Colorful C.B250A-BTC PLUS V20: 485 mm langes Mining-Mainboard mit 16 Stromanschlüssen
Colorful hat in China das C.B250A-BTC PLUS V20 getaufte und fürs Mining gedachte Mainboard vorgestellt. Mit Abmessungen von 485 × 195 mm entspricht es keinem gängigen Formfaktor. Die Länge wird dazu genutzt, acht PCI-Express-x16-Steckplätze für entsprechend viele Dual-Slot-Grafikkarten unterzubringen. Die Stromversorgung erfolgt über 16 sechspolige Stecker.
Bisher konzentrierten sich Mainboard-Hersteller bei ihren dedizierten Mining-Platinen darauf, möglichst viele PCI-Express-x1-Steckplätze auf den gängigen ATX-Ausmaßen unterzubringen. Die Grafikkarten werden dann in Rahmenkonstruktionen aufgehängt und mittels Riser-Karten von PCI-Express x1 auf x16 angeschlossen - meistens mit einer eigenen, getrennten Stromversorgung, um die Mainboards nicht zu überlasten. Einen ganz anderen Weg geht nun Colorful, der eine Produktseite zum C.B250A-BTC PLUS V20 angelegt hat (via pcgamesn.com).
Die Platine ist schmaler und deutlich länger als das ATX-Format und bringt acht vollwertige PCI-Express-x16-Steckplätze unter, die im 2er-Abstand angeordnet sind und somit Platz für acht Dual-Slot-Grafikkarten bieten. Aufgrund der Limitierungen von Intels Kaby Lake-S wird ein Steckplatz mit 16 PCI-Express-3.0-Lanes der CPU versorgt, die anderen sieben bekommen je eine Bahn vom B250-PCH ab - beim Mining ist die Bandbreite wohlgemerkt weitestgehend irrelevant. Insgesamt 16 sechspolige PCI-E-Stromstecker übernehmen die Energieversorgung, wobei ein 24-Pin-ATX-Stecker wegfällt. Die Grafikkarten sollten so die maximal spezifizierten 75 Watt über den PEG problemlos beziehen können. Nötig werden allerdings spezielle Mining-Netzteile, um die Kosten nicht in die Höhe zu treiben. Die GPUs werden direkt in das Mainboard gesteckt und nicht extern aufgehängt.
In Anbetracht des Einsatzzwecks überrascht die äußerst übersichtliche Ausstattung nicht. Für einen einzelnen DDR4-Speicherriegel steht ein SO-DIMM-Steckplatz zur Verfügung. Als Massenspeicher lässt sich ein Datenträger über SATA 6 Gbit/s beziehungsweise mSATA 6 Gbit/s anschließen. Das I/O-Panel bietet einen Ethernet-Anschluss, zwei USB-2.0-Ports und einen HDMI-Ausgang. Ein 4-Pin-EPS-Stecker und sechs VRM-Phasen ergeben die die Stromversorgung und -wandlung. Gimmicks wie einen Sound-Chip sind nicht vorhanden.
In Europa operiert Colorful nicht mehr, weshalb eine Markteinführung des C.B250A-BTC PLUS V20 hierzulande unwahrscheinlich ist. Die außergewöhnliche Bauart hielten wir trotzdem für newswürdig.

Da kaufst du ganze Bauernhöfe.
Du kannst dir von dem Minen nichts kaufen?
Wenn du ein paar dieser tollen Coins hast und zeitig verkaufst hast du Millionen
Und du kannst auch eine Vega 56 mit 150W betreiben und damit auf 1080 FE Niveau kommen
Wird Zeit, dass sie auch die dazugehörigen Netztei... also Atomkraftwerke in Koffergröße verkaufen.
Ich bin der letzte, der sich Greenpeace anbiedern würde, aber...
... wenn der letzte Coin gemined wurde, wird man draufkommen, dass man sinnlosen Stromverbrauch
(besonders in China, wo die Top-25-"Miner" beheimatet sind) nicht fressen kann.
Und wie in Mining-China Strom erzeugt wird, sollte wohl jedem klar und offensichtlich sein... :/
Immerhin sitzen die grossen Minimng-Farmen immer in unmittelbarer Nähe zu Kohle-Dreckschleudern.
Aber ja, die 400-Watt-Vega56-Spitzen werden wir auch noch (v)ertragen... (hust)
Wofür die Boardhersteller doch alles Geld ausgeben. Sollen sie mal lieber ein paar mehr AM4-ITX-Boards generieren, da kommt sicher auch was bei rum.
Vielleicht ist das bei den neueren Grakas schon nicht mehr so schlimm mit der Wärmeentwicklung. Meine 6 R9 290x brauchen ein wenig mehr Abstand zueinander. Ich denke so eng auf einem Board hätten die nicht so lange mitgemacht. Naja, ich werde es wohl nicht mehr ausprobieren. Wenn die mal irgendwann schrott gehen, bin ich damit fertig
Mit diesen Dingern kriegst du die Karten auf denselben Regalboden wie den Rest des Clients, bei den Riser-Dingern (die darüber hinaus wohl vergleichsweise fehleranfällig sein sollen) musst du die Karten selbst auf eine eigene Ebene auslagern. Spart am Ende Platz und vielleicht auch Downtime durch defekte Riser.