PCI-Express 6.0: Alphawave zeigt funktionierenden Controller - der Release rückt näher
Erste Produkte mit PCI-Express 6.0 sollen 2024 erscheinen, und passend dazu hat der IP-Anbieter Alphawave Semi einen entsprechenden Controller getestet. An Testelektronik von Keysight soll der Chip die volle Bandbreite erreicht haben.
Im Consumer-Markt ist die Verbreitung von PCI-Express 5.0 zwar gerade erst angelaufen, doch schon im kommenden Jahr sollen die ersten Produkte für PCI-Express 6.0 erscheinen. Passend dazu hat das US-Unternehmen Synposis schon vor zwei Monaten gezeigt, wie der eigene PCI-E-Schaltungsblock mit einem Intel-Testchip zusammenarbeitet. Nun hat außerdem auch Alphawave Semi, die ebenso fertige IP-Blöcke anbieten, einen entsprechenden Aufbau gezeigt.
PCI-Express 6.0 läuft bereits
Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens kommunizierte der entsprechende Controller dieses Mal zwar nicht mit einem Testchip von Intel, sondern mit einem Protokollauswerter von Keysight, doch die Aussage dürfte dieselbe sein: Die Implementierung von PCI-Express 6.0 gelingt in der Praxis. Dabei konnte Alphawave Semi die volle Datenrate von 64 GT/s nutzen, und auch der auf PCI-Express aufbauende Compute Express Link ist offenbar lauffähig.
Das Unternehmen bietet den entsprechenden Controller und PHY bereits auf der Website an, vermutlich dürften also die ersten Chipentwickler bereits mit der Integration der Schaltungsblöcke begonnen haben. Damit mit der sechsten Generation erneut eine Verdopplung der Datenrate gelingt, müssen die neuen Controller dabei einige zusätzliche Fähigkeiten beherrschen. Die offizielle Spezifikation enthält beispielsweise eine vierstufige Pulsamplitudenmodulation, wodurch mit jedem Takt zwei Bits statt nur einem übertragen werden können. Damit Störungen dabei nicht für Fehler sorgen, ist gleichzeitig eine neue Fehlerkorrektur notwendig.
Auch interessant: Zwei neue ATX12VO-Mainboards: MSI will Standard 2024 voranbringen
Wie üblich stehen die neuen Anforderungen an neue PCI-E-Geräte einer Abwärtskompatibilität aber nicht im Wege. Falls ab 2024 auch im Consumer-Markt die ersten entsprechenden Produkte erscheinen werden, muss man sich diesbezüglich daher keine Gedanken machen. Zudem dürften hier auch die höheren Datenraten kaum ins Gewicht fallen - zumindest aktuell ist PCI-Express 5.0 mehr als ausreichend. Die neue Generation dürfte am Anfang stattdessen eher in Daten- und Rechenzentren wichtig sein.
Quelle: via Tom's Hardware

Bezüglich Z97: DMI 2.0 bleibt DMI 2.0 und wirkungsvolle IME-Sperren kamen es erst während der 1151er-Zeit. Würde mich also nicht überraschen, wenn der auch Xeons bootet. Technisch müssen auch die "X99"-Boards ohne X99 kein Mist sein. Aber die Vermarktung als "X99" ist es definitiv.
Jetzt wo du es sagst, dass mit zwei x4 Links in einem mechanischem x8 Slot ist mir mal auf einem Board von Asus begegnet, auf der Suche nach einem passenden Z690 Board.
Ja, würde dann Sinn machen, dass sie das bei meinem Board auch so gelöst haben.
Vermarktet/erkannt wird es mit einem "X99" Chipsatz, was da letztendlich für ein "Hardware-Chip" verbaut ist, kann ich nicht sagen (sind keine markings drauf). Allerdings läuft das Teil ohne murren mit zwei E5-2690V4, was bei einem Z97 wohl nicht der Fall wäre.
