Samsung Display soll seine LCD-Patente verkauft haben

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Samsung Display soll seine LCD-Patente verkauft haben
Quelle: Samsung Display

Bei Samsung hat man laut einem Bericht wirklich mit der LCD-Technik abgeschlossen. Der Konzern soll verbliebene Patente an den chinesischen Anbieter CSOT verkauft haben.

Bei Samsung ist die Ära der LCD-Technik wohl zu Ende. Samsung Display, die für die Panels zuständige Sparte, hat mit dem Transfer von Patenten aus der LCD-Technik an CSOT aus China (eine Tochter von TCL) im Juni das Kapitel abgeschlossen. 577 Patente sollen es sein, die CSOT von den Südkoreanern erhalten hat. Einige Zeit zuvor hatte man schon die Fabrik in Suzhou übernommen. Branchenexperten nahmen zunächst an, dass Samsung zumindest die rund 2.000 Patente rund um die LCD-Technik hält, doch dies scheint laut The Elec nicht der Fall zu sein.

Für TCL sollen sich die Patente lohnen, weil man sich laut The Elec so besser vor Patentstreitigkeiten in den USA absichern kann. Es wird auch offen die Frage gestellt, ob sich CSOT und TCL mit Mitbewerbern wie BOE streiten werden, nachdem man nun eine bessere Position hat und der Wettbewerb auf dem LCD-Markt hart ist. Das war letztlich einer der Gründe, warum Samsung aus dem Geschäft ausgestiegen ist.

Gegen die in China günstig produzierten LCD-Panels sah man bei Samsung keine Zukunft, auch nicht mit zur Kostenreduktion errichteten chinesischen Fabriken. Beim südkoreanischen Wettbewerber LG ist man noch nicht ganz so weit und produziert vornehmlich IPS-Technik noch selbst. Zumindest geht man davon aus, dass Samsung sich eine Hintertür in dem Deal offen gelassen hat und eine Lizenzkosten-freie, dauerhafte Nutzung vorgesehen ist. Samsung hält Anteile an CSOT und bezieht von dort auch Panels für Produkte von Samsung Electronics, denn fertige Produkte soll es zunächst weiterhin geben - eben nur keine eigene Panel-Produktion mehr.

Bei Samsung wird man damit vornehmlich OLED-Panels produzieren; im Kleinformat für Smartphones und jetzt auch in groß für Fernseher. Doch gerade bei den Kleinformaten droht bereits die nächste Schlacht, denn BOE expandiert aggressiv in diesen Markt und versucht, Aufträge für kleine OLED-Panels zu bekommen. Derweil wird an Mikro-LED-Technik weiter geforscht, um diese massenmarkttauglich zu machen.

Quelle: The Elec

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Grundig hatte das Problem, dass in den 70ern und 80ern verstärkt japanische Firmen auf den deutschen Markt kamen, was für ein extrem auf Deutschland ausgerichtetes Unternehmen ein Problem ist. Für Metz gilt ähnliches.
        Nein.

        Zitat von Pu244
        Hinterher weiß man immer mehr.
        Das wußte man sogar vorher.

        Zitat von Pu244
        Das sind zwei extrem gute Beispiele.

        Die Isetta hat BMW bis in die 60er gebracht, der Markt ist allerdings dann gestorben.
        Darum geht es nicht.
        Es geht um die 3er Reihe bei BMW und den 190er bei Benz.
        Was bringst Du hier für absurde Beispiele?

        Zitat von Pu244
        Es hatte vorallem damit zu tun, dass kein Politiker von SPD und CDU den Wählern in NRW sagen wollte, dass ihre Industrie dem Untergang geweiht ist und sie sich jetzt schonmal auf die Arbeitslosigkeit einstellen sollen. Mit Ostdeutschland hat man das dann recht brutal durchgezogen, nachdem man ihnen blühende Landschaften versprochen hat (gut, auf den Industrieruinen blüht es doch auch ganz schön).

