Zwei neue ATX12VO-Mainboards: MSI will Standard 2024 voranbringen

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MSI bringt im kommenden Jahr zwei neue Mainboards sowie ein Netzteil mit dem ATX12VO-Standard.
Quelle: MSI via Hardwareluxx

Um den vor fast vier Jahren angekündigten ATX12VO-Standard ist es seither relativ still geworden. MSI will dies nun ändern und verspricht für das kommende Jahr zwei neue Mainboards sowie das passende Netzteil.

Seit der Ankündigung des ATX12VO-Standards im Januar 2020 hat sich vergleichsweise wenig getan. Mainboards mit der entsprechenden Spannungsversorgung sind eher rar gesät, doch zumindest MSI will im kommenden Jahr einen erhöhten Fokus auf neue Modelle mit ATX12VO-Unterstützung legen. Entsprechende Pläne erklärte das Unternehmen gegenüber den Kollegen von Hardwareluxx, die im Rahmen einer EHA Tech-Tour zu Besuch beim taiwanesischen Hersteller waren.

Unzer den geplanten Modellen befinden sich je ein Intel- und AMD-Mainboard mit H610M- bzw. B650-Chipsatz, die passenderweise unter der Bezeichnung "Pro H610M 12VO" und "Pro B650 12VO" auf den Markt kommen sollen. In beiden Fällen werden gemäß dem ATX12VO-Standard "12 Volt Only" vom Netzteil an das Mainboard geliefert, für die weiteren Spannungen ist hier das Mainboard selbst verantwortlich, etwa 3,3 Volt für RAM oder SSDs sowie 5 Volt für USB-Anschlüsse.

Durch das Abtreten der Aufgabe können Netzteile künftig kleiner und günstiger gebaut werden; auch die Energieeffizienz bei ATX12VO soll insbesondere bei niedrigen Belastungen deutlich höher liegen. Ein entsprechendes Netzteil wurde von MSI ebenfalls im Rahmen der Hardwareluxx-Tour gezeigt. Zur PSU hielt sich der Hersteller allerdings noch bedeckt; bekannt ist nur, dass diese den Mainboards zu einem "späteren Zeitpunkt" auf den Markt folgen soll. Ohnehin richten sich die drei gezeigten PC-Komponenten wohl primär an Systemintegratoren, wie der Bericht weiter ausführt.

Kann sich der ATX12VO-Standard auf dem Massenmarkt durchsetzen? Über die Kommentarfunktion können Sie uns Ihre Meinung mitteilen. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine kostenlose Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln .

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Auch so sehen die Chancen bislang geringer aus als seinerzeit bei BTX.^^
        Und so ganz richtig ist die Aussage ohnehin nicht: Grafikkarten nutzen auch 3,3 V und müssten somit für eine echte Einsparung ebenfalls angepasst werden, während CPUs gar kein 12 V, sondern 0,x-1,x V vom Mainboard beziehen und wie ATX12VO geht ohne Mainboard-Anpassungen sowieso nicht.

        Das eigentliche Problem sind und bleiben aber USB und alle Formen von PCI-E. Solange es da keine Anpassungen gibt, und bei PCI-E 6 und USB4 hat Intel meinem Wissen nach wieder nicht darauf gedrungen, also wird es dieses Jahrzehnt keinen Umschwung mehr geben, solange wird es keine Systeme ohne 3,3 V und ohne 5 V geben. Der richtige Zeitpunkt für einen 12VO-Start wäre Mitte letzten Jahrzehnts gewesen – vor M.2 und USB Typ-C. Die hätte man die jeweils auf 12 V spezifizieren müssen statt auf 3,3 V respektive 5 V.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Auch so sehen die Chancen bislang geringer aus als seinerzeit bei BTX.^^
        Und so ganz richtig ist die Aussage ohnehin nicht: Grafikkarten nutzen auch 3,3 V und müssten somit für eine echte Einsparung ebenfalls angepasst werden, während CPUs gar kein 12 V, sondern 0,x-1,x V vom Mainboard beziehen und wie ATX12VO geht ohne Mainboard-Anpassungen sowieso nicht.

