Metal Gear Solid Delta: Snake Eater im Hands-on - Passt die Formel noch ins Jahr 2025? [Update]
Die von Hideo Kojima entwickelte Metal-Gear-Reihe zählt seit ihrem Debüt im Jahr 1987 zu den bekanntesten Videospielserien. Ein Titel, der dabei als Höhepunkt genannt wird, ist Metal Gear Solid 3: Snake Eater. Dessen "Delta"-Neuauflage erscheint am 28. August - PCGH hat hineingeschaut!
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Hinweis: Mittlerweile hat auch die PC Games ihren Test von Metal Gear Solid Delta: Snake Eater veröffentlicht - in einer XXL-Ausgabe. Viel Spaß damit.
Über 20 Jahre: So lange ist der Release des chronologisch ersten Teils der Metal-Gear-Reihe schon her. Hier begann die Laufbahn des späteren Big Boss, damals noch Naked Snake, der ohne viel Ausrüstung ausgesandt wurde, um den 3. Weltkrieg zu verhindern. Aus diesen Geschehnissen entsprang eine weitläufige, komplex verzahnte Handlung mit mittlerweile elf Hauptteilen. Und genau dieser Knoten soll nun mit Metal Gear Solid Delta: Snake Eater, das am 28. August erscheint, in der korrekten Reihenfolge neu aufgelegt werden. PCGH hat das selbsternannte Remake unter die Lupe genommen und geht auf Gameplay sowie Technik ein. Wer den ausführlichen Gameplay-Test aus Sicht eines langjährigen Fans lesen möchte, findet hier die Preview des Kollegen Stefan Wilhelm von der PC Games.
Übersicht
Metal Gear Solid Delta: Snake Eater, entstanden in Zusammenarbeit zwischen Konami und Virtuos, verzichtet bewusst auf die hauseigene Fox Engine und setzt auf die moderne Unreal Engine 5. Virtuos zeichnet sich für die Adaption, das Gameplay und weitere Dinge aus und hat schon an zahlreichen bekannten Titeln wie Dark Souls: Remastered, Dune: Awakening oder League of Legends mitgearbeitet. Das Ziel des Produzenten, Noriaki Okamura, der zuvor an Metal Gear Acid 2 und Metal Gear Solid: Portable Ops beteiligt gewesen ist, war es, ein Remake zu schaffen, das die Geschichte, Charaktere und Spielwelt des Originals unverändert bewahrt, dabei aber moderne Technik und Verbesserungen einfließen lässt. Gleichzeitig sollen überarbeitete Steuerungselemente das Spielgefühl verbessern.
Eines kann man Metal Gear Solid Delta: Snake Eater hingegen nicht vorwerfen, und das ist die fabelhafte Optik.
Zur Handlung lässt sich zunächst sagen, dass man hierbei im Grunde einen Spionage-Thriller rund um Weltmächte, Verrat und Atomkriege geboten bekommt. Angereichert wird das jedoch mit Kojima-typisch überzeichneten Figuren und Actionszenen sowie stark ausufernden Zwischensequenzen. Doch obwohl einige Aspekte etwas aus der Zeit gefallen erscheinen, sei das nicht Gegenstand der Kritik. Immerhin wurde sich hier lediglich an die Vorlage gehalten. Und wie sich auch kürzlich bei Death Stranding 2 wieder zeigte, kann man Kojima eben mögen oder auch nicht. Viel wichtiger ist daher die Frage, wie sich 20 Jahre altes Gameplay für ein modernes Publikum anfühlt. Um das zu beantworten, streuen wir in diesen Artikel immer wieder Gameplay-Eindrücke unseres Kollegen Christopher Barnes ein, der das Spiel als "MGS-Neuling" zu diesem Zwecke einmal durchgespielt hat.
Technisch liefert Metal Gear Solid Delta: Snake Eater durch die Unreal Engine 5 allerhand Schmankerl, darunter die Unterstützung für FSR, DLSS und das hauseigene TSR. Jedoch lässt sich die Framerate maximal auf einen Wert von 60 begrenzen. Wer stilecht, wie auf der Konsole spielen möchte, kann am PC auch feste 30 Fps vorgeben. Ansonsten hält sich der Umfang der Optionen in Grenzen, gibt Nutzern von weniger leistungsfähiger Hardware aber zumindest rudimentär Ansätze zur Anpassung.
