PCGH bei AOC & Philips: Neues Monitor-Line-up - 350 Euro ist "die magische Grenze"
AOC und Philips luden ins kroatische Dubrovnik, um das Monitor-Line-up 2026 vorzustellen. Mit dabei: günstige OLED-Edge-Monitore, welche die "magische Grenze" von 350 Euro erreichen sollen und Dual-Mode-Displays inklusive "5K3K"-Auflösung. Wir stellen besonders interessante Geräte vor.
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AOC und Philips luden ins kroatische Dubrovnik, um neue Monitore zu präsentieren und ihre Marktstrategie für die nächsten Monate darzulegen. Wir waren vor Ort und fassen die interessantesten Punkte, Produkte und Konzepte in Kürze zusammen. Neben neuen, auf modernsten OLED-Technologien basierenden Monitoren, der vierten und fünften Generation ist etwa die Absicht spannend, OLED in den Mainstream zu tragen. Dazu sollen die organischen Leuchtemitter bereits ab Preisen von rund 350 Euro für Spieler zugänglich sein - laut Präsentator Caesar Reyes Acosta "die magische Grenze" für Mainstream-PC-Displays. Dazu bieten AOC und Philips mit OLED Edge ab sofort neue Monitor-Reihen an. Der Startpreis liegt bei 379 Euro UVP, allerdings sollen die Straßenpreise abermals günstiger ausfallen.
Ein weiterer Trend sind Dual-Mode-Displays, bei denen optional die Auflösung halbiert werden kann, um die Refreshrate zu verdoppeln. Dies soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. AOC und Philips arbeiten zurzeit daran, bei kommenden Monitoren gar einen Triple-Mode anzubieten, um etwa von 5.120 × 2.880 Pixeln und verdreifachter Refreshrate auf 720p zu kommen. Genaueres ist diesbezüglich aktuell jedoch noch nicht bekannt.
"Next-Generation"-OLED-Technik unter 1.000 Euro
Doch beginnen wir mit einigen der besonders spannenden Geräte, die wir in Kroatien live begutachten und selbst ausprobieren konnten. Den Anfang machen zwei 34-Zoll-QD-OLED-Monitore mit dem neuen V-Stripe-Subpixellayout. Wenn Sie unseren Test zum Asus ROG Swift OLED PG34WCDN gelesen haben (Kostenpunkt: aktuell für 1.350 Euro im PCGH-Preisvergleich gelistet), kennen Sie das Panel im Grunde schon. MSI bietet das mit 1800R gebogene, bis zu 360 Hz taktende 5th-Gen-QD-OLED-Panel in Form des MPG 341CQR QD-OLED X36 (Preis: rund 1.200 Euro) ebenfalls an.
Auch AOC und Philips haben das QD-OLED-Panel im Sortiment. Dabei gibt es zwei Varianten, welche die neue, für 2026 leicht veränderte Positionierung der beiden Marken versinnbildlicht. Der AOC Agon Pro AGP34UCSD ist dabei das Range-topping-Modell und soll besonders anspruchsvolle PC-Gamer ansprechen. Es bietet wie der Asus und der MSI 360 Hertz und neben HDMI 2.1 zudem Displayport 2.1 mit bis zu 80 Gbit/s. Wie bei Asus und MSI werden Display HDR 500 True Black sowie eine maximale Leuchtstärke von 1.300 cd/m² geboten. Obendrein kommt der AOC Agon Pro AGP34USCD mit der neuen Panelbeschichtung Anti-Reflection 3.0, 1800R-Krümmung, und wird ab dem dritten Quartal 2026 für eine UVP von 999 Euro erhältlich sein. Der Monitor kommt zudem in AOCs für 2026 neuer Designsprache und dem ebenfalls überarbeiteten, übersichtlicheren und in der Lesbarkeit verbesserten OSD.
Bei Philips dagegen sollen mit der Evnia-Reihe neben PC-Gamern auch Konsolen- und eher Casual-Gamer angesprochen werden. Obendrein soll das Philips-Design auch eher gesetztere Personen ansprechen, die weniger Wert auf ein martialisches Äußeres legen. Das Modell kommt in schickem Weiß und mit Philips patentierter Ambiglow-Beleuchtung, allerdings lediglich mit Displayport 2.0 sowie HDMI 2.1 und 280 Hertz. Der Philips Evnia Series 8000 34M2C8600P bietet jedoch ansonsten die gleiche Panel-Technologie, kommt ebenfalls mit Samsungs neuem V-Stripe-Subpixellayout und Tandem-OLED respektive EL Gen 3.0 (Electroluminescent Layer Generation 3.0), Display HDR 500 True Black und einer Spitzenhelligkeit von 1.300 cd/m². Abseits des fehlenden Displayport 2.1 mit 80 Gbit/s (für welchen zur vollen Befeuerung aktuell eine Nvidia-Grafikkarte der RTX-5000er-Reihe benötigt wird) und leicht reduzierter, maximaler Refreshrate von 280 statt 360 Hertz ist das Panel allerdings technisch gleichwertig. Der Philips Evnia Series 8000 34M2C8600P soll ebenfalls im dritten Quartal 2026 und für die UVP von 899 Euro erhältlich sein.
