Ultimative Bewegtbildschärfe mit 540 Hz: Asus ROG Swift Pro PG248QP im Test [jetzt mit Video]
Ein weiterer Meilenstein in der Monitor-Evolution ist da. Asus bringt endlich mit dem ROG Swift Pro PG248QP den ersten Gaming-Monitor mit bis zu 540 Hz auf den Markt. Ob das der einzige Vorteil des sündhaft teuren Full-HD-Monitors ist, erfahren Sie im Test.
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Hinweis: Aufgrund des Interesses gibt es nun auch ein Video zum Asus ROG Swift Pro PG248QP mit 540 Hz.
Ich höre schon jetzt die Kommentare, die behaupten, dass das nur Marketing sei, welche GPU denn bitte so viele Fps in Spielen schaffe und dass der Unterschied doch nicht mehr sichtbar sei. Gleich vornweg: Nein, es ist nicht nur Marketing, viele Rechner schaffen in Shootern hohe Fps und doch, die 540 Hz sind sichtbar. Es handelt sich beim Asus ROG Swift Pro PG248QP aber, wie bei jedem Frequenz-Nonplusultra unter den Monitoren, um ein Nischenprodukt für E-Sportler, Display-Sommeliers und solche, die eins von beiden sein wollen. Doch, der Unterschied zwischen 144, 240, 360 und auch 540 Hz ist für faktisch jeden sichtbar. Und uns als Nerds hat es schon ziemlich erstaunt, wie nah die Bewegungsbildschärfe bei über 500 Hz ans Standbild herankommt.
Aber auch ist klar, dass nicht jeder so einen Monitor wie den Asus ROG Swift Pro PG248QP braucht. Wie eben schon angeschnitten: Es ist ganz klar ein Nischenprodukt für Shooter-Spieler, denn hier gibt es nur eine Full-HD-Auflösung für knapp 1.000 Euro. Absolut stimmig für den Profi-Zocker. Ein Feierabend-Gamer aber achtet dann doch mehr auf ein ausgewogeneres Preis-Leistungs-Verhältnis und tauscht die hohe Bildfrequenz dann doch lieber für etwas mehr Pixel und Bilddiagonale ein. Auswahl für den Mainstream gibt es ja heutzutage genug, egal ob OLED oder LCD, 21:9- oder 32:9-Seitenverhältnis, WQHD mit bis zu 360 Hz oder 4K-UHD mit bis zu 240 Hz. Full HD ist entweder etwas für den Low-Budget- oder für den E-Sport-Sektor. Das heißt also, dass ab jetzt nur noch Profi-Spieler weiterlesen zu brauchen? Nein, bitte bleiben Sie dabei! Denn für jeden Monitor-interessierten Nerd ist der Asus ROG Swift Pro PG248QP ein interessantes Stück Technikevolution, das zeigt, wohin die LCD-Reise noch gehen kann.
Ausstattung: ROG-typisch und natives G-Sync mit Nvidia Reflex
Der Asus ROG Swift Pro PG248QP bietet ein 24,1 Zoll großes TN-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und einer Bildwiederholrate von nativ 500 Hz bis maximal 540 Hz, die durch Übertaktung im On-Screen-Display (OSD) erreicht wird. Er ist mit einem Nvidia-G-Sync-Modul ausgestattet, das für adaptive Synchronisation, Ultra-Low-Motion-Blur der zweiten Generation und den Reflex-Latenz-Analysator sorgt. Asus hat auch die Unterstützung für DisplayHDR 400 angegeben, obwohl die tatsächliche Unterstützung für HDR lediglich softwareseitig gegeben ist, es also keinen sichtbaren Unterschied gibt. Daher auch hier die Erwähnung: DisplayHDR 400 ist schlicht kein HDR. Der Monitor hat keine speziell hohe Spitzenhelligkeit, geschweige denn lokale Dimmzonen. Das hätte uns bei so einem E-Sport-Display auch überrascht.
Quelle: Asus
Asus ROG Swift Pro PG248QP (13)
(Kleine) Einschränkungen ohne Windows 11 oder Nvidia-Grafikkarte
Die Bildwiederholrate mit 540 Hz wird nur von den neuesten Versionen von Windows 11 unterstützt. Frühere Versionen von Windows (10) haben eine Obergrenze von 500 Hz, daher ist ein Upgrade auf die neueste Version für die volle Funktionalität erforderlich. Dies ist für die meisten Gamer kein Problem, aber es ist erwähnenswert für diejenigen, die noch Windows 10 oder ältere Versionen verwenden.
