Gigabyte: Stellungnahme zur erhöhten SoC-Spannung bei AM5-Mainboards
Gigabyte meldet sich bezüglich des Problems mit defekten 7000X3D-CPUs auf AM5-Mainboards: In einer Pressemitteilung des Herstellers heißt es, dass alle AM5-Mainboards des Herstellers den kritischen Wert von 1,4V SoC-Spannung nicht überschreiten.
In letzter Zeit häuften sich Berichte über "durchgeschmorte" AMD-CPUs der 7000X3D Serie mit gestapeltem V-Cache. Dabei soll der 3D-V-Cache bei zu hohen SoC-Spannungen Schaden nehmen, wobei ein Spannungswert über 1,4 V als Fehlerursache vermutet wird. Dies soll vor allem in Kombination mit dem EXPO-Standard von AMD zusammenhängen, der eine Eigenlösung ähnlich dem XMP-Standard zur automatisierten Leistungssteigerung des Arbeitsspeichers durch vordefinierte Profile darstellt.
Messung der SoC-Spannung mit HWiNFO
Zunächst stellt Gigabyte klar, dass die CPU-interne SoC-Spannung am sogenannten SVI3-Interface der richtige Ort ist, um Spannungswerte auszulesen. Wer stattdessen die "PWM Output Voltage" ausliest, erhält im Vergleich zur SoC-Spannung in der CPU erhöhte Messwerte.
Die Erklärung des Hardwareherstellers gibt auch an, wie PC-Enthusiasten die SoC-Spannung mit HWiNFO auslesen können: "Benutzer können die HWiNFO-Software verwenden, um die interne SoC-Spannung der CPU (SVI3-Schnittstelle) genau zu überwachen, die in HWiNFO als "CPU VDDCR_SOC Voltage (SVI3 TFN)" angezeigt wird. Dieser Wert wird vom internen Sensor der CPU gemeldet und zeigt die tatsächliche Spannung an.
Presse-Statement spricht von SoC-Werten unter 1,3 V
Gigabyte selbst nutzt HWiNFO zur Überprüfung der SoC-Spannung und bescheinigt für alle AM5-Mainboards Werte unter 1,3 V, also unter dem kritischen Wert von 1,4 V. Für das Auslesen in HWiNFO wurde der Sensorwert "CPU VDDCR_SOC Voltage (SVI3 TFN)" vom Hersteller verwendet. AMD hat die Sensorwerte von unter 1,3 V bestätigt.
Besitzen Sie auch ein Gigabyte-Mainboard mit AM5-Sockel und eine Ryzen 7000X3D CPU? Machen Sie sich weiterhin Sorgen, dass Ihre CPU ausfallen könnte? Nutzen Sie die Kommentar-Funktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Falls Sie noch keinen Account haben, können Sie sich gerne registrieren.
Quelle: Gigabyte Pressemeldung via Techpowerup

Wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] richtig anmerkt, kann man die tatsächliche SOC-Spannung aber nicht auf unabhängigem Wege messen und somit auch die Genauigkeit der internen Sensoren nicht exakt überprüfen. Selbst eine grobe Einordnung würde ein Umlöten der Stromversorgung und eine komplette Messreihe erfordern – und am Ende wäre man immer noch nicht schlauer, weil AMD nicht angibt, ob "1,3 V" die unbedenkliche Spannung im SoC oder die unbedenkliche Spannung an den VRM, die den SoC versorgen sollen, ist.
Bei Asus, MSI und co. kann man sich auch Beta Versionen laden.
Wenn du kein gefühlter Beta Tester sein willst, kauf Produkte erst nachdem diese auch schon längere Zeit schon auf dem Markt sind. Wennst dir heute nen AM4 mit AMD Ryzen 7 5800X3D kaufst weißte genau was du bekommst und das es ausgereift ist.
