LG Ultragear G9 52G930B: Messungen und Testergebnis
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LG Ultragear G9 52G930B: Messungen und Testergebnis

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Auf dieser Seite finden Sie Messwerte, unsere Testtabelle und die abschließende Wertung zum LG Ultragear G9 52G930B.

Der LG Ultragear G9 52G930B macht bereits eine gute Figur, sobald man den Monitor aus dem Karton entnommen und auf seinen vorgesehenen - hoffentlich ausreichend geräumigen - Platz gewuchtet hat. Bereits mit Standardeinstellungen können die Farbwiedergabe und die Leuchtkraft des Monitors gefallen. Nach dem Factory Reset messen wir im sRGB-Profil eine Farbtreue von durchschnittlich 2,3 Delta-E, bei einer Luminiszenz von 469 cd/m². Letzteres liegt recht deutlich über der Herstellerangabe der "typischen" SDR-Leuchtkraft von 400 cd/m².

Doch es geht noch besser: Nach der Kalibrierung erzielen wir im sRGB-Raum und mit sRGB-Profil eine beeindruckende Farbgenauigkeit von durchschnittlich lediglich 0,8 Delta E. Der Schwarzwert ist durch die Kalibrierung plus Helligkeits- und Kontrastanpassungen ebenfalls deutlich besser, wir messen lediglich 0,049 cd/m². Damit erzielt der LG Ultragear G9 52G930B ein theoretisches Kontrastverhältnis von 9.571:1, um ein Vielfaches besser als aktuelle IPS- und insbesondere TN-Displays.

LG Ultragear G9 52G930B: Farbtreue, Peak SDR, Schwarzwert
LG Ultragear G9 52G930B - Farbtreue, unkalibriert, SDR Peak
LG Ultragear G9 52G930B - Farbtreue, unkalibriert, SDR Peak LG Ultragear G9 52G930B - Farbtreue, kalibriert, Schwarzwert

Sehr gut ist auch die Farbwiedergabe: Mit uneingeschränktem Farbraum, im personalisierten Profil (Wide Gamut) messen wir 1.147.307 Farbeinheiten. Dies entspricht 128 Prozent des sRGB-Farbraums und 88 Prozent des deutlich anspruchsvolleren AdobeRGB. Dabei wird der sRGB-Farbraum nahezu vollständig abgedeckt, einzig winzige Bereiche bei dunklem Violett und grellem Gelb liegen außerhalb der Farbwiedergabe des Monitors.

LG Ultragear G9 52G930B: Farbraumabdeckung
LG Ultragear G9 52G930B - Farbraum, sRGB
LG Ultragear G9 52G930B - Farbraum, sRGB LG Ultragear G9 52G930B - Farbraum, AdobeRGB

Die Leuchtkraft kann ebenfalls überzeugen, insbesondere in HDR. Während wir bei der SDR-Helligkeit auch nach der Kalibrierung maximal 469 cd/m² erzielen, können wir in SDR Spitzenhelligkeiten von 657,5 cd/m² erreichen. Dies allerdings mit dynamischem Kontrast respektive inklusive höchster Stufe von "Deep Black Pro". Sind alle dynamischen Kontrast- und Helligkeitsanpassungen deaktiviert, erzielen wir 600,3 cd/m², was nahezu punktgenau der Herstellerangabe entspricht. Zusätzlich bemerkenswert: Der Monitor kann diese Leuchtkraft auf der gesamten Bildfläche darstellen. Dabei unterscheidet sich der LG Ultragear G9 52G930B insbesondere von OLEDs, die ihre bisweilen hohe Spitzenhelligkeit lediglich punktuell erzielen, diese jedoch bei großen Flächen reduzieren, um die Leistungsaufnahme und damit das Einbrennrisiko zu reduzieren. Auch LCD-Bildschirme mit Mini-LED-Backlight reduzieren häufig die Leuchtkraft bei großen, hellen Flächen, um der Leistungsaufnahme und der Hitzeentwicklung Herr zu werden.