        Das eigentliche Problem sind und bleiben aber USB und alle Formen von PCI-E. Solange es da keine Anpassungen gibt, und bei PCI-E 6 und USB4 hat Intel meinem Wissen nach wieder nicht darauf gedrungen, also wird es dieses Jahrzehnt keinen Umschwung mehr geben, solange wird es keine Systeme ohne 3,3 V und ohne 5 V geben. Der richtige Zeitpunkt für einen 12VO-Start wäre Mitte letzten Jahrzehnts gewesen – vor M.2 und USB Typ-C. Die hätte man die jeweils auf 12 V spezifizieren müssen statt auf 3,3 V respektive 5 V.
      • Von Chellas Kabelverknoter(in)
        Zitat von x2K
        Der Stand ist nicht durchdacht. Erstens hätte man auch 24 oder 48 volt nutzen können was die Strombelastung der einzelnen Adern reduziert hätte Stichwort 12v stecker bei Nvidia karten.
        Stephen Eastman von intel hat PCWorld dazu ein Interview gegeben. Sie haben sich gegen eine höhere Volt Zahl entschieden da CPU und Grafikkarte 12V benutzen. Eine höhere Effizienz stand im Vordergrund. Wenn alle in der Industrie ihre Produkte hätten anpassen müssen ist die Chance das der Standard angenommen wird laut ihm geringer.
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Das Netzteil wird billiger , und das Mainboard dafür teurer !

        Die zusätzlichen Spannungswandler auf dem Mainbord sind eine weitere Fehlerquelle und müssen gekühlt werden .

        Ja das macht Sinn
      • Von x2K Freizeitschrauber(in)
        Der Stand ist nicht durchdacht. Erstens hätte man auch 24 oder 48 volt nutzen können was die Strombelastung der einzelnen Adern reduziert hätte Stichwort 12v stecker bei Nvidia karten.
        Zum anderen fehlt eine vernünftige Datenschnittstelle zwischen Netzteil und Mainboard.
        Da wird wie immer noch nicht weit genug gedacht.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von binär-11110110111
        Ich bin lieber für ein gutes NT als für zusätzliche Spannungswandler auf dem MB. Rauchen diese ab, ist gleich das ganze MB dahin.
        Sogesehen dürftest du auch keine Mainboards mit USB, SATA, Netzwerk oder einem Soundchip wollen, denn die erhöhen auch die Ausfallwahrscheinlichkeit. Zumal das nicht ins Gewicht fallen dürfte, da das keine Problematische Fehlerquelle ist.

        Zitat von binär-11110110111
        Zudem wird hier unnötig E-Schrott produziert wie damals, als SAT von analog zu digital umgestiegen ist. Millionen von Receivern waren von heut auf morgen unbrauchbar.
        1: kann man die ganzen alten Computer weiterhin benutzen.
        2: der technische Fortschritt macht das halt einfach notwendig. Die analogen Kanäle haben einfach zu viel Platz weggenommen.

        Zitat von dethacc
        Die genannten Vorteile dürfte es in der Praxis nicht wirklich geben. Moderne Netzteile erzeugen nur noch 12v und den Rest über dc-dc Wandler. Ob der Wandler nun im Netzteil oder auf den Board ist dürfte weder für die Kosten, noch für die Effizienz von Bedeutung sein.
        Man sich damit das 24 Pin ATX Kabel sparen und es durch ein leistungsfähiges, mit weniger Pins ersetzen. Der alte ATX Standard ist halt eben schon bald 28 Jahre alt, das merkt man.

        Zitat von Rocketeer67
        Es gab mal einen Standard. Der hieß ATX. Jetzt werden in immer kürzeren Abständen immer neue "Standards" erfunden, welche technisch ggf. halbar sind. Dann wird nach ein bis zwei Jahren mal wieder ein neuer Standard erfunden um die gröbsten Fehler auszubügeln.
        Das war schon immer so.

        Der ursprüngliche ATX Standard von 1996 hat einen 20 Pin Stecker vorgesehen, mehr nicht. Dann brauchten die CPUs mehr Strom und man hat auf 24 Pin erweitert. Damit ließen sich dann üppige 75W liefern (für mehr ist der dicke, fette, 24 Pin Stecker nicht gedacht), vorallem auf der 5V Leitung. Dann brauchten die CPUs mehr Strom, bei AMD hat man sich mit einem 5V Zusatzstecker beholfen, bei Intel hat man den 4 Pin Anschluß eingeführt, damit konnten dann unglaublich 168W ins System gepumpt werden. Zwischen drin wollen die Grakas auch versorgt werden, also führte man den 6Pin PCIe ein, der 75W liefern konnte. Zwischendrin wurden die 168W zu knapp, also hat man den 8 Pin EPS eingeführt. Die Grakas wurden auch immer stromhungriger, deshalb hat man da auch auf 8 Pin, aber nur 150W aufgestockt. Zu guter letzt kam der 12V HPWR.
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