        Jetzt eiern die Politiker von CDU, SPD und vorallem Grünen herum, statt den Leuten klar zu sagen, dass es toll ist, dass die ganzen Energieintensiven Betriebe endlich pleite gehen. Das müssen sie wegen der Energiewende sowieso. 5 Mio Leute, die ihren Job verlieren sind eben sehr unangenehm und sie könnten die Frage stellen, ob man das mit der Energiewende nicht sein lassen und lieber auf Kernkraft setzen können.
        Sorry, aber ist das wirklich Dein Wissen von Politik und Geschichte?
        Vom Kalten Krieg hast Du nie etwas gehört?

        Es reicht mit dem OT.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Grundig hatte das Problem, dass in den 70ern und 80ern verstärkt japanische Firmen auf den deutschen Markt kamen, was für ein extrem auf Deutschland ausgerichtetes Unternehmen ein Problem ist. Für Metz gilt ähnliches.
        Nein.

        Zitat von Pu244
        Hinterher weiß man immer mehr.
        Das wußte man sogar vorher.

        Zitat von Pu244
        Das sind zwei extrem gute Beispiele.

        Die Isetta hat BMW bis in die 60er gebracht, der Markt ist allerdings dann gestorben.
        Darum geht es nicht.
        Es geht um die 3er Reihe bei BMW und den 190er bei Benz.
        Was bringst Du hier für absurde Beispiele?

        Zitat von Pu244
        Es hatte vorallem damit zu tun, dass kein Politiker von SPD und CDU den Wählern in NRW sagen wollte, dass ihre Industrie dem Untergang geweiht ist und sie sich jetzt schonmal auf die Arbeitslosigkeit einstellen sollen. Mit Ostdeutschland hat man das dann recht brutal durchgezogen, nachdem man ihnen blühende Landschaften versprochen hat (gut, auf den Industrieruinen blüht es doch auch ganz schön).

        Jetzt eiern die Politiker von CDU, SPD und vorallem Grünen herum, statt den Leuten klar zu sagen, dass es toll ist, dass die ganzen Energieintensiven Betriebe endlich pleite gehen. Das müssen sie wegen der Energiewende sowieso. 5 Mio Leute, die ihren Job verlieren sind eben sehr unangenehm und sie könnten die Frage stellen, ob man das mit der Energiewende nicht sein lassen und lieber auf Kernkraft setzen können.
        Sorry, aber ist das wirklich Dein Wissen von Politik und Geschichte?
        Vom Kalten Krieg hast Du nie etwas gehört?

        Es reicht mit dem OT.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von wuselsurfer
        Nur deswegen ist Metz dem Pleitegäßchen runtergegangen, ebenso wie Grundig.
        Grundig hatte das Problem, dass in den 70ern und 80ern verstärkt japanische Firmen auf den deutschen Markt kamen, was für ein extrem auf Deutschland ausgerichtetes Unternehmen ein Problem ist. Für Metz gilt ähnliches.

        Zitat von wuselsurfer
        Video 2000 war ein unendliches Geldgrab, obwohl es dem VHS-Müll hochhaus technisch überlegen war (2 x 4 Stunden Wendekassette, streifenfreier Vor- / Rücklauf, Echtzeitzählwerk, keien Synchronspur nötig, ...)
        Hinterher weiß man immer mehr.

        Zitat von wuselsurfer
        Hätten BMW, Merdes und andere ihre Billigautos nicht gehabt, gäbe es sie jetzt auch nicht mehr.
        Das sind zwei extrem gute Beispiele.

        Die Isetta hat BMW bis in die 60er gebracht, der Markt ist allerdings dann gestorben. Hätte sich BMW weiter auf dieses Geschäft konzentriert, dann wären sie wohl Pleite, Man muß einsehen, wenn ein Markt stirbt und dann dort rausgehen. Heute sind beide Unternehmen sehr gut aufgestellt, Autos für unter 10.000€ sucht man jedoch vergeblich.

