Microsoft Edge: Web-Apps von Office sollen ungefragt installiert werden [Update]
Update: Übereinstimmende Medienberichte sagen, dass Microsoft bei manchen Nutzern des neuen Edge-Browsers die Progressive Web Apps zu Office-Programmen auf PCs installiert.
Update vom 20.10.2020:
Angeblich soll die Installation der Office-PWAs nur ein Versehen gewesen sein. So berichtet es die Journalistin Mary Jo Foley unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen bei Microsoft.
Original-Artikel vom 19.10.2020
Seit dem 15. Januar 2020 können Nutzer den runderneuerten Microsoft Edge samt neuem Logo in der finalen Version herunterladen und nutzen. Inzwischen wird für alle Nutzer ab Windows 10 Version 1803 der neue Microsoft Edge auf Chrome-Basis via Windows Update verteilt. Mit dem kommenden Oktober 2020 Update von Windows 10 wird der runderneuerte Microsoft Edge direkt ausgeliefert. Nun berichten die Webseiten The Verge und ZDNet übereinstimmend, dass Microsoft damit begonnen hat, Progressive Web Apps zu hauseigenen Office-Programmen Word, Excel, Powerpoint und Outlook auf PCs ungefragt zu installieren, auf denen der neue Microsoft Edge läuft.
Office-Apps sind nur Links zur kostenlosen Web-Version
Die PWAs entsprechen vom Funktionsumfang her jedoch den Office-Versionen auf der Webseite Office.com, sodass man die Einträge aus dem Startmenü einfach mittels Rechtsklick entfernen kann. Wer auf eine solche Web-App klickt, bekommt in einem Fenster die entsprechende Office-Webseite zu sehen und soll sich dort mit seinem Microsoft-Konto anmelden, um die kostenfrei nutzbare Web-Version von Microsoft Office verwenden zu können. Im Vergleich zu lokal auf dem PC installierten Office-Programmen haben die kostenfreien Web-Varianten jedoch deutlich weniger Funktionen zu bieten und offerieren etwa lediglich das Speichern von Dokumenten im Cloudspeicher statt auf dem PC selbst.
Ungefragt PWAs zu installieren, ist dennoch alles andere als die feine englische Art und sorgt mal wieder für mehr Bloatware, auch wenn es ja nur Verlinkungen zur Webseite sind. So hält sich der Speicherplatzbedarf doch im Rahmen im Vergleich zu einer lokalen Office-Installation. Auf Basis der monatlich von Netmarketshare ermittelten Verteilung der Nutzung von Web-Browsern zeigt sich ein klares Bild. Unangefochtener Marktführer ist der Google Chrome mit weltweit rund 70 Prozent Marktanteil im September 2020. Auf Platz zwei folgt schon der neue Microsoft Edge mit knapp neun Prozent Marktanteil. Großer Verlierer ist der Mozilla Firefox, der seinen zweiten Platz abgeben muss und mit der hauseigenen Gecko-Engine versucht, gegen die Web-Browser auf Chrome-Basis anzukämpfen.
Ebenfalls lesenswert: Microsoft bringt Schutz vor Alle-Antworten-Flut in Outlook 365
Sammlung zur Installation von PWAs der Office-Programme bei Nutzung des neuen Microsoft Edge:
- Microsoft hat damit begonnen, Progressive Web Apps zu hauseigenen Office-Programmen Word, Excel, Powerpoint und Outlook auf PCs ungefragt zu installieren, auf denen der neue Microsoft Edge läuft.
- Diese Web-Apps sind aber vom Funktionsumfang her lediglich Web-Versionen der Office-Programme von Office.com.
- Mit einem Klick mit der rechten Maustaste lassen sich die Office-Web-Apps einfach aus dem Startmenü entfernen und verschwinden so vom Windows 10-PC.

Aber ganz so neu ist das Verfahren nun auch nicht. Googles Chrome macht ähnliches mit den Google Docs ,Tabellen, Präsentationen etc....legt allerdings keine Tiles im Windows Startmenü an. Auch installiert Chrome ab und an mal selbständig Erweiterungen, wie bei mir gerade eben die Erweiterung "Safer Torrent Search"...frag mich nicht wie und woher und vor allem von wem das forciert wurde. Ich nutze Googles Chrome extrem selten und zum surfen schon mal gar nicht.
Die eigentliche Frage lautet, wem gehört mein Rechner? Wer darf ungefragt an meinem Werkzeug das in meinen Räumen steht etwas verändern oder hinzufügen?
In wieweit ist dies schon Nötigung?
Und bei Updates die sogar Schaden verursachen ist immer noch die Frage, wer haftet.
In welchen Berufen kann man so arbeiten, Schaden verursachen und zu gehen? Das Problem hat nun der Kunde.
Wenn ich es richtig verstehe, erfolgte diese nicht über den normalen Windows-Update-Kanal für (unerbetene) Feature-Nachreichungen, sondern wurde durch die Browserntzung angeregt. Was kann der Browser denn noch alles unkontrolliert laden, wenn er dazu gepromtet wird? Möglicherweise von jemand anderem als Microsoft?
Außerdem hat der Kunde (oder zumindest der verantwortliche für den PC) das Vorgehen bei Windows mit seiner aktiven Zustimmung zur EULA abgesegnet. Da sich dagegen in den letzten >20 Jahren m.W.n. noch niemand gerichtlich erfogreich zur Wehr gesetzt hat, scheint es selbst nach EU-Deppenschutz zulässig und auch für den Kunden nicht unerwartet zu sein.
Irgendwann kommt die EU aber noch damit, dass man die EULA abtippen muss, da zu viele User diese einfach wegklicken und sich danach wundern, was sie abgesegnet haben. Das hat bei Cookies und zwangs-2FA ja auch schon wunderbar funktioniert.
Nun, die EULA dürfte in dieser Form gar nicht bestehen.
Die Monopolstellung ist ein Übel, rechtfertigt dieses Vorgehen aber nicht.
Da ein allgemeiner Zwang besteht, muß man an der Wurzel anfassen. Das Internet und einiges andere gehören von Grund auf neu entwickelt. Der Mist wurde schon am Anfang verbockt. Milliarden Arbeits- und Freizeitstunden wurden zugunsten dieser Industrie verplempert.
Äh wie, installieren und loslegen? Einfach ausdrucken! Kann deaktiviert werden!
Bei Nichtgefallen einfach löschen! Software ist kostenlos! Alles kompatibel!!!!!! Es ist ein Fehler aufgetaucht.....aha, welcher?
usw.
Außerdem hat der Kunde (oder zumindest der verantwortliche für den PC) das Vorgehen bei Windows mit seiner aktiven Zustimmung zur EULA abgesegnet. Da sich dagegen in den letzten >20 Jahren m.W.n. noch niemand gerichtlich erfogreich zur Wehr gesetzt hat, scheint es selbst nach EU-Deppenschutz zulässig und auch für den Kunden nicht unerwartet zu sein.
Irgendwann kommt die EU aber noch damit, dass man die EULA abtippen muss, da zu viele User diese einfach wegklicken und sich danach wundern, was sie abgesegnet haben. Das hat bei Cookies und zwangs-2FA ja auch schon wunderbar funktioniert.
Die eigentliche Frage lautet, wem gehört mein Rechner? Wer darf ungefragt an meinem Werkzeug das in meinen Räumen steht etwas verändern oder hinzufügen?
In wieweit ist dies schon Nötigung?
Und bei Updates die sogar Schaden verursachen ist immer noch die Frage, wer haftet.
In welchen Berufen kann man so arbeiten, Schaden verursachen und zu gehen? Das Problem hat nun der Kunde.