Killer E2500: Ethernet-Chip mit feinerer Kontrolle
Nicht mehr unter dem Unternehmen Qualcomm Atheros, sondern Rivet Networks wurde der neueste Killer-Ethernet-Chip E2500 vorgestellt. Gegenüber den Vorgängern wurden feinere "Metriken" eingebaut, um über die runderneuerte Software eine bessere Abstimmung der Datenpakete zu ermöglichen.
Nachdem Rivet Networks vor gut einem Jahr den Killer-Chip E2400 vorgestellt hat, folgt nun der E2500. Unter Rivet Networks firmieren einige ehemalige Bigfoot-Mitarbeiter, welche die Killer-Ethernet-Abteilung wieder von Qualcomm Atheros ausgelagert haben, aber immer noch mit dem einstigen Käufer zusammenarbeiten. Der E2500 soll einen neuen Chip darstellen, der feinere "Metriken" zur Kontrolle der Datenpakete spendiert bekommen haben soll.
Die erweiterten Möglichkeiten werden über die runderneuerte Software "Killer Control Center" zur Verfügung gestellt. Während die maximale Ausnutzung der Internetbandbreite auch über den Windows-Task-Manager nachvollzogen werden kann, gibt die Killer-Software genau an, welche Anwendung wie viel KB/s beziehungsweise MB/s benötigt. Alle Anwendungen und Spiele können in einer sechsstufigen Hierarchie priorisiert werden, wobei aktiv laufende Spiele grundsätzliche die höchste Priorität erhalten. Bis zu 500 Webseiten kennt das Killer Control Center und kann diesen eine eigene Stufe zuweisen. Ansonsten bekommt der Browser als solcher eine eigene. Als "Advanced Stream Detect 2.0" wird die aktuelle Priorisierung ab Werk bezeichnet. Pro Anwendung kann die maximal zur Verfügung stehende Bandbreite limitiert werden.
Weiterhin mit an Bord ist "Doubleshot Pro", wenn der E2500 mit einem Killer-WLAN-Chip, beispielsweise dem 1535, kombiniert wird. Sofern es die Internetanbindung hergibt, können so via Ethernet 1 Gbps genutzt werden und über ac-WLAN 867 Mbps. Rivet gibt an, dass in der Praxis gut 1,6 Gbps effektiv genutzt würden. Über die Kabelverbindung könne man beispielsweise ein Spiel und Youtube laufen lassen, über WLAN einen größeren Download. Grundsätzlich werden über Ethernet die Prio-Stufen 1 bis 3, über WLAN 4 bis 6 ausgewählt. Die Verteilung der Anwendungen kann manuell vorgenommen werden. Normalerweise lässt sich nur eine von beiden Verbindungsarten nutzen - in der Praxis bringt die gleichzeitige Nutzung aber auch nur etwas, wenn man zu den erlesenen Nutzern eines Internetanschluss mit mehr als 1 Gbps gehört.
Wie gewohnt wird der Killer E2500 zuerst auf Mainboards von Gigabyte und MSI wiederzufinden sein. Weitere Hersteller sollen bis zum Jahresende folgen. Unter anderem Asrock setzt die Killer-Chips gerne ein. Laut anandtech.com soll die neue Software auch für ältere Modelle angeboten werden, allerdings mit eingeschränktem Funktionsumfang.

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Ein höheren Wert einzutragen würde die Software-Seitige Transferraten-Verwaltung negativ beeinflussen. (Die einzelnen Anwendungen würden höhere Raten zugestanden bekommen, als gesamt Verfügbar ist,)
Idealerweise entspricht der dort eingetragene Wert also der möglichen Transferrate.
Trägt man gar nichts ein, kann die Software nicht die Transferrate auf die Anwendungen aufteilen.
Aber ich bezweifle, dass das nicht auch mit einem 08/15 Controller samt Zusatzprogramm auch gehen würde.
Btw auf der Suche anch einer brauchbaren WLAN Karte (für den Standpc, Kabel verlegen ging nicht) hätte ich tatsächlich eine Killer gesucht, aber nicht gefunden. Die dann gekaufte Asus erfreut die Ohren mit enormen Spulenfiepen, alle anderen Karten hatten hohe Ping-ausreißer.
Den einzigen Sinn den ich also in solchen Karten sehe ist wenn man zwei davon direkt vernetzt oder eben die Oberfläche der Treibersoftware/Netzwerküberwachung bevorzugt (aber dafür Geld ausgeben ist fraglich)
Priorisieren kannst du natürlich nur auf DEINER Seite der Internetverbindung. D.h. wie schnell gehen die Anforderungspakete für den nächsten Block deines Downloads ins Netz raus. Wie schnell der Provider dir diese dann schickt, liegt nicht in deiner Macht... Wie schon orca113 geschrieben hat: Ein fetter Download reißt jeden Ping in höhere Gefilde.
Falls du auch die Geschwindigkeit der Datenübertragung beeinflussen willst, müsstest du dir schon was dickeres als eine Fritzbox hinstellen (oder einen Managed Switch verwenden).
Beispiele wie das per Software gehen kann zeigt etwa STEAM, wo ich den Download natürlich auch beschränken kann (was aber unzureichend ist, weil es noch nicht die Paketpriorisierung betrifft, den Ping also leicht erhöht. Hier muss man dann nochmal Hand anlegen).