Comet Lake S: ECS deutet 400er-Desktop-Chipsätze für Anfang 2020 an [Update]

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Comet Lake S: ECS deutet 400er-Desktop-Chipsätze für Anfang 2020 an (1)
Quelle: Intel

Intel bereitet sich vor, die nächste 14-nm-Auflage auf den Markt zu bringen, die als Comet Lake mit 400er-Chipsätzen gepaart werden soll. Erste Desktop-Modelle jener I/O-Hubs kündigte ECS nun für Anfang 2020 an.

Update vom 06.09.2019

In SiSoft Sandra ist nun ein H470 auf einem ECS-Mainboard aufgetaucht, der einmal mehr die Pläne von ECS bestätigt, Anfang 2020 mit dem Q470 und dem H470 zu starten und danach den H410 zu bringen. Intels neue Mainstream-Plattform, die angeblich auch einen neuen Sockel haben wird, dürfte damit wohl endgültig im ersten Quartal 2020 gesetzt sein. Neu ist dabei relativ, denn die Prozessoren sind weiterhin in 14 nm produziert, dieses Mal mit 3 Plus am Prozess. Comet Lake soll dann bis 125 Watt TDP gehen, basiert aber nach wie vor auf bekannter Technik. Die Sunny-Cove-Kerne mit angeblich knapp 20 Prozent mehr IPC werden für Desktops erst im Jahr darauf erwartet.


Original-Artikel vom 23.08.2019

Schon im Mai 2019 tauchten erste Hinweise auf die neuen 400er-Chipsätze bei Intel auf, die mit Comet Lake gepaart werden sollen. Genauer würde man heute Plattform Controller oder I/O-Hubs sagen. Nun gibt es eine ganze Reihe Details aus einer Roadmap zu diesen PCHs.

Für gewöhnlich bedeuten neue Prozessoren bei Intel auch neue Plattform Controller Hubs (PCHs) oder auch landläufig nach wie vor Chipsätze. Die 400er-Reihe wäre eben jene für Comet Lake und zu der ist nun eine Roadmap aus Asien aufgetaucht. Die stammt von ECS und sagt, dass die Modelle H410, H470 und Q470 Anfang 2020 veröffentlicht werden sollen.

Die Mobilprozessoren sind ja bereits für die 400er-Chipsätze bestätigt, das wären konkret Ice Lake U in 10 nm und Comet Lake U/Y in 14 nm. Die oben genannten drei Modelle durften dann für Comet Lake S/H zum Einsatz kommen. Dazu wird sich gewiss wieder ein Flaggschiff vom Typ Z4X0 gesellen, dass abseits der drei I/O-Controller auf den Markt gebracht werden wird. Die Plattform wird vom Sockel LGA 1200 ergänzt werden und von 95 auf 125 Watt wechseln, um den geplanten Zehnkerner sinnvoll unterzubringen.

Auch lesenswert: Comet Lake S: Angeblich bis zu 10 Kerne mit Sockel LGA1200 in 14 nm ab Q1 2020

Der IO-Hub selbst wird als nennenswerte Neuerungen Zugang zu Wi-Fi 6 und Bluetooth 5 bieten sowie USB 3.1 Gen 2 wie auch Thunderbolt 3 unterstützen. Was dann letztlich wie auf dem Mainboard tatsächlich zu finden ist, hängt auch vom Hersteller seinem Mainboard ab.

Dass die I/O-Hubs von ECS nun für Anfang 2020 erwähnt werden, lässt hoffen, dass die neue Mainstream-Plattform von Intel auf Basis von Comet Lake S auf der CES vorgestellt wird - dann einmal mehr in 14 nm mit unzähligen Pluszeichen. Im Herbst kommt zudem noch Cascade Lake X, die neue High-End-Plattform mit X499. Gerade im High-End-Segment fahren sich AMD und Intel bei der Produktbezeichnung des Chipsatzes aber gerne in die Karre.

Das werden aber alles keine Wunder sein, wie sie mit den Sunny-Cove-Kernen eher zu erwarten sind, denn da trommelte Intel für die 18 Prozent IPC-Steigerung und die deutlich bessere Grafikeinheit. Die gibt es aber erst einmal nur in den Core i-1000G0-Modellen in Note- und Ultrabooks.

