Bildqualität: Hochwertig - wie bei diesem Preis auch erwartet
Auf Seite zwei befassen wir uns mit der Bildqualität, welche die Helligkeit und das Farbspiel einbezieht.
In diesem Artikel
Der Bildschirm besteht aus einem RGBW-OLED-Panel (RGB- und weiße Subpixel) von LG Display wie andere OLED-Fernseher auch. Es handelt sich also um eine andere Pixel-Struktur als bei QD-OLED-Panels vom Samsung, etwa beim Dell Alienware AW3423DW. Dort sorgt das dreieckige Pixel-Layout für leichte Farbsäume an den Kanten, während Samsung hingegen mit QD-OLED eine bessere Farbsättigung als LG mit RGBW-OLEDs erzielen will. Während das bestenfalls als minimale Nuance im direkten Vergleich wahrnehmbar ist, sind die Farbsäume der Samsungs sichtbar, aber nicht unbedingt störend. Beide Panels haben also ihre Vor- und Nachteile, sodass man sich als Display-Sommelier sein eigenes Urteil bilden muss.
Ein wesentlicher Unterschied zu all den OLED-TVs da draußen ist die matte Antireflexionsbeschichtung des Panels, so wie man sie von LCD-Monitoren her kennt. Die Auswirkungen auf die Schwarztiefe und den Kontrast sind jedoch je nach Umgebungslicht unterschiedlich. Wenn der Bildschirm in einem dunkleren Raum verwendet wird und man Lichtquellen nicht direkt aufs Panel scheinen lässt, sieht das Schwarz hervorragend aus und das Bild entspricht dem, was man von einem OLED gewohnt ist. Nur weil der Bildschirm eine matte Beschichtung hat, heißt das nicht, dass er die Kontrast-Vorteile nicht trotzdem bieten kann. Im Dunklen sehen Schwarzwerte und Kontrast also genauso fantastisch aus. Bei Tageslicht oder mit Lichtquellen an bestimmten Stellen werden die Schwarztöne jedoch etwas beeinträchtigt und das Bild verliert etwas im wahrgenommenen Kontrast. OLEDs waren und sind nach wie vor nicht immer die erste Wahl für helle Räume.
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Swift PG42UQ (4)
Die 4K-UHD-Auflösung hat auf der Diagonale über 42 Zoll noch immer eine ordentliche Pixeldichte von ca. 106 Pixeln pro Zoll. Das entspricht in etwa dem Pixel Shift einer WQHD-Auflösung bei 27 Zoll (108 ppi). Die Sache mit der Pixeldichte ist höchst subjektiv, darüber haben wir schon einmal einen separaten Artikel geschrieben. Aber mit dieser Dichte ist der 42er-Bildschirm durchaus auch bei kurzem Schreibtisch-Sitzbarstand brauchbar. Wie groß die Bildschirmdiagonale auf einem Schreibtisch sein darf, ist ganz einfach Geschmacksache. Es handelt sich also um eine komfortable und anständige Textgröße und eine gute Bildschirmgröße für eine 4K-Auflösung ohne Windows-Bildschirmskalierung für den Schreibtischgebrauch. Auf der anderen Seite bedeutet die schiere Größe des Bildschirms, dass der Nacken ziemlich viel bewegt werden muss, um auf den Bildschirm zu schauen - es ist eben nicht so bequem wie ein kleinerer Desktop-Monitor. Die Auflösung und der Platz auf dem Schreibtisch sind jedoch gut für Split-Screen-Arbeiten und Multitasking geeignet.
Das OLED-Panel bietet super tiefe Schwarztöne und ein praktisch unendliches Kontrastverhältnis, was natürlich auch für Spiele hervorragend ist. Wir halten den guten Kontrast auch entscheidend für knackige Farben, die bei dem Kontrast umso stärker zur Geltung kommen. Aber zu den Messwerten: Ohne HDR kommen wir auf eine vollflächige Spitzenhelligkeit von circa 350 cd/m², was auch ein typischer Wert für einen schnöden LCD-Monitor ist. Auch dort erwähnen wir immer dazu, dass für einen taghellen Raum in etwa die Hälfte ausreicht. Während wir pauschal OLED eher für dunklere und LCDs für hellere Räume empfehlen, halten wir dieses Panel mit der guten Maximalhelligkeit für beide gleichermaßen gut geeignet. Auch deswegen, weil die Minimalhelligkeit mit nur 15 cd/m² schön niedrig für die Abendstunden sind. Manche OLEDs dimmen die Helligkeit automatisch runter, wenn helle Flächen auf dem Bildschirm überwiegen. So auch der Asus-Monitor, aber das kann mit der OSD-Funkton "Uniform Brightness" deaktiviert werden, sodass das Weiß immer gleich hell leuchtet, egal, wie groß die helle Fläche ist.
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Swift PG42UQ (1)
Dank Displayport 1.4 mit Display Stream Compression und auch HDMI 2.1 kann der Bildschirm hier in übertakteter Bildfrequenz von 138 Hz und nativer UHD-Auflösung mit der vollen Farbtiefe von 10 Bit betrieben werden. Die kommen hier auch gut zur Geltung dank der guten Farbraumabdeckung: Bis zu 74 Prozent eines AdobeRGBs sprechen hier für einen profitauglichen Bildschirm. Dafür spricht auch die hervorragende Farbtreue von einem durchschnittlichen Delta-E-Wert von nur 1,7. Dem Gamer kann das egal sein, aber somit eignet er sich auch als Zock- und Arbeits-Hybrid. Mit nur drei Prozent Helligkeitsabweichung sind Unterschiede in der Ausleuchtung faktisch nicht vorhanden - selbst gute LCDs kommen hier auf circa zehn Prozent Unterschiede.

Die Helligkeit in einem dunklem Gamer Nest ist sehr gut.
Ich hab den ersten Samsung G7, der kommt mit HDR nur auf 550 Nits, ist dabei aber trotzdem extrem hell.
Die Helligkeit in einem dunklem Gamer Nest ist sehr gut.
Ich hab den ersten Samsung G7, der kommt mit HDR nur auf 550 Nits, ist dabei aber trotzdem extrem hell.