Asus ROG Z790 Dark Hero: Intel-Mainboard im Schnell-Test
Die Hero-Modelle von Asus sind, trotz ihrer hohen Preise, Dauerbrenner in der PCGH-Community. Wir testen das ROG Z790 Dark Hero für Raptor Lake Refresh alias Core i-14000.
Wer in nächster Zeit ein neues Intel-System zusammenstellen möchte - die begrenzte Aufrüstperspektive angesichts des anstehenden LGA1851 spricht beim direkten Kauf einer leistungsstarken CPU nicht dagegen - der braucht einen LGA1700-Unterbau. In PCGH 04/2024 testet die Redaktion fünf neue Boards, eines davon gibt es hier im Schnell-Test, und zwar das Asus ROG Z790 Dark Hero.
Wichtiges zum Z790 Dark Hero
Die Hero-Modelle von Asus sind, trotz ihrer hohen Preise, Dauerbrenner - im PCGH-Preisvergleich, in der PCGH-Community und auch in PCGH-Mainboard-Tests. Das Z790 Hero haben wir aber bewusst übersprungen, zu sehr glich es dem Z690 Hero - insbesondere in dessen Hauptkritikpunkten. Die "Dark"-Ausgabe wurde nun deutlich stärker überarbeitet und ist einen Test wert.
Leider ändert Asus' "Dark"-Zusatz nichts an den rückseitigen Anschlüssen des Z790 Hero. Bei der vollständigen Klinken-Phalanx der Luxus-Kombination aus ALC4082 und Sabre-DAC (jetzt 9218 statt 9018 beim Z690 Hero) stört das genauso wenig wie bei vier USB-3.0- und fünf -3.1-Typ-A-Ports. Aber auch der dritte Typ-C ist weiterhin nur mit USB 3.1 unterwegs und die anderen beiden sind das Problem: Hinter ihnen steckt Intels Alpine-Ridge-Controller. Im Falle des Z790 Dark Hero zertifiziert für 40-GBit/s-Thunderbolt - aber ohne Thunderbolt-Peripherie nützt das vielen PCGH-Lesern wenig.
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Im USB-Modus unterstützt der als "USB4 compliant" beworbene Controller dagegen nur x1-Profile: Aktuelle externe SSDs laufen maximal mit USB-3.1- ("Gen2x1"), nicht aber mit -3.2-Geschwindigkeit ("Gen2x2"); künftige vermutlich weder mit USB4 20G ("Gen2x2") noch USB4 40G ("Gen3x2"). Dafür frisst der Controller PCI-E-Lanes, sodass Asus neben vier 4.0-M.2 nur einen ×4-Erweiterungsslot verbaut, während der fünfte M.2 und der zweite mechanische ×16 mit der primären Grafikkarte sharen.
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Wichtig beim Asus-UEFI: Der voreingestellte "unlimited"-Modus ergibt 265 W unter Volllast. Beim ersten Einschalten wird der Anwender aber im POST darauf hingewiesen, dass er durch Deaktivierung des "Multi Core Enhancement" auch spezifizierte 241 W haben kann. Wo diese Option steht, muss man leider selbst herausfinden und der Hinweis versteckt sich zwischen bis zu zehn weiteren Zeilen Warn- und Infotext. Zusätzlich sollten Energiebewusste auch die RGB- oder Stand-By-Einstellungen von Asus prüfen. Denn: Die RGB-Light-Show führt zu einer Vervielfachung des Soft-Off-Verbrauchs.
Fazit: Asus ROG Z790 Dark Hero
Insgesamt belegt Asus in unserem 5er-Testfeld den ersten Platz, alles andere wäre mit gut 300 Euro Budget-Vorsprung aber auch peinlich. Die eigentliche Konkurrenz des Z790 Dark Hero ist das Strix Z790-E aus gleichem Hause. Es bieten Spielern letztlich genauso viel M.2, einen ×4-Slot extra statt 5.0-Sharing und rückseitig viel USB mit 3.2 statt Thunderbolt. Punkten kann das Dark Hero im direkten Vergleich nur mit dem noch etwas besseren Onboard-Sound und 6 Kelvin kühleren Spannungswandlern. Aber ob das 730 statt 450 Euro wert ist?