PCGH-Praxistest: AMD 780G und Geforce 8200 im HTPC-Vergleich
Vergangene Woche konnten wir bereits Nvidias neuen Onboard-Grafik-Chipsatz Geforce 8200 testen. Ab Heute sind zudem alle Infos zum 780G von AMD freigegeben. Beide unterstützen DX10-Grafik und sollen alle wichtigen HD-Videoformate berechnen können. Unser Test zeigt, welcher sich besser für den HD-fähigen HTPC im Wohnzimmer eignet.
Für den Test bekamen wir ein Vorabmodell der Gigabyte-Platine MA78GM-S2H mit 780G-Chipsatz. (Bild: PCGH)
Die erste 780G-Platine kommt von Gigabyte. Bereits vor mehreren Wochen bekamen wir ein erstes Vorabmuster (Platinenrevision 0.2). AMD bat uns jedoch, mit dem Test zu warten, bis alle Informationen zum neuen Chipsatz offiziell freigegeben sind.
Der Kühler bei unserem Testmuster mit Platinenrevision 0.2 wird noch durch ein flacheres Modell ersetzt. (Bild: PCGH)
Testbedingungen
Unser Test zeigte, dass Nvidias Geforce 8200 tatsächlich dem Prozessor beim Berechnen von HD-Videos viel Arbeit abnimmt. So lag die CPU-Last bei der Wiedergabe einer HD-DVD nur bei 24 Prozent (Athlon 64 X2 4200+). Beim Vergleich mit AMDs 780G-Chipsatz verwenden wir die gleiche CPU und alle für einen HTPC ("Home-Theater PC") wichtigen Tests: Stromverbrauch, HD-Berechnung und Ausstattung (Video- sowie Sound-Anschlüsse, LAN, E-SATA). Das M2A-VM HDMI von Asus haben wir ebenfalls in unserem Vergleich berücksichtigt. Dabei kommt der 690G-Chipsatz mit der Southbridge SB600 zum Einsatz - bisher war er die erste Wahl für HTPCs.
Für den Test bekamen wir ein Vorabmodell der Gigabyte-Platine MA78GM-S2H mit 780G-Chipsatz. (Bild: PCGH)
Funktionen und Ausstattung
Gigabyte MA78GM-S2H: PS2, D-Sub, DVI, HDMI, optischer Sound-Ausgang, USB, Firewire, E-SATA, Gigabit-LAN, USB und analoge Sound-Anschlüsse (Bild: PCGH)
Anders als bei seinem Nachfolger, kann die integrierte Grafikeinheit des 690G aber keine HD-Videos berechnen. Außerdem bieten 780G und Geforce 8200 PCI-Express 2.0 sowie HT3 und unterstützen serienmäßig Phenom-CPUs - bei 690G-Boards ist ein BIOS-Update nötig. Die neue Southbridge SB700 beim 780G-Chipsatz verfügt zudem über sechs anstelle von vier SATA-Ports. Ebenfalls neu: Hybrid-Crossfire. Mit dieser Technik können Sie die integrierte Grafikeinheit Radeon HD 3200 mit einer Grafikkarte kombinieren - beide berechnen Spiele dann gemeinsam. Dafür eignen sich aber nur schwächere Karten wie die HD 2400 XT oder die HD 3450. Alternativ wird die Grafikkarte im Windows-Betrieb in einem Schlafzustand geschickt.
Nvidias Hybrid-SLI beim Geforce 8200 funktioniert ähnlich. Der Hersteller unterscheidet zwischen den Modi Geforce Boost (Grafikkarte und Onboard-Grafik arbeiten gemeinsam) und Hybrid Power (Grafikkarte wird abgeschaltet). Geforce-Boost funktioniert derzeit nur mit Geforce 8400 GS und 8500 GT. Für Hybrid Power brauchen Sie eine der kommenden Geforce-9-Karten - mit der 9600 GT funktioniert der Stromsparmodus nicht. Im Gegensatz zu Hybrid-Crossfire wird die Grafikkarte bei Nvidias Hybrid-Power fast komplett abgeschaltet. Aktiv bleibt nur ein Controller-Chip, der die Karte aufwecken kann. Bisher fehlt uns leider noch ein passender Treiber um Hybrid-SLI zu testen. Erste Ergebnisse mit Hybrid-Crossfire finden Sie hingegen in der aktuellen Ausgabe 04/2008.
Palit N78S mit Geforce 8200: DX-10-Grafik, Hybrid-SLI und HD-Beschleunigung (Bild: PCGH)
Bei der Ausstattung ist die Gigabyte-Platine mit 780G-Chip dem Geforce-8200-Konkurrenten von Palit klar überlegen: Gigabytes MA78GM-S2H bietet E-SATA und Firewire sowie einen digitalen Sound-Ausgang (optisch). Zudem befindet sich neben D-Sub und DVI auch ein HDMI-Anschluss an der I/O-Blende. Beim N78S von Palit gibt es nur D-Sub und DVI. Zudem fehlen E-SATA, Firewire und ein digitaler Sound-Ausgang.
Benchmarks, Details zu den Grafikchips und Fazit finden Sie auf der nächsten Seite...
