Defekte Z790-Mainboards: MSI verrät die Ursache, Problem angeblich behoben

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Defekte Z790-Mainboards: MSI verrät die Ursache, Problem angeblich behoben
Quelle: MSI

MSI hat mit einem Statement auf gehäufte Ausfälle des Mainboards MAG Z790 Tomahawk Wifi reagiert. Die Ursache ist demnach bekannt und bereits behoben. Betroffenen Kunden wird zudem ein Austauschprodukt versprochen.

Als Intel im Herbst 2022 die damals neuen Raptor-Lake-Prozessoren auf den Markt gebracht hatte, gab es gleichzeitig neue Chipsätze für den Sockel 1700. Zu den ersten neuen Mainboards zählte damals das MSI MAG Z790 Tomahawk Wifi, das bis heute verkauft wird. Seitdem gab es aber diverse Berichte über Probleme mit genau dieser Platine: Manche Mainboards funktionierten bereits bei der Inbetriebnahme nicht. Bei der Suche nach dem Problem wurde anschließend oft ein zerbrochener PCH-Chip - also der "Chipsatz" - entdeckt.

Die falschen Schrauben

Entsprechende Berichte gab es beispielsweise vor neun Monaten auf Reddit oder auf dem Youtube-Kanal Joshi Repair, der letzte Woche ein entsprechendes Video veröffentlichte. Ebendieses wurde von der Technikpresse aufgegriffen und gelangte so wohl auch zu MSI, die nun mit einem Statement reagierten. Demnach gab es tatsächlich ein Problem mit dem MAG Z790 Tomahawk Wifi. Durch früher in der Produktion verwendete Schrauben für den Chipsatzkühler konnte es dazu kommen, dass der PCH-Chip bereits ab Werk beschädigt und das Mainboard damit unbrauchbar wurde. Vermutlich gab es einen zu hohen oder ungleich verteilten Anpressdruck, der das Silizium zerstörte.

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"In Bezug auf den MAG Z790 Tomahawk Wifi-Vorfall haben wir festgestellt, dass bei einer kleinen Menge der Einheiten ein nicht funktionierender PCH auftreten kann, was zu einem Dead on Arrival (DOA) des Mainboards führen kann. Wir haben die Ursache auf ein früher verwendetes Schraubendesign für den Chipsatz-Kühlkörper zurückgeführt und haben proaktive Maßnahmen ergriffen, um dieses Problem zu beheben."

Welche Chargen dabei genau betroffen sind, hat das Unternehmen leider nicht verraten. Offenbar tritt das Problem aber nur direkt beim Verschrauben des Kühlers auf. Deshalb hat MSI inzwischen das Schraubendesign verbessert, sodass es nicht mehr zu Beschädigungen kommen soll. Ältere Platinen, die mit einem gebrochenen PCH-Chip ausgeliefert werden, möchte MSI zudem kostenfrei austauschen. Alle bisher eingeschickten Platinen sollen bereits ersetzt worden sein.

Auch interessant: Kuriosität: Intel-Mainboard für Sockel 1700 hat Steckplätze für DDR4- und DDR5-RAM

Für Kunden ändert sich damit wenig, schließlich würde man ein defekt angeliefertes Mainboard ohnehin gegen ein anderes Modell austauschen. Besitzer eines funktionierenden MSI MAG Z790 Tomahawk Wifi können durch das Statement von MSI aber wohl beruhigt sein. Denn demnach treten die Ausfälle nicht während der Betriebszeit auf, sondern ausschließlich in der Fertigung. Eine höhere Ausfallrate im Betrieb ist dadurch also nicht zu erwarten.

Quelle: via Tom's Hardware

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von firejohn Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Mein Z690 Tomahawk WiFi DDR4 war auch DOA. Hatte irgendwann nach einem Z790 DDR5 gesucht und vllt. zum Glück zu einem Asus gegriffen, weil eigentlich sollte es wieder ein Tomahawk werden, entweder das im Artikel erwähnte oder das neuere Refresh das sich Max nennt.
      • Von firejohn Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Mein Z690 Tomahawk WiFi DDR4 war auch DOA. Hatte irgendwann nach einem Z790 DDR5 gesucht und vllt. zum Glück zu einem Asus gegriffen, weil eigentlich sollte es wieder ein Tomahawk werden, entweder das im Artikel erwähnte oder das neuere Refresh das sich Max nennt.
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