        Zitat von wuselsurfer
        Die Stückzahl bringt da den finanziellen Gewinn.
        Dann kann man auch mal Mist bauen und Höchstpreisgeräte.
        Der Punkt ist: man muß Gewinn machen. Wenn das nicht der Fall ist, dann war es das und man sollte sich verabschieden. Man sollte auch die zukünftige Entwicklung im Blick haben und wenn nötig den Ausstieg planen, solange es noch geht. Röhrenmonitore und -Fernseher waren eine echt tolle Sache, nur spätestens ab 2002 konnte man sehen, dass die Zeit abgelaufen war. Das Ende der Plasmafernseher war ebenfalls absehbar. Zwar hätte man diese Technik noch ins 4K Zeitalter retten können (Plasmas werden mit der Zahl der Zellen teurer), nur leider stand schon 2012 fest, dass es mit 8K weiter gehen wird. Dazu hatten die LCDs auch noch gigantische Fortschritte bei der Größe gemacht. OLED war der endgültige Sargnagel, da dann auch die Enthusiasten umgestiegen wären. Das Ende war absehbar und man stieg 2014 aus.

        Es gibt den Spruch "wenn du bemerkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab", selbiges gilt auch für sterbende Pferde.

        Zitat von wuselsurfer
        Das hatte wohl mehr mit strategischer Reserve zu tun, als mit Marktwirtschaft.
        Es hatte vorallem damit zu tun, dass kein Politiker von SPD und CDU den Wählern in NRW sagen wollte, dass ihre Industrie dem Untergang geweiht ist und sie sich jetzt schonmal auf die Arbeitslosigkeit einstellen sollen. Mit Ostdeutschland hat man das dann recht brutal durchgezogen, nachdem man ihnen blühende Landschaften versprochen hat (gut, auf den Industrieruinen blüht es doch auch ganz schön).

        Jetzt eiern die Politiker von CDU, SPD und vorallem Grünen herum, statt den Leuten klar zu sagen, dass es toll ist, dass die ganzen Energieintensiven Betriebe endlich pleite gehen. Das müssen sie wegen der Energiewende sowieso. 5 Mio Leute, die ihren Job verlieren sind eben sehr unangenehm und sie könnten die Frage stellen, ob man das mit der Energiewende nicht sein lassen und lieber auf Kernkraft setzen können.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Beyazid
        Samsung hat bereits zig gewinnabwerfende Zweige und kann deswegen einen fast ausgedorrten abknipsen. Und dennoch werden sie günstig weiterproduzieren können weil man da was schönes rausgehandelt hat.
        Die 2.000 - 5.000 EUR TVs haben schon eine gewaltige Gewinnspanne.
        Aber wie viele davon werden verkauft?

        Und Patente zu verkaufen halte ich für einen ganz blöde Idee, es sei denn, sie laufen bald aus.
      • Von Beyazid Komplett-PC-Aufrüster(in)
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        Samsung ist jedoch einer der Big Player auf der Welt, die produzieren ja nicht nur Smartphones oder Fernseher sondern auch Kühlschränke, Waffen oder chemische Produkte.
        Das sind andere Sphären zu einem Metz, Grundig, BMW oder auch Sony.

        Samsung hat bereits zig gewinnabwerfende Zweige und kann deswegen einen fast ausgedorrten abknipsen. Und dennoch werden sie günstig weiterproduzieren können weil man da was schönes rausgehandelt hat.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Die sind aber nicht bankrott gegangen, weil sie ihre Billigproduktion zu schnell aufgegeben haben,
        Nur deswegen ist Metz dem Pleitegäßchen runtergegangen, ebenso wie Grundig.
        Video 2000 war ein unendliches Geldgrab, obwohl es dem VHS-Müll hochhaus technisch überlegen war (2 x 4 Stunden Wendekassette, streifenfreier Vor- / Rücklauf, Echtzeitzählwerk, keien Synchronspur nötig, ...)

        Hätten BMW, Merdes und andere ihre Billigautos nicht gehabt, gäbe es sie jetzt auch nicht mehr.

        Die Stückzahl bringt da den finanziellen Gewinn.
        Dann kann man auch mal Mist bauen und Höchstpreisgeräte.

        Zitat von Pu244
        Sofern man nicht die deutsche Steinkohleindustrie ist, da kann man jahrzehntelang irre Subventionen bekommen.
        Das hatte wohl mehr mit strategischer Reserve zu tun, als mit Marktwirtschaft.
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