Preisexplosion auf dem Speichermarkt: Die aktuelle Preisentwicklung im Überblick

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Preisexplosion auf dem Speichermarkt: Die aktuelle Preisentwicklung im Überblick
Quelle: Symbolbild erzeugt mit ChatGPT

Die anhaltende Speicherkrise prägt den PC-Endkundenmarkt weiterhin und sorgt für historische Preise bei DRAM und NAND-Produkten. Trotz erster Anzeichen einer Stabilisierung auf hohem Niveau bleibt eine spürbare Entlastung bislang aus.

Die seit Mitte 2025 anhaltende Speicherkrise zeigt auch zu Beginn des Jahres 2026 weiterhin massive Auswirkungen auf PC-Hardware-Preise. Laut eines aktuellen Preisindex vom Januar 2026 haben sich die Preise für Arbeitsspeicher dramatisch entwickelt: So liegt der Index für DDR5-Module inzwischen um rund +440 Prozent über dem Niveau von Mitte 2025. Ein DDR5-Speicherkit mit 32 GiB, das im Juli 2025 noch bei 181 Euro lag, kostet aktuell rund 837 Euro.

Aber auch die DDR3- und DDR4-Riegel sind im gleichen Zeitraum deutlich im Preis gestiegen, mit Indexwerten von deutlich über +300 Prozent. Kleinere Komponenten wie interne SSDs und HDDs sind ebenfalls teurer geworden, wenn auch in geringerem Maße (+79 Prozent Preisanstieg), während externe Festplatten (+11 Prozent Preisanstieg) und Grafikkarten (+14 Prozent Preisanstieg) vergleichsweise moderat im Preis zugelegt haben.

Erste Anzeichen einer Stabilisierung?

Trotz dessen konnten bei einigen DDR5-Speicherangeboten im deutschen Einzelhandel zuletzt leichte Stabilisierungstendenzen festgestellt werden: Zwar bleiben die Preise historisch hoch, für bestimmte Kit-Konfigurationen bewegt sich das Preisniveau von Ende Januar 2026 im gleichen Bereich wie zum Monatsanfang (+0,1 Prozent Preisanstieg). Dies könnte darauf hindeuten, dass der Markt sich vorerst auf einem hohen Niveau eingependelt hat und extreme Schwankungen eventuell zunächst einmal ausbleiben.

Server- und KI-Nachfrage als Preistreiber

Haupttreiber der Krise bleibt nach Branchenberichten die exorbitant hohe Nachfrage nach Speicherkomponenten aus dem KI-Sektor. Rechenzentren mit hohem Bedarf an DRAM und HBM-Speicher binden Kapazitäten der großen Hardware-Hersteller über längere Zeiträume und verschärfen damit das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.

Eine Analyse der DRAMExchange-Prognosen zeigt, dass die Kontraktpreise für Server-DRAM von Ende 2025 bis Anfang 2026 zum Teil um 90 Prozent angehoben wurden, was die weiterhin angespannte Lage in der Speicherindustrie unterstreicht. Neben den Speicherbausteinen selbst steigen demnach auch die Preise anderer Systemkomponenten wie CPUs und Leiterplatten, da hohe DRAM und NAND-Kosten auch indirekt die Herstellungskosten anderer Komponenten beeinflussen.

Hohe Nachfrage trifft auf geringen Produktionszuwachs

Erschwerend kommt eine moderate Kapazitätserweiterung bei großen Herstellern wie Samsung hinzu: Die DRAM-Fertigung für 2026 soll nur um etwa 5 Prozent steigen - deutlich zu wenig, um den momentanen Bedarf aus dem Server- und Endkundenmarkt langfristig zu decken. Diese Kombination lässt erwarten, dass die Branche auch in den kommenden Monaten mit spürbaren Preisverzerrungen zu tun haben wird. Erst wenn neue Produktionskapazitäten Wirkung zeigen und die Nachfrage aus dem KI-Bereich sinkt, dürfte eine spürbare Entspannung am Speichermarkt eintreten.

