Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans

Die Zukunft liegt im Westen - jedenfalls für Artyom und Anna. Der Held aus den letzten beiden Metro-Teilen reist in Metro: Exodus mit seiner Frau aus dem postnuklearen Moskau zu den Ruinen von Yamantau, um dort einen mysteriösen Regierungsbunker zu finden.

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Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans
Quelle: Deep Silver

Der 3D-Shooter Metro: Exodus setzt die Geschichte der beiden Vorgänger fort, ist dabei allerdings weniger linear. Stattdessen reiht er eine Reihe großer Schauplätze aneinander, die wir nach Herzenslust erforschen können. Auf der E3 2018 in Los Angeles spielten wir das schneebedeckte Wolga-Szenario an - in einem Raum, der ungefähr die gleiche Temperatur besaß.

Größer, schicker und länger

4A Games, die Entwickler der Metro-Serie, ziehen für Metro: Exodus alle Register: Der "Open World Sandbox Survival Shooter" nimmt uns mit auf eine Reise quer durch Russland, ist doppelt so lang und doppelt so groß wie die zwei Vorgänger zusammen. Dabei seien alle Umgebungen handgemacht und nicht prozedural erstellt, betonen die Entwickler.

Mit der neuen beziehungsweise aufgemotzen 4A-Grafik-Engine, feschen Tag-Nacht-Wechseln, dem jederzeit möglichen Modding unserer Waffen, dem Herstellen eigener Medkits und der Reparatur etwa unserer Gasmaske bietet das Spiel die richtigen Zutaten für ein abwechslungsreiches Spielerlebnis. Und viel Raum für Spieler, die jeden Winkel erforschen wollen.

Russland forscht

Die Erforschung liegt den Entwicklern besonders am Herzen: "Die Wolga-Region besitzt etwa vier Stunden spielentscheidende Inhalte, ihr könnt euch aber auch locker acht Stunden darin aufhalten", so ein Mitarbeiter von 4A Games. Das hat auch Auswirkungen auf unsere einstündige Demo, die wir auf einer Xbox One X mit 4K-Grafik erleben: "Wer will, kann jeden umpusten, den er sieht - aber ihr habt deutlich mehr Optionen, auf die wir euch jedoch nicht mit dem Holzhammer hinweisen."

Und was gerade auf der diesjährigen E3, auf der sich die meisten vorgespielten Demos nicht von einem Trailer unterscheiden, sehr erfrischend ist: "Wir wollen euch eine offene Spielerfahrung an die Hand geben, die zwar ein paar Bugs haben kann, aber einen besseren Blick auf das Spiel bietet als eine auf Hochglanz polierter, 50 Minuten langer Durchmarsch", so der 4A-Games-Mann.

Auf Schienen gestrandet

Wir finden uns kurz darauf in der Wolga-Region an Bord der Aurora wieder - einem Zug, mit dem wir das unwirtliche Land durchqueren wollen. Doch die Reise verläuft nicht so problemlos wie gedacht: Unser Gefährt macht nach einem Schuss in den Zylinder schlapp. Während der Bordmechaniker in bester Scotty-Manier mit den Reparaturen beginnt, schickt uns unser befehlshabender Offizier zusammen mit Anna los, um die Umgebung zu erkunden.

Einerseits, um herauszufinden, wer auf uns geschossen hat - andererseits, um eine kleine Siedlung unweit der Eisenbahnstrecke unter die Lupe und dort vielleicht "zur besseren Verhandlungsgrundlage" eine Geisel zu nehmen. Wir schauen uns die Region auf unserem Notizbuch mit Karte und weiteren Infos an: 4A Games verzichtet auf Abhak-Missionen, sondern gibt uns wie schon Valve in Half-Life "organisch" mit auf den Weg, was wir tun sollen.

Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans (6) Quelle: 4A Games Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans (6)

Detailreiche Grafikpracht

Die Grafiker von 4A Games verdienen ein Sonderlob: So detailliert wie die Aurora, unsere Gefährten und schlichtweg die komplette Umgebung ist kaum ein Spiel dieser E3. Selbst die am Notizbuch festgeklemmten Stifte wirken mit ihrer angekratzten Metalloberfläche wie ein Foto. Während wir mit einem Ruderboot in Richtung der Siedlung und dort einer Kirche paddeln, wo wir eine Glocke haben läuten hören, klettert Anna mit dem Scharfschützengewehr einen Strommast empor.

Auch hier begeistert einmal mehr die Optik: Sanfte Wellen kräuseln sich über der Wasseroberfläche, während die Kirche immer näher kommt - und sich seltsame Kreaturen vom Ufer des Sees ins Wasser begeben, denen wir großflächig ausweichen. Schließlich erreichen wir die Kirche, die seltsamerweise eine Art Bootsanlegeplatz in ihrem Innern besitzt, der mit dem See verbunden ist.

Elektrizität? Teufelswerk!

