X370 Xpower Gaming Titanium: MSI zeigt High-End-AM4-Mainboard für Ryzen [Update]
MSI nutzt die CES 2017, um seine ersten AM4-Mainboards zu zeigen. Es handelt sich um ein High-End-Modell und eine Mittelklasse-Platine, dem X370 Xpower Gaming Titanium und B350 Tomahawk. Beide werden offenbar in Versionen ausgestellt, die bereits finalisiert sind oder kurz vor der Finalisierung stehen.
Update vom 10.01.17:
AMD hat den X370-Chip inzwischen offiziell vorgestellt und infolgedessen auch die PCI-Express-Konfiguration der ersten Ryzen-CPUs (Codename Summit Ridge) offengelegt. Diese stellen 20 PCI-Express-3.0-Lanes zur Verfügung, 16 davon für Grafikkarten. 2-Way-Crossfire beziehungsweise -SLI müssten dementsprechend mit x8/x8 Bahnen laufen.
Originalartikel vom 04.01.17:
Hieß es Ende Dezember noch, dass AMDs Mainboard-Partner gerade dabei seien, ihre ersten Platinen für den Sockel AM4 zu finalisieren, zeigt MSI jetzt seine ersten Modelle öffentlich auf der CES 2017 (via ocaholic.ch). Bislang gab es in dieser Hinsicht nur Leaks zu sehen. Die Beteiligten sind sich ganz offensichtlich bewusst, dass die Hardware-Welt Neuigkeiten hören und sehen möchte - Namen werden gar nicht erst abgeklebt, wie es Intels Partner vor einer Veröffentlichung immer machen müssen.
Als High-End-Modell wird das X370 Xpower Gaming Titanium präsentiert - wie der Name schon sagt mit dem großen X370-"Chipsatz". Entsprechende Mainboards sollen explizit für die Nutzung von Crossfire beziehungsweise SLI ausgelegt sein, was anhand der zwei metallverstärkten PEG-Steckplätze (PCI-Express x16 3.0) deutlich wird. Gerüchten zufolge sollen Summit-Ridge-CPUs (Ryzen) 32 PCI-Express-Lanes zur Verfügung stellen können. Die Absenz von Switches auf dem X370 Xpower Gaming Titanium untermauert das. (Update: Summit-Ridge-CPUs stellen 16 Lanes für Grafikkarten zu Verfügung, sodass 2-Way-Crossfire respektive -SLI mit x8/x8 Lanes laufen, sofern kein Switch verbaut wird). Zwei M.2-Steckplätze stehen zur Verfügung, von denen der erste eine "Turbo"-Ausführung darstellt. Bislang haben die Hersteller die Turbo-Bezeichnung benutzt, wenn die Anschlüsse direkt an die CPU und nicht an den I/O-Hub (PCH bei Intel) angebunden wurden. Das hat den Vorteil, dass eine NVMe-SSD nicht gebremst wird, wenn der X370-Chip noch andere Daten über SATA oder USB verschicken muss. Eine zweite Grafikkarte liefe dann aber nur noch mit acht statt 16 PCI-Express-3.0-Lanes. Rechts befindet sich derweil noch ein "Turbo"-U.2-Anschluss für NVMe-SSDs im 2,5-Zoll-Gehäuse. Unten scheint sich ein interner Header für USB 3.1 zu befinden, auf der Rückseite eine USB-3.1-Typ-C-Buchse. Die Spulen deuten auf zehn VRM-Phasen für die CPU hin. Die RAM-Bänke sind wie bei anderen High-End-MSI-Mainboards metallverstärkt. MSI hatte gestern bereits das Z270 Xpower Gaming Titanium vorgestellt, das 360 Euro kostet.
Das B350 Tomahawk hat nur noch einen "normalen" M.2-Anschluss und muss auf U.2 sowie internes USB 3.1 verzichten. Dafür scheinen sich am I/O-Panel zwei USB-3.1-Ports mit je einer Typ-A- und -C-Büchse zu befinden. Nur noch der erste PEG-Steckplatz ist metallverstärkt. Die CPU bekommt sechs VRM-Phasen spendiert.
Das Z170 Tomahawk von MSI kostet knapp über 120 Euro. Das B350 Tomahawk sollte schon deswegen günstiger in der Herstellung sein, weil die AMD-"Chipsätze" USB 3.1 integriert haben und dafür keine Zusatzchips von Asmedia gekauft werden müssen. X370-Mainboards wie das Xpower Gaming Titanium können derweil an das Ausstattungsniveau von X99-Platinen herankommen, ohne auf das teure Quad-Channel-Routing für den RAM und die Zusatzchips für USB 3.1 und Co. angewiesen zu sein.