Systemanforderungen und Technik
| Mindestanforderungen | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | 64-Bit-Prozessor & -Betriebssystem Windows 10/11 x64 | 64-Bit-Prozessor & -Betriebssystem Windows 10/11 x64 |
| Prozessor | Intel Core i5-8600 oder AMD Ryzen 5 3600 | Intel Core i7-8700K oder AMD Ryzen 5 3600 |
| Arbeitsspeicher | 16 GiB RAM | 16 GiB RAM |
| Grafikkarte | Nvidia Geforce RTX 2060 | Nvidia Geforce RTX 3080 |
| Speicherplatz | 100 GiB | 100 GiB |
| Zusatz | SSD empfohlen | SSD empfohlen |
Die Anforderungen sehen keine High-End-Maschine vor. Gleichwohl ist die Unreal Engine 5 berüchtigt für ihre hohen Ansprüche. Aufseiten des Prozessors können wir Entwarnung geben. Wenn Coffee Lake oder Zen 2 aus dem gefühlten Mittelalter der Prozessorleistung ausreichend sind, können Sie Metal Gear Solid Delta: Snake Eater sogar mit aktuellen Spartipps, wie dem Ryzen 5 5600 für ~85 Euro flüssig spielen. Natürlich hängt das auch mit dem 60-Fps-Limit des Spiels zusammen. Beim Speicher reichen laut Entwickler 16 GiB RAM aus. Wir empfehlen dennoch mindestens 32 GiB, um Nachladeruckler zu vermeiden. Aufseiten der Grafikkarten gilt eine Raytracing-fähige RTX 2060 als Minimum. Testweise haben wir eine GTX 1070 eingebaut, um zu prüfen, ob das Spiel auch ohne RT-fähige Karte startet. Und, tatsächlich, das Spiel startet, läuft jedoch alles andere als flüssig: Etwa 33 Fps erreichen wir in Full HD, auf niedrigsten Details. Immerhin könnte man auch sagen. Sie sollten die GPU-Anforderungen mit der empfohlenen RTX 3080 daher ernst nehmen.
Quelle: PCGH
Zu Beginn eines neuen Spiels können Sie zwischen der klassischen Ansicht und dem neuen Stil wählen. So spielt sich MGS Delta: Snake Eater entweder wie im Original oder neu interpretiert.
Fazit
Unter der Haube steckt das Original-Spiel. Fans von Snake Eater werden sich also wie Zuhause fühlen. Neuen Spielern möchte man das Spiel mit aktueller Technik schmackhaft machen. Und rein technisch gelingt das auch. Anhand der Eindrücke des Kollegen Chris können Sie sich außerdem ein erstes Bild vom Gameplay machen. Für Kenner und Liebhaber des Originals ist das hier vermutlich das perfekte Spiel. Story, Sprecher und Cutscenes sind komplett deckungsgleich und auch das Gameplay wurde nur geringfügig und geradezu mit Samthandschuhen angefasst - wem das als Kaufgrund genügt.
Für alle, die wiederum noch keinerlei Erfahrung mit der Reihe, aber einfach wieder Bock auf ein Stealth-Game haben, sollten nur bedingt zugreifen. Eines kann man Metal Gear Solid Delta: Snake Eater nämlich nicht vorwerfen, und das ist die fabelhafte Optik. Die zeigt sich zum einen daran, dass Verletzungen tatsächlich individuelle Narben hinterlassen. Zum anderen kann das Spiel aber noch in zahllosen anderen Situationen "glänzen". So hinterlässt das Kriechen durch den Matsch nicht nur sichtliche Spuren im Boden, sondern auch an Snakes Anzug. Das sind Details, welche die Immersion verbessern und damit die Atmosphäre.
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Beleuchtung? Off.
Schatten? Off.
Grafik? Off.
Spaß? Off.
Damit sieht das Game aus wie eine Hilfsarbeiter-Softwarebaustelle. Wie Work in Pixel-Progress. Oder einfach nur beschissen. Hilft der armen RX 6600 trotzdem nicht arg viel beim Versuch, den Turbo Boost zu zünden.
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Aber hey: Auf PS5 und PS5 Pro gibts trotz dynamischem Upscaling auch wieder stabile Drops. Oblivion Remastered: Reloaded? Bleibt ja immerhin noch der 30-FPS-Modus. Wie damals in Crysis -- bloß ohne Crysis.
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Ich bin einerseits auch enttäuscht, dass sich fast nichts getan hat. Andererseits muss man heute froh sein, wenn sich eine Produktion nicht dem Zeitgeist unterwirft.
Dennoch sind mir als Besitzer der PS2 Version 80€ auch zu viel.
MfG
Raff
MfG
Raff
Als Remake irgendwie enttäuschend. Grafisch ist es ganz nett, aber mehr auch nicht. Es spielt sich wohl ziemlich exakt so, wie vor 20 Jahren und das bedeutet auch, dass selbst die Gebiete nicht durchgängig begehbar, sondern in (teils sehr) kleine Abschnitte gegliedert sind.
Und dafür rund 80 Euro verlangen ist schon wirklich dreist.
Ich bin einerseits auch enttäuscht, dass sich fast nichts getan hat. Andererseits muss man heute froh sein, wenn sich eine Produktion nicht dem Zeitgeist unterwirft.
Dennoch sind mir als Besitzer der PS2 Version 80€ auch zu viel.