AMD Ryzen 3000: Neue CPU soll das Portfolio ergänzen
AMD ist mit Ryzen 3000 nicht fertig, das war schon bekannt. Nun gibt es einen ersten Nachzügler für das bislang aus sechs Modellen bestehende Portfolio, von dem einer nicht lieferbar ist und zwei rausgerechnet sind, weil sie noch auf Zen+ setzen. Der Ryzen 5 3500 soll die Lücke zwischen Picasso-APUs und kleinstem Matisse schließen.
Mit sechs Ryzen-3000-Modellen ging AMD an den Start, von denen fünf dann auch tatsächlich lieferbar waren. Nur das Flaggschiff 3950X mit 16 Kernen bleibt uns AMD bislang schuldig. Es soll aber im September für ca. 750 Euro starten. Die Staffelung der Prozessoren galt soweit auch als gelungen, wenngleich das eine oder andere Modell tendenziell obsolet ist.
Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass die nächste Produkterweiterung unter dem bislang langsamsten Modell angesiedelt werden soll. Im Internet tauchte nun der Ryzen 5 3500 auf, der mit 6 Kernen und ohne SMT bei 3,6 GHz Basistakt und 4,1 GHz Boosttakt unterhalb von 200 Euro eingereiht werden soll, wo AMD im Prinzip bislang gar nichts hat.
Und auch hier steht AMD wieder vor dem Problem der Diversifizierung des Portfolios, wie man es schon beispielsweise beim Ryzen 7 3700X und Ryzen 7 3800X hat: Um echt einen Unterschied zu machen, ist das Deaktivieren des SMT beim Ryzen 5 3500 eine recht radikale Maßnahme, denn sonst ist man auf jeden Fall zu nah am Ryzen 5 3600, der 210 Euro kostet und in Gefahr wäre.
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Bei den "36ern" stellt sich ohnehin schon die Frage, wie sinnvoll eines der beiden Modelle ist. Der eine kommt ohne X aus, ist ein paar Hertz langsamer und auf dem Papier kein großer Übertakter. Der für 56 Euro mehr hat zwar ein X in Namen, aber wenn man mit dem spitzen Stift eine Entscheidung fällt, ist das X gar nicht so spannend.
Und unten wuseln dann auch noch die APUs herum, die sich immerhin insofern unterscheiden, als das Picasso nicht die Zen-2-Architektur spendiert bekommen hat. Wer aber auf solche Details keinen Wert legt und nur die Leistung zur Kaufentscheidung heranzieht, der kommt auch da schnell ins Grübeln. Irgendwo dazwischen wird sich wohl der Ryzen 5 3500 einsortieren.
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Es kann auch so sein, dass es so wie beim AM2 gemacht wird. Da gab es dann die Zwischenstufen AM2+, AM3 und AM3+, die teilweise miteinander kompatibel waren (AM2 und AM3+ waren inkompatibel, AM3 CPUs passten jedoch überall rein).
AM2 und AM2+ CPU hatten einen DDR2-PHY.
AM3 CPUs hatten einen DDR2/DDR4-PHY
AM3+ CPUs hatten einen DDR3-PHY.
Ryzen5000 wird wohl einen neuen Sockel bekommen; DDR5 usw...
AM2+ CPUs passten nur bei AM2/AM2+
AM2 und AM2+ CPU hatten einen DDR2-PHY.
AM3 CPUs hatten einen DDR2/DDR4-PHY
AM3+ CPUs hatten einen DDR3-PHY.