Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Kann die günstige Haswell-Platine dem bekannten Namen zur Ehre gereichen?
Die Sniper-Produktreihe von Gigabyte ist üblicherweise für hochpreisige High-End-Gaming-Hardware bekannt. Nun erweitern die Taiwanesen das Angebot um günstigere Modelle. Trotz des niedrigen Preises soll es sich dabei nicht um Ramschware handeln, sondern um eine valide Alternative zu teureren Motherboards der Konkurrenz. Geht das Konzept im Test auf?
Inhaltsverzeichnis
- 1Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Äußerlichkeiten
- 2Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Innere Werte
- 3Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Getrübte Anschlussfreude
- 4Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Klangkulisse
- 5Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: LAN-Party
- 6Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Übertakten
- 7Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Fazit
Die Sniper-Produktreihe von Gigabyte ist üblicherweise für hochpreisige High-End-Gaming-Hardware bekannt. Nun erweitern die Taiwanesen das Angebot um günstigere Modelle. Trotz des niedrigen Preises soll es sich dabei nicht um Ramschware handeln, sondern um eine valide Alternative zu teureren Motherboards der Konkurrenz. Geht das Konzept im Test auf?
Bereits im November 2013 haben wir das Gigabyte G1.Sniper B5 getestet, welches die Sniper-Modellpalette nach unten hin abrundet und waren mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Wer höhere Ansprüche an Übertaktbarkeit und Ausstattung stellt, ohne ein Vermögen ausgeben zu möchten, für den ist möglicherweise das Schwestermodell Gigabyte G1.Sniper Z87 die richtige Wahl. Die Taiwaner setzen dabei auf den Z87-PCH von Intel, das Topmodell des Haswell-Sockel 1150. Im Gegensatz zu den günstigeren Varianten H87 oder B85 bietet dieser eine höhere Bandbreite an Funktionen, insbesondere Overclocking bezogen. Zwar offerieren auch einige H87-Motherboards solche Optionen, allerdings ist dies Intel ein Dorn im Auge, daher könnte dieser Bonus mit zukünftigen Updates wegfallen. Auf der wirklich sicheren Seite sind Sie also nur mit einem Motherboard mit Z87-PCH.
Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Äußerlichkeiten
Auf den ersten Blick wirkt das Gigabyte G1.Sniper Z87 unauffällig: Dezente PCH- und Spannungswandler-Kühler in der bekannten Grün-Schwarzen-Farbgebung zieren das Haswell-Mainboard. Das markanteste Designfeature, die giftgrüne Beleuchtung, fällt erst beim Systemstart ins Auge. Diese entspricht weitestgehend der des bereits getesteten G1.Sniper B5. Im Gegensatz zu dem günstigeren Modell hat Gigabyte das PCB des Motherboards komplett schwarz lackiert, das dürfte besonders Casemoddern entgegenkommen. Zusammen mit einer Geforce GTX 770/780/780 Ti oder Titan im Referenzdesign ergibt sich ein ansehnliches Farbenspiel. Doch wie steht es um die Technik?
Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Innere Werte
Das Gigabyte G1.Sniper Z87 kann nicht nur mit seinem individuellen Äußeren punkten, sondern auch mit seinen inneren Werte. Zwei PCI-Express-3.0-Slots stehen zur Verfügung, eine einzelne Grafikkarte wird mit 16 Lanes angesprochen, wer zwei GPUs verwenden möchte, muss auf eine x8/x8-Verteilung zurückgreifen. Sowohl Crossfire-Systeme mit AMD-Karten, als auch Nvidia basierte SLI-Systeme sind problemlos möglich. Für den Arbeitsspeicherausbau stehen insgesamt vier DDR3-RAM-Bänke zur Verfügung, die mit maximal 32 GiByte bestückt werden können, das entspricht dem Standard der meisten Sockel-1150-Hauptplatinen.
Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Getrübte Anschlussfreude
Abstriche müssen bei der Zahl der möglichen Peripheriegeräte gemacht werden: Am hinteren I/O-Panel finden sich nur vier USB-3.0-Ports, dazu kommen zwei weitere USB-2.0-Anschlüsse. Per Kabel können zwei zusätzliche USB-Superspeed- sowie vier USB-Highspeed-Ports an die Gehäusefront durchgeschleift werden. Das erhöht die Gesamtzahl an USB-Geräten auf zwölf. Monitore können entweder per Displayport oder aber per HDMI angeschlossen werden. DVI oder D-Sub hingegen ist nicht möglich. Zusätzlich findet sich noch ein kombinierter PS2-Port am rückwärtigen Panel.
Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Klangkulisse
Gigabyte G1.Sniper Z87 (6)
Eines der Ausstattungshighlights des Gigabyte G1.Sniper Z87 stellt der Creative SoundCore-3D-Audiochip dar. Dieser bietet eine deutlich bessere Klangqualität als die meisten anderen Onboard-Alternativen und unterstützt unter Anderem die Creative-Crystal-Voice-Technologie, die für eine verbesserte Sprachwiedergabe sorgt. Mit der beigelegten SBX-Pro-Studio-Software können Sie den 10-Band-Equalizer an das jeweils benötigte Klangbild anpassen. Zudem können Sie verschiedene Profile, etwa für Filme und Spiele sowie Musik anlegen. Zusätzllich liefert der Sound Core 3D einen Kopfhörervorverstärker mit, damit lassen sich auch hochohhmige Headsets betreiben. Ebenfalls nicht vergessen zu erwähnen, möchten wir die SBX-Surround-Software. Diese regelt die Abmischung des virtuellen Raumklangeffektes und stellt die aktuell beste Verfügbare Software-Lösung auf dem Markt dar. Audiogeräte können neben den regulären 3,5-mm-Klinkensteckern auch per USB-DAC, Koaxial oder optischem Anschluss verbunden werden.
Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: LAN-Party
Ein weiterer Höhepunkt der Ausstattungsliste des zum Testzeitpunkt rund 150 Euro günstigen Mainboards ist sicherlich der Qualcomm-Killer-E2201-LAN-Chip. Dieser bietet eine maximal mögliche Übertragungsrate von einem Gb/s, das entspricht dem aktuellen Standard. Abwärtskompatibilität zu langsamerer Infrastruktur ist selbstverständlich gegeben. Alleinstellungsmerkmal des Netwerk-Controllers ist aber die Hardwareseitige Latenzoptimierung, die für einen besseren Ping in Multiplayer-Spielen sorgen soll und damit störende Lags verhindern. Frühere Tests haben aber bereits gezeigt, dass der Effekt in der Realität zwar messbar, aber kaum spürbar ist.
Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Übertakten
Wie bereits erwähnt basiert das Gigabyte G1.Sniper Z87 auf dem Z87-PCH von Intel und erlaubt damit auch umfangreiche Übertaktungsversuche. Der Multiplikator ist von acht bis 80 frei wählbar und bietet damit jede Menge Spielraum für Leistungstuning. Natürlich lassen sich auch RAM-Teiler & Co an die eigenen Bedürdnisse anpassen. Gleiches gilt für den Baseclock und den CPU-Strap. Ebenso gibt es zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für die verschiedenen am Mainboard anliegenden Spannungen. So lässt sich mit etwas Geduld und Erfahrung aus das letzte Quäntchen Leistunge aus dem heimischen Prozessor kitzeln. Lobenswert finden wir die Möglichkeit bis zu fünf verschiedene Performance-Profile anlegen zu können, die wir dann bei Bedarf laden, beispielweise ein Gaming- und ein Energiesparsetup. Das UEFI erfüllt seinen Zweck und bietet alle wichtigen Funktionen, könnte aber insgesamt etwas übersichtlicher gestaltet sein.
Gigabyte G1.Sniper Z87 im Test: Fazit
Alles in allem ist das Gigabyte G1.Sniper Z87 ein empfehlenswertes Paket für all diejenigen, die auf die neue Haswell-Generation umsteigen möchten, ohne aber ein Vermögen für ein umfangreich ausgestattetes Mainboard ausgeben zu wollen. Angesichts von kleinen Schmankerln wie dem Creative-SoundCore-3D-Chip sowie dem Killer-E2201-LAN-Adapter, darf der Preis von etwa 150 Euro als günstig angesehen werden.