Quelle: ascii.jp

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    • Kommentare (34)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Comet Lake S: ECS deutet 400er-Desktop-Chipsätze für Anfang 2020 an

        Zitat von Incredible Alk
        Nicht hart sondern nach offiziellen Intel-Vorgaben - bedeutet 95W und maximal 28 Sekunden lang bis zu 118,75W. Das ist weder Intelfreundlich noch Intelunfreundlich - es ist die offizielle Art wie der hersteller seine CPU betrieben haben möchte. Genauso wie beispielsweise ein Ryzen 3700X seine 65W eingestellt hat aber unbegrenzt lange (so lange die Parameter es zulassen) maximal 88W verbrauchen darf.

        Alles andere wie "offene" CPUs, sei es nun Intel oder AMD, wäre unsinnig für einen Vergleichstest mit zig CPUs. Sowas kann man machen, ist dann aber Bestandteil von OC-Tests. Da verschieben sich die Grenzen dann etwas - für einen fairen Direktvergleich spielt das aber zunächst keine Rolle.

        ...und ich schätze du hast den Satz falsch rum verstanden - ich redete von der Spannungsversorgung die 1000W in den Sockel drücken kann, nicht von einer CPU.

        Bei einem Sockel-übergreifenden Vergleich muss man die unterschiedlichen TDP-Grenzen dennoch erwähnen – Intel wird die nächste Generation vermutlich nicht mit 95 W ausliefern, sondern in die 120er gehen. Das heißt es gibt 25 Prozent mehr Kerne, 1,5 Jahre Fertigungsverfeinerung, möglicherweise/wenn Intel nicht total bescheuert ist (wenn...) flotteren RAM und oben drauf 30 Prozent mehr erlaubten Energieumsatz, um den Sprung von 3800X-9900K-Niveau vor den 3900X zu schaffen.
        Könnte klappen und in Spielen ist man heute schon vorn, aber die Effizienz dürfte leiden.

        Zitat von hrIntelNvidia
        Wann will Intel 10nm in den Desktop bringen? ☺️

        greetz
        hrIntelNvidia
        "will" oder "kann"?

        Zitat von Threshold
        Die Skylake Architektur für Sockel 11xx gibt eben nicht mehr her. Willst du da 16 Kerne draus bauen, musst du eine Menge ändern.
        Hat schon sein Grund, wieso die großen Ryzen keine IGP haben.
        Intel müsste im Prinzip das gleiche machen und die IGP auf die kleinen CPUs begrenzen.
        Skylake skaliert ziemlich einfach, Intel fügt jetzt zum dritten Mal ein Kernpäärchen hinzu. Für 16 sollten sie auf Doppel-Ringbus wechseln, aber dafür sind keine Änderungen in den Kernen selbst erforderlich und die passenden Interconnects haben sie schon beim Schritt von Haswell auf Haswell E repesketive Broadwell auf Broadwell E entwickelt. Ob man zwecks Kompatiblität noch eine IGP mitschleift, wäre dann reine Produktpolitik – ohne kann man sich sogar noch einfacher bei Skylake X bedienen, DDR4, DMI und PCI-E kann der schon und mehr muss eine 1151-/1200-CPU nicht können.

        Die Frage ist aber: Lohnt sich das Ganze? Wer will denn einen neuen Intel-14-nm-Chip und 16 Kernen, der dann mit Intel-14-nm-Effizienz ins 95-/127-W-Korsett gepresst werden und zu Intel-16-Kern-Preisen verkauft werden würde? Die Stärke des Sockel 1151 ist und war schon immer die Leistung pro Kern. Mit viel Aufwand in anderen Bereichen den Rückstand zu verkleinern (nicht: aufzuheben) und dafür den einzigen Vorteil, den man hat, über Bord werfen, bringt auch nichts.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Comet Lake S: ECS deutet 400er-Desktop-Chipsätze für Anfang 2020 an

        Zitat von Incredible Alk
        Nicht hart sondern nach offiziellen Intel-Vorgaben - bedeutet 95W und maximal 28 Sekunden lang bis zu 118,75W. Das ist weder Intelfreundlich noch Intelunfreundlich - es ist die offizielle Art wie der hersteller seine CPU betrieben haben möchte. Genauso wie beispielsweise ein Ryzen 3700X seine 65W eingestellt hat aber unbegrenzt lange (so lange die Parameter es zulassen) maximal 88W verbrauchen darf.

        Alles andere wie "offene" CPUs, sei es nun Intel oder AMD, wäre unsinnig für einen Vergleichstest mit zig CPUs. Sowas kann man machen, ist dann aber Bestandteil von OC-Tests. Da verschieben sich die Grenzen dann etwas - für einen fairen Direktvergleich spielt das aber zunächst keine Rolle.

