MSI MEG Z590 Godlike: Rocket-Lake-Mainboard für rund 1.000 Euro
Das MSI MEG Z590 Godlike ist ein Rocket-Lake-Mainboard und will für rund 1.000 Euro die Krone an sich reißen. Wie schon der Vorgänger Z490 ist das Mainboard schon über dem Premium-Segment im absoluten Enthusiasten-Bereich unterwegs.
MSI hatte vor ein paar Tagen bereits das Programm für Rocket Lake vorgestellt. Die 500er-Mainboards, weitestgehend hochpreisige Modelle, werden nach oben vom MSI MEG Z590 Godlike abgeschlossen. Das Mainboard soll Ende Februar verfügbar ein und dürfte an die 1.000 Euro kosten. Damit dürfte es für den Moment das teuerste Mainboard für Rocket Lake sein. Wohlgemerkt geht die Plattform mit LGA1200 in ihre letzte Runde - eine Weiterverwendung nach Rocket Lake ist also ausgeschlossen.
Doch was kriegt man für das Geld? Bei der Ausstattung ist das MSI MEG Z590 Godlike gut sortiert. Um den Sockel sitzen die 20 (virtuelle) Phasen für CPU und RAM (18+1+1), die per Kupferkühler und temperaturgeregeltem Lüfter bei Laune gehalten werden. Dank der 90 Ampere Power Stages sollte man keine Probleme bekommen. MSI verspricht zudem DDR4-5600, wenn man die passenden Riegel findet.
Die PCI Express Lanes im Format 4.0 sind relativ typisch verteilt: Zwei x16-Slots sind auch elektrisch so an die CPU angebunden und können im Dualbetrieb acht Lanes bereitstellen. Vier weitere Lanes gehen an einen M.2-Steckplatz. Der dritte PCI-Express-Steckplatz ist mechanisch im Format x16 ausgeführt und wird über den Z590 angebunden, der nur mit PCI Express 3.0 unterwegs ist. Das gilt auch für die drei weiteren M.2-Steckplätze. Für alle M.2-Laufwerke ist eine Abdeckung vorhanden; zudem liegt eine Steckkarte bei, auf der sich zwei SSDs montieren lassen. In Summe lassen sich sechs Laufwerke im M.2-Format verbauen und sechs Laufwerke mit SATA anschließen.
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Ansonsten ist Anschlussseitig viel fürs Geld geboten: Gleich zwei Thunderbolt-Anschlüsse, ein 10-GbE-Ethernet-Anschluss von Aquantia, ein 2,5 GbE-Anschluss von Intel, ein Wi-Fi-Modul im AX-Standard von Intel samt Bluetooth 5.2, eine Armada von USB-Anschlüssen, zwei davon als USB 3.2 Gen 2; der Rest als USB 3.2 Gen 1.
RGB-Beleuchtung gehört mittlerweile zum guten Ton. Dazu gibt es beim MSI MEG Z590 Godlike ein kleines OLED-Panel. Das Mainboardlayout verschwindet weitestgehend unter Abdeckungen. Insgesamt startet MSI so mit 4 Reihen: Pro, MAG, MPG und MEG. Zu jeder Reihe sind vier Mainboards verfügbar.

Ebenfalls falsch ist die "Premium"-Fokussierung deiner Aussage. Gerade Asus hätte sogar mehrheitlich Mittelklasse-Platinen voll 4.0-freigegeben, während die High-End-Modelle wegen ihrer 3.0-Splitter für Multi-GPU-Betrieb nicht in der Lage waren, einen ×16-Link in 4.0-Qualität aufzubauen. Die entsprechend detailierten Release-Pläne, die ein Schlag ins Gesicht aller Käufer teurer ROG-Boards gewesen wären, unterstreichen übrigens auch, dass die Mainboard-Hersteller sehr wohl genau auf das technisch machbare geachtet haben und nicht einfach willkürlich alle Platine, einschließlich ungeeigneter, freigeben wollten. Am Ende ist es schließlich der Mainboard-Herstller, der ein "PCI-E 4.0 UEFI" herausgibt, seine Platinen als "PCI-E 4.0 tauglich" bewirbt und dessen RMA-Abteilung den Ärger abbekommt, wenn diese Aussagen falsch wären.
