Speicherkrise macht es möglich: Verkaufszahlen von DDR3-Mainboards steigen rasant in China
Laut eines Berichts aus dem chinesischen Board-Channels-Forum sind die Verkaufszahlen von DDR3-Mainboards in China rasant angestiegen. Die Speicherkrise zwingt Verbraucher dazu, immer merkwürdigere Wege zu gehen.
DDR5-Speicher ist aktuell sündhaft teuer. Den gleichen Weg soll auch DDR4-Speicher gehen, wenn man Prognosen heranzieht. Die Speicherkrise ist mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem sich Verbraucher auf DDR3-Speicher rückbesinnen. Das geht zumindest aus einem Bericht des Board-Channels-Forums hervor, demzufolge die Verkaufszahlen von DDR3-Mainboards in China rasant angestiegen sind.
In China wird wohl vermehrt zu DDR3-Boards gegriffen
So geht aus dem Forum hervor: "Ein wichtiger Trend ist bemerkenswert: Die Verkaufszahlen von DDR3-Mainboards steigen rasant. Dies dürfte auf eine wieder anziehende Nachfrage nach günstigeren Systemen zurückzuführen sein. Bundles, die DDR3-Mainboards mit CPUs der 6. bis 9. Generationen kombinieren, verkaufen sich gut. Laut aktuellen Informationen inländischer Mainboardhersteller steigen die Absatzzahlen von DDR3-Mainboards schnell an und verzeichnen ein rasantes Wachstum um das Zwei- bis Dreifache oder mehr."
Laut Techpowerup ging aus dem chinesischen Forum auch hervor, dass Intels X99-HEDT-Plattform wieder eine beliebte Wahl bei Käufern ist. Darauf finden ältere Xeon-Prozessoren Platz, die Unterstützung für Quad-Channel-Speicher bieten. Chinesische Mainboardhersteller sollen DDR3-Speicher an den X99-Chipsatz angepasst haben, der eigentlich DDR4 unterstützt. Mit Quad-Channel-Support und bis zu 128 GiB Kapazität soll dieser Ansatz Workstation-Leistung zu einem Bruchteil des Preises bieten.
Videocardz führt zudem an, dass DDR3-Speicher leicht aus ausrangierten Büro-PCs geborgen werden könnte, was eine günstige Alternative zum Neukauf darstelle. Während also DDR5- und auf absehbare Zeit auch DDR4-Speicher immer teurer werden, müssen Verbraucher unkonventionelle Wege gehen. So berichtete Techpowerup noch Ende vergangenen Jahres, dass SODIMM-zu-DIMM-Adapter an Beliebtheit gewonnen haben, damit Nutzer an den Laptop-SODIMM-Speicher herankommen, da dieser langsamer im Preis steigen soll als herkömmliche Desktop-DIMMs.
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Quelle: Board Channels via Videocardz und Techpowerup
