
        Guter Schwarzwert
        und Super Kontrast.
        Schlierenbildung kaum,
        FreeSync (Premium) ist mit Drücken des Einschalters aktivierbar.
        und habe das Overdrive auf Level 2 gestellt.

        KEINE Pixelfehler!
        BLB kaum vorhanden!

        Rest folgt.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        144 Hz = 10 Bit
        165 Hz = max. 8 Bit
      • Von ATIR290 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Brancomaniac
        Und wie sind so die ersten Eindrücke?
        Nun, recht passabel!
        Guter Schwarzwert
        und Super Kontrast.
        Schlierenbildung kaum,
        FreeSync (Premium) ist mit Drücken des Einschalters aktivierbar.
        und habe das Overdrive auf Level 2 gestellt.

        KEINE Pixelfehler!
        BLB kaum vorhanden!

        Rest folgt.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        144 Hz = 10 Bit
        165 Hz = max. 8 Bit
      • Von MountyMAX Software-Overclocker(in)
        Zitat von Brancomaniac
        Und wie sind so die ersten Eindrücke?
        Nach dem Einschalten kommt eine Nachricht, dass die Firmware gegen US Sanktionen verstößt und geht wieder aus
      • Von Brancomaniac Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von ATIR290
        Morgen bekomme ich den Huawei 34 Zoller
        Huawei Mateview GT
        von Amazon.it geliefert!
        Und wie sind so die ersten Eindrücke?
      • Von ATIR290 Software-Overclocker(in)
        Morgen bekomme ich den Huawei 34 Zoller
        Huawei Mateview GT
        von Amazon.it geliefert!
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Vsync verhindert genau das.
        Nutze das seit Jahren so und seit jeher kein tearing gehabt.
      Direkt zum Diskussionsende
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