Erneut falsch ist ein Bedarf an 200-A-Wandlern für einen Ryzen 5 5600. Dessen Anforderungen sind weitaus geringer und dürften von nahezu allen AM4-Mainboards erfüllt werden. Bei einigen A320- oder Bristol-Ridge-Designs kann ich es nicht mit Sicherheit sagen, aber es ging hier eher um Retail-Platinen. Umgekehrt gibt es übrigens sehr wohl 400er- und auch 500er-Platinen, deren Spannungswandler bei Einsatz eines Ryzen 9 3950X in kürzester Zeit überhitzen. Diese Platinen werden aber von AMD pauschal alle für voll kompatibel erklärt, ohne dass man sich auch nur eine Sekunde über die miserable Usability einers auf 800 MHz notgedrosselten Systems sorgen würde.
Es geht nicht um die Lanelänge der Paare, sondern generell um die Länge.
Den Code, den Asus verwenden wollte, wurde von AMD nur zu Testzwecken freigegeben und war für bestimmte Boards der x470 Serie gedacht. AMD hat diesen nie offiziell freigegeben.
Es war seinerzeit geplant x470 Boards im Premiumsegment für PCIe4.0 tauglich zu machen. Darüber habt ihr doch selbst berichtet. AMD teilte auch vor Erscheinen der x570 Platinen und somit früh genug für alle Boardpartner mit, dass die Freigabe nicht für x470 Platinen erfolgt. Asus wollte diese auf Basis des Code für ältere Zen Prozessoren und bestimmten Premiumboards übertragen. Das hatte AMD aber wegen genannter Instabilität von vornherein ausgenommen.
Gleiches galt für die VRM ala 200, 150 und 100A, wo die Hersteller behaupteten das 5800 oder 5600 Prozessoren auch problemlos auf allen Platinen der X und B Serie betrieben werden können, das ist mitnichten so.
Ich vermute, dass die Leute die die USB-Standards festgelegt haben nach dem "Passierschein A 39" gefragt wurden, und daraufhin brach das Chaos aus.
USB 3.0 (5 GBit/s)
USB 3.1 Gen1 (5 GBit/s) + USB 3.1 Gen2 (10 GBit/s)
USB 3.2 Gen1 (5 GBIt/s) + USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s) + USB 3.2 Gen2x2 (20 GBit/s)
Und natürlich kann man alternativ auch noch von Superspeed und Superspeed+ sprechen, aber es hat schon früher niemand verstanden, wieso Full Speed zwischen Low und High Speed liegt. Dazu kommt dann noch Thunderbolt 3 mit vier Lanes a 10 GBit/s, dass Gen2 kann, aber nicht Gen2x2.
USB4 ist offiziell mit verpflichtend Gen2x2 (20 GBit/s) und optional Gen3x2 (40 GBit/s) angekündigt worden, meine Befürchtungen bezüglich Gen3x1 erhärten sich aber.
Bis nächstes Jahr kann ich daher auf keinen Fall mehr warten, die CPU ist jetzt der Flaschenhals im System. Den 4133 Mhz RAM würde ich auf ein X570 mitnehmen. PCIE5 mit DDR5 wird für mich dann interessant, wenn auch der Rest (m2 SSD, GPUs etc) diese Bandbreite sinnvoll nutzen; Stand jetzt beginnt ja erst die Verfügbarkeit von PCIE4 Peripherie und das hoffentlich gepaart mit dem DirectStorage Update von Seiten MS dieses Jahr.
Von den MoBo Anforderungen genügt nach kurzer Recherche Stand jetzt nur entweder das Gigabyte Aorus Xtreme oder das Dark Hero VIII von Asus; blöd nur, dass beide nirgends verfügbar sind...
(Nur) Wegen Preisen.
Ich vermute, dass die Leute die die USB-Standards festgelegt haben nach dem "Passierschein A 39" gefragt wurden, und daraufhin brach das Chaos aus.