Neben den beiden 5th-Gen-QD-OLED-Monitoren haben Philips und AOC zudem zwei neue Monitore im 32-Zoll-Format und 4th-Gen-QD-OLED im Line-up für 2026. Beide Monitore kommen mit Display HDR True Black 500, bis zu 1.000 cd/m² maximaler Leuchtstärke, 240 Hertz und Displayport 2.1 DP 80. Die neue Anti-Reflection-3.0-Panelbeschichtung wird ebenfalls geboten. Das jeweils zum Einsatz kommende Panel kennen aufmerksame PCGH-Leser bereits von unserem Test des Asus ROG Swift OLED PG32UCDM3, der aktuell ebenfalls zum Preis von 1.350 Euro erhältlich ist. Der Philips Evnia Series 32M2N8900P wird ab Mai, der AOC Agon Pro AG326UZD2 soll schon ab April 2026 verfügbar werden. Die UVP-Preise liegen bei jeweils 999 Euro.
Ein weiteres High-End-OLED-Modell kommt in Form des AOC Agon Pro 277QKCD ab Juni 2026 zu einem UVP-Preis von 899 Euro. Der Agon Pro 277QKCD verbaut ein noch junges, 27-zölliges 4th-Gen-Tandem-WOLED-Panel des Herstellers LG und bietet bis zu 540 Hertz bei WQHD-Auflösung und per Dual Mode (AOC/Philips nennen ihre Dual-Mode-Modelle "Dual Frame Monitors", DFM) mit bis zu 720 Hertz. Abermals kennen belesene PCGH-Nutzer das verbaute 4th-Gen-WOLED-Panel bereits, wir haben es vor einigen Monaten in Form des Asus ROG Swift PG27AQWP-W getestet (beim PCGH-Preisvergleich aktuell für 999 Euro gelistet).
Doch auch abseits des High-End-Bereichs möchten AOC und Philips OLED-Technik fördern und haben sich mit "OLED Edge" eine Möglichkeit geschaffen, neue OLED-Monitore für den Preis von unter 400 Euro anzubieten. Tatsächlich möchten AOC und Philips die Preise unterhalb der Grenze von 350 Euro drücken, da dies laut ihren Marktstudien "die magische Grenze" sei, bei der Spieler motiviert seien, ernsthaft über einen Wechsel nachzudenken. Um die Kosten zu senken und damit solch niedrige Preise realisieren zu können, wird bei den betreffenden Monitoren allerdings keine brandneue OLED-Technik verbaut, sondern - technisch gesehen - auf QD-OLED-Panels gesetzt, die Samsungs zweiter OLED-Generation entsprechen. Alle drei zum Start erwerblichen Geräte kommen im 27-Zoll-Format, mit WQHD-Auflösung und 240 Hz und sind bereits verfügbar. Das günstigste Modell, der AOC Q27G41ZDF, kommt mit einer UVP von 379 Euro - tatsächlich ist das Gerät aber schon ab knapp über 360 Euro in unserem PCGH-Preisvergleich gelistet .
Auch bei IPS trendet der Dual-Mode
Abseits von LG und deren WOLED-Panels setzt sich der Dual-Mode auch bei anderen Display-Techniken durch. Brandneu ist der bereits eingangs erwähnte "5K3K"-Monitor von Philips. Der Philips Evnia Series 5000 27M2D5901A bietet ein mit 5.120 × 2.880 Pixeln auflösendes 27-Zoll-IPS-Panel mit 165 Hz, das Sie mittels Dual Mode (bzw. DFM) auf Wunsch auch in 2.560 × 1.440 Pixeln und mit bis zu 330 Hertz betreiben können. Der Bildschirm soll ab Juli 2026 zu einer UVP von 799 Euro erhältlich sein.
Neben 5K3K sind zudem mehrere 4K-Bildschirme mit IPS-Technik, Display HDR 400 und als Dual-Frame-Monitore erhältlich. AOC bietet mit dem 27G4R einen 27-Zöller für eine UVP von 299 Euro sowie mit dem U32G4U einen 32-Zöller für 399 Euro (UVP). Philips dagegen bietet zwei 27-Zöller in 4K-Auflösung: den Evnia Series 3000 27M2N3800A (299 UVP) sowie den Evnia Series 5000 27M2N5901A (249 Euro UVP). Die vier letztgenannten Monitore takten in 4K-Auflösung mit 160 Hz, in optionaler Full-HD-Auflösung mit geschwinden 330 Hertz.

Bis dahin haben sich die Neuerscheinungen der V-Stripe OLEDs etabliert, die Tests/Nachtests sind durch und die Preise angepasst.
Die allgemeine "PC-Krise" wird da sicher auch noch den einen oder anderen Euro im Preis purzeln lassen...
Und schön das die Preise sinken sollen.