[26/11/2021] Intel Arrow Lake: Lässt mich kopfschüttelnd zurück. Das Letzte Mal, als eine neue CPU-Architektur langsamer war als eine alte, dürfte mit Nehalem gewesen sein. Wenn ich das recht in Erinnerung habe (Achtung, das ist 15 Jahre her und ich bin der GPU-, nicht CPU-Nerd), führten die damaligen Änderungen (Speicher-Controller wanderte in die CPU, die Rückkehr von SMT) ebenfalls zu toller Anwendungsleistung, aber durchwachsener Gaming-Performance. Wie wir alle wissen, verflog dieser von Geburtswehen geprägte Ersteindruck mit der Zeit, spätestens Sandy Bridge war durchweg stark. Ob Arrow Lake bzw. dessen Nachfolger ähnlich reifen wird?
Geht man von Produkten zu einer etwas "weitwinkligeren" Betrachtung über, zeigen sich die generellen Probleme. Die Physik hasst uns. Es wird mit allen Mitteln versucht, mehr Leistung aus dem gegebenen Transistorbudget zu pressen, allerdings geht das nicht ohne Nebenwirkungen. Physische Kerne, logische Kerne, Performance-Kerne, Effizienz-Kerne: alles Workarounds, die nur helfen, wenn die sie ansteuernde Software weiß, was sie tut. Tut sie aber oft nicht - und damit ist nicht nur Windows gemeint, sondern auch Spiele. Das Gemeine: Früher(tm) hätte man man sich derartige "Kommunikationsprobleme" leisten können, da jede neue Generation so viel mehr IPC-Rate und Takt im Gepäck hatte, brauchte sie aber nicht. (Raffael Vötter)