Früher waren solche Systeme zwar auch deutlich teurer; ein 4770K mit Mittelklasse-Board kostete 400 Euro und ein 5820K mit High-End-Platine (wie sie in der heutigen TR5-Preisklasse mangels Auswahl ausschließlich angeboten werden) lag bei 750 bis 800 Euro. Aber bei Threadripper 7000 zahlt man eben nicht das Doppelte eines 7950X + gutem B650, sondern das Dreifache. (7950X3D ist der falsche Bezugspunkt, denn dessen Vorteile gibt es ja erst wieder als Epyc 9184X zum vierfachen Systempreis.) Dagegen erscheint selbst der LGA4677, der gar kein "HEDT" vorzutäuschen versucht, fast noch günstig mit CPUs ab 400 Euro. (Allerdings ebenfalls 1.200 für übertaktbare, was für tatsächlichen HEDT-Einsatz bei der alten Technik zwingend nötig ist.)
Neben den PCIe Lanes noch zwei zusätzliche Kerne, Quad Channel Memory und USB 3.0 soweit das Auge reichte...
Wenn man von USB mit 5GBit kommt, schaut man vielleicht schon neidisch auf 10/20 Gbit, kauft sich aber nicht gleich einen neuen PC. Wenn ich aber die Möglichkeit habe, mir für wenige Euro eine entsprechende Karte in den Rechner zu stecken, kann ich trotz altem PC noch schnelles USB genießen.
Bei der Arbeit haben wir 2022 einige Laborrechner mit 20 GBit-USB nachgerüstst (für externe m.2 SSDs). Die PCs müssen nicht viel rechnen, erfassen aber Messdaten von mehreren (teil >100) Gigabyte pro Tag. Aus sicherheitsgründen sind die auch nicht ans Netzwerk angeschlossen. Die Kollegen haben sich sehr gefreut, dass sie ihre Daten jetzt mehr als 4 mal so schnell kopieren können. Spart denen über eine Stunde arbeit pro Tag. Die Karten haben so um 70 Euro das Stück gekostet. Wäre das nicht möglich gewesen, hätten wir allein deshalb tatsächlich neue PCs gekauft.
In meinem NAS z.B. habe ich ein No-Name AliExpress-Board mit einem Core i3 9100 verbaut.
Laut Aufdruck auf dem Chipsatz ist es ein H370, meldet sich im OS allerdings als C246.
Das Board hat drei physische PCIe x16 Slots (elektrisch einmal x16 und zwei mal x8) und zwei M.2 Slots.
Die an die CPU-Angebundenen Slots kann ich in 1x16 oder 2x8 aufteilen.
Bei dem "PCH-Slots" habe ich die Wahl zwischen 1x8 oder 2x4, 1x4 und einen m.2 oder zwei mal m.2.
(Mit Einbußen bei SATA natürlich)
Wenn man sich bei AliExpress mal anschaut, was die Chinesen alles mit dem "X99"-Chipsatz machen...
Leider gibt es die aktuell nicht mehr, denn TR5 sehe ich da leider nicht als Alternative.
Wenn von der Leistung ein 7950X3D (~900 Euro incl. Board) reicht bzw. im Gaming schneller ist und weniger Strom verbraucht, kann man den Aufpreis zu einem 7960X (~2400 Euro incl. Board) nicht rechtfertigen.
Früher waren solche Systeme zwar auch deutlich teurer; ein 4770K mit Mittelklasse-Board kostete 400 Euro und ein 5820K mit High-End-Platine (wie sie in der heutigen TR5-Preisklasse mangels Auswahl ausschließlich angeboten werden) lag bei 750 bis 800 Euro. Aber bei Threadripper 7000 zahlt man eben nicht das Doppelte eines 7950X + gutem B650, sondern das Dreifache. (7950X3D ist der falsche Bezugspunkt, denn dessen Vorteile gibt es ja erst wieder als Epyc 9184X zum vierfachen Systempreis.) Dagegen erscheint selbst der LGA4677, der gar kein "HEDT" vorzutäuschen versucht, fast noch günstig mit CPUs ab 400 Euro. (Allerdings ebenfalls 1.200 für übertaktbare, was für tatsächlichen HEDT-Einsatz bei der alten Technik zwingend nötig ist.)
Wenn das Dinge sind, die man dann doch regelmäßig nutzt fängt es halt doch an zu nerven. Und dann kommt der Gedanke "ein neuen PC wäre ja schon toll" doch hoch. Mit der Option auf eine Adapter-Karte könnte man sich entsprechend länger Zeit lassen.
Ich kann auf meinem B650E-F eine 5.0 NVME einbauen und die vollen x16 auf der GPU verwenden.