Ambitionierte Pläne: LG mit "größtem Automobildisplay der Welt" und Auszeichnung vom TÜV [Update]

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Das 57-Zoll-Pillar-to-Pillar-LCD von LG Display.
Quelle: LG Display

LG demonstriert auf der CES neue Display-Lösungen für die Automobilindustrie. Unter anderem zeigt das Unternehmen das "größte Automobildisplay der Welt", mit einer Bilddiagonale von 57 Zoll.

Original-Artikel vom 14. Januar 2024: Große Displays gibt es nicht nur auf dem Schreibtisch und im Wohnzimmer, sondern auch in Fahrzeugen. Hier möchte LG neue Standards setzen und stellt bei der CES 2024 diverse Display-Lösungen für die Automobilindustrie vor, eine größer als die andere. Darunter befindet sich auch das "größte Automobildisplay der Welt", das 57-Zoll-Pillar-to-Pillar-LCD, welches nach Angaben von LG das gesamte Armaturenbrett vom Fahrer- bis zum Beifahrersitz abdeckt.

Laut LG beträgt die maximale Krümmung des Riesendisplays 3500R und bietet verschiedene Fahrinformationen, Klimabedienelemente sowie andere Fahrzeuginformationen und ermöglicht es den Mitfahrern, verschiedene Inhalte mit "außergewöhnlicher" Berührungsempfindlichkeit unter Verwendung der von LG Display entwickelten "In-Cell-Touch"-Technologie zu erfahren.

LG möchte das Auto zum personalisierten Lebensraum formen

Daneben wartet LG noch mit einigen weiteren Displays fürs Auto auf. So etwa das "32-Zoll-Slidable OLED", welches in der Decke verborgen ist und zur Verwendung nach unten ausgefahren werden können soll. Darüber hinaus stellt LG einige "ultragroße P-OLED P2P" vor, zu der das "12,3-Zoll-P-OLED" und das "34-Zoll-P-OLED" sowie das großflächige "48-Zoll-LTPS-LCD" gehören sollen. Bei den genannten Technologien handelt es sich um Plastic Organic Light-Emitting Diode (P-OLED) und Low Temperature Poly Silicon (LTPS).

Den Ausbau seines Geschäfts mit Automobildisplays möchte LG derweil auf der Grundlage dieser Technologien fortführen und ein zweigleisiges Produktionssystem einrichten, um nach 2025 mit der Massenproduktion von ultragroßen Automobildisplays zu beginnen. Bis dahin sollen außerdem drei Konzeptfahrzeuge vorgestellt werden, die mit ultragroßen Automobildisplays ausgestattet sind, die für jede Stufe der SDV-Entwicklung (Software Defined Vehicles) optimiert sind: Shift, Evolution und darüber hinaus.

Ebenfalls lesenswert: CES-Trend transparent: Nach aufrollbar nun durchsichtig - Gimmick oder sinnvoll?

Zur Shift-Phase sollen Lösungen wie das "ultragroße P-OLED P2P" und ein Display für die Rücksitzunterhaltung (Rear Seat Entertainment, RSE) in Form des "klappbaren 17-Zoll-OLED" gehören. In der Evolutionsstufe werden "nutzerorientierte Lösungen" eingeführt, darunter das "48-Zoll-LTPS-LCD vom Pop-up-Typ", ein "18-Zoll-Slidable-OLED" sowie eine "Thin Actuator Sound Solution" und eine neue "Dekorfolie".

[RELATED_TOPICS STYLE=1]In der Darüber-hinaus-Phase, in der das vollständig autonome Fahren erreicht wird, so LG, werden das "57-Zoll-P2P-LCD" und das "32-Zoll-Slidable-OLED" das traditionelle Lenkrad ersetzen und das Fahrzeug von einem Transportmittel in einen personalisierten Lebensraum verwandeln. Ob das dem gemeinen Autofahrer allerdings gefallen wird, ist dabei eine ganz andere Frage.


OLED-Automobildisplays wurden vom TÜV Rheinland ausgezeichnet

Update vom 6. Februar 2024: Während LG "Großes im Sinn hat", wurden Ende des vergangenen Monats OLED-Automobildisplays des Herstellers vom TÜV Rheinland ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um die PCF-Zertifizierung, wobei PCF für "Product Carbon Footprint" steht.

