Spionage-Berichte: Super Micro zieht in Konsequenz Produktion aus China ab

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Quelle: PC Games Hardware

Letztes Jahr sah sich Super Micro laut Berichten damit konfrontiert, chinesische Spionage-Chips auf Server-Mainboards in Umlauf gebracht zu haben. Obwohl dies nie bewiesen wurde, litt das Image deutlich - wie auch der Absatz. In der Konsequenz wird die Produktion nun aus China abgezogen.

2018 machte der Bericht die Runde, China habe unter anderem über Mainboards von Super Micro westliche Unternehmen und Behörden ausspioniert. Angeblich soll ein Zusatz-Chip zum Einsatz gekommen sein. Der vornehmlich im Servergeschäft tätige Anbieter bestritt die Vorwürfe stets vehement, aber der Imageschaden war angerichtet.

Nun zieht man die Konsequenzen aus der Misere und hat das Produktionsgeschäft aus China verlagert. Um dem Problem einer potenziellen "Supply-Chain-Infiltration" aus dem Weg zu gehen, werden die Produkte nun andernorts gefertigt. Das ist insofern erstaunlich, weil China für einen bedeutenden Großteil des Gesamtmarktes steht. Nahezu alle Hauptplatinen kommen aus der Volksrepublik und im Servergeschäft sind es 90 Prozent gewesen. Dieser Wert ist nun drastisch zurückgegangen - nur noch 50 Prozent des rund 15 Millionen Einheiten großen Marktes kommen aus China.

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Neben Verlagerung ist die eigene Fertigung von Super Micro auch ein Thema. Anstatt bei Dritten Produktionskapazitäten anzumieten, will man wieder mehr in eigene Produktionsstandorte investieren und deren Kapazitäten ausbauen. Darunter eine 65 Millionen USD teure Fabrik im Norden von Taiwan, aber auch mehr Aktivitäten im Silicon Valley, also an der Haustür eines der größten Abnehmerländer.

Ähnlich wie bei Huawei aktuell sorgten die potenziellen Verquickungen mit der chinesischen Obrigkeit für Probleme. Verkäufe gingen zurück und Aufträge im Westen wurden schwerer vermittelbar. Zehn Prozent Umsatz soll Super Micro im ersten Quartal 2019 durch die Spionage-Nummer verloren haben, für die es bis heute keine handfesten Beweise gibt. Super Micro droht derzeit der Verlust des dritten Platzes im Markt, weshalb man nun gegensteuert.

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von narcosubs Freizeitschrauber(in)
        Öhm, der Mueller-Report ist öffentlich einsehbar (zumindest die Teile, die nicht vom Justizministerium geschwärzt wurden) und legt auf über 400 Seiten ziemlich detailliert dar, daß und wie von russischer Seite Einfluss auf die U.S.-Wahl genommen wurde. Kraftausdrücke ändern daran nichts.
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