Wie macht sich die Speicherkrise bei Ihnen bemerkbar? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns zudem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: 3DCenter via Jukon auf X

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Jacco011 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von BxBender
        Es wurden doch massig Hamsterkäufe getätigt.
        Entweder sorgt deren "Vorrausschauen" dafür, dass die Preise sich jetzt stabilisieren, weil weniger Bedarf für den Rest ist, oder aber der weitere Preisanstieg verzögert sich um einige Monate, wenn die ihren Geheimvorrat dann auch aufgebraucht haben
        Meinst du Konsumenten oder die Industrie?
        Nur die wenigsten Konsumenten werden bis 2030 vorgesorgt und doppelt eingekauft haben, für den Fall, dass ihre Hardware bis dahin defekt wird. Bis dahin gibt es Millionen von Handys ohne Sicherheitsupdates, sodass entweder neue Handys gekauft werden oder es werden wieder neue Handy-Botnets entstehen.

        Die Industrie wird nicht einfach bis 2030 vorsorgen, denn entweder fehlt ihr die Lagerkapazität oder das Vermögen, um für die kommenden Jahre einzukaufen. Dazu kommt, dass ungenutzte Hardware, kosten verursacht, ganz zu schweigen von den Opportunitätskosten. Zudem ist dies ein Risiko, denn man weiß ja nicht, ob die Hardware bis 2030 noch relevant ist und gebraucht wird. Andernfalls sind die Stakeholder wieder unzufrieden und der CEO muss sich (mit einem Bonus) verabschieden.

        TSCM sowie die RAM-Hersteller sind bis 2027 vollständig ausgebucht und werden wohl auch 2028 ausgebucht sein. Es gibt keine freien Kapazitäten mehr, ganz zu schweigen von Kapazitäten für Konsumenten-Hardware. Gestern habe ich einen Artikel gelesen, dass sogar Apple in Zukunft weniger iPhones liefern wird.

        In den USA und auch sonst auf der Welt werden aber immer noch neue Datenzentren für KI gebaut, die dann mit GPUs und RAM versorgt werden. Solange Firmen wie OpenAI nicht pleitegehen, wird sich an der Situation so schnell nichts ändern. Microsoft und Co. haben erneut Geld in KI investiert und somit bleibt die Blase weiterhin bestehen.

        In diesem Jahr wird sich nichts stabilisieren. Die Konsumenten werden weiterhin konsumieren müssen/wollen, sodass sie die gesamte übrige DDR5 und Co. leergekauft werden.
        Während der Corona-Pandemie wurden auch massiv Autos gekauft und die Autopreise, auch gebraucht, sind immer noch auf einem Höchststand und sind nicht mehr pre-Corona gesunken. GPUs waren seit dem Crypto-Boom auch noch nie so teuer wie jetzt. Und das immer noch über der normalen Inflation.

        Dazu geht das Geschäftsleben auch weiter. In diesem Jahr sind neue Server mit RAM im zweistelligen TB-Bereich eingeplant, und nichts davon ist für KI. Man darf drei Mal raten, was mit den Preisen unserer Services/Produkte passiert. Somit sind wir auch wieder Teil des Inflationsproblems. Aber Lohnerhöhungen, Fehlanzeige.
      • Von Jacco011 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von BxBender
        Es wurden doch massig Hamsterkäufe getätigt.
        Entweder sorgt deren "Vorrausschauen" dafür, dass die Preise sich jetzt stabilisieren, weil weniger Bedarf für den Rest ist, oder aber der weitere Preisanstieg verzögert sich um einige Monate, wenn die ihren Geheimvorrat dann auch aufgebraucht haben
        Meinst du Konsumenten oder die Industrie?
        Nur die wenigsten Konsumenten werden bis 2030 vorgesorgt und doppelt eingekauft haben, für den Fall, dass ihre Hardware bis dahin defekt wird. Bis dahin gibt es Millionen von Handys ohne Sicherheitsupdates, sodass entweder neue Handys gekauft werden oder es werden wieder neue Handy-Botnets entstehen.