Das hängt damit zusammen, dass die OLED-Displays die "Light Control Film Integration Technology" von LG nutzen, die laut Hersteller nicht nur die Sichtbarkeit verbessert, indem sie das Licht innerhalb des Panels lenkt, sondern auch den CO₂-Ausstoß um bis zu 18 Prozent reduziert.

Diese Technologie soll die Produktion rationalisieren, das Gewicht reduzieren und die Energieeffizienz im Vergleich zu herkömmlichen Panels steigern. Die Automobildisplays von LG, die auf P-OLED und Advanced Thin OLED (ATO) sollen auf diese Technologie setzen.

Quelle: LG Display; via Display Daily

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von huenni87 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei normalen Digital-Kombiinstrumenten gibt es schon heute Drittanbieter, auch für Autos wo so etwas ab Werk nicht lieferbar war. (Umgekehrt fehlt noch.^^) Allerdings zeichnet sich bereits ab, dass diese hinsichtlich sicherheitsrelevanter Merkmale wie Zuverlässigkeit, Entspiegelung/Ablesbarkeit teils typische Drittanbieter-Nicht-Qualität haben, während der Nachbau eines Tachos viel einfacher ist, und es handelt sich eben noch um die kleinen Geräte in normalen Formaten. Die haben in allen Autos eine ähnliche Größe und so ein Nachrüster hat kein Problem damit, 1 bis 5 cm schwarzen Rand um das Display zu lassen. Wenn wir dagegen von autofüllenden Monitoren sprechen, dann geht es um prorietäre Panels für jedes Armaturenbrett. Die können nur sehr wenige Firmen weltweit fertigen und keiner davon macht Kleinserien von ein paar 100 oder 1.000 Stück.

        Ich persönliche halte es auch für unwahrscheinlich, dass so große Objekte bei Unfällen unbeschädigt bleiben – nicht wenige der heuten Gebrauchtachos stammen aus verschrotten Fahrzeugen. Und wie bei allen neuen Techniken stellt sich die Frage der Haltbarkeit ohne Unfall: Bereits heute müssen subjektiv deutlich mehr Leute ein defektes LCD ersetzen als einen defekten Zeigertacho, auch in Autos die beides haben. Die gezeigten "Zukunfts"-Modelle basieren darüber hinaus auch noch oft auf OLED, was für lange andauernde Anzeige gleichbleibender Inhalte mit hoher Leuchtkraft als denkbar schlechte Wahl gilt. Es könnte also sein, dass in Zukunft ein deutlich steigender Bedarf an Ersatzteilen auf einen kollabierenden Markt an Gebrauchtware trifft. Und man sollte sich keine Illusion darüber machen, dass irgend ein Autohersteller es als Problem ansieht, wenn Reparaturen nach 10 Jahren schwierig werden.
        Ich stimme dir da zu. Deswegen auch der Satz aus meinem Text: "Kommt drauf an ob sich diese Branche auch Weiterentwickelt."

        Ich mein, als früher die ersten neuen Radios kamen und die Standard Blenden nicht mehr gepasst haben, gabs auch einen Markt für Adapter und zusätzliche Halter wo man Displays einbauen konnte die sonst nicht ins Auto gepasst hätten. Auch schon vor ein paar Jahren haben viele Bastler Displays aus neuen Modellen mit etwas Arbeit auf alte Modelle gesetzt und das so lauffähig gemacht. Es muss nicht immer 100%ig Original sein. Solange das Steuergerät damit zurecht kommt.

        Ich halte es also sehr für möglich, dass es auch kleine Unternehmen geben wird, die sich den elektronischen Bauteilen aus den modernen Autos heute annehmen und die reparieren. Gibt es alles schon. Nur eben noch nicht für einen so großen Markt, da das aktuell noch nicht nötig ist.

