Aus für LCD-Panels von Samsung: Ende schneller als erwartet? [Update]
Das Ende kommt nach einem Bericht schneller als erwartet: Die Gnadenfrist für die Produktion von LCD-Panels bei Samsung ist wohl abgelaufen und der Konzern möchte eilig aussteigen.
Original-Artikel: Die Gnadenfrist für Samsungs LCD-Fertigung, die man während der Corona-Krise eingeräumt hat, scheint ein Ende zu finden. Laut Bericht der The Korea Times schließt der südkoreanische Konzern seine Fertigung für LCD-Technik mit der Wirkung zum Juni. Ab dann kommen keine neuen LCD-Panels mehr von Samsung selbst. Ursprünglich hatte man erwartet, dass Samsung die Gnadenfrist bis Ende des Jahres laufen lässt. Nun heißt es aus informierten Kreisen, dass das Ende sechs Monate früher als erwartet kommt.
Samsung hatte vor der Corona-Krise bereits damit begonnen, die Weichen für das Ende zu stellen, dann aber aufgrund der Situation und revitalisierter Preise die Pläne ausgesetzt. Samsung Electronics wird LCD-Panels künftig gänzlich zukaufen müssen, wie man es jetzt schon für Produkte macht, die einem hohen Preisdruck ausgesetzt sind.
Der Preisdruck ist dem Vernehmen nach auch der Grund für den Ausstieg. Die Produktion in Südkorea ist gegen die Konkurrenz aus China und Taiwan zu teuer, weshalb man bei Samsung Electronics künftig vornehmlich, aber nicht ausschließlich Panels von BOE aus China und AUO aus Taiwan finden soll. Dazu kommen die QD-OLED-Panels aus eigener Fertigung, die auch im Konzern wohl nicht ganz unumstritten sind. Etwas überraschend fand man schon vergangenes Jahr in Fernsehern zugekaufte IPS-Panels statt der erwarteten eigenen VA-Panels. Auch der südkoranische Wettbewerber LG kennt das Problem, entgegnet dem aber mit der Errichtung von Fabriken Ländern mit niedrigeren Kosten, anstatt die Fertigung und damit die vertikale Integration im Konzern ganz aufzugeben. Aber auch LG kauft Panels aller Art zu, sogar von JOLED wie beim Ultrafine Display OLED Pro 32EP950-B.
Was mit den freien LCD-Kapazitäten genau passiert, ist noch unklar. Alte Berichte sagen, dass die Kapazitäten für kleinere AMOLED-Panels genutzt werden, wie sie in Mobilgeräten zum Einsatz kommen. In neueren Aussagen gibt es auch Hoffnung, dass Teile der Kapazitäten für QD-OLED genutzt werden. Laut The Korean Times wurden keine Einzelheiten eines Investitionsplans bekannt gegeben. BOE Technology Group und China Star Optoelecronics Technology sollen zumindest Interesse an der Übernahme der Werkzeuge für LCD-Technik gezeigt haben. Daneben wird bei Samsung Display weiter an Micro-LED gearbeitet - der nächsten großen Hoffnung im Display-Markt.
Quelle: The Korean Times
Weiteres Medium bestätigt das Aus
Update: Mit dem The Korean Herald bestätigt nun ein weiteres südkoranisches Medium das Aus für die LCD-Fertigung bei Samsung Display. "(Samsung Display) wird seine Lieferungen von LCD-Panels im Juni einstellen", habe eine Quelle wissen lassen. Diskutiert wird aktuell darüber, ob es sich um die gesamte LCD-Fertigung handelt, was die Berichte nahelegen, oder nur Teile wie beispielsweise die Low-End-Panels aus der Fabrik in Asan, Provinz Süd-Chungcheong. Aber selbst die großformatigen LCD-Panels unterliegen einem enormen Preisdruck:
Nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens Omdia, die von Daishin Securities zusammengestellt wurden, fielen die Preise für 43-Zoll-LCD-Panels zwischen September 2021 und Mai dieses Jahres um 46 Prozent, während die Preise für 55-Zoll- und 65-Zoll-Panels im genannten Zeitraum um jeweils 34 Prozent zurückgingen. Infolge des lang anhaltenden Preisdrucks durch chinesische Mitbewerber sei der Marktanteil von Samsung von 22 Prozent weltweit im Jahr 2014 auf nunmehr 2 Prozent gefallen.
Einzig die kleine Preisrally zur Corona-Krise schob die Pläne über das Ende auf, doch schon im April 2021 veräußerte Samsung Display seine Fabrik für LCD-Fernsehbildschirmen in Suzhou, China, an den Mitbewerber TCL China Star Opto-electronics Technology. Analysten sind schon einen Schritt weiter und reden über die Auswirkungen, die das Ende der hauseigenen LCD-Produktion auf Samsung Electronics haben wird, wo man die Panels in fertige Produkte veredelt.
Quelle: The Korean Herald

aber der stromverbrauch und die hitzeabgabe ist echt arg, im winter ne super heizung, im sommer ohne klimaanlage, hier im süden österreichs ne zumutung...
das ist die nächste investition.
aber lcd hat keine zukunft, kein mini led und micro led wird nicht mal in 10 jahren halbwegs bezahlbar sein.
die neuen, jetzt vorgestellten, über 2000 nits hellen woleds sind für mich der feuchte traum, ganz zu schweigen von qd oled, das ist ja auch erst die 1. generation, da tut sich noch einiges.
bald gibts die ersten 4k/8k 240hz/144hz panels, mit über 100% bt.2020 und echtem hdr, also das weiterentwickelte dolby vision iq, hdr10+ adaptive, imax enhanced, etc....
die ganzen filmmaker modi sind mir noch suspekt, da ich vor allem 24fps filme hasse, ich mags gern schnell, flüssig, sowie knackige farben und brachialer sound.
da bin ich skeptisch.
hoffentlich baut samsung wenigstens echte qleds und micro leds, das wär schon mal ein anfang, dann wieder woled und größere und bessere qdoleds, so 85" und mit tollen features zu nem verkraftbaren preis.
lcd ist genauso wie plasma oder röhre einfach ein relikt, das endlich ins museum gehört!
Der Bereich ist mMn relativ egal, das wird dann eben so, wie bei den Grakas, hat aber keine großen Auswirkungen.
Ersteres verteuert die Fernseher enorm und führt zu einem Handelskrieg, mit China und das zweit ist sehr teurer und es darf bezweifelt werden, dass die Leute im Falles eines Falls so begeistert über 10-20 Jahre eingelagerte Billigfernseher wären. Da wäre es sinnvoller, die ganzen Altgeräte aufzuheben.