Sony Inzone Mat-D/F im Test: Darum benötigt Ihre Gaming-Maus eine Unterlage

Sie fordern von Ihrer Gaming-Maus bei der Abtastung Höchstleistungen? Dann sollten Sie diese nicht auf der Tischplatte, sondern auf einem Mauspad manövrieren. Wir erklären, warum, stellen Formate sowie Materialien vor und beraten beim Kauf. Zusätzlich testen wir die Sony Inzone Mat-D und Mat-F.

2
Special Frank Stöwer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Sony Inzone Mat-D/F im Test: Darum benötigt Ihre Gaming-Maus eine Unterlage
Quelle: PCGH

Eine moderne Gaming-Maus mit Hochleistungssensor kann nur auf einem Mauspad ihre volle Abtastleistung zeigen und mit lediglich messbarer Latenz reagieren. Je höher die Qualität der Oberfläche, desto präziser tastet die Gaming-Maus ab und desto geschmeidiger gleitet sie auch über das Mauspad. Dabei hat jedes Material, wie Mikrofaser, Hartplastik oder gehärtetes Glas, seine ganz eigenen Eigenschaften. In unserem Wissensartikel informieren wir Sie über die verschiedenen Materialien und ihre Vorzüge sowie Größen. Des Weiteren stellen wir Ihnen unsere Favoriten bei den Mauspads mit und ohne bunter Beleuchtung vor und beraten beim Kauf. Dazu testen wir die gerade auf den Markt gekommenen Sony Inzone Mat-D und Mat-F.

Neue Produkte im Test: Sony Inzone Mat-D und Mat-F

Hersteller Sony ist noch ein Neuling im Mauspad-Geschäft, und mit der Mat-D und der Mat-F debütieren gleich zwei neue Unterlagen des Herstellers für Ihre Gaming-Maus. Die sind beide 480 × 400 mm groß, die mit einer wasserabweisenden Schicht versehene Nutzoberfläche ist aus Polyesterstoff gefertigt und sowohl die Sony Inzone Mat-D als auch die Mat-F verfügen über vernähte Kanten.

Mit 6 mm ist die Mat-F 2 mm höher als die Mat-D. Die Ergonomie ist zwar bei beiden sehr gut, dank der Polsterung liegt der Unterarm auf dem höheren Modell noch bequemer auf. Quelle: PCGH Mit 6 mm ist die Mat-F 2 mm höher als die Mat-D. Die Ergonomie ist zwar bei beiden sehr gut, dank der Polsterung liegt der Unterarm auf dem höheren Modell noch bequemer auf.

Mehr Gemeinsamkeiten gibt es allerdings nicht. Schon bei der Optik und dem Preis unterscheiden sich die beiden in Zusammenarbeit mit Fnatic entstandenen Mauspad-Debütanten. 100 Euro verlangt Sony Inzone für das schwarze, 6 mm hohe Modell mit Basis aus Sim-Flex-Polyurethan. 60 Euro soll die nur 4 mm hohe, optisch auffälligere Mat-D mit Gummiunterseite kosten. Das sind hohe Preise für Mausunterlagen, die beide im Test mit ihren Oberflächeneigenschaften, ihrer Ergonomie und Abtastkompatibilität erst einmal beweisen müssen - was auch gelingt.

Die Oberflächen der beiden, auch für extreme Low-Sense-Spieler ausreichend groß dimensionierten Mauspads bestehen zwar aus Stoff (Polyester). Deren Mikrofaser besitzt aber jeweils unterschiedliche, auch vom Hersteller kommunizierte Eigenschaften. Laut Sony Inzone besitzt die Mat-D eine Nutzfläche, deren Gleiteigenschaften respektive Widerstände für ein präzises Zielen und schnelle Bewegungen optimiert sind. Das bestätigt auch unser Test. Selbst die schwere Razer Basilisk V3 35K mit 112 Gramm Gewicht gleitet mit minimalem Reibwiderstand über die Sony Inzone Mat-D, und auch der Startwiderstand ist erfreulich gering. Dabei garantiert die absolut rutschfeste und sich nicht wellende Mausunterlage, wie versprochen, eine optimale Mausabtastung ohne Trackingverlust auch bei sehr hoher Sensorempfindlichkeit - wir testen mit der Razer Deathadder V4 Pro und 45.000 Dpi.

