Philips-Monitor: 55-Zoll, UHD, HDR 1000 und 120 Hertz

22
News Claus Ludewig Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Philips 55 Momentum specs
Quelle: Philips

Auf der Gamescom hat Philips den neuesten Monitor der Momentum-Serie gezeigt. Der 55 Momentum oder auch 55M1RY ist in der Größe eines TVs gehalten und liefert auf 55 Zoll eine UHD-Auflösung sowie die Unterstützung für DisplayHDR 1000. Daneben plant Philips, auch noch zwei weitere, kleinere Displays in der Momentum-Serie zu veröffentlichen.

Mit 54,6-Zoll hat der neue Philips 55 Momentum die gleiche Größe wie der Dell Alienware AW55QF, welcher ein (besseres) OLED-Panel hat und auch um ein Vielfaches teurer ist. Der Monitor des niederländischen Herstellers bietet eine Ultra-HD-Auflösung und bis zu 120 Hertz via Displayport 1.4. Daneben stehen noch drei HDMI-2.0-Anschlüsse bereit, welche die 4K-Auflösung mit 60 Hertz unterstützen oder alternativ WQHD mit 120 Hertz. Zudem ist der Monitorriese mit AMDs Freesync-Technik kompatibel. Demnach grundsätzlich auch mit G-Sync, seit sich Nvidia Anfang des Jahres Adaptive Sync geöffnet hat. Er ist aber noch nicht explizit "G-Sync compatible", sagt uns der Philips-Produktmanager Arthem Khomenko auf der Gamescom. Das werde erst Nvidia testen, sobald er auf dem Markt ist. Wir prüfen das auch stets bei jedem Freesync-Monitor. Laut Philips soll der Monitor über eine geringe Eingabeverzögerung (Low Input Lag Mode) und eine Overdrive-Technik für kurze Reaktionszeiten verfügen.

VA-Panel mit HDR und Local Dimming

Der 55 Momentum ist nach VESA-Standard DisplayHDR 1000 zertifiziert, das bedeutet eine Spitzenhelligkeit von stellenweise 1.000 cd/m2. Das Hintergrundlicht besteht aus über 144 individuell dimmbaren Zonen, was entscheidend ist für die HDR-Qualität. Das LCD-Panel stammt von einem noch nicht näher bekannten chinesischen Hersteller und arbeitet mit VA-Technik, hat also einen besseren Kontrast von IPS oder TN. In der Regel liegt dieser zwischen 2.000:1 und 3.000:1. Philips machte hierzu noch keine genaueren Angaben. Außerdem ist die Blickwinkelstabilität für ein VA-Panel hervorragend, wovon wir uns auf der Präsentation bei der Gamescom überzeugt haben.

Nicht nur das Bild soll überzeugen, auch für Ton ist gesorgt. Unter dem Bildschirm wird eine Soundbar mitgeliefert. Diese kommt vom englischen Soundspezialisten Bowers & Wilkins. Außerdem sitzen an der Rückseite des TV-großen Monitors LEDs für die Ambiglow-Beleuchtung, wie Philips das "Ambilight" bei Monitoren nennt. Der Philips 55 Momentum soll im ersten Quartal 2020 zum Preis von knapp 1.400 Euro im Handel erscheinen.

Momentum als Gaming-Monitor-Serie

Philips sieht Momentum als Serie, sodass es im ersten Quartal noch zwei weitere Monitore aus dieser Reihe geben wird. So wurde ein 32-Zoll-Bildschirm alias 328M1R präsentiert. Dieser bringt auf 31,5 Zoll UHD-Auflösung, 120 Hertz und DisplayHDR 600 . Auch hier stehen HDMI-2.0- und DisplayPort 1.4 parat. Zudem gibt es vier USB 3.2-Anschlüsse, von denen zwei über eine Stromversorgung verfügen.

Den Einstieg bildet der 27-Zöller namens 278M1R, welcher zwar HDR-ready ist, jedoch über keine Zertifizierung nach VESA-Standard verfügt. Dafür offeriert er einen HDMI 2.0-Anschluss und USB-Anschlüsse. Die Preise für die kleineren Modelle stehen noch nicht fest.

