AM4-Mainboards für Raven Ridge: BIOS-Update ohne CPU durchführen? Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
PCGH-Leser Mathias S. gefallen die Raven-Ridge-APUs von AMD und möchte sich ein Sockel-AM4-System mit einem solchen Chip zulegen. Bei im Handel befindlichen Mainboards ist aber nicht sicher, dass Raven Ridge ohne BIOS-Update unterstützt wird. Lässt sich ein Update vielleicht ohne kompatible CPU durchführen?
Der Leserbrief:
"Ist es möglich, das BIOS des Mainboards zu flashen, wenn noch keine unterstützte CPU verbaut ist? Ich habe nach dem Lesen eures Artikels zu Raven Ridge vor, mir eine solche APU zuzulegen. Ich fürchte aber, dass die jetzt versendeten Mainboards noch nicht das dafür nötige BIOS aufgespielt haben."
Die Antwort von Torsten Vogel (Fachbereich Mainboards):
"Diese Möglichkeit bieten nur wenige High-End-Modelle, mit entsprechenden Spezial-Controllern. Unter den von PCGH getesteten AM4-Mainboards waren dies nur das Asus Crosshair VI Hero und das MSI X370 Xpower Gaming Titanium, aber keine Platine aus den typischerweise mit Raven Ridge assoziierten Preisklassen. Wenn Mainboard und Prozessor zusammen erworben wurden, würde ich ein Update seitens des Händlers erwarten respektive dieses als Nachbesserung einfordern. Andernfalls helfen die Mainboard-Hersteller weiter, zum Teil mit einem über Nacht Support (zzgl. Hin- und Rückversand des Mainboards) oder AMD selbst: http://www.pcgameshardware.de/Raven-Ridge-Codename-267140/News/AMD-Pinnacle-Ridge-Boot-Kits-BIOS-Updates-1250303/" (Anmerkung der Redaktion: Eine weitere Möglichkeit ist zum Beispiel die Nutzung einer USB-basierten Platine zum Beschreiben von BIOS-Chips. Mit einer solchen Anschaffung sind aber zusätzliche Kosten verbunden, außerdem benötigen Sie einen gesockelten BIOS-Chip.)
Leserbriefe können Sie an leserpost@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.

Wenn man einen kompletten PC kauft, dürfte dieser bei den meisten Händlern auch eine Funktionsprüfung durchlaufen. Anders sieht dies aus, wenn man Einzelteile für einen Eigenbau besteht – hier wäre ein Flash-Service zwar wünschenswert (und gegebenenfalls einklagbar, wenn der Händler 1:1 die aktuellen Kompatibilitätsinformationen vom Hersteller übernimmt), aber man erspart sich möglicherweise Verzögerungen, wenn man das vorab abklärt.
Ich hatte zuerst auch sorge, aber ich habe meinen HTPC bei Alternate über deren PC-Konfigurator zusammengestellt. Da kam dann das AsRock Fatalit1y AB350 Gaming-ITX/ac mit einem Aufkleber drauf "AMD Ryzen Desktop 2000 ready" an, da ich wohl einen Ryzen 5 2400G mitbestellt hatte (Auf der Webseite selbst und in der Bestellung war leider kein Hinweis darauf sodass ich schon bangte ein Mainboard mit altem BIOS zu bekommen). Also ich denke in so einem Fall achten die Händler schon das CPU und Mainboard zusammenpassen. Wenn man das Mainboard einzeln bestellt sollte man aber aufpassen.
Aber ich hatte den Eindruck, dass der Leser nach einer einfacheren und kostengünstigen Lösung gesucht hat.
Würde auch gehen, aber eben nur wenn man alle weiteren Hinweise, wie die von Galatian, ignoriert
Aber ich hatte den Eindruck, dass der Leser nach einer einfacheren und kostengünstigen Lösung gesucht hat.
Wobei man auch Boards bekommt, bei denen auf der Verpackung steht, dass die mit RR kompatibel sind.