Haswell-Mainboards: Die wichtigsten Infos vor dem Start [Special der Woche]

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Wer eine kommende Intel-CPU der Haswell-Generation benutzen möchte, braucht ein Mainboard mit Sockel 1150. Noch vor dem Verkaufsstart tragen wir hier alle wichtigen Infos zu Boards, Sockel und den zugehörigen Chips zusammen.

Alle offiziellen Infos zu Haswell-Mainboards und den zugehörigen Chips geben Intel sowie die Board-Hersteller erst passend zum Verkaufsstart. Unsere Infos basieren daher auf Info-Häppchen sowie eigenen Beobachtungen und Interpretationen der Redaktion. Dadurch ergibt sich aber bereits ein relativ klares Bild.

Mainboards für Haswell: Die wichtigste Änderung

Der Sockel 1150 ist nicht einfach nur ein Sockel 1155 mit fünf Kontakten weniger: Intel integriert die Spannungsregler bei Haswell-CPUs nämlich direkt in den Prozessor. Das hat für Mainboard-Hersteller mehrere Konsequenzen. So lassen sich die Platinen insgesamt etwas einfacher und günstiger fertigen. Außerdem dürfte es noch simpler werden, kleine Boards im Mini-ITX-Format (17 x 17 cm) zu gestalten. Da Haswell zudem voraussichtlich über eine noch niedrigere Leistungsaufnahme verfügt als Ivy Bridge, eignen sich Haswel-Systeme sicher sehr gut für kompakte Mini-ITX-PCs.

Mainboards für Haswell: Die neuen Chips

Wie beim Sockel 1155 bietet Intel auch bei der 1150er-Generation passende Chips (Codename Lynx Point) in mehreren Preisklassen an und behält dabei das Namensschema größtenteils bei. Der Z87 löst den Z77 als Topmodell ab. Entsprechende Boards bieten voraussichtlich erneut die besten OC-Funktionen und eignen sich für SLI oder Crossfire mit zweimal 16 PCI-Express-3.0-Lanes. Der Z87 liefert sechs SATA-6Gb/s-Ports. Beim Z77 waren es noch vier 3GB/s- und nur zwei 6Gb/s-Anschlüsse. Die höhere Geschwindigkeit ist allerdings ausschließlich für SSDs wirklich relevant. Vermutlich stehen hier vier (statt zwei) USB-3.0-Anschlüsse im I/O-Bereich von Z87-Mainboards zur Verfügung. Dank eines internen USB-3.0-Ports können Sie zudem bei passenden Gehäusen zwei Front-USB-3.0-Ports verwenden. Natürlich lassen sich per Zusatz-Controller weitere USB- oder SATA-Ports unterbringen. Wie der Z77 unterstützt auch der Z87 die Intel-Techniken Smart Response und Rapid Storage, besser bekannt als SSD-Caching.

Auch der günstigere H87 bietet Smart Response und Rapid Storage. Die Anzahl der USB-3.0- und SATA-6Gb/s-Anschlüsse gleicht ebenfalls dem Z87-Chip. Allerdings verfügen entsprechende Boards voraussichtlich über weniger OC-Funktionen. Für besonders günstige Sockel-1150-Boards ist der B85-Chip gedacht. Hier bekommen Sie "nur" vier statt sechs SATA-6Gb/s-Ports. Dafür sind zwei SATA-Anschlüsse mit 3Gb/s-Geschwindigkeit vorhanden. Auch die USB-3.0-Ports wurden gegenüber den übrigen Chips auf insgesamt vier reduziert (zweimal extern, zweimal intern). Auf Smart Response und Rapid Storage müssen Sie verzichten. Für die meisten Anwender dürfte die Ausstattung aber reichen, weshalb B85-Boards echte Spartipps werden könnten. Neben Z87, H87 und B85 bietet Intel den Q87-Chip an. Dieser ist allerdings lediglich für den Business-Einsatz gedacht und dürfte daher nur auf wenigen Endkunden-Mainboards zu finden sein.

USB-3.0-Probleme

Intel hat die Gerüchte indirekt bestätigt: Bei der neuen Chip-Revision C2 soll ein USB-3.0-Fehler behoben worden sein. Mit anderen Worten: Die C1-Revision verfügt über einen USB-3.0-Bug. Allerdings sollen C2-Chips erst im Juli in den Handel kommen. Daher ist davon auszugehen, dass die ersten Sockel-1150-Boards über eine C1-Revision mit USB-3.0-Fehler handelt. Laut Intel treten die Probleme beim S3-Stand-by auf.

Vorschau: die ersten Haswell-Boards

Schon auf der Cebit im März präsentierten die ersten Hersteller Boards mit Sockel 1150 und Lynx-Point-Chip. Mittlerweile wurden zahlreiche weitere Info-Häppchen gestreut, aber der Reihe nach:

Asrock zeigte uns auf der Cebit bereits das Z87 Extreme6. Obwohl es sich dem Namen nach um ein Board der gehobenen Mittelklasse handelt, fällt die Spannungsversorgung erwartungsgemäß relativ schlicht aus. Dafür spendiert Ausrock der Platine zwei zusätzliche SATA-6Gb/s-Ports, Diagnose-LEDs und Power-, Reset- sowie Clear-CMOS-Schalter. Das kleinere Micro-ATX-Board Z87 Pro4-M nutzt hingegen die Standard-Anzahl an SATA-Ports und eine noch einfachere Spannungsversorgung.