        Wo ich es am kritischsten sehe sind aber tatsächlich die OEM Hersteller. Die werden sicherlich versuchen, es dem Ersatzteilmarkt so schwer wie möglich zu gestalten.
      • Von huenni87 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei normalen Digital-Kombiinstrumenten gibt es schon heute Drittanbieter, auch für Autos wo so etwas ab Werk nicht lieferbar war. (Umgekehrt fehlt noch.^^) Allerdings zeichnet sich bereits ab, dass diese hinsichtlich sicherheitsrelevanter Merkmale wie Zuverlässigkeit, Entspiegelung/Ablesbarkeit teils typische Drittanbieter-Nicht-Qualität haben, während der Nachbau eines Tachos viel einfacher ist, und es handelt sich eben noch um die kleinen Geräte in normalen Formaten. Die haben in allen Autos eine ähnliche Größe und so ein Nachrüster hat kein Problem damit, 1 bis 5 cm schwarzen Rand um das Display zu lassen. Wenn wir dagegen von autofüllenden Monitoren sprechen, dann geht es um prorietäre Panels für jedes Armaturenbrett. Die können nur sehr wenige Firmen weltweit fertigen und keiner davon macht Kleinserien von ein paar 100 oder 1.000 Stück.

        Ich persönliche halte es auch für unwahrscheinlich, dass so große Objekte bei Unfällen unbeschädigt bleiben – nicht wenige der heuten Gebrauchtachos stammen aus verschrotten Fahrzeugen. Und wie bei allen neuen Techniken stellt sich die Frage der Haltbarkeit ohne Unfall: Bereits heute müssen subjektiv deutlich mehr Leute ein defektes LCD ersetzen als einen defekten Zeigertacho, auch in Autos die beides haben. Die gezeigten "Zukunfts"-Modelle basieren darüber hinaus auch noch oft auf OLED, was für lange andauernde Anzeige gleichbleibender Inhalte mit hoher Leuchtkraft als denkbar schlechte Wahl gilt. Es könnte also sein, dass in Zukunft ein deutlich steigender Bedarf an Ersatzteilen auf einen kollabierenden Markt an Gebrauchtware trifft. Und man sollte sich keine Illusion darüber machen, dass irgend ein Autohersteller es als Problem ansieht, wenn Reparaturen nach 10 Jahren schwierig werden.
        Ich stimme dir da zu. Deswegen auch der Satz aus meinem Text: "Kommt drauf an ob sich diese Branche auch Weiterentwickelt."

        Ich mein, als früher die ersten neuen Radios kamen und die Standard Blenden nicht mehr gepasst haben, gabs auch einen Markt für Adapter und zusätzliche Halter wo man Displays einbauen konnte die sonst nicht ins Auto gepasst hätten. Auch schon vor ein paar Jahren haben viele Bastler Displays aus neuen Modellen mit etwas Arbeit auf alte Modelle gesetzt und das so lauffähig gemacht. Es muss nicht immer 100%ig Original sein. Solange das Steuergerät damit zurecht kommt.

        Ich halte es also sehr für möglich, dass es auch kleine Unternehmen geben wird, die sich den elektronischen Bauteilen aus den modernen Autos heute annehmen und die reparieren. Gibt es alles schon. Nur eben noch nicht für einen so großen Markt, da das aktuell noch nicht nötig ist.

        Wo ich es am kritischsten sehe sind aber tatsächlich die OEM Hersteller. Die werden sicherlich versuchen, es dem Ersatzteilmarkt so schwer wie möglich zu gestalten.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von m33ow
        Seh ich genauso! Ich möchte auch kein KFZ fahren, was keinen analogen Tacho hat. Ist auch deutlich wartungsfreier und fehlerunanfälliger.

