DFI Lanparty UT P35: 610 MHz Front-Side-Bus und mehr möglich

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DFI Lanparty UT P35-T2R (Bild: DFI) Quelle: (Bild: DFI) DFI Lanparty UT P35-T2R (Bild: DFI) Bereits auf der Computex hat DFI das Lanparty UT P35-T2R, welches auf Intels P35-Chipsatz basiert, vorgestellt (PCGH berichtete). Kurz vor dem Erscheinen des Mainboards sind nun erste Serienboards im Umlauf, die zeigen, ob sich das Warten gelohnt hat.

Die Lanparty-Serie von DFI richtet sich in erster Linie an Extrem-Übertakter, die sich nicht davor scheuen mehrere Stunden mit einem sehr umfangreichen und einstellungsfreudigen Bios zu beschäftigen. Mit dem Hintergedanken an eine überdurchschnittlich gute Übertaktbarkeit wurde auch das P35-T2R von Oskar Wu entwickelt.

Um zu demonstrieren, was das Board zu leisten im Stande ist, haben Oskar Wu und Andre Yang mithilfe einer Kompressorkühlung im DFI-Labor das P35-Board an seine Leistungsgrenze gebracht: Sagenhafte 672 Megahertz Front-Side-Bus waren das Ergebnis, was unter anderem auch an der verwendeten Kühlung lag.

Für das Serien-Mainboard sind 600 Megahertz Front-Side-Bus angepeilt. Natürlich ist dieser Wert nicht mit jedem System zu erreichen, da andere Komponenten wie Prozessor oder Speicher bereits früher an ihre Leistungsgrenzen stoßen.

Im Forum von Xtremesystems gibt es jetzt erste Ergebnisse und jede Menge Bilder eines Serien-Boards. Mit Luftkühlung und einem Vorserien E6850 macht das Mainboard einen Front-Side-Bus von 610 Megahertz für einen Super-Pi-32M-Durchlauf problemlos mit.

Natürlich ist ein hoher Front-Side-Bus nicht der wichtigste Faktor beim Übertakten von Core-2-Duo-Prozessoren. Ganz im Gegenteil: Je höher der Front-Side-Bus, desto höher sind automatisch die internen Mainboardlatenzen. Übertakter können sich aber auch über die weiteren Features des Boards freuen. Alle nur erdenklichen Spannungen dürfen bis in höchste Bereiche angehoben werden.

Ein weiteres Novum stellt die frei plazierbare Heatpipe dar. Diese kann entweder innerhalb oder ausserhalb des Gehäuses in verschiedenen Positionen verschraubt werden. Dadurch will DFI sichergehen, dass auch mit exotischen Gehäusen eine gute Kühlung des Mainboards möglich ist.

Zur weiteren Ausstattung des Mainboards gehören die von DFI gewohnten Power- und Resetschalter auf dem Mainboard. Auch Diagnose-LEDs befinden sich direkt auf dem Mainboard, was bei fehlgeschlagenen Übertaktungsversuchen die Fehlersuche erleichtert. Außerdem verfügt das P35-T2R über die bisher einzigartige Funktion die beiden Onboard-Netzwerkanschlüsse zu einem redundanten Netzwerkanschluss zusammenzufassen: Wenn einer der beiden Anschlüsse einen ausfällt oder zu hoch belastet wird, springt der zweite Anschluss unterbrechungsfrei ein.

Ein dritter 16X-PCI-Express-Steckplatz befindet sich zwar auf dem Board, wird wegen der begrenzten Anzahl an PCI-Express-Leiterbahnen wahrscheinlich nur physikalisch mit 1X angesteuert werden können. 8X/8X für Crossfirebetrieb sind leider auch nicht möglich. Für die bestmögliche Performance auf Intels aktueller Chipsatzreihe muss also weiterhin auf X38-Mainboards gewartet werden.

Die Soundkarte kommt auf einer Steckkarte daher und ist auf den Namen "Bernstein Audio" getauft. Realteks ALC885-Chip sorgt hierbei für den 7.1-Ton.

Einen genauen Erscheinungstermin gibt es noch nicht, allerdings sollen die Mainboards nächste Woche verschickt werden. Demnach dürfte das DFI Lanparty UT P35-T2R in etwa zwei Wochen verfügbar sein. Alternate listet das Mainboard bereits zu einem Preis von 269 Euro.

Eine DDR3-Variante des Mainboards, das P35-T3R, wird kurz nach dem Erscheinen des P35-T2R folgen und verfügt über die identischen Features.

Jede Menge Bilder vom Board befinden sich in unserer Galerie.

Bildergalerie

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