Virtual Reality-Zukunft: JDI entwickelt LTPS-Display mit 651 ppi extra für VR-Brillen
Der Display-Hersteller Japan Display hat ein 3,42 Zoll kleines Display angekündigt, das speziell für den Einsatz in Virtual-Reality-Brillen entwickelt worden sein soll. Zum Einsatz kommt nicht etwa a-Si- oder IGZO-, sondern LTPS-Technik, die eine hohe Pixeldichte erlaubt. Die erste Iteration kann 1.440 × 1.700 Pixel darstellen und erreicht damit 651 ppi.
Das Herzstück von Virtual-Reality-Brillen bilden neben den Linsen die eingesetzten Displays. Da diese direkt vor den Augen liegen und das Bild durch die Linsen vergrößert wird, werden deutlich höhere Pixeldichten als etwa auf Monitoren oder Smartphones benötigt. Das ist aktuell noch ein Problem, da die hohen Pixeldichten noch nicht ohne Weiteres mit konventionellen Mitteln erreicht werden können. Oculus VR und HTC setzen bei der Rift beziehungsweise Vive beispielsweise auf AMOLED-Panels mit Pentile-Matrizen, um die 1.080 × 1.200 Pixel auf unter 4 Zoll unterzubringen. Dabei werden pro Pixel nur zwei Subpixel dargestellt, was in beiden Fällen zu einem stark sichtbaren Fliegengittereffekt führt. OLED-Technik gilt wegen der schnellen Reaktionszeiten und dem Verzicht auf eine Hintergrundbeleuchtung als besonders gut für VR-Brillen geeignet.
Sharp hat kürzlich ein 2,87-Zoll-Display angekündigt, das dank IGZO-Technik 1.920 × 2.160 Pixel auf 2,87 Zoll darstellen kann und damit 1.007,0 ppi erreicht. Dank In-Plane-Switchting (IPS) wird eine volle RGB-Matrix mit drei Subpixeln pro Pixel dargestellt. Dafür braucht es allerdings eine starke Hintergrundbeleuchtung und IPS ist verglichen mit OLED deutlich langsamer.
Einen ganz anderen Weg geht Japan Display bei seiner jüngsten Neuankündigung. Diese basiert nicht etwa auf a-SI (Amorphous Silicon, in den meisten TFTs eingesetzt) oder IGZO (Indium Gallium Zinc Oxide), sondern LTPS (Low Temperature Poly-Silicon). Die spezielle Siliziumtechnik erlaubt ähnlich wie IGZO höhere Pixeldichten, braucht aber nur eine schwache Hintergrundbeleuchtung (JDI spricht von 150 cd/m²), was spätestens, wenn man eine kabellose VR-Brille anbieten möchte, essentiell wird. Natürlich haben auch LTPS-Panels Nachteile, die hier im hohen Fertigungspreis und niedrigeren Kontrast liegen. Letzterer sollte kein so großes Problem darstellen, wenn VR-Brillen lichtdicht designt werden.
JDI bringt 1.440 × 1.700 Pixel auf 3,42 Zoll unter und erreicht damit eine Pixeldichte von 651,4 ppi. Der Wert alleine sagt noch nicht alles, da das Bild je nach eingesetzten Linsen unterschiedlich gebrochen wird, sieht aber schon mal vielversprechend aus. Auch JDI setzt auf In-Plane-Switching (IPS) mit RGB-Matrix, sodass drei Subpixel pro Pixel dargestellt werden. Wegen der schwachen Hintergrundbeleuchtung wird nur ein typischer Kontrast von 700:1 erreicht. Die Bildwiederholrate liegt bei 90 Hertz und somit auf Niveau heutiger VR-Brillen-Panels. Die Reaktionszeit zum Wechsel von Schwarz auf Weiß beziffert JDI auf 3 ms, den Worst-Case auf 6 ms. Dank LTPS wird eine Motion-Blur-Reduktion mittels blinkender Hintergrundbeleuchtung (schwarze Bilder zwischen den Frames) ermöglicht. Die nächste Display-Iteration wird bereits geplant und soll etwa 800 ppi erreichen - damit nähert sich der Hersteller Ultra-HD auf selbiger Diagonale an (1.920 × 2.160 Pixel ergeben 845 ppi auf 3,42 Zoll).
Klingt erstmal ganz ok dieses Display aber mal sehen in welchen VR Brillen es kommt und wie viel die Brille dann kosten wird, wenn die Displays teurer sind kann es sein das die Brillen auch teurer werden.
Über die Zunge geht das schon
Medizintechnik: Neues Gerat lasst Blinde uber die Zunge sehen - WELT
Also ohne Umweg über das Auge.
wenn eine direkte verkabelung erlaubt wäre, geht sicher mehr.
Also ohne Umweg über das Auge.
Also ohne Umweg über das Auge.