Freundlich winkt uns einer der Bewohner zu, in die Kirche zu paddeln, doch ein paar Sätze des verwirrten Predigers Siantius machen uns klar, dass das keine so gute Idee war: Hier treffen sich nämlich keine orthodoxen Christen, sondern die Mitglieder eines Kultes, die Elektrizität und andere technische Errungenschaften als Teufelswerk bezeichnen. Und der Wasserweg ins Gebäude? Eine reinrassige Falle.

Das bestätigt uns auch eine Frau, die mit ihrer Tochter im Glockenturm des Gebäudes gefangen gehalten wird - und die uns eindringlich rät, so schnell wie möglich zu fliehen. Sie selbst habe mit einem Boot auf der anderen Seite der Kirche angelegt, möchte aber selbst nicht fliehen, sondern bittet uns um unsere Hilfe.
Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans (10) Quelle: 4A Games Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans (10)

Flucht vor den Kultisten

Mit der Flucht verbringen wir den größten Teil unserer restlichen Zeit. Wir schleichen die beiden Kirchenflügel entlang, pusten dabei Kerzen aus, um im Schatten unterzutauchen. Wir erforschen die Schlaf- und Wohnstätten der Kultmitglieder und sacken zahlreiche Komponenten für die Ausrüstungsherstellung ein. Wir murksen Gegner lautlos von hinten ab, bevor sie um Hilfe rufen können. Wir belauschen Siantius und seine Männer, die ganz offensichtlich verrückt sind.

Ein paar Mal gehen unsere Aktionen schief, so dass wir einen Spielstand laden müssen - beziehungsweise einen automatisch gespeicherten Moment, den das Spiel oft häufiger als wir selbst sichert. Schließlich pfeifen wir auf die unerkannte Flucht und rennen mit Volldampf in Richtung eines Ausgangs. Auch wenn uns nun etliche Gegner auf den Fersen sind, erreichen wir das Boot der gefangenen Frau und paddeln damit zum rettenden Ufer.

Monster und Mutanten

Doch unterwegs machen sich die zuvor nur flüchtig gesehenen Monster bemerkbar. Zwei springen gar in unser Boot, so dass wir die Ruder weglegen und stattdessen zur Waffe greifen müssen. Ein riesiges, walähnliches Wesen bringt unser Boot sogar zum Kentern - nur unser geistesgegenwärtiger Kollege Duke, der uns seine Hand entgegenstreckt, rettet uns vor einem feuchten Grab.

Anna hat ihrerseits schon Bericht über den Kult gemacht, Duke schickt uns zu einem abgestürzten Flugzeug und von dort aus weiter nach Süden. Was uns im verstrahlten Russland noch alles erwartet, finden wir ab dem 22. Februar 2019 heraus - dann nämlich soll Metro: Exodus erscheinen.

Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans (2) Quelle: Deep Silver Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans (2)

Fazit: Metro Exodus auf der E3

Warum auf Half-Life 3 hoffen, wenn man Metro: Exodus spielen kann? Der dritte Teil der Serie setzt deutlich mehr auf eine offene Spielwelt und sieht dabei so gut wie kein anderer Titel aus, den wir auf der E3 anspielen konnten. Die Detailverliebtheit der Grafiker kennt wahrhaftig keine Grenzen und erstreckt sich selbst auf die behandschuhten Hände, mit denen wir unser Notizbuch halten.

Neben der atmosphärischen Spielwelt beeindrucken uns auch die Pläne der Entwickler, in Metro: Exodus ein komplettes Spieljahr unterzubringen. Was wir im Verlauf dieses Jahres erleben werden, dafür ist einmal mehr Dmitry Glukhovsky verantwortlich, der die Geschichte des Spiels verfasst. Prächtig, denn von ihm stammen auch die Metro-Bücher, die die Grundlage der Serie bilden. Ein heißer Tipp nicht nur für Shooter-Fans.

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Borkenpopel1 Software-Overclocker(in)
        AW: Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans

        Zitat von compisucher
        Hallo Borkenpopel1,
        als ich mir letzten Herbst die KFA² GTX 1080 für 475 € geschossen habe, habe ich diese im Wesentlichen mit den Metro Spielen angetestet,
        weil diese m. M. nach DIE Herausforderung in meiner Spielsammlung waren und der Vorgänger, die 4GB Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC schon in FHD völlig am Limit war.

        Und ja, ich bilde mir ein, alles mit Vollausschlag versucht zu haben, um mal die Grenzen zu kennen, musste aber nichts nachregulieren, hatte alles funktioniert. und einfach zu Ende gedaddelt...
        Natürlich gibt es die dir wohl auch bekannten Stellen im Game, wo es echt droppt, schwöre auf die Bibel, dass es neverever unter 44 war und bestimmt mehr als 50% des Spiels sogar > 70.