Allerdings ist auch die großflächige Leuchtkraft des LG Ultragear G9 52G930B nicht perfekt. Sie unterscheidet sich von Punkt zu Punkt, je nachdem, wo wir unser Messgerät platzieren. Die Helligkeitsverteilung ist - ebenfalls LCD- respektive LED-typisch - eher ungleichmäßig. Die Ausleuchtung ist nicht vollständig gleichmäßig, insbesondere im HDR-Modus. Zudem ist blickwinkelabhängig leichter bis merklicher VA-Glow zu erkennen, insbesondere in dunkler Umgebung und am unteren Bildschirmrand. Allerdings ist dies - sichtbare Helligkeitsabweichung und Leuchthöfe - nur unter bestimmten Umständen verhältnismäßig auffällig: Leuchthöfe sind es etwa um helle Fenster auf dunklem Desktop herum, die etwas ungleichmäßige Helligkeitsverteilung ist bei vollweißer Darstellung ersichtlich. In SDR und bei auf 160 cd/m² kalibrierter Helligkeit messen wir ein maximales Delta von bis zu 9 Prozent. Das ist gut, insbesondere die LCD-Technik und die gewaltige Bildfläche berücksichtigend, doch weit entfernt von nahezu perfekt gleichmäßiger OLED-Ausleuchtung.

LG Ultragear G9 52G930B:<strong> </strong>Die Helligkeitsverteilung ist mit einer Abweichung von maximal 9 % noch gut, insbesondere angesichts des riesigen Panels. Allerdings wird der Bildschirm durch das LED-Backlighting von unten deutlich am stärksten angestrahlt; ein Umstand, den Sie in einigen Situationen - beispielsweise einem weißen Fenster auf schwarzem Desktop - anhand eines sichtbaren Scheins erkennen können. Quelle: PCGH LG Ultragear G9 52G930B: Die Helligkeitsverteilung ist mit einer Abweichung von maximal 9 % noch gut, insbesondere angesichts des riesigen Panels. Allerdings wird der Bildschirm durch das LED-Backlighting von unten deutlich am stärksten angestrahlt; ein Umstand, den Sie in einigen Situationen - beispielsweise einem weißen Fenster auf schwarzem Desktop - anhand eines sichtbaren Scheins erkennen können. Bei den Latenzen schlägt sich der VA-Gigant erfreulich gut und kann sich mit einem per LDAT erhobenen, durchschnittlichen Input Lag von lediglich 3,2 Millisekunden in der oberen 240-Hertz-Liga positionieren. Weniger gut sind erwartungsgemäß die Reaktionszeiten, die vielleicht typischste und bekannteste aller VA-Schwächen. Mit deaktiviertem Overdrive und zugeschaltetem dynamischem Kontrast sowie Black Stabilizer fallen diese besonders bescheiden aus: Durchschnittlich 8,88 Millisekunden liegen für LCD-Technik zwar noch im Rahmen, doch maximal 30,2 Millisekunden bei Wechseln von hellen Farben zu dunklen Grautönen sind als VA-Schlieren recht deutlich wahrnehmbar.

Mit deaktiviertem dynamischen Kontrast, ohne Black Stabilizer und höchster Overdrive-Stufe, lassen sich die Werte bestenfalls auf durchschnittlich 7,36 ms und 16,9 ms drücken, doch in diesem Fall mehren sich Overshoot-Artefakte. Die zumeist angenehmste Balance erzielen wir mit zweithöchstem Overdrive, doch bleibt der LG Ultragear G9 52G930B in dieser Disziplin, der VA-Technik geschuldet, etwas kompromittiert - für schnelle Shooter gibt es besser geeignete Displays.

Fazit des Tests

Der LG Ultragear G9 52G930B ist ein sehr eindrucksvoller Monitor, daran gibt es wenig Zweifel. Spielen in diesen Dimensionen ist eine sehr spezielle Erfahrung, die sich aktuell nur mit wenigen anderen Monitoren nachvollziehen lässt. Die Immersion ist sagenhaft, durch die gewaltige Bilddiagonale und die starke Krümmung von 1000R sitzen Sie buchstäblich in der Mitte des Geschehens und können ganz in der Spielewelt versinken. Allerdings ist dies auch etwas gewöhnungsbedürftig und bedarf in einigen Spielen manueller Anpassungen am Field-of-View-Slider, um der perspektivischen Verzerrung, dem "Fischaugeneffekt" entgegenzuwirken.

