PCI-Express 6.0: Die Spezifikationen stehen fest - Finaler Entwurf fertig

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PCI-Express 6.0: Die Spezifikationen stehen fest - Finaler Entwurf fertig
Quelle: PCI-SIG

Die PCI-SIG hat den finalen Entwurf von PCI-Express 6.0 veröffentlicht. Damit stehen die endgültigen Spezifikationen fest und die Unternehmen können mit der Entwicklung entsprechender Produkte beginnen. Bis PCI-Express 6.0 auf den Desktop-Markt kommt, dürfte es aber noch ein paar Jahre dauern.

Im Juni 2019 kündigte die PCI-SIG die neue Übertragungstechnik PCI-Express 6.0 an. Jetzt wurde der finale Entwurf des neuen Standards veröffentlicht. Ganz fertig ist PCI-Express 6.0 damit zwar nicht, doch mit der aktuellen Version 0.9 können die Unternehmen bereits mit der Entwicklung entsprechender Produkte beginnen. Mit der kommenden Version 1.0 soll es keine funktionalen Änderungen mehr an dem Standard geben.

Erneute Verdopplung

Mit PCI-Express 6.0 sollte die Datenrate gegenüber PCI-Express 5.0 ein weiteres Mal verdoppelt werden, was offenbar gelungen ist: Laut der Pressmitteilung der PCI-SIG erreicht die neue Version eine Transferrate von 64 statt 32 GT/s, und mit 16 Lanes sollen nun 256 GB/s übertragen werden können. Bei PCI-Express 5.0 ist es genau die Hälfte: Dort werden nur 128 GB/s in Aussicht gestellt.
Durch neue PCI-Express-Standards soll die Datenrate alle drei Jahre verdoppelt werden. Quelle: PCI-SIG Durch neue PCI-Express-Standards soll die Datenrate alle drei Jahre verdoppelt werden. Die Erhöhung der Datenrate wird durch mehrere Techniken erreicht. Neu und maßgeblich für die Geschwindigkeitssteigerung ist dabei die Übertragung durch eine vierstufige Pulsamplitudenmodulation, wodurch mit jeder Übertragung zwei Bit statt nur einem Bit übertragen werden. Dadurch steigt aber auch die Fehleranfälligkeit, weshalb mit PCI-Express 6.0 auch eine neue Fehlerkorrektur dazu kommt. An der Kompatibilität soll sich dabei nichts ändern: PCI-Express 6.0 soll weiterhin mit Produkten älterer Standards interagieren können.

Mehr zur neuen Technik: PCI-Express 6.0 noch 2021, Präsentation nennt Details

Wann die ersten Mainboards mit PCI-Express 6.0 zu erwarten sind, ist bislang noch unklar. Da diesen Monat mit Intels Alder-Lake-CPUs aber gerade erst PCI-Express 5.0 im Desktop-Markt etabliert werden soll, wird es bis dahin wohl noch einige Jahre dauern. Zum Vergleich: Der finale Entwurf von PCI-Express 5.0 wurde am 10. Dezember 2018 veröffentlicht, also vor knapp drei Jahren.

Quelle: PCI-SIG via Techpowerup

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    • Kommentare (43)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Ob es nötig ist oder nicht ist völlig egal, das steht auf einem anderen Blatt. Es geht um die Frage, ob ein neuer Standard Vorteile hätte und das ist meist der Fall, wenn der alte Standard schon 20 Jahre alt ist.

        Nehmen wir mal alleine das Thema Stromversorgung. Der PCIe Bus schleppt da noch immer seine 3,3V 3A mit. Ein neuer Bus könnte da 100W über 12V übertragen oder das ganze noch ausweiten. Dann ist der PCIe 6 Pin und 8 Pin eher suboptimal, da bei letzteren nur 6 Pins zur Stromversorgung verwendet werden. Außerdem sind sie mit 75 und 150W sehr knapp bemessen. Ein neuer Anschluss könnte auf 8 Pin 300W übertragen und das wesentlich kompakter.

        Womit wir dann auch beim PCIe Slot sind. Den könnte man, mit heutiger Fertigung, wesentlich kompakter ausführen. Außerdem kann kann man der Tatsache Rechnung tragen, dass heutige Grakas erheblich schwerer sind, als noch vor 30 Jahren, als es winziger Lüfter auf einem 50gr Kühlkörper getan hat. Ein Auflagepunkt in 20 oder 25cm Entfernung von der Gehäuserückseite wäre nicht schlecht.