Ich hatte auch bis zuletzt gehofft, dass Zen wenigstens 32 Lanes bietet. (Naples mit 128 Lanes = 4x Zen (8C/16T))
Was ist den das entscheidende Detail, welches "Enthusiast" und "High End"-Mainbords unterscheidet? (siehe Anhang)
Was man nun schon seit Tagen bestätigt gesehen hat, kann nun PCGH offiziell kund tun und streicht fein säuberlich den eigenen Irrtum durch.
Warum macht eigentlich niemand auch mal Bilder von der Kehrseite der MB's, denn da wäre dieses Detail sogar ganz offensichtlich zu sehen gewesen!
Muß aber nicht, denn vielleicht gibt es ja auch eine andere Restriktion, die man an Hand der PCI-E Slot-Verlötung trotzdem nicht sehen kann!
Dafür, das sich PCGH korrigiert, Danke, denn das ist weltweit eher keine Selbstverständlichkeit!
Die USB A- und C-"Büchsen" zu den kleinen B350 Tomahawk-MB, sind aber immer noch nicht aufgefallen
Das ist nicht gut.
Hm die Plattform ist Intel ja schon mal deutlich "unterlegen" hört sich ganz gut an, denn wenn man das bedenkt kann AMD möglich für den 8C/16T über 700€ verlangen selbst wenn er wie auf den Events suggeriert in der Leistung in nichts nachsteht.
Wird in der "Mittelklasse" hoffentlich dann auch interessant.
Der 6600k als reiner 4C kommt mir einfach nicht mehr zeitgemäß vor, als ich damals den i5-750 hatte musste ich mit bei fast nichts sorgen machen jetzt ist die halbe CPU als praktisch noch aktuelles Modell bei paar Chrome Tabs plus den Schrecklichen Twitch Player bzw. Software H264 Decoder halb ausgelastet.
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-Eine PCIe (PCIe/M.2) SSD fände ich auch interessant, kann ich aber nicht nachrüsten, da ich keine freien PCIe Lanes hab.
Hätte ich genügend Lanes und dazugehörige Slots, würde ich mein System auch noch ein paar Jahre weiter nutzen.
Selbst wenn ich jetzt eine mainstream-Plattform finde, die alle meine Bedürfnisse abdeckt, wird sie das in spätestens 2 Jahren nicht mehr tun!
Ich bin seit Jahren kein High-End Gamer mehr, aber so eine "Wegwerf-Platform" werde ich mir trotzdem nicht kaufen.
Ich hab hier 'ne relativ neue Nvidia, die wandert jetzt erstmal in den 8x Port, weil ich auf eine 960 EVO nicht verzichten wollte. Den M2 auf dem Board kann ich nicht nutzen, weil er sonnst zwei SATA-Ports frisst. Ich würd ja auf etwas Geschwindigkeit verzichten, merkt man im Alltag eh nicht. Aber wenn ich dafür zwei Laufwerke rausschmeißen soll, sieht die Sache anders aus.
AMD bringt hier was niegelnagelneues, was just gerade so ausreicht!
Ui toll es gibt noch Ports vom Chipsatz!
Ist das nicht eher Intel's Weg? Marketing plus gerade so, ein wenig mehr.
Also, nicht falsch verstehen! Ich freu mich, dass AMD bald oder irgendwann mal was neues bringt, was vielleicht auch in einigen Bereichen mit Intel mithalten kann. Tolle Sache, wenn der Preis stimmt!
Blöd nur, für Dilemma, dass man jetzt schon hat, braucht es keine Neuanschaffung.
Allerdings bleibt noch, auf findige Boardhersteller zu hoffen!
Solang sich "findig" nicht lediglich in Metallummantelung der PCIe Ports ausdrückt!
Ich denke, da können wir noch bis zum Erscheinen von Ryzen diskutieren und werden auf keinen Nenner kommen (vielleicht auch über das Erscheinungsdatum hinaus nicht). Es hängt am Ende wohl alles vom Preis ab. Wenn man die Mainboards zu Preisen von Sockel 1151 MB bekommt (wovon ich ausgehe) und auch die CPUs in Preisregionen der Sockel 1151 CPUs liegen (das ist die große Frage), ist alles gut. Bei einem 900€ Octacore von AMD würde natürlich der Plattformpreis nicht mehr so stark ins Gewicht fallen und ich würde dir sogar zustimmen.
Aber ja, es wird wohl für die meisten am Preis hängen bleiben. Solang noch was für AMD hängen bleibt, sie dafür aber nicht alle in den Wind hängen, alles gut. Naja, fast alles!