LG Ultragear G9 52G930B: Screenshots in WUHD-Auflösung

Insbesondere in Rennspielen und Simulationen ist der Eindruck allerdings fabelhaft. So "mitten im Leben", so glaubhaft im Cockpit, am Steuerknüppel oder beim Gasanlegen im Kurvenscheitel, fühlt man sich ohne VR-Brille nur selten, dazu wird das Geschwindigkeitsgefühl durch die gewölbte Sichtfläche akzentuiert, die zudem glaubhaft eine Windschutzscheibe imitiert. Doch auch bei Action-Adventures, Rollenspielen oder Strategietiteln wie Anno macht der riesige 52-Zoll-Monitor eine erstklassige Figur und lässt Sie dermaßen großformatig in Spielewelten eintauchen, dass man das Gefühl bekommen kann, darin nahezu zu versinken.

LG Ultragear G9 52G930B: Weitere Monitorbilder

Für Shooter und kompetitive Spiele, bei denen es neben Geschwindigkeit primär auf hohe Bildklarheit ankommt, gibt es allerdings besser geeignete Bildschirme. Natürlich können Sie auch mit dem 52G930B durchaus eine Runde Counter-Strike wagen. Und für Titel wie Fortnite, die neben der Third-Person-Perspektive zudem einen Grafikstil nutzen, der weniger auf für VA kritische, harte Kanten und scharfe Kontraste setzt, ist die VA-Technik weniger hinderlich. Doch generell ist der LG Ultragear G9 52G930B besser für weniger hektische Spiele, vielmehr für immersive Titel und Simulationsfans geeignet. Falls Sie zu diesen zählen und mit knapp 1.800 Euro das nötige Kleingeld und nebenbei die für 5.120 × 3.840 Pixel nötige Hardware bereitstellen können, könnte der gewaltige Monitor mehr als nur einen flüchtigen Blick wert sein. Kein Monitor für jedermann, doch für bestimmte Einsatzgebiete gibt es momentan kaum etwas Beeindruckenderes als LGs titanischen Ultragear G9 52G930B.

Was halten Sie von dem LG Ultragear G9 52G930M und dem "5K2K"-Breitformat? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu diesem Artikel. Sollten Sie noch keinen Foren-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gern PCGH bei 🔈 Youtube oder 💬 Whatsapp und erhalten Sie Neuigkeiten zu Grafikkarten, CPUs und Gaming direkt in Ihrem Feed.

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  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Riesenbildschirm in der Praxis
  3. Seite 3 Messungen und Testergebnis
    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pyrodactil PC-Selbstbauer(in)
        Danke für diesen ausführlichen Test
        Diesen 52er Moni hatte ich zur Ankündigungszeit auch im Auge, ist aber der 45er geworden & bin voll zufrieden.
        Eure bemängelten Schlieren verschwinden nach der "Bereinigungs-"zeit, so wars bei meinem.
        Zudem müssten wir alle unsere Gaming-Tische vertiefen, um einen 1 Meter Abstand bei der Größe zu gewährleisten.
        Wünschenswert wäre, wenn ihr noch ein paar Pixelschubser bei dieser fetten 5.120 × 2.160 Auflösung benchen könntet
      • Von Pyrodactil PC-Selbstbauer(in)
        Danke für diesen ausführlichen Test
        Diesen 52er Moni hatte ich zur Ankündigungszeit auch im Auge, ist aber der 45er geworden & bin voll zufrieden.
        Eure bemängelten Schlieren verschwinden nach der "Bereinigungs-"zeit, so wars bei meinem.
        Zudem müssten wir alle unsere Gaming-Tische vertiefen, um einen 1 Meter Abstand bei der Größe zu gewährleisten.
        Wünschenswert wäre, wenn ihr noch ein paar Pixelschubser bei dieser fetten 5.120 × 2.160 Auflösung benchen könntet
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Phil
        Ja, den bekomme ich auch, sobald ein Testgerät verfügbar ist. Der Dualmode sollte auch im Vollbild gehen. Da wird ja im Grunde lediglich die Auflösung pro Achse halbiert, dafür die Taktfrequenz verdoppelt. Solange das Spiel beide Auflösungen unterstützt, müsste das eigentlich gehen. Bzw. würde mich sehr wundern, falls nicht.