Auch auf der Sony Inzone Mat-F tasten beide Razer-Mäuse mit maximaler Dpi-Rate optimal und ohne Aussetzer ab. Allerdings fällt der Start- und Reibwiderstand nicht ganz so gering aus, wie bei der Mat-D. Ein Manko ist das jedoch nicht. Wie wir beim Test feststellen, begünstigt das etwa bei taktischen Ego-Shootern sehr kontrollierte, aber trotzdem leichtgängige Gleitbewegungen bei Dpi-Raten zwischen 30.000 Dpi und 45.000 Dpi. Trotz des Höhenunterschiedes von 2 mm ist die Ergonomie bei beiden Pads sehr gut und die vernähten Kanten machen sich nicht störend am Unterarm bemerkbar. Allerdings ruht der Unterarm auf der Mat-F dank der dicken, weich gepolsterten Sim-Flex-Unterseite besonders bequem. Dazu bleibt die Geräuschkulisse auch bei sehr schnellen Mausbewegungen angenehm niedrig.

Die Basis der schwarzen Mat-F besteht aus Sim-Flex-Polyurethan. Die optisch auffälligere Mat-D ist mit einer Gummiunterseite bestückt. Rutschfest sind beide Sony-Inzone-Mausunterlagen. Quelle: PCGH Die Basis der schwarzen Mat-F besteht aus Sim-Flex-Polyurethan. Die optisch auffälligere Mat-D ist mit einer Gummiunterseite bestückt. Rutschfest sind beide Sony-Inzone-Mausunterlagen.

Mauspad: konkrete Kauf-Tipps

Razer Atlas

Das Razer Atlas ist ein Mauspad aus gehärtetem Glas mit 450 × 400 mm Nutzfläche und 5 mm Höhe. Die glatte Oberfläche mit 2-µm-Textur arbeitet zuverlässig mit optischen Sensoren und fühlt sich angenehm kühl an. Die gummierte Unterseite und rund 2 kg Gewicht verhindern Verrutschen; abgerundete Kanten verbessern die Auflage des Unterarms.

Im Test punktet das Pad mit sehr geringen Start- und Reibwiderständen. Sowohl Low-Sense-Spieler (viel Platz, große Armbewegungen) als auch High-Sense-Spieler (präzise Mikrobewegungen) profitieren von der gleichmäßigen, leisen Gleitcharakteristik. Obwohl einige Konkurrenzmodelle flacher sind, zeigt sich die Ergonomie unkritisch.

Razer Firefly V2 Pro

Das Razer Firefly V2 Pro (360 × 278 mm × 4,6 mm) ist ein Hartplastik-Mauspad in L-Größe für schnelle Swipes und präzises Tracking. Das Besondere ist die RGB-Hintergrundbeleuchtung unter einer transparenten Polycarbonat-Fläche mit 15 Zonen, 16,7 Mio. Farben, 11 Effekten plus frei einstellbarem Custom-Modus. Die Beleuchtungssteuerung erfolgt ausschließlich über Synapse 3; ein Hardware-Schalter fehlt. Zur Ausstattung gehören ein USB-2.0-Port und ein flexibles USB-C-auf-USB-A-Kabel mit Textilmantel. Abgerundete Kanten und die geringe Höhe entlasten den Unterarm und garantieren eine optimale Ergonomie. Die gummierte, genoppte Unterseite verhindert Rutschen. Die mikrostrukturierte Oberfläche bietet sehr geringe Start- und Reibwerte; geräuscharm, aber materialbedingt lauter als Stoffpads.

