Samsung zeigt Flex OLED: Das neue 3D?

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Flex OLED: Das neue 3D? (1)
Quelle: Samsung

Ist Flex OLED das neue 3D? Ein von der Branche beworbener Hype, der wieder verschwinden wird? Anlass zur Frage ist die SID 2023, wo Samsung eine Reihe flexibler Panels vorstellte; darunter ein aufrollbares Hochkantdisplay.

Displays auf Basis organischer Pixel - kurz OLED - sind in immer mehr Anwendungen zu Hause. Ein interessanter Trend ist dabei, dass sowohl LG als auch Samsung immer wieder Flex-OLED-Lösungen vorstellen - ob nur gebogen oder aufrollbar, die Koreaner sehen darin anscheinend einen Anwendungsfall, sonst würde man kaum regelmäßig neue Produkte auf Messen zeigen. Da stellt sich die Frage: Ist Flex OLED das neue 3D?

3D hatten die Display-Hersteller eine ganze Zeit lang als das neue "must have" beworben, doch nachdem die Rakete nie richtig abheben wollte, wurde es dann auch schnell still um das Thema und heute ist es quasi verschwunden. Das gleiche Schicksal ereilte gebogene Fernseher, während Curved zumindest im PC-Bereich noch eine Rolle spielt.

Samsung bietet Anlass zur ketzerischen Frage: Nachdem LG schon eine Zeit lang seine rollbaren Fernseher an Wohlhabende vertreibt, stellte der Mitbewerber auf der SID Display Week 2023 unter anderem ein QD-OLED-Gerät mit 49 Zoll vor, das sich aufrollen lässt. Wie der Name schon sagt, besteht es aus einem flexiblen OLED-Panel, das sich ausrollen lässt, um den Bildschirm zu vergrößern. Das Rollable Flex ist 1,93 Zoll (ca. 5 cm) lang, wenn es vollständig in einem scroll-ähnlichen Formfaktor verstaut ist. Vollständig ausgerollt sind es 10 Zoll (ca. 25 cm).

Flex OLED: Das neue 3D? (2) Quelle: Samsung Flex OLED: Das neue 3D? (3) Quelle: Samsung

49er QD-OLED für Desktop-User

Um dem Thema Flexibilität gerecht zu werden, entwickelt Samsung Display die Formfaktoren Flex Hybrid und Slidable Flex Solo. Letzterer erweitert das 13-Zoll-Display eines Tablets auf geräumigere 17 Zoll. Mehr echtes Interesse dürften klassische Anwendungsszenarios wecken: Samsung Display möchte auch die Desktop-Benutzer versorgen und hat die Verfügbarkeit seiner QD-OLED-Technologie auf größeren 49-Zoll-Monitoren mit einem Seitenverhältnis von 32:9 angekündigt. Auch das Format ist in gewisser Form "flex", weil das Seitenverhältnis sonst kaum sinnvoll zu gebrauchen wäre. Curved für den Schreibtisch ist nach wie vor ein Thema; die Auflösung des besagten Panels dürfte bei 5.120 x 1.440 Pixeln liegen.

Super-AMOLED ist derweil bei Smartphones das Mittel der Wahl, weil die Displays richtig eingesetzt sehr stromsparend sein können. Hier will Samsung die künftig auch Panels mit 240 Hertz anbieten. Gezeigt wurde auf der SID auch ein 77 Zoll großer Fernseher mit QD-OLED. Wie bei solchen Messen üblich, sind technische Daten, Verfügbarkeiten und Preise eher nebensächlich - es geht mehr um den technologischen Showcase. Ob alles davon auf den Markt kommt, ist eher fraglich.

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Stefan51278
        Das ist eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Nette Machbarkeitsstudie, aber ich sehe das Alltagsprodukt dafür nicht, selbst die bereits verfügbaren faltbaren Smartphones sind auch nach mehreren Hardware-Iterationen ein absolutes Nischenprodukt.
        Was aber vor allem am Preis liegt. Weiterentwicklungen in dieser Richtung oder auch alternative Ansätze mit ähnlicher Auswirkung könnten den senken und so die Konzepte attraktiver machen. Den Herstellern bleibt jedenfalls kaum etwas anderes übrig – bei Performance und Kameras werden die Fortschritte für den User von Generation zu Generation kleiner, die räumlichen Möglichkeiten im Barrenformat sind seit langem ausgeschöpft. Wenn man künftig einen Kaufanreiz schaffen möchte, wäre mehr Interface auf gleichem Raum oder kleinere Abmessungen bei gleichem Platzbedarf ein guter Ansatz. So wie Slider und Folder kurz nach der Jahrtausendwende boomten, als die langsame Entwicklung von Mobilfunknetzen und Software dafür sorgte, dass neue Feature-Phones sich ein Zeit lang kaum mehr durch neue Features abheben konnten.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Stefan51278
        Das ist eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Nette Machbarkeitsstudie, aber ich sehe das Alltagsprodukt dafür nicht, selbst die bereits verfügbaren faltbaren Smartphones sind auch nach mehreren Hardware-Iterationen ein absolutes Nischenprodukt.
        Was aber vor allem am Preis liegt. Weiterentwicklungen in dieser Richtung oder auch alternative Ansätze mit ähnlicher Auswirkung könnten den senken und so die Konzepte attraktiver machen. Den Herstellern bleibt jedenfalls kaum etwas anderes übrig – bei Performance und Kameras werden die Fortschritte für den User von Generation zu Generation kleiner, die räumlichen Möglichkeiten im Barrenformat sind seit langem ausgeschöpft. Wenn man künftig einen Kaufanreiz schaffen möchte, wäre mehr Interface auf gleichem Raum oder kleinere Abmessungen bei gleichem Platzbedarf ein guter Ansatz. So wie Slider und Folder kurz nach der Jahrtausendwende boomten, als die langsame Entwicklung von Mobilfunknetzen und Software dafür sorgte, dass neue Feature-Phones sich ein Zeit lang kaum mehr durch neue Features abheben konnten.
      • Von chesster Komplett-PC-Käufer(in)
        OLED Tapete is coming ?
      • Von H2O2 Schraubenverwechsler(in)
        Im Heimbereich denk ich könnte das bei großen TVs Sinn machen, dann könnte man die ähnlich einer Leinwand aufrollen und platzsparend in einer Kommode oder so unterbringen. Sonst sehe ich den Einsatz eher im Business Bereich, für schnelle Präsentationen unterwegs
      • Von Stefan51278 Freizeitschrauber(in)
        Das ist eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Nette Machbarkeitsstudie, aber ich sehe das Alltagsprodukt dafür nicht, selbst die bereits verfügbaren faltbaren Smartphones sind auch nach mehreren Hardware-Iterationen ein absolutes Nischenprodukt.
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