        Ich bin da genau beim Gegenteil.
        Bin froh über mein Virtual Cockpit und diesen Funktionen.
        Klar wird es teurer wenn mal was kaputt geht, aber vorher nutze ich die Vorteile davon.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von huenni87
        Kommt drauf an ob sich diese Branche auch Weiterentwickelt. Heute kriegst du auch nur Ersatzteile gut, weil je nach Modell Leute sich die Arbeit machen, Teile aufzuarbeiten und zu reparieren. Ich rede da nicht mal unbedingt von einem Golf, wo es Millionen auf der Straße gab/gibt. Sondern auch von Autos die eher eine Nische sind. Dort bist du teils auch auf Nachbauten angewiesen. Und je nach dem wie das Thema Auto sich entwickelt, wird es auch in 20 Jahren Firmen geben, die Ersatzteile produzieren. Dann eben keine analogen Tachos mehr, sondern Displays zum auswechseln. Preis mal außen vor. Wird eh alles teurer. Klar beim Schrotti im Dorf nebendran kriegst du dann evtl. kein Ersatz mehr. Aber geben wird es den.
        Bei normalen Digital-Kombiinstrumenten gibt es schon heute Drittanbieter, auch für Autos wo so etwas ab Werk nicht lieferbar war. (Umgekehrt fehlt noch.^^) Allerdings zeichnet sich bereits ab, dass diese hinsichtlich sicherheitsrelevanter Merkmale wie Zuverlässigkeit, Entspiegelung/Ablesbarkeit teils typische Drittanbieter-Nicht-Qualität haben, während der Nachbau eines Tachos viel einfacher ist, und es handelt sich eben noch um die kleinen Geräte in normalen Formaten. Die haben in allen Autos eine ähnliche Größe und so ein Nachrüster hat kein Problem damit, 1 bis 5 cm schwarzen Rand um das Display zu lassen. Wenn wir dagegen von autofüllenden Monitoren sprechen, dann geht es um prorietäre Panels für jedes Armaturenbrett. Die können nur sehr wenige Firmen weltweit fertigen und keiner davon macht Kleinserien von ein paar 100 oder 1.000 Stück.

        Ich persönliche halte es auch für unwahrscheinlich, dass so große Objekte bei Unfällen unbeschädigt bleiben – nicht wenige der heuten Gebrauchtachos stammen aus verschrotten Fahrzeugen. Und wie bei allen neuen Techniken stellt sich die Frage der Haltbarkeit ohne Unfall: Bereits heute müssen subjektiv deutlich mehr Leute ein defektes LCD ersetzen als einen defekten Zeigertacho, auch in Autos die beides haben. Die gezeigten "Zukunfts"-Modelle basieren darüber hinaus auch noch oft auf OLED, was für lange andauernde Anzeige gleichbleibender Inhalte mit hoher Leuchtkraft als denkbar schlechte Wahl gilt. Es könnte also sein, dass in Zukunft ein deutlich steigender Bedarf an Ersatzteilen auf einen kollabierenden Markt an Gebrauchtware trifft. Und man sollte sich keine Illusion darüber machen, dass irgend ein Autohersteller es als Problem ansieht, wenn Reparaturen nach 10 Jahren schwierig werden.
      • Von huenni87 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Neawoulf
        Ja, Reparierbarkeit ist noch so ein Punkt. Wenn man heute z. B. nen alten Golf 3 hat, dann ist es kein Problem nen gebrauchten Tacho zu bekommen. Aber wird man in 20 oder 30 Jahren noch funktionierende Cockpitdisplays für heutige Autos bekommen? Ich gehe davon aus, dass funktionierende Exemplare zu dem Zeitpunkt extrem selten und teuer sein werden.
        Kommt drauf an ob sich diese Branche auch Weiterentwickelt. Heute kriegst du auch nur Ersatzteile gut, weil je nach Modell Leute sich die Arbeit machen, Teile aufzuarbeiten und zu reparieren. Ich rede da nicht mal unbedingt von einem Golf, wo es Millionen auf der Straße gab/gibt. Sondern auch von Autos die eher eine Nische sind. Dort bist du teils auch auf Nachbauten angewiesen. Und je nach dem wie das Thema Auto sich entwickelt, wird es auch in 20 Jahren Firmen geben, die Ersatzteile produzieren. Dann eben keine analogen Tachos mehr, sondern Displays zum auswechseln. Preis mal außen vor. Wird eh alles teurer. Klar beim Schrotti im Dorf nebendran kriegst du dann evtl. kein Ersatz mehr. Aber geben wird es den.
      • Von m33ow
        Zitat von DARPA
        The future is now

        https://www.macheforum.com/site/attachments/gcolzvjayaazdp-jpg.113934/
        ach du sch...
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