RAM und SSDs bleiben teuer: Auswirkungen auf AMDs PC-Pläne
AMD erwartet für 2026 einen rückläufigen PC-Markt. CEO Lisa Su verweist auf hohe Speicherpreise und betont eine stärkere Ausrichtung auf Enterprise sowie das höherpreisige PC-Segment.
Die anhaltend hohen Preise für Arbeitsspeicher und SSDs entwickeln sich zunehmend zu einem Belastungsfaktor für den PC-Markt. Nach Einschätzung von AMD dürfte der Gesamtmarkt im Jahr 2026 rückläufig sein. Gleichzeitig zeigt sich der Konzern offenbar überzeugt, das eigene PC-Geschäft weiter ausbauen zu können. Entsprechende Aussagen soll CEO Lisa Su im Rahmen der Präsentation der Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 getroffen haben.
Im Zusammenhang mit der angespannten Preissituation im Client-Segment habe Su erklärt, der strategische Fokus liege auf dem Enterprise-Geschäft sowie auf dem höherpreisigen Ende des PC-Marktes. Die Verteuerung zentraler Komponenten führe zwar zu einer Abschwächung der Nachfrage im Massenmarkt, betreffe AMDs Kernsegmente allerdings weniger stark. Der adressierbare PC-Markt dürfte insgesamt leicht schrumpfen, ohne zwangsläufig negative Auswirkungen auf AMDs Absatz zu haben.
Aktuelle Zahlen
Passend dazu wächst AMDs Enterprise-Geschäft offenbar stetig weiter. Das Datacenter-Segment stellt inzwischen den umsatzstärksten Bereich des Unternehmens dar. Im vierten Quartal 2025 erzielte AMD an dieser Stelle einen Umsatz von 5,4 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auf das Gesamtjahr gerechnet belief sich der Datacenter-Umsatz auf 16,6 Milliarden US-Dollar und auch das Client- und Gaming-Segment legte zu. Im vierten Quartal wurden hier 3,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Besonders auffällig entwickelte sich das Gaming-Geschäft, das mit 843 Millionen US-Dollar um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr wuchs. AMD führt dies unter anderem auf höhere Semi-Custom-Umsätze und eine stabile Nachfrage nach Radeon-Grafikkarten zurück.
Insgesamt erzielte AMD im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 10,3 Milliarden US-Dollar bei einem Nettogewinn von 1,5 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr summierte sich der Umsatz auf 34,6 Milliarden US-Dollar. Für 2026 erwartet AMD trotz schrumpfendem PC-Markt weiteres Wachstum. Für das erste Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht, der vor allem über High-End- und Enterprise-Segmente erzielt werden soll. Ob sich dieses Ziel unter den aktuellen Marktbedingungen tatsächlich erreichen lässt, bleibt abzuwarten.
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Quelle: AMD via Tom's Hardware

Das Problem seh ich eher an den 11 unterschiedlichen Modellen die nvidia pro Generation rausbringt( war zumindest bei der 4000er so). Es muss mehr Fokus auf Mittelklasse und höher kommen. Aktuell 60er Modelle gehören einfach nicht mehr produziert. Das erhöht js auch die durchschnittliche Leistung in pc's.... du verlierst zwar am ende Kontingent weil die ausbeute größer chips kleiner ist. Hast am ende dennoch Vorteile, weil man eine Generation viel besser Strecken kann. Wäre das 70er Modelle das kleinste, könnte man ohne Probleme 1 jahr später neue gpus bringen. Es gibt viele Möglichkeiten, nur bringt das alles kein geld.
Ich weis gar nicht wofür ich mir ein 60er Modell kaufen sollte, ich bin ja schon mit mittleklasse gerade noch so zufrieden. 60er Modelle sind zu stark für Office pc's und zu schwach das ich sie als gaming gpu einordnen würde.....
Auf gute Verbraucher CPUs zu verzichten, ist in meinen Augen ein fataler Fehler. Man sieht ja, mit Intel geht es überall bergab (noch). Vor 7 Jahren war ich noch der einzige AMD Verfechter in unserer IT Firma. Das hat sich inzwischen langsam gedreht.
Leider setzen wir bei Servern imer noch auf Intel. Das hat aber meist mit dem Empfehlungen von Softwareherstellern zu tun, die Otternasen testen immer noch ausschließlich Intel.
...Für das Gesamtjahr summierte sich der Umsatz auf 34,6 Milliarden US-Dollar."
Also trotz 50% mehr im Gaming-Geschäft, macht der Umsatz dort ~2,5% des Gesamtumsatzes aus.
Soviel dazu, wo auch bei AMD die Prioritäten liegen und wie relevant der "Gamer" auch dort geworden ist.
Aber mal im Ernst, es ist schade, dass zur Zeit die eine Krise der Nächsten folgt. Erst wartet man ewig ab, um sich eine GPU zu einem halbwegs akzeptablem Preis leisten zu können, jetzt muss man, dem Ki-Boom sei Dank, steigende Preise für RAM aussitzen. Mir tut jeder leid, der aktuell, aber auch zuvor, "gezwungen" war, zu diesen horrenden Preisen einkaufen zu müssen.
Ceteris paribus steigt der Umsatz in erster Linie, der Gewinn nicht zwingend. Höhere Preise sorgen für eine geringere Nachfrage und damit auch zu geringerem Umsatz und Gewinn. Um den Gewinn zu steigern, müsste AMD also zusätzlich zu den erhöhten Speicherkosten, nochmals eine erhöhte Marge auf die Produkte setzen. Das ist zwar praktisch möglich, aber da Gaming GPUs als Luxusgüter gelten, haben diese eine höhere Preiselastizität. Und das wiederum bedeutet, das Kunden auf Preiserhöhungen empfindlicher reagieren (hier: Nachfragerückgang). Oder zusammengefasst: Es ist nicht so leicht, auf ein teurer werdendes, nicht lebensnotwendiges Produkt, eine abermals höhere Gewinnmarge zu legen.
Dazu kommt: AMD bietet die Karten gar nicht selbst im Direktvertrieb an, sie müssten die Marge also erstmal dem Einzelhändlern aufdrücken. Und der wiederum drückt sie dem Endverbraucher auf.
Kommen wir zurück zum Umsatz: Die "Panikkäufe" werden durchaus zu besseren Umsatzergebnissen des letzten Jahres beigetragen haben, weil die Nachfrage dadurch nochmals verstärkt worden ist. Höhere Gewinne durch solche Panikkäufe hingegen, streicht sich aber vorwiegend der Einzelhandel ein, weil dieser viel schneller auf solche (meist) temporäre Ereignisse, mit Preisänderungen reagiert.