[26/11/2021] Intel Arrow Lake … ist eine Enttäuschung. Intel nimmt die beste Fertigung, also einen teuer eingekauften Full-Node-Vorsprung vor AMD, und mit viel Aufwand weiterentwickelte Architekturen, deren Vorgänger bereits ziemlich gut waren. Gut genug zumindest, um sechs Jahre nach Ryzen 3000 mit einer Fertigung auf dessen Niveau immer noch eine Rolle am Markt zu spielen. Dem Ergebnis verordnet man zwar, sieben Jahre nach Coffee Lake endlich mal wieder, eine sinnvolle Verbrauchsabstimmung, landet aber keineswegs im Low-Power-Segment. Und was liefert dieses Wunderwerk der Next-Gen-Technik? Im Produkt von Effizienz und Gesamtleistung irgendwas zwischen 2022er- und 2024er-AMD-CPUs – wenn man Anwendungen betrachtet.Die Spieleleistung möchte ich dagegen mit „hier gibt es nichts zu besprechen“ abhaken und direkt zum Rahmen drumherum springen: Intel hatte ungewohnt bescheidene Versprechungen gemacht und unterläuft diese jetzt real wesentlich weiter, als mit dem gewohnten Maße an Cherry Picking erklärbar wäre. Darüber scheint sogar Intel selbst schockiert zu sein – jedenfalls rotiert man hinter den Kulissen wie nie zuvor. Von daher hoffe ich für den Moment erst einmal, dass in Arrow Lake tatsächlich noch mehr steckt, als wir bislang sehen konnten. Aber wieso launched man dann in diesem Zustand überhaupt? Hat Intel sich hier ein weiteres Mal bei „Ryzen 9000 startet im Juli“-AMD ausgerechnet das abgeschaut, was man tunlichst nicht nachmachen sollte? (Torsten Vogel)