        Die Industrie wird nicht einfach bis 2030 vorsorgen, denn entweder fehlt ihr die Lagerkapazität oder das Vermögen, um für die kommenden Jahre einzukaufen. Dazu kommt, dass ungenutzte Hardware, kosten verursacht, ganz zu schweigen von den Opportunitätskosten. Zudem ist dies ein Risiko, denn man weiß ja nicht, ob die Hardware bis 2030 noch relevant ist und gebraucht wird. Andernfalls sind die Stakeholder wieder unzufrieden und der CEO muss sich (mit einem Bonus) verabschieden.

        TSCM sowie die RAM-Hersteller sind bis 2027 vollständig ausgebucht und werden wohl auch 2028 ausgebucht sein. Es gibt keine freien Kapazitäten mehr, ganz zu schweigen von Kapazitäten für Konsumenten-Hardware. Gestern habe ich einen Artikel gelesen, dass sogar Apple in Zukunft weniger iPhones liefern wird.

        In den USA und auch sonst auf der Welt werden aber immer noch neue Datenzentren für KI gebaut, die dann mit GPUs und RAM versorgt werden. Solange Firmen wie OpenAI nicht pleitegehen, wird sich an der Situation so schnell nichts ändern. Microsoft und Co. haben erneut Geld in KI investiert und somit bleibt die Blase weiterhin bestehen.

        In diesem Jahr wird sich nichts stabilisieren. Die Konsumenten werden weiterhin konsumieren müssen/wollen, sodass sie die gesamte übrige DDR5 und Co. leergekauft werden.
        Während der Corona-Pandemie wurden auch massiv Autos gekauft und die Autopreise, auch gebraucht, sind immer noch auf einem Höchststand und sind nicht mehr pre-Corona gesunken. GPUs waren seit dem Crypto-Boom auch noch nie so teuer wie jetzt. Und das immer noch über der normalen Inflation.

        Dazu geht das Geschäftsleben auch weiter. In diesem Jahr sind neue Server mit RAM im zweistelligen TB-Bereich eingeplant, und nichts davon ist für KI. Man darf drei Mal raten, was mit den Preisen unserer Services/Produkte passiert. Somit sind wir auch wieder Teil des Inflationsproblems. Aber Lohnerhöhungen, Fehlanzeige.
      • Von soonsnookie Freizeitschrauber(in)
        einfach micron, kioxia aktien kaufen und mit profitieren
      • Von Defenz0r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von EM_EN
        Glaube das viele sich noch vor lauter Panik eingedeckt haben, ja ich auch.
        Verkauf ist eingebrochen, nur das noch was notwendig ist.
        same. Hab 2 x870e carbon WiFi mit 9950x3D und 192GB RAM DDR5 6000 CL30 aufgebaut
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Es wurden doch massig Hamsterkäufe getätigt.
        Entweder sorgt deren "Vorrausschauen" dafür, dass die Preise sich jetzt stabilisieren, weil weniger Bedarf für den Rest ist, oder aber der weitere Preisanstieg verzögert sich um einige Monate, wenn die ihren Geheimvorrat dann auch aufgebraucht haben und ebenfalls wieder massiv dazu kaufen müssen.
      • Von Jacco011 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Seth Luisi
        Die Krise macht sich bei mir gar nicht bemerkbar.
        Ich habe auch „Glück”, dass ich mich fast täglich hier bei PCGH und anderswo informiere. Ich habe das etwas zu spät eingesehen, konnte aber noch 2x32 GB DDR5 für €230 sowie bei Amazon die Samsung 990 Pro mit 4 TB für €240,71 statt heute €386,77 kaufen. Mit 2x32GB könnte ich zwei PC mit jeweils 1x32GB betreiben.

        Aber der Zeitpunkt vor Weihnachten hat wohl so manchen Traum platzen lassen

        Das Ganze ist für alle anderen eine reine Zumutung. Die Inflation während Corona war schon sehr hoch und wurde nicht durch Lohnerhöhungen ausgeglichen. Nun werden Gamer und normale Konsumenten, die auf Laptops oder Handys angewiesen sind, dank der KI-boom noch einmal bestraft.
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