Asus ROG Balteus

Das Erste, was beim Asus ROG Balteus neben den von 15 Beleuchtungszonen produzierten RGB-Lichtspielereien mit 16,7 Mio. Farben auffällt, sind seine Maße, denn die Breite fällt mit 320 mm geringer aus als die Höhe (370 mm). Das ist ungewöhnlich, aber gewollt. So kann der Spieler auch noch ein Smartphone oder Gamepad am oberen Ende platzieren. Die RGB-Beleuchtung des rund 1 kg schweren und somit absolut rutschfesten Mauspads ist eine Klasse für sich. Per Beleuchtungsmodustaste schaltet man sich durch neun Beleuchtungsprofile, die mit der Armoury-Software erstellt werden. Außerdem können Sie den Knopf mit fünf Helligkeitsstufen belegen.

Ein nützliches Ausstattungsmerkmal des Asus ROG Balteus ist der USB-2.0-Hub, der den Anschluss einer Gaming-Maus oder anderer Geräte möglich macht. Die mikrotexturierte Hartplastikoberfläche verfügt über einen sehr geringen Start- und Reibungswiderstand. So gleiten auch schwerere Gaming-Mäuse wie die Razer Basilisk V3 Pro (112 g) angenehm leichtgängig über das Asus ROG Balteus. Obwohl Asus' Edel-Mauspad fast 8 mm hoch ist, sorgt die abgeschrägte hintere Kante für eine optimale Ergonomie. Insgesamt kombiniert das rutschfeste Mauspad eine umfangreiche, per Knopfdruck und Software veränderbare RGB-Beleuchtung mit einer präzisen und schnellen Oberfläche. Das Ganze gibt es aktuell für rund 60 Euro, das macht Asus' Mauspad zum Spartipp.

2
  1. Seite 1 Test: Sony Inzone Mat-D und Mat-F + Kaufempfehlungen
  2. Seite 2 Mauspad-Materialkunde, Teil 1
  3. Seite 3 Mauspad-Materialkunde, Teil 2, Größenübersicht
  4. Seite 4 Widerstände, Reinigung, Geräusche
  5. Seite 5 RGB-Beleuchtung und Induktionsladetechnik im Test
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CouchCowboy Kabelverknoter(in)
        Zitat von aluis
        Spiele schon lange mit dem Gedanken mir ein Glaspad zu besorgen. Was mich abschreckt sind die Meldungen aus Foren, dass die sich unangenehm kalt anfühlen.
        Ist recht ähnlich zu den Alu Pads. Die fühlen sich anfangs so kalt an aber man gewöhnt sich recht schnell daran.
        Ich nutze jedoch das alte Logitech Powerplay mit der Kunststoffauflage. Kaum Widerstand, die Maus ist immer auf minimum 80% geladen. Habe keine Zeigersprünge oder ähnliches. Auch die Gleitpads der Maus nutzen sich nicht ab. Eher alles andere an der Maus. Das wird hier aber nicht propagiert 😜
      • Von CouchCowboy Kabelverknoter(in)
        Zitat von aluis
        Spiele schon lange mit dem Gedanken mir ein Glaspad zu besorgen. Was mich abschreckt sind die Meldungen aus Foren, dass die sich unangenehm kalt anfühlen.
        Ist recht ähnlich zu den Alu Pads. Die fühlen sich anfangs so kalt an aber man gewöhnt sich recht schnell daran.
        Ich nutze jedoch das alte Logitech Powerplay mit der Kunststoffauflage. Kaum Widerstand, die Maus ist immer auf minimum 80% geladen. Habe keine Zeigersprünge oder ähnliches. Auch die Gleitpads der Maus nutzen sich nicht ab. Eher alles andere an der Maus. Das wird hier aber nicht propagiert 😜
      • Von aluis Freizeitschrauber(in)
        Spiele schon lange mit dem Gedanken mir ein Glaspad zu besorgen. Was mich abschreckt sind die Meldungen aus Foren, dass die sich unangenehm kalt anfühlen.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk