AMD Ryzen 3000: Engineering Sample mit 12 Kernen erneut im User-Benchmark
In der Datenbank des User-Benchmarks ist erneut ein Engineering Sample aufgetaucht, das mutmaßlich zu AMDs Ryzen-3000-Familie gehört. Es nutze 12 Zen-2-Kerne mit niedrigeren Taktraten. Da der Prozessor schon vor Monaten auftauchte, offenbart das Vorserienmuster nicht allzu viele Informationen. Interessant sind jedoch die Speicherlatenzen.
Schon im vergangenen Januar tauchte das AMD-Engineering-Sample mit der Bezeichnung 2D3212BGMCWH2_37/34_N mehrmals in der Datenbank des User-Benchmarks auf. Inzwischen lässt sich dort ein neuer Eintrag finden, bei dem der Prozessor mindestens den gleichen Code trägt, eventuell sogar dasselbe Exemplar darstellen könnte. Allzu viele neue Informationen hält der User-Benchmark daher nicht bereit. Kurz zur Theorie hinter der Zusammensetzung aus Ziffern und Buchstaben: Es handle sich um einen 12-Kern-Prozessor mit SMT (24 Threads) für den Sockel AM4, der einen 64 MiByte großen L3-Cache nutze und eine TDP von 105 Watt aufweise. Die Taktraten sollen sich auf 3,4 bis 3,7 GHz belaufen - niedrige Werte bei ES-CPUs sind normal.
Ryzen-3000-Engineering-Sample mit niedrigeren Latenzen
Im Januar sorgten die ausgegebenen Latenzen der Caches und des eingesetzten DDR4-RAMs für Fragezeichen, die auffällig hoch ausfielen. Inzwischen sind die Angaben wieder grob dort, wo sich schon niedrig taktende Ryzen-1000- und -2000-CPUs befinden. Die Abfrage eines 8 MiByte großen Musters erzeugte im jüngsten User-Benchmark-Eintrag eine Latenz von gut 13 Nanosekunden. Bei 16 MiByte waren es knapp 16 ns und erst bei 32 MiByte stieg sie auf rund 75 ns. Die starke Erhöhung könnte an einer Teilung des L3-Caches innerhalb eines Zen-2-Chiplets in zwei 16-MiByte-Blöcke liegen.
Die News vom Januar: AMD Ryzen 3000: Weiteres User-Benchmark-Ergebnis zum 12-Kerner
Interessant und erfreulich - sofern korrekt - sind die Werte bis zum 16-MiByte-Muster, weil sie nicht wesentlich höher ausfallen als bei früheren Zen-Generationen, obwohl die Kommunikation mit dem I/O-Die über das Package, also von Siliziumchip zu Siliziumchip, läuft. Grundsätzlich erschwert das das die Signalübertragung. Verbesserungen am Infinity-Fabric und dem Speicher-Controller könnten dem entgegenwirken. Niedrigere Latenzen, genauso wie bei Ryzen 1000 und 2000, sind durch eine Erhöhung des CPU-Taktes möglich, an den die Caches gekoppelt sind.

Ein 9900K schlägt mit seinen 8 Kernen also jede derzeitige Ryzen-CPU, ganz klar.
Bei allen anderen Intel-CPUs muss man differenzieren.
Macht man mit dem PC auch noch andere Sachen, wie Videobearbeitung, Datenverwaltung, Kompressionsaufgaben, VM-Nutzung, Multithreading, Game-Streaming, etc, so ist ein Ryzen 8-Kerner (ab 212€) eine gute Alternative zu preisähnlichen Intel-CPUs, da er fürs Geld eine Menge Rohleistung mitbringt.
Da muss dann jeder selbst entscheiden, ob man für vermeintliche 10-20% Mehrleistung in Spielen einen deutlichen Aufpreis bezahlen möchte, während alle Intel-CPUs abgesehen vom 9900K deutlich weniger Gesamtrechenleistung haben als der preiswerte Ryzen7 2700(X).
Und ich betone nochmals, dass man für die Mehrleistung nicht im GPU-Limit hängen darf, was in der Regel der Fall sein dürfte.
Wenn Zen2 nun sagen wir 10% mehr Singlecore-Speed und weitere Kerne für ähnliches Geld bringt, so wird die Entscheidung Intel-CPUs zu kaufen, immer absurder.
Auf solche Aussagen wie "die Konsolen haben auch 8 Kerne, deshalb profitiert man von vielen Kerne bei Spiele", kann man sich nicht drauf verlassen. 6 Jahre hat es gedauert, dass 2 Kerne mehr ein guten Mehrwert bieten, und dass obwohl man hier seit 2013 ließt, ja die Konsolen haben 8 Kerne und die Spiele werden jetzt auch darauf optimiert, aber wie wir sehen profitiert man derzeit am meisten von 6 Kerne, und es wird weitere 6 Jahre dauern, bis 8 Kerne ein wirklichen Mehrwert gegenüber 6 Kerne bieten.
Alles andere ist reines Wunschdenken. Ein 8 Kerner reicht für die nächsten 5 Jahre safe, ein 10 oder 12 Kerner bietet höchstens 0,5% mehr FPS. Wenn AMD mit Zen2 verkackt, wird es ein i9-9900k dieses Jahr, und mir ist die 14nm+++++++ Fertigung egal, die FPS beim Gaming zählen.
Das ist kein Leak, sondern frei erfundene Spekulation. So eine Tabelle kann jeder mit Excel erstellen.
Ob die Werte/Preise zutreffen oder nicht, konnte man 2018 noch gar nicht gewusst haben.
Ein Leak ist für mich beispielsweise ein Foto eines Smartphones, welches in der Produktionshalle verbotenerweise gemacht und veröffentlicht wird.
Zahlen und Daten, die von einer nicht genannten Quelle "geleakt" werden, kann man sich oft sonst wohin stecken.
Momentan kann man nur davon ausgehen, dass eine CPU getestet wurde, die 12 Kerne hat, mit 3.4GHz taktet und auf 3.7GHz boostet.
Alles darüber ist reine Spekulation. Natürlich geht man davon aus, dass es höher ausfällt, aber ich wäre da ganz vorsichtig mit 5.1GHz Vermutungen.
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