Unterschiede in der Kompatibilität mit 540 Hz gibt es auch zwischen Nvidia- und AMD-GPUs, wohl wegen des proprietären G-Sync-Moduls von Nvidia. Genauso gut, wie etwa fast alle Freesync-Monitore kompatibel zu G-Sync sind, also mit Nvidia-GPU funktionieren, hat Nvidia das native G-Sync-Modul, welches entsprechend immer seltener verbaut wird, dem Freesync für AMD-Grafikkarten geöffnet. Lediglich Nvidia Reflex funktioniert mit AMD-GPUs entsprechend nicht, was bislang eines der Vorteile des nativen G-Sync-Moduls gegenüber den vielen Modellen mit ist.
Mit einer Nvidia-GPU gibt es wie erwartet keine Einschränkungen, da 540 Hz mit vollständiger Unterstützung für variable Bildwiederholraten funktioniert. Bei einer AMD-GPU funktioniert 540 Hz auch, jedoch ohne Freesync-Unterstützung für variable Bildwiederholraten bei dieser maximalen Rate. Der Monitor bleibt statisch auf 540 Hz beschränkt. Vollständige VRR-Unterstützung ist nur bei 500 Hz und darunter gegeben. Nun ist der Unterschied zwischen 540 Hz und 500 Hz kaum relevant, aber vielmehr das inkompatible Nvidia Reflex. Denn AMD hat keine vergleichbare Technik, die etwa den Input Lag derart reduziert. Gerade für Shooter-Spieler ist das ein Vorteil, der mit einer AMD-GPU somit wegfallen würde.
ROG-typisches Design
Das Design des Asus PG248QP ähnelt der früheren ROG-Monitore dieser Größe. Die meisten äußeren Teile bestehen aus einfachem grauem Kunststoff, der gut verarbeitet ist. Die Rückseite zeigt ein typisch spielerisches Design mit einem beleuchteten RGB-LED-ROG-Logo, das bei vielen aktuellen Monitoren zu finden ist. Ein besonderes und bislang exklusives Merkmal dieses Designs ist der neuartige Standfuß, der zwischen einer breiteren und einer engeren Einstellung variabel ist. Dies berücksichtigt, dass E-Sport-Spieler oft ungewöhnliche Tastatur- und Mauspositionen bevorzugen. Der Übergang zwischen den beiden Einstellungen ist nahtlos und jede Zwischenposition kann eingestellt werden.
Das Design des Ständers beeinträchtigt jedoch nicht die Stabilität des Monitors. Er ist sehr robust gebaut und ermöglicht vollständige ergonomische Anpassungen des Bildschirms selbst, einschließlich Höhenverstellung, Neigung, Schwenkung und Drehung. Das G-Sync-Modul verfügt jedoch über eine aktive Kühlung mit einem langsam drehenden Lüfter, der in ruhigen Räumen hörbar sein kann. Uns ist er im Test gar nicht aufgefallen, schon gar nicht störend.
Die Anschlussausstattung ist aufgrund des G-Sync-Moduls etwas eingeschränkt. Mit einem DisplayPort-1.4-Anschluss mit DSC, zwei HDMI-2.0-Anschlüssen und einem USB-Hub mit zwei Anschlüssen. Der Einsatz von HDMI 2.0 an einem teuren 540-Hz-Monitor ist suboptimal, da dies die Anschlüsse auf 240 Hz beschränkt, was weniger als die Hälfte des Maximums ist. HDMI 2.1 wäre hier zeitgemäß, aber andererseits auch nicht nötig, da wohl jeder PC-Gamer DisplayPort verwendet. Für HDMI-Zuspieler, wie etwa Konsolen wie einer Xbox oder einer PS5, ist der Monitor einfach nicht gemacht. Dafür sind 4K-Monitore dann doch eher geeignet.

Da hilft mehr Auflösung und AA.
aber mal ehrlich so wie aus dem Fenster schauen das dauert noch?
Da hilft mehr Auflösung und AA.