        Last but not least könnte man gleich auf eine neue Spannung gehen. 24 oder 48V wären da angebracht. Bei letzterem könnte man entweder bis zu 400W übertragen (ohne Zusatzstecker) oder den Slot wesentlich kompakter ausführen.

        Das war nur die Stromversorgung und mechanische Stabilität.
        In der Regel geht es bei der Einführung neuer Standards darum, ob die Vorteile die Nachteile überwiegen. "Inkompatibilität" ist hier ein sehr großer Nachteil, der schon vielen Ansätzen das Genick gebrochen. Bereits zusätzliche Auflagepunkte, die ITX-, DTX- und Slim-ATA-Mainboards unmöglich machen, würden hier ihren K.O. erleben. Abgesehen davon, dass ein einseitiger Haltepunkt bei 25 cm kurz vor den spezifizierten Full-Length-Stützen auf voller Höhe bei 33 cm technisch fragwürdig wäre und geradezu Absurd, wenn man gleichzeitig die Größe und damit mechanische Stabilität des Steckplatzes reduziert. Einzig Änderungen an optionalen Elementen wie Stromsteckern lassen sich leicht umsetzen, wie Nvidia seit rund einem Jahr vorführt, solange man sich an bestehende Netzteilstandards hält und sich nicht auf 48-V-Systeme oder gar willkürliche 24 V beschränkt. Allerdings ist der Bedarf an kleineren Stromanschlüssen offensichtlich auch minimal, wie die Custom-Versionen besagter Nvidia-Karten vorführen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Ob es nötig ist oder nicht ist völlig egal, das steht auf einem anderen Blatt. Es geht um die Frage, ob ein neuer Standard Vorteile hätte und das ist meist der Fall, wenn der alte Standard schon 20 Jahre alt ist.

        Nehmen wir mal alleine das Thema Stromversorgung. Der PCIe Bus schleppt da noch immer seine 3,3V 3A mit. Ein neuer Bus könnte da 100W über 12V übertragen oder das ganze noch ausweiten. Dann ist der PCIe 6 Pin und 8 Pin eher suboptimal, da bei letzteren nur 6 Pins zur Stromversorgung verwendet werden. Außerdem sind sie mit 75 und 150W sehr knapp bemessen. Ein neuer Anschluss könnte auf 8 Pin 300W übertragen und das wesentlich kompakter.

        Womit wir dann auch beim PCIe Slot sind. Den könnte man, mit heutiger Fertigung, wesentlich kompakter ausführen. Außerdem kann kann man der Tatsache Rechnung tragen, dass heutige Grakas erheblich schwerer sind, als noch vor 30 Jahren, als es winziger Lüfter auf einem 50gr Kühlkörper getan hat. Ein Auflagepunkt in 20 oder 25cm Entfernung von der Gehäuserückseite wäre nicht schlecht.

        Last but not least könnte man gleich auf eine neue Spannung gehen. 24 oder 48V wären da angebracht. Bei letzterem könnte man entweder bis zu 400W übertragen (ohne Zusatzstecker) oder den Slot wesentlich kompakter ausführen.