Von Asus gibt es bisher nur Teaser-Bilder. Diese zeigen immerhin, dass es wieder ein Board der TUF-Serie geben wird, das angeblich auch unter besonders schwierigen Bedingungen stabil läuft. Das TUF-Board soll Gryphon Z87 heißen. Top-Ausstattung erwarten wir hingegen vom Z87-Deluxe. Eine Platine aus der ROG-Reihe für Extrem-Übertakter erwarten wir ebenfalls.

Auch Gigabyte zeigte auf der Cebit eine Platine die speziell für Übertakter gemacht ist: Das GA-Z87X-OC verfügt über einfach erreichbare Spannungsmesspunkte sowie zahlreiche Tasten direkt auf der Platine, mit denen Sie unter anderem vermutlich Multiplikator und Referenztakt direkt anpassen können. Diagnose-LEDs sind ebenfalls vorhanden. Für ein OC-Board ist die Spannungsversorgung sehr schlicht, was sicher an den im Prozessor integrierten Spannungsreglern liegt. Zudem wird es einen Nachfolger des sehr guten G1.Sniper 2 geben. Ob dort erneut ein LAN-Chip von Bigfoot Networks und Creative-Onboard-Sound zum Einsatz kommt? Wir gehen stark davon aus.

Mit dem Z87 Xpower will MSI vermutlich an das gute Z77 Mpower anknüpfen. Erneut stehen hier die Overclocking-Funktionen im Fokus. Wie beim Gigabyte Z87X-OC gibt es beim MSI Z87 Xpower einfach erreichbare Spannungsmesspunkte sowie Tasten, mit denen Sie Referenztakt und Multiplikator direkt einstellen können. Dabei muss man jedoch fairerweise erwähnen, dass die Idee ursprünglich von MSI stammt. Auch ein M-SATA-Slot sitzt auf der Platine (diese Idee stammt von Gigabyte).

Intel wird ebenfalls Boards mit Z87, H87 und B85 anbieten. Allerdings handelt es sich dabei voraussichtlich um die letzten Intel-Mainboards. Künftig überlässt der Chip-Hersteller Asrock, Asus, Biostar, Gigabyte, MSI & Co. das Mainboard-Feld.

Details zu den ersten finalen Sockel-1150-Boards können wir Ihnen voraussichtlich schon in der kommenden Ausgabe 07/2013 präsentieren, die ab dem 05. Juni erhältlich ist.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von criss vaughn Volt-Modder(in)
        Haswell ist zumindest für mich nicht interessant, geschätzte 10 - 15 ~ Leistungszuwachs sind bei meinem aktuellen Anwendungsgebiet im Prinzip nicht spürbar, einzig und alleine das OC-Potential inkl. BLCK-Taktung würde mich mal interessieren, aber hierfür habe ich ja das Forum
      • Von criss vaughn Volt-Modder(in)
        Haswell ist zumindest für mich nicht interessant, geschätzte 10 - 15 ~ Leistungszuwachs sind bei meinem aktuellen Anwendungsgebiet im Prinzip nicht spürbar, einzig und alleine das OC-Potential inkl. BLCK-Taktung würde mich mal interessieren, aber hierfür habe ich ja das Forum
      • Von Himmelskrieger Software-Overclocker(in)
        Ich bin mal gespannt ob es ein Upgrade von Ivy zu Haswell lohnen wird.

        Ich bin jetzt erst dabei mein letztes Intel System (welches nicht mehr existiert), mit neuer Hardware wiederzubeleben und als Homeserver zu verwenden. Mein Letzer Intel CPU (abgesehen vom Dual Xeon Single Core Server, den ich 5 Minuten am laufen hatte) war ein Pentium 2. Die nächsten Tage sollte dann mein neues Asrock Z77 Pro4-M und ein Gehäuse kommen, und dann werde ich mir auch wahrscheinlich einen Celeron G1610 bestellen.

        Ich gehe aber davon aus das sind ein Upgrade nicht lohnen würde, vielleicht mit Broadwell.

        So wie es aussieht ist das Z87 Pro4-M schlechter ausgestattet als das Z77 Pro4-M, das Z77 besitzt 4x Sata 6GB/s und 4x Sata 3GB/s, das Z87 hingehen 6x Sata 6GB/s, also 2x 6GB/s mehr, dafür im allgemeinen 2x Sata Ports weniger.
        Außerdem einen PCIe x16 Slot weniger, dafür einen als 1x Ausführung mehr. Wobei ein x16 des Z77 auch nur im 1x Mode läuft, einer im 4x und der Primäre als 3.0 x16. Allerdings ist es recht Sinnlos eine x16, x8, x4 Karte im x1 Board zu betreiben.

        Den VGA Port hätte man weglassen können, und einen DVI>VGA Adapter beilegen können. DVI und HDMI reichen mir.
      • Von steinschock Volt-Modder(in)
        S3 ist den kompletten PC schlafen legen, quasi Standby wobei alles in 2 sek. wiederhergestellt wird.
        Soweit ich weiß wird alles im Ram gehalten und der weiter mit Strom versorgt.
      • Von D@rk Software-Overclocker(in)
        Zitat von jusaca
        Nein, es geht nicht um den Standby von dem Betriebssystem, sondern von der CPU. Die Cores können in unterschiedlich tiefe Schalfzustände versetzt werden, bezeichnet mit Cx. Je größer x, desto tiefer der Schlaf (=geringere Leistungsaufnahme, höhere Aufweckzeit).

        Dann könte man ja Einfach das C3-Stepping im Bios deaktivieren und feddig is die Kiste oder?
      • Von XD-User Volt-Modder(in)
        Auch wenn es jetzt net die Evolution ist, ich freu mich auf Haswell, vllt wandert er ja in meinen neuen PC irwann
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