        Bald kann ich hoffentlich Genaueres dazu sagen, der Monitor ist ja aktuell ein wenig ein Exot, was Auflösung, OLED-Technik und Format betrifft.

        Gruß,
        Phil
        Vielen lieben Dank, Phil. Ich freue mich schon auf deinen Test.

        LG
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von HardWareFresser87
        Hallo Phil, eine Frage: Bekommt ihr den LG UltraGear Evo AI OLED GX9 39GX950B-B, 39", auch zum Testen? Ich möchte ihn mir nach meinem Urlaub kaufen. Der hat zwar einen Dualmodus, aber 5K-Online-Ballerspiele kann ich vergessen. Dafür bietet er einen Dualmodus mit 330 Hz (2560×1080). Jetzt frage ich mich, ob das im Vollbildmodus funktioniert oder ob ich dann mit Balken spielen muss. Auf der Herstellerseite steht dazu nichts Konkretes, daher meine Frage.

        LG

        Ja, den bekomme ich auch, sobald ein Testgerät verfügbar ist. Der Dualmode sollte auch im Vollbild gehen. Da wird ja im Grunde lediglich die Auflösung pro Achse halbiert, dafür die Taktfrequenz verdoppelt. Solange das Spiel beide Auflösungen unterstützt, müsste das eigentlich gehen. Bzw. würde mich sehr wundern, falls nicht.

        Bald kann ich hoffentlich Genaueres dazu sagen, der Monitor ist ja aktuell ein wenig ein Exot, was Auflösung, OLED-Technik und Format betrifft.

        Gruß,
        Phil
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Hallo Phil, eine Frage: Bekommt ihr den LG UltraGear Evo AI OLED GX9 39GX950B-B, 39", auch zum Testen? Ich möchte ihn mir nach meinem Urlaub kaufen. Der hat zwar einen Dualmodus, aber 5K-Online-Ballerspiele kann ich vergessen. Dafür bietet er einen Dualmodus mit 330 Hz (2560×1080). Jetzt frage ich mich, ob das im Vollbildmodus funktioniert oder ob ich dann mit Balken spielen muss. Auf der Herstellerseite steht dazu nichts Konkretes, daher meine Frage.

        LG
        Zitat von claster17
        st eine z.B. 4090 in der Lage, 5K2K mit 240 Hz auszugeben?
        Wenn du damit 240 FPS erreichen möchtest, lautet die Antwort nein, selbst eine 5090 ist dafür nativ zu schwach.

        Ich möchte mir auch einen 5K-OLED in 39 Zoll holen, der einen Dualmodus hat: 165 Hz für normales Gaming und 330 Hz für Online-Zocken, wobei die Auflösung dabei reduziert wird.

        Solange ich MFG in 5K zocken kann, macht mir das nichts aus, weil ich dann im 330-Hz-Modus meine Ballerspiele spielen kann.

        LG
        Zitat von PCGH_Phil
        Monitorhersteller LG hat mit dem Ultragear G9 52G930B den aktuell weltweit größten "5K2K"-Monitor mit 52 Zoll und 240 Hertz im Angebot. Wir haben uns den massiven VA-Bildschirm ins Testlabor beordert und prüfen den ultrabreiten Gaming-Giganten auf "Hertz" und Nieren.

        Was sagt die PCGH-X-Community zu [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] LG Ultragear G9 52G930B: Weltweit größter 5K2K-Monitor mit 52 Zoll und 240 Hertz im Test

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        Meins ist es nicht, weil es zu groß ist, zu viel Krümmung hat und ein schlechtes Panel besitzt.
      • Von claster17 Volt-Modder(in)
        Ist eine z.B. 4090 in der Lage, 5K2K mit 240 Hz auszugeben?
        Beim Samsung 57" 8K2K gab es ja das Problem, dass Ada Lovelace wegen interner Limitierungen keine 240 Hz bei voller Auflösung geschafft hat.
      Direkt zum Diskussionsende
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