CES 2018: Asrocks Micro-ATX-Mainboards für Ryzen Threadripper und Skylake-X angesehen
Erstmals durften wir Asrocks in der letzten Woche angekündigten Micro-ATX-Mainboards für Ryzen Threadripper und Skylake-X (Core X) persönlich in Augenschein nehmen. Außerdem mit dabei: Eine M.2-PCI-Express-Steckkarte für bis zu vier NVMe-SSDs sowie zahlreiche Mini-Computer.
Groß kann jeder - Asrock brachte zur CES 2018 in Las Vegas deshalb zwei Micro-ATX-Mainboards für AMDs und Intels derzeitige CPU-Flaggschiffe mit, die die Firma vor einer Woche erstmals erwähnt hatte. Das X399M Taichi ist obendrein das erste Ryzen-Threadripper-Mainboard im Micro-ATX-Formfaktor der Welt. Außerdem präsentierte Asrock eine PCI-Express-Steckkarte für vier M.2-NVMe-SSDs.
X399M Taichi: Micro-ATX für Ryzen Threadripper
In Sachen Chipfläche macht AMDs Ryzen-Threadripper-CPU so schnell niemand etwas vor. Trickreich wird es allerdings dann, wenn man wie Asrock ein Mainboard im Micro-ATX-Format für den Silizium-Boliden entwickeln möchte. Kleiner Kompromiss: Statt acht gibt es nur vier DDR4-RAM-Einschübe auf der Platine, die immerhin 128 GiByte Speicher aufnehmen können - das ist allerdings auch bei Intel-Mainboards im selbigen Format üblich. Und dann sind da auch noch acht SATA-6Gbit/s- und ein U.2- sowie drei Ultra-M.2-Ports, über die sich Massenspeicher an das System anbinden lässt. Dazu kommen außerdem noch drei PCI-E-3.0-x16-Steckplätze, die allesamt mit den vollen 16 Lanes von der CPU versorgt werden.
Japanische Kondensatoren für die eingebaute 7.1-Soundkarte vom Typ Purity Sound 4, sechs USB-3.1-Anschlüsse und je eine USB-3.1-A- und -C-Verbindung sowie zwei Netzwerk-Ports und 802.11ac-WLAN-Support machen das X99M Taichi zu einer runden Sache für alle, die einen Ryzen Threadripper in ein kompaktes PC-Gehäuse verfrachten wollen. Wie bei Mainboards der Taichi-Serie üblich, sind überall auf der Platinenoberfläche kleine Zahnräder aufgedruckt - eins davon sogar in 3D als Kühlkörper für den Chipsatz.
Quelle: PC Games Hardware
Asrock X399M Taichi 01
X299M Extreme4: Micro-ATX für 18 Intel-Kerne
Quelle: PC Games Hardware
Asrock X299M Extreme4 01
Wie auch das X399M Taichi finden im X299 Extreme4 bis zu vier DDR4-Speicherriegel Platz. Für sein erstes Sockel-2066-Micro-ATX-Mainboard kürzte Asrock allerdings einiges zusammen. Es gibt weder eine U.2-Anschlussmöglichkeit noch WLAN-Unterstützung - immerhin stecken auch hier zwei Netzwerk-Ports im I/O-Bereich, genau wie vier USB-2.0-, vier USB-3.0- sowie je ein USB-3.1-A- und -C-Anschlüsse.
Unverändert im Vergleich zur AMD-Platine: acht SATA-6Gbit/s-, doch nur zwei M.2-Ports - und nur zwei der drei PCI-E-Steckplätze sind mit 16 Lanes angebunden, sofern ein Core i9 mit 44 PCI-Express-3.0-Lanes eingesetzt wird. Hier zeigt sich die Überlegenheit des AMD-Chipdesigns mit seinen bis zu 64 Lanes (2 × 32 mit zwei Zeppelin-Dies). Immerhin unterstützt das X299M Extreme4 mit dem Core i9-7980XE Intels derzeit schnellsten 18-Kerner. Für den 7.1-Klang ist Realteks aktuell stärker Soundchip ALC1220 verantwortlich, wie er auf allen aktuellen High-End-Mainboard inklusive dem X399M Taichi sitzt.
Ultra Quad M.2 Card und Mini-PCs
Nicht genug M.2-Steckplätze auf dem Mainboard? Kein Grund zum Kummer: Mit der Ultra Quad M.2 Card passen bis zu vier M.2-SSDs in einen PCI-Express-x16-Slot. Wer vier Steckplätze frei hat, darf sogar vier der Karten in das Mainboard stecken: Prompt passen bis zu 16 M.2-Geräte in den PC. Über einen DIMM-Schalter muss der stolze Besitzer der Karte(n) dann lediglich festlegen, wie viele er im Rechner stecken hat. Für die Wärmeabfuhr an die aus gebürstetem Aluminium gefertigten Abdeckung sind vier Wärmeleitpads sowie ein Axiallüfter verantwortlich. Interessant ist die Steckkarte für Ryzen Threadripper und Skylake-X, wenn drei M.2-SSDs nicht genug sind. Übrigens wird die Ultra Quad M.2 Card mit 16 PCI-Express-Lanes angebunden, kann also vier NVMe-SSDs jeweils mit vollen vier Bahnen versorgen.
Quelle: PC Games Hardware
Asrock Ultra Quad M.2 02
Zu guter Letzt präsentierte ASRock noch einen Mini-PC mit dem im Oktober 2017 auf den Markt gekommenen X299E-ITX/ac. Im Mini-ITX-Mainboard stecken ein wassergekühlter Core-i9-7980XE sowie eine Nvidia Geforce GTX 1080 Ti Mini, die im Cinebench beachtliche Werte auf den Monitor zauberten. Hat die letzte Stunde der Big-Tower-Boliden nun wirklich geschlagen? Es bleibt spannend, auch im Markt für Asrocks Deskmini- und Jupiter-Minicomputer, mit denen der rührige Hersteller Platzhirschen wie Dell Marktanteile abluchsen möchte.
Hm, Asrock M lecker.
Wahnsinn! Hab erst gestern nach so einem MB gesucht und nur ATX und E-ATX gefunden!
Ich bin langsam für mehr Kerne gereift, und wenn dann so richtig mehr, bin aber noch nicht bereit mein schnuckeliges Thermaltake Core V21 mit Wasserkühlung aufzugeben, da passt leider nur mATX rein.
PS: mei sieht es süß aus, so klein mit so einem riesigen Sockel
Wenn ich das Geld hätte, würde ich beim Threadripper in Verbindung mit dem mATX-Board zuschlagen, aber ich habe das Geld nicht.