        Ich habe das Spiel schon seit dem nicht mehr angeschaut, aber wenn du mir bestimmte Einstellungen nennst, die bei dir stark belastend sind/waren,
        checke ich nochmal nach, ob ich die auch tatsächlich gesetzt hatte und verifiziere oder dementiere korrigierend meine Aussage.
        Bin leider gestern nicht mehr dazu gekommen, aber ich habe mal ein paar Videos auf Youtube angeschaut bezüglich der FPS. Du hast meine ich Recht mit deinen FPS. Ich glaube ich hatte zusätzlich Downsampling , deshalb die gleichen bzw. etwas niedrigeren FPS von mir
      • Von Borkenpopel1 Software-Overclocker(in)
        AW: Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans

        Zitat von compisucher
        Hallo Borkenpopel1,
        als ich mir letzten Herbst die KFA² GTX 1080 für 475 € geschossen habe, habe ich diese im Wesentlichen mit den Metro Spielen angetestet,
        weil diese m. M. nach DIE Herausforderung in meiner Spielsammlung waren und der Vorgänger, die 4GB Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC schon in FHD völlig am Limit war.

        Und ja, ich bilde mir ein, alles mit Vollausschlag versucht zu haben, um mal die Grenzen zu kennen, musste aber nichts nachregulieren, hatte alles funktioniert. und einfach zu Ende gedaddelt...
        Natürlich gibt es die dir wohl auch bekannten Stellen im Game, wo es echt droppt, schwöre auf die Bibel, dass es neverever unter 44 war und bestimmt mehr als 50% des Spiels sogar > 70.

        Ich habe das Spiel schon seit dem nicht mehr angeschaut, aber wenn du mir bestimmte Einstellungen nennst, die bei dir stark belastend sind/waren,
        checke ich nochmal nach, ob ich die auch tatsächlich gesetzt hatte und verifiziere oder dementiere korrigierend meine Aussage.
        Bin leider gestern nicht mehr dazu gekommen, aber ich habe mal ein paar Videos auf Youtube angeschaut bezüglich der FPS. Du hast meine ich Recht mit deinen FPS. Ich glaube ich hatte zusätzlich Downsampling , deshalb die gleichen bzw. etwas niedrigeren FPS von mir
      • Von compisucher Lötkolbengott/-göttin
        AW: Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans

        Zitat von Borkenpopel1
        Klar, wird schon passen! 144FPS braucht man in dem Spiel eh nicht
        Hast du wirklich ALLES auf Max.? Ich schau später mal, aber ich glaube ich habe auch noch so um die 60-70FPS mit ner 2.0GHz 1080Ti
        Hallo Borkenpopel1,
        als ich mir letzten Herbst die KFA² GTX 1080 für 475 € geschossen habe, habe ich diese im Wesentlichen mit den Metro Spielen angetestet,
        weil diese m. M. nach DIE Herausforderung in meiner Spielsammlung waren und der Vorgänger, die 4GB Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC schon in FHD völlig am Limit war.

        Und ja, ich bilde mir ein, alles mit Vollausschlag versucht zu haben, um mal die Grenzen zu kennen, musste aber nichts nachregulieren, hatte alles funktioniert. und einfach zu Ende gedaddelt...
        Natürlich gibt es die dir wohl auch bekannten Stellen im Game, wo es echt droppt, schwöre auf die Bibel, dass es neverever unter 44 war und bestimmt mehr als 50% des Spiels sogar > 70.

        Ich habe das Spiel schon seit dem nicht mehr angeschaut, aber wenn du mir bestimmte Einstellungen nennst, die bei dir stark belastend sind/waren,
        checke ich nochmal nach, ob ich die auch tatsächlich gesetzt hatte und verifiziere oder dementiere korrigierend meine Aussage.
      • Von facehugger Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans

        Zitat von NotAnExit
        Das stimmt, selbst mit dem Ur-Metro kann man heutige Hardware noch richtig böse fordern.

        Wenn sich das so weiter entwickelt hat, dann viel Spaß GTX 1080.
        Dann gibt es ja noch die Stellschrauben der Bildquali, gelle Davon ab, Grafik ist nicht alles. Das Game ist gekauft, allein schon während der genialen Athmo, die sich durch die gesamten Teile zieht...

        Gruß
      • Von Borkenpopel1 Software-Overclocker(in)
        AW: Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans

        Zitat von Headcrash
        Wenn es weiter nichts ist!

        Naja, in Full HD mit mitleren-hohen Details werde ich dann wohl hoffentlich klarkommen.
        Klar, wird schon passen! 144FPS braucht man in dem Spiel eh nicht

        Zitat von compisucher
        @Headcrash:
        Keine Angst, guckst du meinen PC in der Fusszeile an, alter Xeon und eine GTX 1080 auf DDR3 = Redux alles auf max. + WHQD = 44 FPS absolutes Minimum bei 4-5 Stellen, meist > 70 FPS, geht schon...
        Hast du wirklich ALLES auf Max.? Ich schau später mal, aber ich glaube ich habe auch noch so um die 60-70FPS mit ner 2.0GHz 1080Ti
      • Von compisucher Lötkolbengott/-göttin
        AW: Metro: Exodus auf der E3 angespielt - Die beste Optik der E3, nicht nur für Shooter-Fans

        @Headcrash:
        Keine Angst, guckst du meinen PC in der Fusszeile an, alter Xeon und eine GTX 1080 auf DDR3 = Redux alles auf max. + WHQD = 44 FPS absolutes Minimum bei 4-5 Stellen, meist > 70 FPS, geht schon...
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