| Mainboard | G1.Sniper Z87 |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Gigabyte |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 150,-/Gut |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1031373 |
| Chip, Format, UEFI-Version, Board-Revision | Z87, ATX, F1, C2 |
| Typberatung/OC-Tauglichkeit | Preisbewusste Übertakter und Spieler |
| Ausstattung (20 %) | 2,24 |
| Speichersteckplätze | 4 x DDR3 |
| Erweiterungs-Slots | x16 (2), x1 (3), PCI (2) |
| Onboard-LAN | 1 Port (Killer E2201) |
| USB-Ports (extern + intern) | 6 x USB 3.0, 6 x USB 2.0 |
| SATA-Ports | 6 x 6Gb/s |
| Thunderbolt | Nicht vorhanden |
| Onboard-Sound | Creative SoundCore 3D |
| Video-Anschlüsse | HDMI,DP |
| Sound-Anschlüsse | Optisch, Analog, Koaxial |
| Lüfteranschlüsse | 4 x 4-Pin |
| SATA-Kabel | 4 x SATA |
| Sonstige Ausstattung | SLI-Brücke, Clear-CMOS, Diagnose-LED, Onboard-Power |
| Software | Sound-Configurator, Update- und Safety-Utilities |
| Eigenschaften (20 %) | 2,08 |
| Multi-GPU: PCI-E-Lane-Aufteilung | x16 oder x8/x8 |
| Besondere Funktionen | SSD Caching, SLI und Crossfire |
| UEFI-Menü | Übersichtlich, Erklärungen, Favoriten |
| Besondere UEFI/BIOS-Optionen | UEFI-Savegames, Flash-Tool, OC-Funktionen |
| Referenztakt (OC)/CPU-Multiplikator | 80 bis 300 MHz, 8 bis 80 |
| CPU Strap | 100, 125, 167 oder 250 MHz |
| Speichertimings | Hauptlatenzen, Command-Rate, 23 weitere |
| Speicherteiler | DDR3-800 bis DDR3-3200, 17 Stufen |
| CPU-Spannung (Standard: 1,025 Volt) | 0,500 bis 1,80 Volt, 0,001-V-Schritte |
| Option gegen Vdroop | Acht Stufen |
| Ring-/Cache-Spannung (Standard: 1,025 Volt) | 0,655 bis 1,3 Volt, 0,005-V-Schritte |
| PLL/VCCIN-Spannung (Standard: 1,8 Volt) | 0,8 bis 2,7 Volt, 0,01-V-Schritte |
| CPU-IO-Spannung (Standard: 1,015 V.) | Standardwert um 0,99 Volt absenk- oder anhebbar, 0,001-V-Schritte |
| System-Agent-Spannung (Standard: 0,925 V.) | Standardwert um 1,0 Volt anhebbar, 0,001-V-Schritte |
| Grafikkern-/VAXG-Spannung (Standard: 1,0 V.) | Nicht einstellbar |
| RAM-Spannung (DDR3-Standard: 1,5 Volt) | 1,16 Volt bis 2,1 Volt, 0,02-Volt-Schritte |
| PCH-/Chipspannung (Z87: 1,05 Volt) | 0,7 bis 1,08 Volt, 0,0125-V-Schritte |
| Weitere Spannungen | DRAM Vref., Clock Crossing |
| Hersteller-eigenes Auto-OC | - |
| Lüftersteuerung (siehe auch Diagramm am Ende der Tabelle) | CPU-Lüfter und drei weitere automatisch |
| Standard-Referenztakt (CPU-Z) | 100,00 MHz |
| Probleme beim Board-Layout | Problemlos |
| Abstände auf der Platine* | 1,2/2,2/5,0/0,7/2,3/5,3 cm |
| Praxisprobleme | Keine Probleme im Test |
| Leistung (60 %) | 1,44 |
| Starcraft 2: HoTs, 1.080p, kein AA | 29,1/10 Fps (Durchsch./Min-Fps) - sehr gut |
| Super Pi Mod 1.5 (1M/2M/4M) | 10,219/22,885/52,603 Sek. - sehr gut |
| USB-3.0-Leistung (Burst-Test) | 214,6 MiByte/s - sehr gut |
| LAN-Leist. schnellerer Port (senden/empfangen) | 100/116 MiByte/s - gut |
| Stromverbrauch: Windows-Leerlauf | 54 Watt |
| Stromverbrauch: Cinebench Single-Thread | 67 Watt |
| Stromverbrauch: Prime 95 + Crysis 3 | 263 Watt |
| Temperatur: Z87/Wandler (gemessen auf Rückseite)** | 34/33 Grad Celsius |
| FAZIT | 1,73 |
| + Guter Soundchip | |
| + SLI | |
| + Killer-LAN |
Wie es nun beleuchtet aussieht, das wäre noch interessant gewesen. Aber gibt ja Google.
) kann ich die Abneigung zu Creative wohl verstehen.
Für den nächsten PC muss ich mich echt mal auf den Hintern setzen und Informieren was es außer Asus ( den die kann ich nicht ab) noch für Soundkartenhersteller gibt. Bin hier ja gut aufgehoben mit dem Soundkartenthreads.