Bildergalerie

Ebenfalls lesenswert: Gaming Monitor Test 2019: LCD-Kauftipps für Full HD, WQHD, UHD/4K, 144 Hz, 21:9 und Curved [September]

Fakten zu den Philips Momentum-Monitoren:

  • Philips hat einen 55-Zoll-Monitor präsentiert, der eine 4K-Auflösung mit bis zu 120 Hertz unterstützt und nach dem VESA-Standard DisplayHDR 1000 zertifiziert ist.
  • Neben 120 Hertz bei Ultra HD via DisplayPort, stehen auch 4K-Auflösung mit 60 Hertz via HDMI 2.0 zur Verfügung.
  • Der DisplayHDR-Standard definiert mehrere Werte, die ein Bildschirm erfüllen muss. Dazu zählt die Spitzenhelligkeit von 1.000 cd/m2, die allerdings nur in einem kleinen Bereich derartig hoch ausfallen muss.
  • Philips möchte auch noch zwei kleinere Monitore in der Momentum-Serie veröffentlichen.
  • Der Marktstart für alle drei Monitore ist im ersten Quartal 2020. Der Philips 55 Momentum soll knapp 1.400 Euro kosten. Die Preise für die 32- und 27-Zoll-Bildschirme stehen noch nicht fest.
Reklame: Die besten Monitore jetzt bei Alternate entdecken

Quelle: Philips

22
    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Apollon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        gibt es irgendwelche Infos bezüglich wann der 55M1RY auf den markt kommt?
      • Von Apollon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        gibt es irgendwelche Infos bezüglich wann der 55M1RY auf den markt kommt?
      • Von Fafafin Software-Overclocker(in)
        Doppelpost
      • Von Fafafin Software-Overclocker(in)
        Es gibt aktuell 3 Philips-Namen aber eigentlich nur noch ein Philips Unternehmen (nach der Aufspaltung 2016):
        Royal Philips (Medizintechnik, Niederlande)
        Philips Lighting (LED-/Lichttechnik, Niederlande, mittlerweile als signify börsennotiert)
        und dazu das seit 2014 abgespaltete
        Philips als lizensierte Marke, hinter der sich 100% TP Vision verbirgt (Fernseher, Monitore und seit 2018 Unterhaltungselektronik China/Hong Kong), siehe auch Google: Gibson-Pleite

        All das sagt überhaupt nichts über die Qualität der Geräte aus. Das möchte ich hier ganz klar formulieren. Ich bin kein Anhänger der These, dass aus Asien nur Billigkram importiert wird.
        Es geht mir vielmehr darum, dass nach und nach bekannte Marken verschwinden oder als reine Namen künstlich am Leben gehalten werden.

        Das gleiche ist Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts der Weltmacht Großbritannien widerfahren und MADE IN GERMANY wurde geboren: geringe Produktionskosten und dazu schnell wachsende und bald unübertroffene Produktqualität.
        Mit den englischen Provokationen ab 1912 und dem 1. Weltkrieg ab 1914 hat sich Großbritannien dieses Widersachers ja dann sehr effektiv entledigt. Aber das ist Weltgeschichte und gehört nicht hierher.
      • Von Fafafin Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Claus
        Danke für den Hinweis.
        Nach einer weiteren Recherche und Gesprächen mit PCGH_Manuel muss ich Dich korrigieren:

        Die Display-Abteilung des niederländischen Unternehmens Philips gehört der Firma TP Vision. TP Vision Holding hat Ihren Sitz in Hongkong. Das Geld kommt mehrheitlich aus Asien, z.B. Hongkong, China. Die Panel-Technik und die Fertigung der Monitore kommt aus China bzw. findet dort statt.
        Designt und entwickelt werden die Phlips-Monitore, wie auch Unterhaltungselektronik unter dem Namen Philips, jedoch nach wie vor in Europa. Hierzu dient das in 2014 eröffnete Entwicklungszentrum in Gent, Belgien.
        TP Vision muss jährlich Lizenzgebühren aus dem Verkauf von Philips-Geräten an Philips zahlen. Dies hat sich das niederländische Unternehmen vertraglich zusichern lassen.
        Philips selbst sitzt nach wie vor in Amsterdam, Niederlande.
        Siehe: TP Vision – Wikipedia

        Insofern kann man wohl behaupten, dass es sich bei Philips immer noch um ein niederländisches Unternehmen handelt, das seine Produkte eben in Asien bauen, aber in Europa entwickeln lässt.
        Siehe offizielle Webseite: Home - MMD Corporate
        Fakt ist, das TP Vision die Geräte entwickelt (zum Teil auch in Gent/Belgien) und produziert und unter dem Namen Philips verkauft. Und für die Markenrechte am Namen Philips zahlen sie Lizenzgebühren.
        Philips zieht sich aus dem TV-Geschaeft zurueck | heise online
      • Von cryptochrome
        Zitat von Meega_Killaaz
        Ok der Phillips hat kein OLED Burn in und direkt einen Display Port 1.4 Anschluss,
        ...
        Da ich einen Bildschirm sowohl als TV als auch als Computerbildschirm benutzen will
        OLED Burn In ist bei normaler Benutzung ein Mythos.

        Ich benutze seit 2016 einen LG OLED nicht nur als TV, sondern auch als "Display" für meine Playstation. Da brennt sich Null Komma Nichts ein.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk