Metro Last Light im Handel: Berichte über katastrophale Arbeitsbedingungen - Was ist dran?
Die THQ-Insolvenz wird die Medien noch einige Zeit beschäftigen. Während Ubisoft in Montreal ausmistet, bricht Jason Rubin (Ex-Boss bei THQ) das Schweigen über die Arbeitsbedingungen bei 4A Games, dessen Spiel Metro Last Light heute in Deutschland in die Läden gekommen ist und nun von Deep Silver vertrieben wird. In der Ukraine sollen die Umstände katastrophal sein und das wurde auch mehr oder weniger bestätigt.
Jason Rubin, ehemaliger Chef des insolventen Publishers THQ, hat die Arbeitsbedingungen bei 4A Games kritisiert. Im Studio entstand Metro Last Light, dessen Publishingrechte THQ bis zur Insolvenz inne hatte und die nun bei Koch Media (Deep Silver) liegen. Rubin führt aus, dass Metro Last Light beim ukrainischen Entwickler für ein Zehntel des international üblichen Budgets entstanden sei. Folglich seien die Arbeitsbedingungen schlecht. Die Mitarbeiter säßen zusammen wie in einer Legebatterie an Klappstühlen und Klapptischen. Laut Rubin sehen die Räumlichkeiten aus wie "eine überfüllte Schulkantine". Es soll sogar vorgekommen sein, dass bei Kältewellen in Kiev Strom und Heizung ausfielen. Die Arbeiten seien dann mit warmer Kleidung und einem Generator weitergegangen. Auch das Umfeld sei nicht ideal. Executive Producer Dean Sharpe habe auf dem abendlichen Heimweg von Bewaffneten erfahren, dass er tags drauf seine Wohnung zu räumen habe.
Es stellt sich die Frage, warum Jason Rubin ausgerechnet jetzt mit diesen Enthüllungen um die Ecke biegt. Metro Last Light steht seit 16.05.2013 im Handel. Festzuhalten ist zunächst, dass Rubin erst 2012 an Bord des strauchelnden Publishers gekommen ist und die Verhältnis bei 4A Games schon so vorgefunden hatte. Rubin selbst erläutert, dass er mit der Enthüllung kein Mitleid erregen wolle, sondern das Bewusstsein dafür schaffen wolle, unter welchen Umständen der Shooter entstanden ist. So berichtet Rubin, dass THQ einst von 4A Games einen Mehrspieler-Modus samt Koop verlangte, ohne das Budget und den zeitlichen Rahmen zu erhöhen. Das Vorhaben ist dann angesichts der unrealistischen Voraussetzungen wieder gestrichen worden. Rubin erklärt, dass das gesamte Spiel etwa so viel gekostet hat wie bei der internationalen Konkurrenz die Zwischensequenzen.
Rubin kritisiert damit seinen alten Arbeitgeber und die dort einst angestellten Producer mit ihren unrealistischen Vorstellungen sowie irrationalen Anforderungen. Mit einem sinnvollen Budget, ordentlichem Arbeitsumfeld und weniger verschwendeter Zeit für irrwitzige Unterfangen hätte 4A Games ein noch viel besseres Spiel abliefern können. Auch Deep Silver wird von Rubin kritisiert und liefert sich mit deren PR-Managerin Aubrey Norris eine öffentliche Twitter-Debatte. Der Publisher würde sich unnötig in den Vordergrund drängen, da auf der Webseite des Spiels nicht einmal das Entwicklerlogo aufgeführt werde. Norris lässt das allerdings nicht auf sich sitzen und betont, dass die Webseite so von THQ übernommen worden sei. Außerdem hätte THQ den Entwickler in all den Jahren zuvor besser unterstützen und bekannter machen müssen.
Creative Director Andrew »Prof« Prokhorov bestätigt Rubins Darlegungen über die Umstände bei 4A Games. Er findet allerdings gemäßigtere Worte für die Situation des Entwicklers. Es sei durchaus richtig, dass andere Entwickler mehr Geld bekommen und bessere Arbeitsbedingungen haben. Das müsse man sich eben erst verdienen und 4A Games arbeite hart daran. Allzu dramatisch solle man die Situation nicht sehen. Weiterhin findet Prokhorov wohlwollende Worte für Rubin, der als einziger Geschäftsführer seit Jahren das Studio in Kiev besucht habe. Beim Thema Multiplayer müsse er Rubin aber widersprechen. Auch das Studio wollte diesen, habe dann aber realisiert, dass man die vorhandenen Mittel besser in die Kampagne steckt. Auch das Thema Entwicklerlogo auf der Webseite sieht der Creative Director entspannt. 4A Games und Deep Sliver hätten in zwei Monaten das Beste aus der verfahrenen Situation um die THQ-Insolvenz machen müssen. Es sei viel zu erledigen gewesen und der neue Publisher habe sich Mühe gegeben, so Prokhorov. "Am Ende ist es das Spiel, das zählt, nicht das Logo." Darufhin entschuldigte sich Rubin für die harschen Worte in Richtung Koch Media/Deep Silver. Böse Absichten wollte er Keinem unterstellen.
Empfehlung: Metro Last Light im Benchmark-Test mit 15 Grafikkarten
Quellen: Games Industry #1, Games Industry #2, Twitter #1, Twitter #2

Metro 2033 hat am Anfang einen tollen Einstieg mit Artjom als Helden, toller Erzählung und mit schöner "DX11-Unterweltgrafik".
Dieses ändert sich aber sehr stark, sobald man in die Aussenwelt kommt - im Vergleich mit Crysis, Battlefield und vielen anderen Topsellern ist Metro 2033 einfach schlecht.
Was ich hier im Video von "Metro Last Light" sehe erinnert mich leider extrem an das Negativerlebnis von Metro 2033 und wird von mir definitiv nicht gekauft.
Ich habe den Eindruck, dass man einfach nicht die aktuellen Techniken umsetzen/programmieren kann oder nicht das Budget hat ...
Solltest dir eventuell eine Brille zulegen
und boxt es wieder so derbe in Hardware?
Metro Last Light ist in meinen Augen ein sehr gutes Spiel. Es ist in allen Belangen besser als 2033. Vor allem das Gameplay und die Schießereien gefallen mir besser. 2033 war von der eigentlichen Shooter Mechanik her nicht so toll. CoD, Bf3 oder Crysis machten dies besser, bei Last Light haben sie aber deutlich einen draufgelegt, und weil man nun auch schleichen kann hat es zumindest CoD und BF3 einiges voraus. Dazu kommt die gute Story und die absolute Hammermäßig Dichte Atmossphäre. Gut gemacht, 4A!
Besser hätte man diese doch sehr naive und(wahrscheinlich ungewollt) scheinheilige Diskussion hier nicht kommentieren können.
Metro 2033 hat am Anfang einen tollen Einstieg mit Artjom als Helden, toller Erzählung und mit schöner "DX11-Unterweltgrafik".
Dieses ändert sich aber sehr stark, sobald man in die Aussenwelt kommt - im Vergleich mit Crysis, Battlefield und vielen anderen Topsellern ist Metro 2033 einfach schlecht.
Was ich hier im Video von "Metro Last Light" sehe erinnert mich leider extrem an das Negativerlebnis von Metro 2033 und wird von mir definitiv nicht gekauft.
Ich habe den Eindruck, dass man einfach nicht die aktuellen Techniken umsetzen/programmieren kann oder nicht das Budget hat ...
Du musst ein anderes Spiel gespielt haben...
Gerade draußen gings doch zeitweise erst richtig ab.
Die Grafik will ich jetzt gar nicht genau aufs Korn nehmen da sie nur Beiwerk ist aber meiner Meinung nach hat da alles sehr gut gepasst.
Werds wohl nochmal durchdaddeln bevor ich mir den neuen Teil hole gg
Nun ja gut dass Geschmäcker verschieden sind