Mein AM4 Board hat auch solche Funktionen. Da ich eine "Billigversion" des X470 Chipsatzes habe, ist das UEFI vergleichsweise auch "Billig" gehalten und es gibt bloß einen Schalter mit dem Titel "EZ Overclock Tuner". Dort kann ich Werte auswählen mit den Titeln "DDR-3200" usw. Das bedeutet im Klartext wenn ich dort für meinen 3200er RAM dieses Profil auswähle, werden fast alle Parameter für die CPU und den RAM so eingestellt, wie GIGABYTE es für angebracht hält. Hab ich probiert, Save and Exit, Reboot, Blackscreen, Bootschleife, usw. sind die Resultate. Funktioniert kein bischen. Kann von Laien schnell mit der Funktion "XMP" verwechselt werden. Was ich bisher herausgefunden habe ist, daß wenn ich diese Werte einmal gewählt und gespeichert habe, ist es ein Lottospiel ob mein Rechner danach Bootet, Windows korrekt hochfährt oder gar die Kiste im laufenden Betrieb random Reboots hinlegt bei allen möglichen Lastzuständen. Mal auf dem Desktop, mal beim Benchmark, mal beim Zocken usw. Lange Rede, kurzer Sinn, die Verwendung dieser Funktionen macht den Rechner instabil. Manche von diesen Werten überleben sogar den Soft-Reset vom UEFI "Load Default Values and Restart" und lassen sich nur mit einem CMOS Clear wieder löschen.
Die SOC Voltage ist auch so ein Kandidat, der sich dabei automatisch verstellt. Dabei wird ein Wert eingestellt von 1000 mV. Solange man nur 2 RAM Module steckt, funktioniert das sogar irgendwie. Als ich aber vor kurzem meinen RAM aufgerüstet habe und dann 4 Module im Rechner hatte, habe ich mir einen Wolf gesucht, warum die Kiste dauernd abschmiert. Im AMD Overclocking Menü hab ich dann den Eintrag SOC Voltage Override gefunden, dort sollte für Automatische Einstellung durch AMD Parameter eine 0 stehen. Eingestellt wird vom EZ Overclock Tuner dort 1000 mV. Dieser Wert hat verhindert, das der Rechner stabil läuft mit 4 gesteckten RAMs. Auf 0 gestellt und mit HWINFO ausgelesen, wird dann die korrekte VID gesetzt mit ca. 1.2 Volt.
Bei meinem alten Q6600 mit dem P45 Mainboard von Gigabyte war es das auch schon so. Manuell mit den richtigen Stellschrauben übertaktet, schafft der Prozessor mit der Standardspannung von 1.35 Volt, Multiplikator runter von 9 auf 8, FSB 400, 1:2 Teiler mit DDR2-800 RAM einen Takt von 3.2 GHz anstelle der Standardtaktung von 2.4 GHz. Der Rechner läuft bis heute mit diesen Werten 100% stabil und einwandfrei, seitdem ich ihn gebaut habe, im Jahre 2008. Stelle ich das über die Autofunktion im Board ein, haut er mir Random Werte rein für ALLE Parameter. FSB 457 MHz, was bei der 775er Plattform nur mit starker Spannungserhöhung überhaupt machbar ist, mit Multiplikator 7 bis 9, und jetzt kommts, mit einer automatischen Vcore Spannung von 1.5 bis 1.6 Volt. Die Kiste ist dabei immer abgeschmiert, nach Save und Exit und hing in einer Reboot Schleife fest. Gigabyte hatte damals sogar schon eine Schutzfunktion drin, die hat das Board nach 3 oder 4 fehlerhaften Reboots automatisch in das Backup BIOS starten lassen. Auch dort war es nur möglich, den Rechner wiederzubeleben durch erneutes flashen des MAIN BIOS. Verwende ich das normale CPU Menü zum Einstellen der Vcore, sind dort die Werte farblich markiert, auch vom Boardhersteller. Ab 1.4 Volt sind die in der Tabelle zur Auswahl angezeigten VCORE Werte in diesem Menüpunkt in roter Schrift markiert. In der Hilfe steht drin, das bei Verwendung der rot markierten Werte die CPU beschädigt werden kann und jede Garantie seitens des Herstellers entfällt. Stichwort LLC: die Autofunktion hat dazu auch die LLC auf die höchste Stufe eingestellt, die im LLC Menü auch mit roter Schrift dargestellt wird. Das es mir dabei beim Testen nicht die CPU gegrillt hat, ist wohl dem Umstand geschuldet, daß die Autofunktion sofort Werte eingestellt hat, die in dieser Kombination unmöglich funktionieren können und schon im POST zum Absturz führten. Manchmal ist der POST auch durchgelaufen und ich konnte im BIOS dann die Werte sehen, die für die CPU und den FSB gesetzt waren. Das starten vom Betriebssystem endete IMMER mit Blackscreen. Sofort hab ich dann den Rechner abgeschaltet und CMOS Clear gemacht. Danach hab ich diese Funktion niemals mehr verwendet.