        Das war nur die Stromversorgung und mechanische Stabilität.
        In der Regel geht es bei der Einführung neuer Standards darum, ob die Vorteile die Nachteile überwiegen. "Inkompatibilität" ist hier ein sehr großer Nachteil, der schon vielen Ansätzen das Genick gebrochen. Bereits zusätzliche Auflagepunkte, die ITX-, DTX- und Slim-ATA-Mainboards unmöglich machen, würden hier ihren K.O. erleben. Abgesehen davon, dass ein einseitiger Haltepunkt bei 25 cm kurz vor den spezifizierten Full-Length-Stützen auf voller Höhe bei 33 cm technisch fragwürdig wäre und geradezu Absurd, wenn man gleichzeitig die Größe und damit mechanische Stabilität des Steckplatzes reduziert. Einzig Änderungen an optionalen Elementen wie Stromsteckern lassen sich leicht umsetzen, wie Nvidia seit rund einem Jahr vorführt, solange man sich an bestehende Netzteilstandards hält und sich nicht auf 48-V-Systeme oder gar willkürliche 24 V beschränkt. Allerdings ist der Bedarf an kleineren Stromanschlüssen offensichtlich auch minimal, wie die Custom-Versionen besagter Nvidia-Karten vorführen.
      • Von Echsenmensch86 Kabelverknoter(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Störungen wären leicht in den Griff zu bekommen. Aber es wäre ein Kompatibilitätsproblem: Eine 100-W-Karte würde dann nicht in einem 75-W-Slot laufen. Eigentlich hat PCI-E aber den Anspruch, dass alles läuft, was physisch reinpasst. Und Board-seitig ist man bereits mit meist drei für 75 W ausgelegten Slots und anderen Onboard-Verbrauchern an den Grenzen dessen, was der 24-Pin-ATX-Stecker garantiert verkraftet. Einigermaßen wertige Hardware schafft zwar deutlich mehr, aber Standards müssen immer vom Minimum ausgehen. Und mit den berüchtigten 80-W-Radeons hat ein Miner seinerzeit schon den Mainboard-Stecker geschmolzen. Der winzige Vorteil von +25 W würde also sehr viel Aufwand nach sich ziehen.
        Ok das hatte ich so nicht auf dem Schirm. Ich träume von einer RX 7500 die ungefähr auf dem Niveau einer 5700XT agiert und ohne Extrakabel auskommt. AMD macht ja beim Stromhunger gerade große Schritte.

        Aber so wird das natürlich schwierig.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Ein neuer Standard müsste zuerst zeigen, dass ein Wechsel des physikalischen/mechanischen Standards überhaupt erst nötig ist und den gewünschten Erfolg bringt.
        Ob es nötig ist oder nicht ist völlig egal, das steht auf einem anderen Blatt. Es geht um die Frage, ob ein neuer Standard Vorteile hätte und das ist meist der Fall, wenn der alte Standard schon 20 Jahre alt ist.

        Zitat von Rollora
        Und wenn du mir erklärst, was der physikalisch limitierende Faktor bei PCI-E ist, den man mit einem neuen Anschluss schaffen könnte, dann her damit.
        Nehmen wir mal alleine das Thema Stromversorgung. Der PCIe Bus schleppt da noch immer seine 3,3V 3A mit. Ein neuer Bus könnte da 100W über 12V übertragen oder das ganze noch ausweiten. Dann ist der PCIe 6 Pin und 8 Pin eher suboptimal, da bei letzteren nur 6 Pins zur Stromversorgung verwendet werden. Außerdem sind sie mit 75 und 150W sehr knapp bemessen. Ein neuer Anschluss könnte auf 8 Pin 300W übertragen und das wesentlich kompakter.

        Womit wir dann auch beim PCIe Slot sind. Den könnte man, mit heutiger Fertigung, wesentlich kompakter ausführen. Außerdem kann kann man der Tatsache Rechnung tragen, dass heutige Grakas erheblich schwerer sind, als noch vor 30 Jahren, als es winziger Lüfter auf einem 50gr Kühlkörper getan hat. Ein Auflagepunkt in 20 oder 25cm Entfernung von der Gehäuserückseite wäre nicht schlecht.

        Last but not least könnte man gleich auf eine neue Spannung gehen. 24 oder 48V wären da angebracht. Bei letzterem könnte man entweder bis zu 400W übertragen (ohne Zusatzstecker) oder den Slot wesentlich kompakter ausführen.

        Das war nur die Stromversorgung und mechanische Stabilität.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Du kannst es drehen und wenden wie du willst: ein neuer Standard hätte seine Vorteile, da man auf das alte nicht mehr Rücksicht nehmen muß und völlig neue Wege gehen kann.

        Du auch
        Ein neuer Standard müsste zuerst zeigen, dass ein Wechsel des physikalischen/mechanischen Standards überhaupt erst nötig ist und den gewünschten Erfolg bringt.
        Wie USB zeigt ist es eben nicht immer notwendig. Und wenn du mir erklärst, was der physikalisch limitierende Faktor bei PCI-E ist, den man mit einem neuen Anschluss schaffen könnte, dann her damit. Ansonsten sage ich: den aktuellen Standard updaten bis man ein physikalisches Limit erreicht.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Selbst falls recht bald 128GB DDR5-UDIMMs kommen sollten, wären die echt verdammt teuer, das könnte sich nur ein sehr überschaubarer Anteil der Consumer leisten!

        16GB DIMMs reichen für den Comsumer noch sehr lange locker aus, da kommt man auch schon auf 64GB RAM, was wohl die wenigsten benötigen.
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