Mirror's Edge Catalyst: Zeigt DICE auf der Gamescom nur die DX11-Version des Parcour-Spiels mit Frostbite-3-Technik?
Auf der Gamescom 2015 präsentierte uns DICE keine Demo-Video, sondern die ersten Spielszenen des kommenden Action-Reboot um die Freerun-Spezialistin Faith. Anders als der Vorgänger besitzt Mirror's Edge: Catalyst nun ein Open-World-Szenario. Wir haben uns die Vorführung aus technischer Sicht angeschaut und sind erneut begeistert von den Render-Tricks der Frostbite 3-Engine.
Mit der Gamescom-Präsentation wollte EA und DICE natürlich primär einen ersten Eindruck von dem neuen Open-World-Szenario und der nun ohne jegliche Schusswaffen agierenden Protagonistin Faith vermitteln. Wir nutzen die Gamescom-Präsentation jedoch, um die Demo, die auf einem System mit einem Core i7-4790K (4 GHz), einer ASUS STRIX GTX980 DC2OC 4GD5 (GTX 980 mit 4 GiByte VRAM) und 16 GiByte RAM lief, einem Optik-Check zu unterziehen.
Quelle: EA
Mirrors Edge: Catalyst: zeigt Dice auf der Gamescom nur die DX11-Version des Parcour-Spiels mit Frostbite-3-Technik? (7)
Während wir also verfolgten, was Faith in Mirror's Edge Catalsyt für atemberaubende Parkours-Einlagen drauf hat, zeigte sich wieder einmal, dass DICE' hauseigene Frostbite-Engine, spezielle der Render-Part in der Lage ist, dem Spiel eine ansprechende und moderne Optik zu spendieren. Besonders auffällig sind die sehr detaillierten Spiegellungen der Spielwelt in Pfützen und den Glasfronten der Gebäude. Dazu kommt eine sehenswerte Beleuchtung durch Reklamen oder aus den Fenstern der Hochhäuser. Generell scheint DICE bei Mirror's Edge Catalyst, beim dem es keine Ladebildschirme gibt, viel Wert auf eine realistische Ausleuchtung zu legen - zumal der Renderer der Frostbite-3-Engine die sehr moderne Technik des Physically Based Shading beherrscht. Zusammen mit der Umgebungsverdeckung - wir vermute HBAO+ - und den detaillieren Schatten mit weichen Kanten wird eine atmosphärische Stimmung erzeugt. Die wird zusätzlich noch durch Bokeh- Überstrahl und Verschwimm-Effekte bei der Darstellung der Neonröhren sowie vielen anderen Lichtquellen verstärkt.
Quelle: EA
Mirrors Edge: Catalyst: zeigt Dice auf der Gamescom nur die DX11-Version des Parcour-Spiels mit Frostbite-3-Technik? (2)
Während die Texturen in Außenbereichen mit einer Detailvielfalt glänzen, fallen die in den Innenräumen gerade bei der Darstellung der Wände und teils auch bei dem dort zu sehenden Interieur deutlich schlichter aus. Dafür punktet Mirror's Edge Catalyst mit einer hohe Sichtweite in der Stadt, sehr detailliert gerendertem Pixelpersonal und einer tollen Physik. Physikalisch besonders spektakulär fällt die Darstellung des brechenden Glases aus, eine Stoffsimulation ist ebenfalls vorhanden und die Parcour-Bewegungen die Faith ausführt halten sich auch, wenn auch nicht ganz, an die Gesetze Newtons. Obwohl der Titel bei der Präsentation in 1080p noch ohne Kantenglättung lief, können wir sicher sein, dass zumindest alle gängigen Kantenglättungsmethoden in der finalen Version verfügbar sein werden. Eine wichtige Frage blieb allerdings nach unserem Besuch der Gamescom-Präsentation offen. Der vorführende DICE-Mitarbeiter konnte uns nicht sagen, ob bei der noch frühen Version schon DX12 zum Einsatz kommt. Obwohl Frostbite 3 diese Technik beherrscht, glauben wir, dass DICE bei der Gamescom-Demo noch auf DX11 zurückgreift um eine stabile Performance zu garantieren.

Spiele wie z.B. The Vanishing of Ethan Carter zeigen doch recht eindrucksvoll was sogar noch mit DX9 machbar ist.