        ...und ich schätze du hast den Satz falsch rum verstanden - ich redete von der Spannungsversorgung die 1000W in den Sockel drücken kann, nicht von einer CPU.

        Bei einem Sockel-übergreifenden Vergleich muss man die unterschiedlichen TDP-Grenzen dennoch erwähnen – Intel wird die nächste Generation vermutlich nicht mit 95 W ausliefern, sondern in die 120er gehen. Das heißt es gibt 25 Prozent mehr Kerne, 1,5 Jahre Fertigungsverfeinerung, möglicherweise/wenn Intel nicht total bescheuert ist (wenn...) flotteren RAM und oben drauf 30 Prozent mehr erlaubten Energieumsatz, um den Sprung von 3800X-9900K-Niveau vor den 3900X zu schaffen.
        Könnte klappen und in Spielen ist man heute schon vorn, aber die Effizienz dürfte leiden.

        Zitat von hrIntelNvidia
        Wann will Intel 10nm in den Desktop bringen? ☺️

        greetz
        hrIntelNvidia
        "will" oder "kann"?

        Zitat von Threshold
        Die Skylake Architektur für Sockel 11xx gibt eben nicht mehr her. Willst du da 16 Kerne draus bauen, musst du eine Menge ändern.
        Hat schon sein Grund, wieso die großen Ryzen keine IGP haben.
        Intel müsste im Prinzip das gleiche machen und die IGP auf die kleinen CPUs begrenzen.
        Skylake skaliert ziemlich einfach, Intel fügt jetzt zum dritten Mal ein Kernpäärchen hinzu. Für 16 sollten sie auf Doppel-Ringbus wechseln, aber dafür sind keine Änderungen in den Kernen selbst erforderlich und die passenden Interconnects haben sie schon beim Schritt von Haswell auf Haswell E repesketive Broadwell auf Broadwell E entwickelt. Ob man zwecks Kompatiblität noch eine IGP mitschleift, wäre dann reine Produktpolitik – ohne kann man sich sogar noch einfacher bei Skylake X bedienen, DDR4, DMI und PCI-E kann der schon und mehr muss eine 1151-/1200-CPU nicht können.

        Die Frage ist aber: Lohnt sich das Ganze? Wer will denn einen neuen Intel-14-nm-Chip und 16 Kernen, der dann mit Intel-14-nm-Effizienz ins 95-/127-W-Korsett gepresst werden und zu Intel-16-Kern-Preisen verkauft werden würde? Die Stärke des Sockel 1151 ist und war schon immer die Leistung pro Kern. Mit viel Aufwand in anderen Bereichen den Rückstand zu verkleinern (nicht: aufzuheben) und dafür den einzigen Vorteil, den man hat, über Bord werfen, bringt auch nichts.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        AW: Comet Lake S: ECS deutet 400er-Desktop-Chipsätze für Anfang 2020 an

        Zitat von chaotium
        Vielleicht wirft Intel einen angepassten 12/14/16 Kerner in den Ring, der nur Dual Channel hat
        Die Skylake Architektur für Sockel 11xx gibt eben nicht mehr her. Willst du da 16 Kerne draus bauen, musst du eine Menge ändern.
        Hat schon sein Grund, wieso die großen Ryzen keine IGP haben.
        Intel müsste im Prinzip das gleiche machen und die IGP auf die kleinen CPUs begrenzen.
      • Von chaotium
        AW: Comet Lake S: ECS deutet 400er-Desktop-Chipsätze für Anfang 2020 an

        Also technisch bin ich gespannt, wie Intel mit seiner Core Architektur einen 16 zusammenbauen will.
        Da wird wohl der Kleber aushelfen müssen.
        Ich glaube auch kaum, dass Intel die HEDT Billiger macht. Weil zb Quadchannel

        Vielleicht wirft Intel einen angepassten 12/14/16 Kerner in den Ring, der nur Dual Channel hat
      • Von Gast1754557804
        AW: Comet Lake S: ECS deutet 400er-Desktop-Chipsätze für Anfang 2020 an

        Zitat von Threshold
        Die Antwort könnte dich verunsichern.
        Ich bin Kummer gewohnt ??

        greetz
        hrIntelNvidia
      • Von Pisaopfer Software-Overclocker(in)
        AW: Comet Lake S: ECS deutet 400er-Desktop-Chipsätze für Anfang 2020 an

        Zitat von Threshold
        Also sehen wir in zukunft auch bei Intel Mainboards mit gleich mehrere Lüfter auf den Mainboards.
        Endlich, dann ist der PC bald lauter als meine PS4 ...
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